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Schutz und Hilfe - kostenloses eBook zum Download

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Orlenok-1, oder R-363

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Brandenburg
 


Anmeldungsdatum: 08.07.2014
Beiträge: 12
Wohnort oder Region: Brandenburg

Beitrag Verfasst am: 14.02.2017 10:58
Titel: Orlenok-1, oder R-363
Antworten mit Zitat

Hallo und guten Tag,

Ich habe o.g. Empfänger, jedoch ohne weitere Zubehörgeräte bzw. DV oder Dokumentationen.
Das Gerät soll bei der NVA genutzt worden sein.

Im www habe ich lediglich russische Infos gefunden, auch ein NVA-Foto daraus beim Antennenaufbau.(bei rwd-mb3 gibts auch Infos)


Vielleicht kennt jemand einen Ehemaligen der mir weiterhelfen kann zum "Typ Orlenok-1/b6-2"<== so stehts in kyrillisch allerdings auf dem an der Seite befindlichen Typenschild geschrieben.

73
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RFT 2025E, Orlenok-1, UP-3MB, KOPENA Betriebsempfänger, UV-32MA
 
Vordere Ansicht (Datei: 020117162308.jpg, Downloads: 63) Typenschild (Datei: 020717113120.jpg, Downloads: 81)  (Datei: R-363_Pl_11d.jpg, Downloads: 90)  (Datei: Herrm19.jpg, Downloads: 73)
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Ollie
 


Anmeldungsdatum: 14.04.2003
Beiträge: 330
Wohnort oder Region: Berlin

Beitrag Verfasst am: 14.02.2017 11:44 Antworten mit Zitat

Hallo,

das Foto vom Antennenaufbau erinnert mich stark an die Anlage eines "Peilers". Das waren Einrichtungen zur Flugsicherung. Zur Zeit meines Grundwehrdienstes in Brandenburg - Briest war das in der mobilen Variante der ARP-6 (ARP = automatischer Radiopeiler), allerdings war unserer auf einem anderen Fahrzeug montiert. Es gab auch Peiler, welche fest in Gebäuden oder Schutzräumen wie Bunker installiert waren, in der Regel an jedem militärisch genutzten Flugplatz. Unter Anderem mit Hilfe des mobilen Peilers konnten innerhalb kurzer Zeit Behelfsflugplätze eingerichtet werden.
Zur Funktionsweise:
Der Flugzeug- oder Hubschrauberführer rief auf der ihm bekannten Frequenz den Peilfunker mit den Worten (auf russisch natürlich) "(Rufzeichen der Maschine) geben Sie Peilung", dieser Funkspruch erzeugte auf dem Anzeigegerät einen linienförmigen Ausschlag, anhand dessen der Bediener mit Hilfe einer drehbaren Skala die Richtung des Sender ermitteln konnte. Er antwortete mit "(Rufzeichen ... Ihre Peilung ist ..., wobei er einen Wert zwischen 1 und 360 nannte, welcher dem Piloten die Richtung zum Peiler in Grad und damit zum Platz direkt angab.
Das abgebildete Gerät sieht etwas anders aus als das mir bekannte, das kann aber daran liegen, daß dieses hier wahrscheinlich etwas neuer ist.

Grüße aus BÄRlin
Ollie

P.S.: Auch schon mal hier erwähnt: https://www.geschichtsspuren.de/forum/russentechnik-t2809.html
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"Traditionspflege bedeutet nicht, in der Asche herumzustochern, sondern die Flamme weiterzugeben
(Ricarda Huch)
 
Bedienungserlaubnis für die genannte Technik (Datei: Scan088.jpg, Downloads: 23)
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K Pagel
 


Anmeldungsdatum: 11.01.2008
Beiträge: 102
Wohnort oder Region: 19230 Kuhstorf

Beitrag Verfasst am: 14.02.2017 14:53 Antworten mit Zitat

Der Orlenok-1 war ein Funkpeilempfaenger UKW, der auf den Geraetesaetzen R-363 (auf Sil-157K) und R-381D2 (auf Gaz-66) verwendet wurde. Frequenzbereich 20 bis 100 MHz. Bei der NVA wurde er in den Funk- und Funktechnischen Aufklaerungskompanien (FuFuTAK) der Aufklaerungsbataillone der Divisionen genutzt. Jede Kompanie hatte drei solcher Funkpeiltrupps. Zum Geraetesatz R-363 gehörten neben dem Peilempfänger noch zwei UKW-Empfänger R-323 (ebenfalls 20 - 100 MHz Frequenzbereich), ein Funkgerät R-105 M mit Leistungsverstaerker UM-2, ein Tonbandgerät, zwei Elektroaggregate AB-1-220 sowie diverses Zubehör und Ersatzteile. Ich weiß das so genau, weil ich insgesamt 12 Jahre in einer FuFuTAK eingesetzt war, davon die ersten 6 Jahre (von November 1972 bis Ende Oktober 1978) als Truppführer auf so einem Trupp. Der Geraeteseatz R-381D2 war der Nachfolger des R-363 und wurde erst ein paar Jahre nach meiner Zeit als Peiltruppfuehrer eingeführt.
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Ollie
 


Anmeldungsdatum: 14.04.2003
Beiträge: 330
Wohnort oder Region: Berlin

Beitrag Verfasst am: 14.02.2017 16:11 Antworten mit Zitat

Stimmt, das Fahrzeug bei uns war ein GAZ 66, die eingebauten Geräte müssen zum Teil aber wesentlich älter als das Fahrzeug gewesen sein, das konnte man den russischen Aufschriften entnehmen, welche offenbar von sich langweilenden Soldaten eingeritzt wurden, so nach dem Muster: Kolja war hier 19--.

