Post/Telekom-Bunker / geschützte Verstärkerstellen

Militärische und militärisch (mit)genutzte Fernmeldeanlagen und -einrichtungen, Netze und Infrastruktur (ohne ELOKA)
Antworten
Ceeya
Forenuser
Beiträge: 19
Registriert: 12.05.2020 23:20
Ort/Region: München

Re: Bunker der Bundespost in der Nähe von Schwäbisch Hall

Beitrag von Ceeya » 13.12.2020 13:25

kahagee hat geschrieben: 02.06.2004 23:47 Hallo zusammen,

in der Nähe einer kleine Ortschaft bei Schwäbisch Hall wurde Anfang der 80er Jahre ein Bunker gebaut(Also auch mitten in der Landschaft, weg von der sonstigen Fernmeldetechnik).

Dieser Bunker diente als Schalt- bzw. Verstärkerstelle für Fernleitungen. Hier wurden Fernleitungen aus Frankkfurt, Stuttgart, München und Nürnberg zusammengeführt, eine Stichleitung verlief nach Schäbisch Hall.

Fernmelde-intern wurde diese Örtlichkeit oft als "Kreuz des Südens" bezeichnet. Außer den Räumlichkeiten für die Technik waren auch Räume für Personal vorhanden, diese wurden auch genutzt.

Mittlerweile ist die Technik zurückgebaut, die Kabel wurden anderweitig verlegt und der Bunker an einen Privatmann verkauft.

Wenn ich diese Beiträge hier so lese, handelt es sich meistens um Bunker/Technik etc. aus den 80er Jahren. Es gabe noch keine Telekom etc. sonder eine Behörde, die Deutsche Bundespost hier speziell dieFernmeldeämtern. Ist es so unscheinbar, dass Bundesbehörden in diesem Zeitraum nicht in den kalten Krieg etc. verwickelt waren?

Mein Tipp: Einfach mal bei der heutigen Telekom-Immobilienverwaltung nachfragen um nährer Auskünft zu diesen Lokationen zu erhalten. Was im Süden damals errrichtet wurde ist sicherlich kein Einzelfall.

Gruß

Kahagee
Ich hau mal meine Vermutung raus: Direkt 50 Meter Südöstlich der Entsorgungsanlage Hasenbühl. Google Maps schildert es als Reservoir aus, aber da ist definitiv eine Art Hochbau (bunker?).
Reservoir und ehemaliger Fernmeldebunker.kmz
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

suchratte
Forenuser
Beiträge: 210
Registriert: 22.09.2003 15:24
Ort/Region: KÜN

Re: Post/Telekom-Bunker / geschützte Verstärkerstellen

Beitrag von suchratte » 13.12.2020 18:10

Hi
Da ist nichts !
Sonst wüste ich das
Das liegt an eine Hang für einen Bunker untypisch

Gruß Suchratte

suchratte
Forenuser
Beiträge: 210
Registriert: 22.09.2003 15:24
Ort/Region: KÜN

Re: Post/Telekom-Bunker / geschützte Verstärkerstellen

Beitrag von suchratte » 13.12.2020 18:14

Hallo
Von den obigen Bunker ( Postverstärker ) würde ich die Finger lassen.
Besitzer echt richtig giftig :redcard: :redcard: :redcard: :offtopic: :offtopic: :offtopic:

Gruß Suchratte

Benutzeravatar
redsea
Moderator
Beiträge: 5027
Registriert: 24.10.2006 15:35
Ort/Region: Ostwestfalen-Lippe

Re: Bunker der Bundespost in der Nähe von Schwäbisch Hall

Beitrag von redsea » 13.12.2020 19:13

Ceeya hat geschrieben: 13.12.2020 13:25Ich hau mal meine Vermutung raus: Direkt 50 Meter Südöstlich der Entsorgungsanlage Hasenbühl. Google Maps schildert es als Reservoir aus, aber da ist definitiv eine Art Hochbau (bunker?).
suchratte hat geschrieben: 13.12.2020 18:10[...] Da ist nichts ! [...]

Hallo Ceeya,

hier kann ich Suchratte nur bestätigen, dort ist wirklich nichts. Das beschrieben Objekt liegt einige Kilometer von dieser Örtlichkeit entfernt.

