Munitionsanstalten

Rüstungsindustrie, Waffen- und Munitionsproduktion, Munitionsanstalten, Tanklager, Depots, U-Verlagerungen etc.
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zulufox
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Beitrag von zulufox » 22.12.2007 17:20

Büttner hat geschrieben: Für mich von Interesse jene Luft-Munas die zwischen 1945 und 1994 eine sowj. Nachnutzung in ähnlicher Form erhielten. So viele können es ja nicht gewesen sein, hab bis hierher nur Dannenwalde, Buckau (Buckauthal?), Crawinkel und Hohenleipisch erkennen können. Ein anderer Teil hat wohl die NVA in Beschlag genommen.

OK - also kommen jetzt noch die hier dazu als Kandidaten der Nachnutzung:

Diekhof LuftMuna 8/XI (T&M)
Pulverhof LuftMuna 7/XI und am 15.02.1945 die ausgelagerte LuftMuna 6/III
Dannenwalde (am 15.02.1945 die ausgelagerte LuftMuna 2/II)
Königstädt LuftMuna 2/III (heutiger Name: Wolfsruh)
Lamitsch LuftMuna 3/III
Beendorf LuftMuna 6/III (Bw)
Tarthun LuftMuna 5/VI (Bw)
Oberndorf LuftMuna 5/IV (NVA-Übungsgelände Tautenhain)
Hallo, um es leichter zu machen:

Dieckhof: von deutschen? Truppen gesprengt, später auf einem Teil davon ein NVA?-Tanklager
Pulverhof Abgeräumt, keine Nachnutzung
Dannenwalde hatten wir schon, sowjetische Nachnutzung
Königstädt (Wolfsruh) NVA + Bw-Nachnutzung
Lamitsch sowjetische Nachnutzung (Lage bekannt?)
Beendorf keine Nachnutzung, Teile der UT-Lagerstätten heute zu Morsleben gehörend.
Tarthun Keine Nachnutzung, Schacht verschlossen
Oberndorf durch die Amerikaner gesprengt.
Strelitz = Fürstensee hat du übersehen, wurde nachgenutzt und ausgebaut durch die sowjetischen Einheiten.
Weisswasser-Schleife und Rochau wurden als Großtanklager nachgenutzt.

Crawinkel war nicht als Muna nachgenutzt worden, die Munitionslagerhäuser waren noch durch die Amerikaner fein säuberlich gesprengt worden. (Sowjetischer Raketenstandort)
Hohenleipisch Sowjetisches Mun-Depot, da war ich noch 1992 auf Einladung des Depotkommandanten drin.
Buckau ist das südlich Ziesar, Nachnutzung durch die Armee.

Frohes Fest
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P.S.: Speck war etwas weiter im Osten, die wurden von Polen weitergenutzt.
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TimoL
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Beitrag von TimoL » 23.12.2007 10:19

Luftmunitionsanstalt 6/ XI Boostedt:
- geräumt am 20. April 1945,
- kampflos und unzerstört am 8. Mai 1945 den Briten übergeben,
- Mai 1945 bis Anfang 1947 Nutzung als Flüchtlingslager,
- 1947 Teilrückgabe an die Gemeinde Boostedt; Nutzung als Wohn- und Gewerbegebiet,
- 1949 endgültige Rückgabe an die Gemeinde Boostedt,
- 1947 bis Dezember 1955 Nutzung der Liegenschaft durche einen Bauunternehmer und einer Sprengstofffabrik,
- Januar 1956 bis heute Nutzung durch die Bundeswehr.
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Beitrag von Büttner » 23.12.2007 14:24

redsea hat geschrieben:Na ich sag doch, es ist eine Frage der Definition, denn für mich ist Mitteldeutschland ein breiter Streifen der sich horizontal durch die Mitte Deutschlands zieht.

Aber wenn Du mit Mitteldeutschland die fünf "neuen" Bundesländer meinst, was ist für Dich dann Ostdeutschland? ;)

Dann sind die von mir genannten Luftgaue natürlich falsch. Richtig sind dann die Luftgaue: III, IV, XI und XVI bzw. Teile davon.

