Mun Depot SAS Diersfordt

Depots, Tanklager, Munitionsniederlagen, Versorgungs- und Nachschub-Infrastruktur des Militärs
OliverB

Beitrag von OliverB » 21.03.2010 17:28

Ich habe noch mehr Bilder aber die habe ich zum Teil noch nicht bearbeitet. Wenn die fertig sind werde ich versuchen die hier zu posten und auch keinen externen link verwenden, sofern mir das gelingt ;)

Alfkiss

Beitrag von Alfkiss » 06.05.2010 22:27

Mhhhmm nach sol langer Zeit...hat wohl nicht geklappt mit den Bildern...

Nepumuksrache
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Beitrag von Nepumuksrache » 30.09.2017 22:19

Hallo zusammen !

Hallo Alfkiss ! :)

Wird ein langer Text...hmm ok. Ja lange nichts geschrieben worden hier..
Bin heute zufällig durch Wesel gefahren, da wurden Erinnerungen wach!
Musste plötzlich an meine Zeit in Wesel denken, habe das ehem. Lager Diersfordt gesucht, aber nicht mehr gefunden :( Ich war auch im Zeitdruck und deshalb nicht gefragt, oder viel recherchiert.
Hab beim googeln dieses Forum hier gefunden. Also los:

Ich war in Diersfordt im aktiven Dienst.
Also von der Schill Kaserne Wesel aus.
Zunächst in der 1./150 Stabsbattalion , BCE (LKW)Führerschein, dann 4./150 Rak.Art. Batallion als Fahrer direkt dem US Army Detachment, Wesel unterstellt!
Ich hatte also meine Stube direkt im US Detachment und war dem direkten Kommando des US unterstellt.

Muss man sich als kleine US Kaserne nur für die amerikanischen Soldaten in der deutschen Kaserne vorstellen.

Dort lebte ich quasi mit den Amis zusammen, paar Monate ca.
Wir haben uns sehr gut verstanden.
Von da habe ich schonmal Amis unter Anderem nach Diersfordt gebracht.

Da habe ich Diersfordt kennen gelernt.

Auch sonst mit den Amis ganz schön rum gekommen. US Factorys in Rheinberg auch sehr interessant gewesen !

Münster, Dülmen, Rheine, in Coesfeld war auch glaub ich was, ka..war ne Menge..lange her ;) Hab viel vergessen.

Später, von den Deutschen strafversetzt ins Mun Lager Diersfort.

Da habe ich dann selber Wache in Diersfordt geschoben. Im Inneren, als auch im äusseren Bereich.
War aber nicht so lange. Schätze so 2-3 Wochen

Bei Alarm sind wir von der 4./150, die nicht im Lager waren, aus der Schill Kaserne scharf auf munitioniert, zum Lager Diersfort geheizt

@Alfkiss: Habe das so in Erinnerung, dass einzig das 4.Rak.Art.Bat 150 die Wache in Diersfordt gemacht hat. War die 4./110 nicht eine reine Transport Kompanie?
Kasernen Wache, ok, aber Diersfordt? Naja, ist lange her :D, wer weiss, ob ich mich noch so richtig an alles erinnere :D man wird ja nicht Jünger :lol:

Jedenfalls war ich auch bei der Auslagerung dabei !
Ein oder Zwei Kampfhubschrauber kreisten, wärend amerikanische Chinook(schätze ich, weil 2 Rotatoren) transportierten.

Wir haben mit Tonnern(LKW), Stossstange an Stossstange, Sicht- und Feuerschutz zum angrenzenden Wald gegeben.
Liegend, mit G3 im Anschlag, aber ohne Munition. geil! :thumbup: :lol:

Nach meiner BW Zeit habe ich ca 3 Monate als Wache für die Amis in den US Factorys gearbeitet. Wer davon Bilder oä hat, wäre klasse !

Alfkiss: Wäre nett von dir zu lesen!

Viele Grüße !
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Keiler64
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Diersfordt

Beitrag von Keiler64 » 08.10.2017 10:06

Ey gudde auch ich bin ein Neuer hier im Forum.Zu Diersfordt kann ich sagen das dort der Eingangsbereich gecleant wurde,also das Tor weg ist.Vorhanden ist dort jetzt eine Schranke.Alles andere wird der natur überlassen.Ein kleiner Teil wird von der Bundeswehr sehr scharf bewacht,ist gezäunt und mit Kameras ausgestattet.Dort befindet sich eine Mikrowellen-Sendeanlage der KSK.Es sind ständig 2-3 PS starke Limousinen vor Ort,die sofort aus rücken können bei Alarm.Bewachung ist Doppelstreife mit Hunden und Bewaffnung

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redsea
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Beitrag von redsea » 09.10.2017 00:59

Hallo Keiler64,

zunächst herzlich willkommen bei uns im Forum. Wenn Du magst, kannst Du Dich hier gerne noch vorstellen.

Da es sich um eine aktive und sehr sensible militärische Anlage handelt, möchte ich mich hier mit weiteren Fakten, die mir zu der Einrichtung bekannt sind, zurückhalten.

Im Gegensatz zu meinem Kenntnisstand schreibst Du, dass es sich um eine Sendeanlage des KSK handeln würde, von der aus im Alarmfall eine Einsatzgruppe mit "2-3 PS starke Limousinen" ausrücken würden. KSK verbinde ich mit Auslandseinsätzen, zu denen man nicht von deutschem Boden aus mit PS-starken Limousinen ausrückt, sowie mir auch nicht bekannt ist, dass das KSK derartige Funkstellen betreibt.

