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WIFO-Tanklager Hitzacker

Die Wirtschaftliche Forschungsgesellschaft mbH (Wifo) mit Sitz in Berlin wurde vom Deutschen Reich im August 1934 zum Zwecke der Beschaffung, Bevorratung und des Transports strategischer Rohstoffreserven für den Kriegsfall gegründet. Offizielle Aufgabe des Unternehmens war "die Errichtung und der Betrieb von Versuchs- und Forschungsanlagen zur Förderung von Industrie und Handel". Gesellschafter waren die Gesellschaft für öffentliche Arbeiten AG, Berlin mit 16.000 RM Anteil am Stammkapital und die I.G. Farbenindustrie AG, Frankfurt mit 4.000 RM Anteil. Projekte der Gesellschaft gab es im gesamten Reichsgebiet. Bis zum Ende des Tanklager-Bauprogramms Mitte 1942 hatte die Gesamtkapazität der WIFO-Tanklager rund 1,5 Millionen m³ Kraft- und weit mehr als 100.000m³ Schmierstoffe erreicht, darüber hinaus verfügte die WIFO über große Tankkapazitäten für andere Stoffe, über mehr als 38.000 Kesselwagen und 35 Schiffe. Am Kriegsende arbeiteten reichsweit rund zehntausend Mitarbeiter für die Gesellschaft.

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Lopau - Geisterort am Rande des Truppenübungsplatzes

 Der kleine Ort Lopau am Nordrand des Truppenübungsplatzes Munster-Nord ist weder schatzsucherisch noch für Bunkerforscher interessant, dafür ist er aber (fast) ein richtiges Geisterdorf. Aber fangen wir mal von vorne an:

Im Jahre 1293 wurde Lopau das erste Mal erwähnt, damals gab es drei Hofstellen, von denen heute noch zwei erhalten sind. Um 1900 hatte das Dorf 123 Einwohner und eine Schule konnte gebaut werden.

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Der Agentenfunk der deutschen Abwehr in Hamburg

Der Teil der Abwehr, der während des Zweiten Weltkriegs für den Funkverkehr mit den Agenten im Ausland zuständig war, trug den Namen "Geheimer Funkmeldedienst des OKW - Amt Ausland" und befand sich zunächst in Stahnsdorf bei Berlin. Die Abkürzung "OKW" (Oberkommando der Wehrmacht) im Namen der Dienststelle lässt darauf schließen, daß diese übergeordnet sowohl für Heer Luftwaffe als auch Marine zuständig war. Aus Tarnungsgründen trug die Dienststelle nach außen hin den Namen "Heeresneubauamt". Neben dem Funkverkehr mit den Funkmeldestaffeln der Wehrkreise, den sog. Funkmeldeköpfen, wurde hier auch der Funkverkehr mit Agenten im Ausland betrieben.

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Kindsbach Underground Facility - SOC 3

In den zwanziger Jahren wurde von der am 29.07.1919 von Wilhelm Würmell gegründeten Firma Formsandwerke Ludwigshafen am Rhein ein Gelände in Kindsbach (westlich von Kaiserslautern) erworben. Bis 1937 wurde es als Sandgrube zum Abbau von Formsand für Gießereizwecke bewirtschaftet. Dazu wurde der Sand in Transportkübeln mit Hilfe einer Seilbahn über Kindsbach hinweg bis zu den Bahngleisen transportiert. So entstand nach und nach am Hang eine grubenförmige Geländeformation.

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Marinesperrzeugamt Starkshorn

Ende 1937 wurde in der Nähe von Starkshorn, einem kleinen Ort bei Eschede, auf einem etwa 250 Hektar großen Gelände mit dem Bau eines Marinesperrzeugamtes begonnen (vergl. auch Marinesperrzeugamt Druhwald). Bauherr war auch hier die Kriegsmarinewerft Wilhelmshaven. Um die natürliche Tarnung durch den vorhandenen Hochwald zu erhalten, wurde bei den gesamten Bauarbeiten sehr vorsichtig vorgegangen. Bis Ende 1939 waren zahlreiche Baracken, Hallen, Häuser und Bunker errichtet, insgesamt über 200 Gebäude (davon etwa 110 Bunker).

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Die Darien-Funkstation am Panamakanal

Darien-Funkstation kurz nach der Fertigstellung 1915Die Darien-Funkstation ist eine ehemalige Funkanlage der US Navy direkt am Panamakanal, der etwa 80 Kilometer lang ist und den Pazifik mit dem Atlantik verbindet. Die Darien-Funkstation lag genau in der Mitte des Kanals in der Nähe des Dorfes Gamboa. Der Urwald holt sich die Reste der Anlage seit 1999 langsam zurück - Matthias Hohner hat sie noch einmal besucht.

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