Grenze DDR / Gebiete westlich des Eisernen Vorhangs

Bauliche Infrastruktur der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze und des Eisernen Vorhangs
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Thunderhorse
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Beitrag von Thunderhorse » 12.07.2007 22:15

Ja, dass siehst Du etwas zu einfach. So leicht war es auch wieder nicht.

Battle6
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kuhlmac
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Beitrag von kuhlmac » 13.07.2007 15:50

Genau, sooo leicht macht man sich das nicht. Das hat schlicht und einfach "Erkennungs-"Gründe.
D.h. die Personen sollten nicht "offiziell" in Richtung DDR fahren, um -möglicherweise noch bei hellem Tageslicht - die Grenze zu überqueren. Zum einen war das sicherlich für das "Umfeld" so gedacht, zum anderen bestand durchaus das Risiko vom BGS oder Landespolizei vor oder an der Demarkationslinie kontrolliert zu werden.
Und z.B. mögliche Geheimnisträger oder ähnliches wären auf jeden Fall "vermerkt" worden. Die Paranoia bzgl des SSD war ja (wohl zu recht) vorhanden.
Andererseits wollte man wohl bei vielen die "Legende" aufrechterhalten. Und so sind die Leute, wohl vornehmlich im Dunkeln, "geschleust" worden.

Finn
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Beitrag von Finn » 24.07.2007 21:56

Nette Aufnahmen von der innerdeutschen Grenze!

Thunderhorse
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Beitrag von Thunderhorse » 06.10.2007 13:58

Hallo phalc,

es hat etwas gedauert, aber hier noch ein Foto der A 4, aus der Zeit vor der Grenzöffnung.

Battle6
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petzolde
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Beitrag von petzolde » 12.10.2007 01:03

interessantes Foto, battle6!
Aber welche Pfeiler sind das? Welcher Aufnahmestandort?
gruß EP

Thunderhorse
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Beitrag von Thunderhorse » 12.10.2007 14:54

Die Pfeiler, der heutigen A4 im Bereich Gerstungen - Untersuhl/Th..


Battle6
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Phalc
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Beitrag von Phalc » 15.10.2007 16:22

Battle6 hat geschrieben:Hallo phalc,

es hat etwas gedauert, aber hier noch ein Foto der A 4, aus der Zeit vor der Grenzöffnung.

Battle6
Hallo Battle6,

vielen Dank dafür, sehr interessanter Blickwinkel :)

Ohne Geringschätzung für die bereits eingestellten Bilder und ohne Dich nerven zu wollen:
an mehr besteht immer Interesse, egal, wie lange es dauert ;)

viele Grüße,
Falk

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Beitrag von Thunderhorse » 16.10.2007 20:07

Nerv!!! ;) ;)

Battle6
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Beitrag von hummel » 24.04.2008 15:42

Hallo

Bei Ummerstadt gibt es eine Ecke, bei welcher die DDR zumindest sperranlagenmäßig einige Meter (so um die 100) verschenkt hat. Die Wanderschilder und ein Hinweisschild nahe dem Grenzstein weisen auf diese - so der Name - "verlorene Spitze" hin. Anbei ein Foto (schwarzer Kreis). Die Grenzanlage muss hier eine schöne Kehre gemacht haben. Der Kolonnenweg, auf welchem man in dieser Ecke toll und stundenlang wandern kann, schwenkt jedenfalls fein um.

Dort in der Nähe hat's auch noch DDR-Grenzsteine, zumindest letzten Sommer. Lange halten die wohl nicht mehr, wie Ausgrabungsversuche zeigen.

hummel
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Beitrag von zulufox » 24.04.2008 20:12

Battle6 hat geschrieben:Die Pfeiler, der heutigen A4 im Bereich Gerstungen - Untersuhl/Th..


Battle6
Na ja, nicht so ganz:

Es sind die Pfeiler der 1938 begonnenen Weihetalbrücke westnordwestlich Untersuhl, die aber durch den Kriegsbeginn bedingt nie fertiggestellt wurde.

http://www.hersfelder-zeitung.de/netcon ... _45_05.pdf

Bis etwa 1990 musste man die A4 auf der Fahrt Richtung Eisenach bei der Anschlussstelle Wildeck-Obersuhl verlassen und auf der B 400 / E 40 bis zur Anschlussstelle Wommen weiterfahren. Noch vor der Vereinigung 1990 begann der Ausbahn der nie vollendeten/genutzten Fahrbahn von Untersuhl nach Wommen. Es wurde die Anschlussstelle Gerstungen gebaut, von dort aus ging es dann steil hinunter ins Weihetal und dann in einem Haken nach Westen wieder hoch zur neuen Autobahntrasse. Die neue Talbrücke Riechelsdorf wurde 1992 bis 1994 gebaut, von der alten Brücke blieben zwei Pfeiler stehen, die anderen wurden gesprengt.

Bin ab 1990 die Strecke öfter gefahren, es war eine elende Kriecherei den Berg hinauf hinter den LKW hinterher.

MfG
Zf :holy:
Demosthenes (384 - 322 v. Chr. Athen)
"Nichts ist leichter als Selbstbetrug, denn was ein Mensch wahrhaben möchte, hält er auch für wahr."

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