Würdest Du bitte die Quelle dieser Informationen nennen.

Das Objekt um das es hier geht, ist das Gelände der ehemaligen SAS 4 Diersfordt (aufgegeben 1989), das von der Bw komplett (die gesamte Fläche) zum Betrieb einer Funkstelle eines nahe gelegenen IT-Sektors (heute Führungsunterstützungssektor) der FüUstgZentrLw genutzt wird. Weitere Details aus o.g. Gründen hier nicht.

Deiner Beschreibung nach, dass das Tor der Anlage entfernt worden und durch eine Schranke ersetzt worden seie und die Bw nur noch einen kleinen Teil der Anlage in Anspruch nimmt, habe ich Zweifel, dass wir hier von der selben Anlage sprechen(?).

Viele Grüße über'n Berg,

Kai

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Beitrag von Fuchs » 29.10.2017 18:19

Ich war schon mehrfach an dieser Anlage und bin auch schon mehrfach drumherum gelaufen, aber ich habe nie gesehen, dass da kein Tor war.Auch PS starke Fahrzeuge sind mir dort noch nie aufgefallen. Immer nur Standard BW Fuhrpark. Du meinst sicherlich das alte angrenzende Standortmunitionslager.Das grenzte an die SAS und wurde schon vor Jahren abgerissen.Und an der alten Zufahrt, zum Depot,steht seit Jahren eine dicke fette Schranke. Der Standortübungsplatz ,wird übrigens noch von den in Wesel stationierten Einheiten genutzt.Außerhalb der Übungszeiten,darf man dort spazieren gehen.Das Gelände welches du meinst gehört wie schon erwähnt zur Luftwaffe.

hm_krause
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Beitrag von hm_krause » 08.03.2019 09:37

Zum MunDepot Diersfordt möchte ich noch etwas hinzufügen:
Ich war von 1970 bis 1972 (letzer W18er ) in der Schill Kaserne in Hamminkeln stationiert. Zuerst habe ich dort in der Ausbildungskompanie 2/1 die Grundausbildung gemacht und dann bin ich glücklicherweise in Hamminkeln geblieben und kam in das Raketenartilleriebataillion 6-150, was nicht unbedingt der "Renner" war -:) aber eben nicht weit weg von zu Hause. Diese war für die "Bewachung " des Mun-Depot zuständig und auch für die Bewachung im Ernstfall während des Transport der Sprengköpfe zu den Schiessenden Einheiten. Es war dort die Kurzstreckenrakete "MGM-29 Sergeant" stationiert. Im Mun-Depot waren die Bunker mit den nuklearen Sprengköpfen gelagert. Direkt dort waren die Amerikaner mit Ihren Wachen. Dann kam ein Sicherheitbereich , Zaun und dann waren wir dort mit unserer Wache. Dann kam wiederum ein Zaun und dann kamen Zivilwachen mit Hunden. Innerhalb des Geländes waren rundherum Schützengräben bzw. Stellungen angelegt. Am Eingangstor rechts waren die Gebäude der Zivil Wachen, gegenüber waren wir untergebracht und im Innenraum waren die Amerikaner im Gebäude. Unser Bereich wo wir Wache hielten war ein Streifen von ca. 4 Meter und an jeweils den Enden stand ein kleines Wachhaus mit einem Telefon zum Wachoffizier im Wachgebäude. Der hatte jeweil eine Verbindung zu den Amerikanern und zu den Zivil Wachen. Außerdem einen öffenlichen Telefonanschluß. Im Mun-Depot waren soweit ich mich noch erinnern kann immer 24 Mann und in der Kaserne waren dann auch noch ein kopletter Zug in Bereitschaft. Von Zeit zu Zeit wurden Alarmübungen durchgeführt wo dann im Falle des Alarms die Bereitschaft aus der kaserne zum Mun-Depot musste und dort die vorgesehenden Stellungen bezog. Da war eine gewisse Zeit für vorgesehen die eingehalten werden musste. Die Wachen im Mun-Dpot waren immer von Freitag bis Freitag. Ich war meist KVD Kraftfahrer vom Dienst dessen Aufgabe es war die Verpflegung in der Kaserne zu holen oder andere Fahrten durchzuführen. Also kam man als Kraftfahrer als einziger in der Woche aus dem Mun-Depot.
In der Kaseren war die 6-150 auch für die Amerikaner zuständig und musste für Versorungsfahrten, Müllensorgungen usw. mehrmals die Woche nach Münster - Handorf, Holland( den Ort weiss ich nicht mehr) Bremerhafen usw. fahren.
Also ich kann mich noch relativ gut an die Gegend dort erinnern, da ja auch der Schnepfenberg( Truppenübungsplatz) das schwarze Wasser ( oft durchlaufen müssen) usw. Bilder gibt es leider keine, da es strengstens verboten war dort was zu fotografieren und alles sehr sehr geheim war. Oftmals fuhren Autos mit Konsulat Kennzeichen sehr langsam die Straße am Mun-Depot entlang und fotografierten und filmten dort jegliche veränderung, was dann sofort wieder einen Alarm auslöste und aus der Kaseren wieder alles anrücken musste.

In diesem Sinne

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