Viele Grüße

Kai

suchratte
Forenuser
Beiträge: 210
Registriert: 22.09.2003 15:24
Ort/Region: KÜN

Re: Post/Telekom-Bunker / geschützte Verstärkerstellen

Beitrag von suchratte » 27.02.2021 16:06

suchratte hat geschrieben: 13.12.2020 18:10 Hi
Da ist nichts !
Sonst wüste ich das
Das liegt an eine Hang für einen Bunker untypisch

Gruß Suchratte
Ich war letztens dort ist ein großer Wasserspeicher in den Hang gebaut.
Wenn ich wieder hinkomme dann mache ich ein Foto

ChristianP
Forenuser
Beiträge: 12
Registriert: 18.01.2004 12:16
Ort/Region: Buxtehude

Re: Post/Telekom-Bunker / geschützte Verstärkerstellen

Beitrag von ChristianP » 10.09.2021 11:05

Moin zusammen,
ich habe heute in den verschiedenen Landesarchiven folgende Einträge zu Verstärkerstellen gefunden. Es muss natürlich nicht heißen, dass sie auch tatsächlich gebaut wurden (und in welcher Form), aber vielleicht hat ja jemand weitere Infos:
  • Neubau einer unterirdischen Verstärkerstelle in Niederkail 01.01.1967 - 31.12.1969
  • Neubau einer unterirdischen Verstärkerstelle in Hochkreuz (Schweich) 01.01.1965 - 31.12.1967
  • Hammersbach: Neubau einer unterirdischen Verstärkerstelle durch die Oberpostdirektion, 1975 - der Name taucht auch hier auf http://www.vorbei-ev.de/wwwa/gsvbw-45- ... t-jesberg/
  • Grunderwerb für die Neuerrichtung einer Trägerfrequenz-Verstärkerstelle in Krebsweiler 1964-1967
  • Grunderwerb für den Neubau einer Trägerfrequenz-Verstärkerstelle im Königsfeld 01.01.1959 - 31.12.1960
  • Trägerfrequenzverstärkerstellen Neubauten in:Liersberg 01.01.1960 - 31.12.1969
  • Trägerfrequenzverstärkerstellen Neubauten in: Mauel 01.01.1960 - 31.12.1970
  • Trägerfrequenzverstärkerstellen Neubauten in: Mettweiler 01.01.1964 - 31.12.1968
VG aus Buxtehude!
Fly fast,life is short!

Benutzeravatar
redsea
Moderator
Beiträge: 5027
Registriert: 24.10.2006 15:35
Ort/Region: Ostwestfalen-Lippe

Geschützte VrSt Rüdesheim (Nothgottes) / Verstärkeramt Bingerbrück / Verstärkeramt Eibingen

Beitrag von redsea » 20.10.2021 22:57

Hallo zusammen,

aufgrund einer anstehenden Reise in den Raum Rüdesheim, bin ich auf der Suche nach den Standorten folgender ehemaliger Liegenschaften:

- Verstärkeramt Bingerbrück
- Verstärkeramt Eibingen
- VrSt Rüdesheim (Nothgottes) (geschützt/unterirdisch)

In verschiedenen Quellen läßt sich nachvollziehen, dass es diese Einrichtungen entweder tatsächlich gab oder im Falle der VrSt Nothgottes mit deren Bau begonnen wurde.

Verstärkeramt Bingerbrück

Das Verstärkeramt Bingerbrück haben wir hier im Forum bereits an verschiedenen Stellen erwähnt. Dieses wird in anderen Quelle u.a. auch wie folgt erwähnt:
Deshalb bitten wir Sie bis Samstag Morgen am Tor des Verstärkeramtes anzuschlagen […]
Quelle: Heimatverein Bingerbrück

Daher muss es in Bingerbrück tatsächlich ein Verstärkeramt gegeben haben.

In der Quelle ist weiterhin davon die Rede, dass der betreffende Herr Timmer in der Koblenzer Straße 42 wohnte. Geht man davon aus, dass er den Anschlag an seinem Wohnhaus vornehmen sollte, müsste es sich dabei um das Verstärkeramt, somit in der Koblenzer Straße 42 gelegen, handeln.

Wenn sich die Nummerierung zwischenzeitlich nicht geändert hat, könnte es sich in Google Earth betrachtet bei diesem Gebäude vom Baustil her, nebst Hof und Garagenanlagen sowie einem Tor, tatsächlich um das ehemalige Verstärkeramt handeln.

Hier im Forum ist u.a. die Rede von einem Verstärkeramt “Bingerbrück II“. Hierzu meine Frage: Gab es auch ein Verstärkeramt “Bingerbrück I“?