Grüße aus BÄRlin
Ollie
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(Ricarda Huch)
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K Pagel
 


Anmeldungsdatum: 11.01.2008
Beiträge: 102
Wohnort oder Region: 19230 Kuhstorf

Beitrag Verfasst am: 14.02.2017 21:06 Antworten mit Zitat

Zitat:
... Das abgebildete Gerät sieht etwas anders aus als das mir bekannte, das kann aber daran liegen, daß dieses hier wahrscheinlich etwas neuer ist. ...


Ich denke das liegt daran, dass euer Peiler in einem anderen Frequenzbereich arbeiteten als unserer. Wir hatten, wie geschrieben, den Bereich 20 - 100 MHz, eurer im Bereich 100 - 150 MHz. Siehe auch hier: http://www.rwd-mb3.de/ftechnik/pages/arp6.htm

Der Peiler R-363 vom selben "Anbieter": http://www.rwd-mb3.de/ntechnik/pages/r-363.htm

Zitat:
... Vielleicht kennt jemand einen Ehemaligen der mir weiterhelfen kann zum "Typ Orlenok-1/b6-2"<== so stehts in kyrillisch allerdings auf dem an der Seite befindlichen Typenschild geschrieben. ...


Das "B6-2" hat mir keine Ruhe gelassen, aber ich glaube, die Lösung zu kennen: Der Stromversorgungsblock für den Olenok hatte die Bezeichnung "B6-1", der Empfänger demzufolge die B6-2. Das brauchte man, um die Kabel richtig anzuschließen. Die Stecker waren, wenn ich das noch richtig im Kopf habe, auch so gekennzeichnet. Bei uns wurde übrigens der Peilempfänger "Orljonok 1" gennant und auch so geschrieben.

Was einem nach fast 40 Jahren alles noch so einfällt ... icon_lol.gif


Zuletzt bearbeitet von K Pagel am 14.02.2017 22:05, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Ollie
 


Anmeldungsdatum: 14.04.2003
Beiträge: 330
Wohnort oder Region: Berlin

Beitrag Verfasst am: 14.02.2017 22:00 Antworten mit Zitat

Zitat:
... Bei uns wurde übrigens der Peilempfänger "Orljonok 1" gennant und auch so geschrieben. ...


Russisches "e" wird gesprochen als "je", russisches "e" mit zwei Pünktchen drüber spricht sich "jo", manchmal wurden diese Pünktchen, z.B. auf dieser Gerätebeschriftung, nicht mit gedruckt oder geprägt, daher die Unterschiede in der Transkription. Orljonok ist das Gleiche wie Orlenok.

Grüße aus BÄRlin
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Brandenburg
 


Anmeldungsdatum: 08.07.2014
Beiträge: 12
Wohnort oder Region: Brandenburg

Beitrag Verfasst am: 15.02.2017 21:48 Antworten mit Zitat

Habe noch Fotos gemacht heute auf die Schnelle.
Gewichtsmäßig hatte ich da wohl 80 kg zu bewegen.
Jetzt habe ich durch Eure Hilfe Zusammenhänge bekommen , nun hoffe ich noch den Hersteller zufinden bzw Ersatzteilliste o.a. was es noch sogibt als Schaltplan.
2_kiss.gif
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 (Datei: 2017-02-15_16-03-34_384.jpg, Downloads: 21)  (Datei: 2017-02-15_16-03-44_503.jpg, Downloads: 28)  (Datei: 2017-02-15_16-08-02_714.jpg, Downloads: 29)  (Datei: 2017-02-15_16-08-14_271.jpg, Downloads: 29)  (Datei: 2017-02-15_16-08-23_163.jpg, Downloads: 23)
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K Pagel
 


Anmeldungsdatum: 11.01.2008
Beiträge: 102
Wohnort oder Region: 19230 Kuhstorf

Beitrag Verfasst am: 16.02.2017 08:38 Antworten mit Zitat

Was hast du denn mit dem Geraet vor?
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Brandenburg
 


Anmeldungsdatum: 08.07.2014
Beiträge: 12
Wohnort oder Region: Brandenburg

Beitrag Verfasst am: 16.02.2017 08:50 Antworten mit Zitat

Tja mal sehen was möglich und notwendig um das Gerät zum klingen zu bringen.

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K Pagel
 


Anmeldungsdatum: 11.01.2008
Beiträge: 102
Wohnort oder Region: 19230 Kuhstorf

Beitrag Verfasst am: 16.02.2017 09:17 Antworten mit Zitat

Das wird wohl schwierig werden, wenn du nur den "großen Kasten" ohne jegliches Zubehör (Kabel, Stromversorgungsbloecke usw.) hast, aber trotzdem viel Erfolg.
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