Tallboy in Swinemünde gefunden

Militärische Objekte und Anlagen des 2. Weltkriegs (und 1933-1945)
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Djensi
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Re: Tallboy in Swinemünde gefunden

Beitrag von Djensi » 12.10.2020 09:34

Moin,

auch das ist ein "Entsorgungsmuster", was weg ist, ist weg!

Wünschen wir mal allen Glück bei ihrem Vorhaben.

Beste Grüße

Bunkerbob
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Re: Tallboy in Swinemünde gefunden

Beitrag von Bunkerbob » 13.10.2020 13:05

Djensi hat geschrieben: 12.10.2020 09:34
... "Entsorgungsmuster", was weg ist, ist weg!
Naja, wir müssen für jede britische Grundmine, die wir aufgrund der Gefährlichkeit (Übertragungsladungen aus Tetryl mitten in der Hauptladung) nicht bergen können sondern sprengen müssen einiges an Diskussionen mit Umweltbehörden und -verbänden führen.
Und bei Deflagrationen wird eine erhebliche Menge des Sprengstoffes nur unvollständig umgesetzt.

Aber wie sagt man: andere Länder, andere Sitte.

Das
Djensi hat geschrieben: 12.10.2020 09:34
Wünschen wir mal allen Glück bei ihrem Vorhaben
gilt natürlich uneingeschränkt!

Gruss
Robert

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bettika
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Re: Tallboy in Swinemünde gefunden

Beitrag von bettika » 14.10.2020 08:09

Hallo,
der Tallboy ist neutralisiert, Glückwunsch an die Beteiligten :thumbup:
https://www.nordkurier.de/ueckermuende/ ... 28510.html

War das die geplante "Deflagration" , oder eine ungewollte (?) Detonation ?

Grüsse
Beate
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Re: Tallboy in Swinemünde gefunden

Beitrag von Bunkerbob » 14.10.2020 09:19

bettika hat geschrieben: 14.10.2020 08:09
War das die geplante "Deflagration" , oder eine ungewollte (?) Detonation ?
Es sieht nicht nach einer Detonation von 2 Tonnen Torpex aus, die Deflagration kann aber auch sehr heftig sein. Um es wirklich zu beurteilen müsste man Splitter/Bruchstücke der Bombenhülle sehen.

Gruss
Robert

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Zwackelmann
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Re: Tallboy in Swinemünde gefunden

Beitrag von Zwackelmann » 14.10.2020 09:27

Hallo Beate,

Ich würde sagen, sowohl als auch, denn Grzegorz Lewandowski von der polnischen Marine ausführte: "Bei allen angenommenen Sicherheitsmaßnahmen wurde die Möglichkeit einer Detonation durch den Verpuffungsprozess berücksichtigt." Ich denke, damit wird implizit angedeutet, dass genau das geschehen ist.

Gruß, Thomas!
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Re: Tallboy in Swinemünde gefunden

Beitrag von bettika » 14.10.2020 10:25

Bunkerbob hat geschrieben: 14.10.2020 09:19
Es sieht nicht nach einer Detonation von 2 Tonnen Torpex aus, die Deflagration kann aber auch sehr heftig sein. Um es wirklich zu beurteilen müsste man Splitter/Bruchstücke der Bombenhülle sehen.

Gruss
Robert
Hallo,
Fotos
Die Aussage von Lewandowski:
Der Deflagrationsprozess hat sich in eine Detonation verwandelt. Die Anlage kann als neutralisiert betrachtet werden und stellt keine weitere Bedrohung für das Fairway Szczecin-Świnoujście dar. Die Minentaucher befanden sich alle außerhalb der Gefahrenzone, der Sprecher der 8. Flottille der Küstenverteidigung, Cdr. Grzegorz Lewandowski. - Bei allen angenommenen Sicherheitsmaßnahmen wurde die Möglichkeit einer Detonation des Deflagrationsprozesses berücksichtigt.
(übersetzt mit chrome)
https://szczecin.se.pl/swinoujscie-tall ... -D7vX.html
Grüsse
Beate
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Re: Tallboy in Swinemünde gefunden

Beitrag von Zwackelmann » 20.01.2021 12:23

Hallo zusammen,

In der Arte-Mediathek gibt es diese superinteressante Doku (Link unten). U.a. geht's um die Tallboy in Swinemünde, aber hauptsächlich allgemein um Kampfmittel-Ortung und -Beseitigung in der Nord- und Ostsee:

https://www.arte.tv/de/videos/093707-01 ... eresgrund/

Gefunden im www.Forum-der-Wehrmacht.de.

