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Schutz und Hilfe - kostenloses eBook zum Download

schutz und hilfe200"Schutz und Hilfe - Die Geschichte der Entwicklung des Schutzes der Bevölkerung in Deutschland bei Katastrophen und kriegerischen Auseinandersetzungen von 1871 - 1945" heisst unser neues eBook. Godeke Klinge, der sich seit Jahrzehnten mit dem Thema befasst, selbst schon ebenso lange beim THW tätig ist, am Aufbau des leider nicht mehr existierenden Bevölkerungsschutz-Museums in Hamburg beteiligt war und vielen aus unserem Forum nicht unbekannt sein dürfte, hat sein fundiertes Wissen und seine Recherchergebnisse über diese Ära des Bevölkerungsschutzes auf 190 Seiten nidergeschrieben und uns freundlicherweise zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Ab heute stellen wir es kostenlos als eBook im PDF-Format zum Herunterladen bereit.

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„Alte Russenkaserne" in Breitenbach

 
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Christin
Gast





Beitrag Verfasst am: 08.05.2011 15:30
Titel: „Alte Russenkaserne" in Breitenbach
Untertitel: Burgenlandkreis (Sachsen-Anhalt)
Antworten mit Zitat

Moin!

Auf meine Nachfrage nach lokalen „lost places“ sagt der Mitarbeiter einer Firma in Draschwitz, es gebe hier überhaupt keine alten Tankstellen und auch sonst nichts dergleichen, aber in Breitenbach gebe es eine alte Russenkaserne.

Kurz vor dem Ortseingang Breitenbach entdecke ich dann eine „verdächtige Beton-/Schotter-Piste“, die zu einem alten Wasserturm führt, an diesem aber endet bzw. in Form eines nicht-einladenden breiten Pfades ins Nirgendwo zu führen scheint.

Also zurück zu der Landstrasse. Dort frage ich eine junge Frau nach dieser „Russenkaserne“. „Wollen Sie zum Kinderheim?“, fragt sie zurück. Nein, zur alten Russenkaserne. Sie erzählt, es gebe hier mehrere dieser Dinger und die eine habe eben auch dieses Kinderheim. Ich solle da hinten zu diesem Wasserturm fahren und dann weiter, so lange das denn überhaupt möglich ist.

Wieder zurück zum Wasserturm. Der anschliessende Holperpfad flüstert ständig, „naa du, Lust auf Achsenbruch?“ Irgendwann bin ich mitten im Wald, das Geflüstere geht weiter und dann sehe ich zuerst Reste einer Begrenzungsmauer und daran anschliessend -- tief im Wald wohlgemerkt -- ein altes, halb verfallenes Gebäude.

Spooky, hier hat sogar mal jemand Baumstamm-Weitwurf geübt und tatsächlich so einen gesamten Stamm (!) zielgenau durch ein Fenster in das Haus geschleudert. Auf der Rückseite befindet sich ein zugewucherter Hof, eher weniger als mehr asphaltiert, denn inzwischen holt die Natur sich alles zurück.

Als ich in dieser absoluten Einsamkeit dann zurück gehe zum Auto, sehe ich plötzlich eine ältere Frau, die eine Camera spazieren führt, sich aber wortlos von mir entfernt. What the heck?!? Ich fahre ihr nach und stelle auch ihr die Frage nach der oder den „alte(n) Russenkaserne(n)“. Während sie sich auf den Boden legt, um unter einem Drahtzaun durch zu kriechen, sagt sie, genau das hier sei mal die alte Kaserne gewesen, „aber als die Russen abzogen, haben sie alles abgebaut und mitgenommen.“ Sie liegt weiter auf dem Bauch auf diesem Waldboden, nun jenseits des Zauns, und schiesst ein Foto von irgendwas. Der ganze Zauber hier hat irgendwie was von ‚Twin Peaks‘.

Also, Quizfrage, wer von den dreien hat recht?

Gibt oder gab es eine oder mehrere dieser Russen-Kasernen in der Umgebung von Zeitz bzw. Breitenbach? Wenn ja, wo noch? Gehörte dieses ehemalige Kinderheim zu dieser alten Kaserne? Haben die Russen bei ihrem Abzug tatsächlich ihre Kasernen „abgebaut und mitgenommen“? Und: Gibt es wirklich keine weiteren „lost places“ in der Region?

PS: Ich habe das absichtlich in „Alltagsgeschichte“ gepostet.

LG
Christin
:::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
"Die Zensur ist die jüngere von zwei schändlichen Schwestern,
die ältere heißt Inquisition." (Johann Nepomuk Nestroy)
 
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thomasR39z
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Anmeldungsdatum: 11.10.2018
Beiträge: 3
Wohnort oder Region: Sachsen-Anhalt

Beitrag Verfasst am: 12.10.2018 07:45 Antworten mit Zitat

Habe immer mal hier im Forum gestöbert und mich nun angemeldet.
Zu der Frage Russenkaserne in Breitenbach.

Das Kinderheim war die Verwaltung/ Kommandantur oder auch das Offizierskasino für die GSSD . Von Richtung des Wasserturmes aus gab es auf der linken Seite einen Reihe von Werkstätten und Baracken, diese sind beim Abzug der Sowjettruppen alle beseitigt wurden. heute ist das Gelände eine Wildpferdweide, auf der man einzelne Betonreste erkennen kann.
Auf der anderen Seite von Breitenbach gab es einen gr0ßen Truppenübungsplatz der Sowjetarmee.
Dort befanden sich ebenfalls Steingebäude und Baracken für das Personal. Nachnutzung von Teilbereichen als Übungsplatz durch Pionierkaserne der Bundeswehr in Gera
Der Truppenübungsplatz und das Gelände gehörten zur Infantrie und Panzerkaserne der Russen in Zeitz Friedensstraße( Geraer Straße) Dort stehen nur noch zwei Gebäude aus Wehrmachtszeiten, die eine Nachnutzung als Amt und Wohnhaus erhalten haben.(Wandschmuck am Gebäude) In der Nähe zu Zeitz existieren noch Reste eines Munitionslagers der GSSD.
Im Wald von Breitenbach existierten verschieden Anlagen der GSSD, aus unbestätigten Quellen von Einheimischen sollen sich auch Raketen Silos im Wald befunden haben. Eine Luftbildaufnahme von 1994 in der Heimatstube auf der Burg in Haynsburg zeigt verschiedene Strukturen und Wege die eine solche Vermutung unterstützen konnten. Werde bei Gelegenheit mal das Foto dazu einstellen.

thomasR
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thomasR39z
Neu im Forum


Anmeldungsdatum: 11.10.2018
Beiträge: 3
Wohnort oder Region: Sachsen-Anhalt

Beitrag Verfasst am: 12.10.2018 07:50 Antworten mit Zitat

Zu der letzten Frage ob es in Zeitz, keine Weiteren Lostplaces gibt?


Zeitz ist die Lostplace - City schlecht hin. sie kann das ganze Spektrum von Industriebrachen, Kirchen, Gasthöfen, verlassen Dörfer und Bunkern usw. abdecken. man muss nur mal in anderen Foren stöbern. ( Sperrgebiete, Sachsenschiene.... usw.)
Ich weiß das mit Bestimmtheit, da ich dort wohne.
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