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Die Zonengrenze bei Hötensleben

Etwa 15km südlich von Helmstedt liegt, direkt östlich der ehemaligen Zonengrenze, der kleine Ort Hötensleben. Hier hat man sich vor einiger Zeit entschieden, einen Teil der DDR-Grenzanlagen nicht ab- bzw. wieder aufzubauen und so ein Mahnmal zu setzen.

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Luftmunitionsanstalt 4/XI Höfer und U-Verlagerung LÖWE, Mariaglück

Schacht Mariaglück - U-Verlagerung "Löwe"


Die bergbauliche Geschichte Höfers reicht zurück bis ins Jahr 1906 zur Gründung der Gewerkschaft Mariaglück - zunächst in Gotha. Am 11. März 1910 wurde dann die Bergbaugesellschaft Mariaglück mbH in Celle gegründet. Bei ersten Probebohrungen war man bei einer Teufe von 120m auf einen Salzstock gestoßen, weitere Bohrungen folgten. Im Jahr 1910 begannen die ersten Bergleute mit dem Ausbau zweier Schächte (Schacht Mariaglück in Höfer und etwa 1.300m entfernt Schacht Fallersleben bei Habighorst). Im Jahr 1911 wurde eine Bergwerksgesellschaft gegründet, die 1916 in Habighorst mit der Förderung beginnen konnte. Nachdem die beiden Schächte miteinander verbunden waren, nahm 1922 auch Mariaglück die Förderung auf. 1924 wurde Schacht Fallersleben bereits wieder stillgelegt und sorgte nur noch für die Bewetterung der Anlage. Bis 1943 hatte man die Jahresproduktion auf rund 240.000 Tonnen gesteigert.

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Ein Braunkohle-Bergwerk bei Hamburg - Robertshall

Ein Braunkohlebergwerk in Hamburg? Diese zunächst doch eher erstaunliche Tatsache erfordert einen Blick in die Vergangenheit - sehr weit in die Vergangenheit sogar. Braunkohle entstand aus verlandeten Sumpfwäldern und Mooren des Tertiärs vor rund fünf Millionen Jahren. Als sich vor etwa 600.000 Jahren die gewaltigen Gletscher der sogenannten Elster-Eiszeit über Norddeutschland schoben, wühlten sie den Boden teilweise mehrere hundert Meter tief auf (Auf der schematischen Datstellung weiter unten mit einer schwarzen Linie dargestellt). Dabei erfassten sie die verschiedenen angetroffenen Erdschichten, darunter auch die feinkörnigeren Anteile der tertiären Braunkohle, schoben diese mit sich und zermahlten sie dabei zum Teil. Zusammen mit von Schmelzwasser ausgewaschenen Sanden lagerte sich das feinere Material schließlich an günstigen Stellen vor dem Gletscher wieder ab. Während der zweiten, sog. Saale-Eiszeit erfolgte an vielen Stellen eine erneute Umlagerung der Schichten. Nicht nur in den Harburger Bergen, sondern auch im Hannoverschen Wendland, im Raum Lauenburg, bei Uelzen und in Schleswig-Holstein kommt solche, meist mit eiszeitlichen Sanden vermengte Braunkohle vor. Aufgrund von Bernsteinfunden nimmt man an, daß ihr ursprünglicher Entstehungsort im Bereich der Ostseeküste lag. 

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Die Straßenbahnhauptwerkstätten Nürnberg-Muggenhof

Einem verwunschenen Schloss gleich, liegt am südlichen Pegnitzgrund in Nürnberg ein Denkmal der Industriegeschichte, das seit nun mehr zehn Jahren auf eine neue Nutzung wartet. Nähert man sich von Norden, ist der Verwendungszweck des Gebäudekomplex nicht auf dem ersten Blick zu erkennen. Erst bei näherer Betrachtung verraten Reste von Gleisen und zahlreiche Einfahrtstore, dass es sich um einen Stück Nürnberger Straßenbahngeschichte handelt.

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Ein sehr eigenartiges Bauwerk - die Oberhafenbrücke in Hamburg

"Ein sehr eigenartiges Bauwerk..." Mit diesen Worten beschreibt das Buch "Hamburg und seine Bauten 1914" die im Jahre 1904 fertig gestellte Oberhafenbrücke in Hamburg. Es handelt sich um eine zweigeschossige, kombinierte Straßen- und Eisenbahnbrücke für vier Gleise, die zudem noch als Drehbrücke ausgelegt wurde. Noch in diesem Jahr (2005) soll sie als feste Brücke neugebaut werden.

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Augen in Nacht und Sturm - Die Entwicklung der Funkmeßtechnik


Heinrich Hertz stellte 1886 beim experimentellen Nachweis von elektromagnetischen Wellen fest, daß Radiowellen von metallischen Gegenständen reflektiert werden. Elf Jahre später wiederholte der Inder Jagadis Chandra Bose die Hertzschen Versuche in Kalkutta, diesmal jedoch mit einer kürzeren Wellenlänge. Gegen 1900 wies Nikolas Tesla das erste mal auf die Möglichkeit der Funkortung nach dem Rückstrahlprinzip hin. Am 30. April 1904 meldete der deutsche Wissenschaftler Christian Hülsmeyer beim Reichspatentamt ein Verfahren an, um entfernte metallische Gegenstände mittels elektrischer Wellen einem Beobachter zu melden. Das Radar war geboren. Was eigentlich der Handelsschiffahrt zugute kommen sollte, geriet erst einmal in die Hände des Militärs. Vor und während des Zweiten Weltkriegs entwickelten die Techniker immer leistungsfähigereGeräte.

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