Verstärkeramt Rüdesheim-Eibingen

Zur Existenz des Verstärkeramtes Rüdesheim-Eibingen habe ich bisher nur diesen Hinweis gefunden:
Der neue Arbeitsplatz ab 1. 4.1942 beginnt in Rüdesheim-Eibingen in dem Verstärkeramt. Ich hatte eine schöne Arbeit und wohnte im selben Haus.
Quelle: Autobiografie von Reinhold Kröck Teil 1 + Autobiografie von Reinhold Kröck Teil 4

Dieses Amt sollte es daher auch gegeben haben.

VrSt Rüdesheim (Nothgottes)

Hierzu ist im Netz zu finden:
In der Zeit zwischen 1927 und 1934 wurden die ersten Fernkabel ausgelegt, 1933 ging das erste Verstärkeramt des Telegrafenbau¬amtsbereichs in Betrieb und 1938 wurde mit dem Bau der unterirdischen Verstärkerstelle Rüdesheim (Nothgottes) sowie mit den Arbeiten zur Einführung des Drahtfunks über Fernsprechleitungen begonnen.
Quelle: Chronik Fernmeldeamt Wiesbaden – MEMENTO - Erinnerung an das Fernmeldeamt Wiesbaden von Dipl.-Vww. Günter Borm, Fernmeldeoberamtsrat a.D.


Anhand der Flächennutzugspläne von Rüdesheim habe ich die dort verzeichneten Telekom-Fernkabel (sofern zuzuordnen) in Google Earth nachvollzogen, was mir aber bei der Lokalisierung der drei vorgenannten Objekte leider keine Hilfe war.

Vielleicht ist aber jemandem von Euch die Lage des einen oder anderen Objektes bekannt?

Viele Grüße

Kai
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

BUDDY57
Forenuser
Beiträge: 5
Registriert: 17.11.2021 11:55
Ort/Region: Mannheim

Re: Post/Telekom-Bunker / geschützte Verstärkerstellen

Beitrag von BUDDY57 » 18.11.2021 16:17

Ich habe mir nicht die Zeit genommen ALLE Posts zu lesen aaaber:
Als ehemaliger Fernmelder , Fernmeldeamt MA ,später Telekom ,
wurden diese Schutzräume in der "kalten Krieg Zeit"
den unter "Vertrag Architekten" als Plan-Auflage gemacht.
Ziel war
geeignetes Fernmeldeamt Dienststelle "UFE" Wartungs und
Reparatur Personal im NOTFALL dort SICHER unterzubringen.

In meiner 33 Jährigen Dienstzeit habe ich 2 VST Vermittlungstellen abfackeln gesehen.
Wegen der die giftigen Gase (verbrannte Kabelisolation) ist ein betreten nur mit Atemschutz möglich.
Eben auch ein SEHR heißes Eisen für die Berufsfeuerwehr.
TK hatte zum wiederaufbau nach freiwillige gesucht.
PCB , Asbest ist , war auch ein Thema.
Ein ehemaliger Arbeitskollege , gleiches Lehrjahr , hatte Asbestose.

nacho26
Neu im Forum
Beiträge: 1
Registriert: 06.02.2022 22:10
Ort/Region: Stolberg

Re: Post/Telekom-Bunker / geschützte Verstärkerstellen

Beitrag von nacho26 » 06.02.2022 22:59

Moin

Ich interessiere mich für den Notausstieg dieser Vsts. Ist dieser wie bei anderen Bunkern auch von aussen zu öffnen gewesen? Was für ein Verschluss ist es?

Ich glaube das die Auslegung als Bunker Spielerei war? Der hatte ja viele Öffnungen die bei einigen Ausseneinflüssen nichts gebracht hatten, oder?

Liebe Grüße

ChristianP
Forenuser
Beiträge: 12
Registriert: 18.01.2004 12:16
Ort/Region: Buxtehude

Re: Post/Telekom-Bunker / geschützte Verstärkerstellen

Beitrag von ChristianP » 13.05.2022 17:04

Moin,

in einem Dokument bzw einer Chronik zum Fernmeldeamt 1 Nürnberg habe ich eben folgende Information gefunden:
"Im Dezember 1983 war die neu erbaute Schaltverstärkerstelle Schwabach 6 betriebsbereit".

Weiß jemand, ob diese Verstärkerstelle auch geschützt ausgeführt wurde?

Schönes Wochenende!
Fly fast,life is short!

Antworten