Gruß, Thomas!
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Re: Tallboy in Swinemünde gefunden

Beitrag von Michael aus G » 25.01.2021 14:25

Zwackelmann hat geschrieben: 20.01.2021 12:23 U.a. geht's um die Tallboy in Swinemünde, aber hauptsächlich allgemein um Kampfmittel-Ortung und -Beseitigung in der Nord- und Ostsee:
Ja, die Firma SeaTerra ist damit seit vielen Jahren recht erfolgreich. Entschärfen muss das aber immer der jeweilige Kampfmittelräumdienst. Die Tallboy ist übrigens 1945 auf die LÜTZOW(ex Deutschland) geworfen worden.
Gib mir genügend Schubkraft und ich bringe dir ein Klavier zu fliegen!

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Reste der Lützow werden in Swinemünde geborgen

Beitrag von Zwackelmann » 16.05.2021 12:49

Hallo zusammen,

Da die Bombe ja nun weg ist, will ich das Thema nun deren eigentlichem Ziel widmen, nämlich der Lützow.

Das Museum der Polnischen Waffen hat anscheinend begonnen, Teile des Schiffes für Konservierung und Präsentation zu bergen:

http://www.muzeum.kolobrzeg.pl/pl/wiado ... aca-w-tle/

Hier die Google-Übersetzung:

"Teile eines Schlachtschiffes mit internationaler Zusammenarbeit im Hintergrund

Am 16. April 1945 wurden Flugzeuge des berühmten britischen Geschwaders 'Dambusters' - Nr. Die 617 Squadron RAF erschien am heutigen Piastkanal in Świnoujście, und das Ziel ihres Angriffs war unter anderem das deutsche Taschenschlachtschiff 'Lützow', das nach seinem Rückzug aus der Ostsee dort stand. Die Mission wurde erfolgreich abgeschlossen - das Schiff, das durch eine vollständige Verdrängung von 16.200 BRT gekennzeichnet war, lief auf Grund und blieb praktisch bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs dort. Anfang März 1945 hatte 'Lützow' zusammen mit seiner Schwester 'Admiral Scheer' unter anderem auf polnische und sowjetische Truppen geschossen, die Kołobrzeg angriffen. Am 4. Mai 1945, nachdem die letzten Raketen abgefeuert worden waren, wurde die Lützow von der Besatzung gesprengt und verlassen. Nach Kriegsende schleppten die Russen das Wrack an die Ostsee, wo es als Zielschiff diente. Es sank am 22. Juli 1947 in der Nähe von Świnoujście.

Eine der größten technischen und inhaltlichen Herausforderungen, denen sich das polnische Waffenmuseum in Kołobrzeg in den letzten Monaten stellen muss, ist die Erhaltung und Entwicklung von Denkmälern, die das Seebüro in Stettin während der Investition in die Modernisierung des Fairways Świnoujście-Szczecin ausgegraben hat bis zu einer Tiefe von 12,5 m ”. Die größte Gruppe von ihnen sind genau die Elemente des deutschen Taschenschlachtschiffes 'Lützow'. Derzeit wurden ungefähr 20.000 Kilogramm Material aus dem Wrack in die Ressourcen der IAO gelegt. Die meisten von ihnen sind echte militärische Juwelen, die zu einer sehr seltenen Gruppe von Denkmälern der Meerestechnologie gehören."

Der Rest des Artikels betrifft die Geschichte der Admiral Scheer und deshalb spare ich mir die Wiedergabe.

Gruß, Thomas!
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