In den frühen fünfziger Jahren stieg auch in den USA die Angst vor einem Atomschlag durch Langstreckenbomber der Sowjetunion. Flak-Artillerie kam nicht mehr in Frage, die neue Abwehrwaffe waren Boden-Luft--Raketen. Nach tausenden von Tests, hauptsächlich auf dem White Sands Missile Range in New Mexico, wurden 1954 die ersten Nike Ajax - Raketen in Dienst gestellt. Diese erste Stufe dieser zweistufigen Rakete wurde noch mit hochbrisanten Flüssigtreibstoffen angetrieben. Sie hatte eine Reichweite von rund vierzig Kilometern. Die ersten Batterien wurden zum Schutz von Großstädten stationiert: Boston, Providence, Philadelphia/New York und Baltimore/Washington, danach Seattle, San Francisco und Los Angeles. Weitere Städte und Militärstützpunkte folgten, darunter Miami, Cleveland, Milwaukee und Detroit. Da die amerikanischen Gesetze für die oberirdische Lagerung von Sprengstoffen und -körpern schon in den fünfziger Jahren bestimmte Mindest-Grundstücksgrößen vorschrieben (für eine Nike Ajax - Feuerstellung rund 80ha) und diese in stadtnahen Gegenden oft nicht zur Verfügung standen, suchte man nach einer Lösung, Man fand sie in der Form unterirdischer Magazine, was die benötigte Fläche auf etwa 17ha reduzierte.
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Luftschutztürme zählen wohl zu den architektonisch interessantesten und auch vielfältigsten Luftschutzbauten des Zweiten Weltkriegs. Gerade die große Anzahl an Variationen führt aber auch immer wieder zu Verwirrungen und Unsicherheit darüber, um was für eine Art LS-Turm es sich im einzelnen Fall nun jeweils handelt.
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Im März 1938 erhielt die Rheinmetall-Borsig AG vom Luftamt Braunschweig die Genehmigung, einen Landeplatz in der Nähe des Werks-Schießplatzes Unterlüß anzulegen. Die Benutzung wurde auf werkseigene Flugzeuge und Personen eingeschränkt, die dort dienstliche Aufgaben zu erledigen hatten. Noch im selben Jahr wurde eine Flugzeughalle mit befestigtem Hallenvorfeld und Werkstatt sowie einige Nebengebäude errichtet. Die Halle erhielt den Namen "Udet-Halle", der Platz hieß dementsprechend "Udet-Feld" (Nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Erprobungsstelle in Polen!).
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Binnenwasserstraßen sind, solange sie wirtschaftlich genutzt werden, einer stetigen Erneuerung und Anpassung an geänderte Verkehrsanforderungen ausgesetzt. Erhaltene Relikte aus der Bauzeit der heute noch genutzten Kanäle sind daher selten geworden.
Der ab 1905 gebaute Mittellandkanal als wichtige Verbindung der Industriegebiete an Rhein und Ruhr mit Elbe und Weser wurde bereits ab den 1960er Jahren für die Erfordernisse der modernen Binnenschifffahrt ausgebaut. Dabei wurde nicht nur das Kanalbett verbreitert und vertieft, es wurden auch alle 312 Kanalbrücken durch Neubauten ersetzt. Nachdem der Ausbau des Mittellandkanals abgeschlossen war, waren allein die Stich- und Zweigkanäle noch weitgehend in ihrem Originalzustand erhalten. So auch der Stichkanal nach Osnabrück, der nun aber ebenfalls ausgebaut wird und dabei die letzten noch erhaltenen Bauten aus der Entstehungszeit verliert.
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Der Border Observation Point "Alpha" war von 1953 bis zum Zusammenbruch der DDR 1989 eine der markantesten Beobachtungsstationen der in Europa stationierten US-Streitkräfte. Das Camp war eine der Außenstellen des 14. Armored Cavalry Regiments (ACR), welches 1972 in 11. ACR "Blackhorse" umbenannt wurde. Point "Alpha" lag im Zentrum der Nato-Verteidigungslinie "Fulda-Gap", wo im Ernstfall der erste Angriff der Truppen des Warschauer Pakts befürchtet wurde. Diese Verteidigungslinie verlief vom Raum Herleshausen/Gerstungen im Norden und Bad Neustadt/Mellrichstadt im Süden.
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