Gruß redsea
Natürlich - wie der Name schon sagt - die verlorenen und besetzten Ostgebiete, alles hinter Oder und Neiße ..... :megawut: OK - aber das es jetzt hier mal keiner Ernst nimmt. ;)
Lamitsch sowjetische Nachnutzung (Lage bekannt?)
Befindet sich in Mitteldeutschland, also DDR in etwa wo? Hilfreich ist ja nur die Luftgauangabe Lamitsch LuftMuna 3/III

Ich fasse zusammen, Luft-Munas in sowjetischer Nachnutzung als Munitionslager in der DDR:
Crawinkel(Anmerkung)
Hohenleipisch
Dannenwalde
Buckau
Strelitz (Fürstensee)

Es sind jetzt aber ein paar verloren gegangen die vorher noch erwähnt waren:
Altentreptow
Lossa
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Königstädt LuftMuna 2/III (heutiger Name: Wolfsruh)

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Beitrag von redsea » 23.12.2007 14:44

Büttner hat geschrieben:Lamitsch sowjetische Nachnutzung (Lage bekannt?) ...
Befindet sich in Mitteldeutschland, also DDR in etwa wo? Hilfreich ist ja nur die Luftgauangabe Lamitsch LuftMuna 3/III
Wie ist denn die Frage zu verstehen? Hilfreich ist da auch ein Atlas o.ä. wie z.B. FlashEarth ;)

Gruß redsea

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Beitrag von zulufox » 23.12.2007 15:00

Hallo Stefan,

Lamitsch ist ein Ortsteil von 15848 Rietz-Neuendorf.
Südlich der Muna liegt Wilmersdorf, vom zwischen der Muna und Wilmersdorf gelegenen Bahnhof Wilmersdorf zweigt der Bahnanschluss der Muna ab.

Das Ganze liegt südwestlich von Bad Saarow, es ist die zweite Munitionslagerstätte von dort aus nach Südosten hin.

Gruß
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Beitrag von Büttner » 23.12.2007 19:14

Altentreptow
Lossa
Mockrehna
Königstädt LuftMuna 2/III (heutiger Name: Wolfsruh)

bleiben Dank der Mithilfe nun noch offen. Aber es hat sich ordentlich reduziert. Feinfein!

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Beitrag von zulufox » 23.12.2007 22:36

Büttner hat geschrieben:Altentreptow
Lossa
Mockrehna
Königstädt LuftMuna 2/III (heutiger Name: Wolfsruh)

bleiben Dank der Mithilfe nun noch offen. Aber es hat sich ordentlich reduziert. Feinfein!
Verstehe ich nicht ganz, Lage oder wer war Nachnutzer?

Altentreptow = D-17087 Altentreptow (auch D-17089 Seltz) Nachnutzung NVA als VM-Munitionsdepot, heute Bw

Lossa = D-06647 Lossa (an der B 176 nördlich Buttstädt, ist in Sachsen-Anhalt) keine Nachnutzung, die Muna wurde von den Amerikanern komplett gesprengt.

Mockrehna = D-04838 Mockrehna (auch unter der Ortsangabe Strelln bekannt) Nachnutzung im westlichen Teil NVA und heute Bw, im ostwärtigen sowjetische Nutzung.

Königstädt = D-16775 Wolfsruh Nachnutzung NVA und heute Bw (Liegt ein paar km sw von Dannenwalde).

Haste du jetzt alles?

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Beitrag von TimoL » 26.12.2007 22:33

So... :)
Da wir die Munitionsanstalten der Luftwaffe ja anscheinend "durch haben", schlage ich mal die Marine-Artillerie-Arsenale vor (M.Art.Ars.) :lol:

1. M.Art.Ars. Wilhelmshaven (Mariensiel)

2. M.Art.Ars. Aurich
(Ursprünglich war das M.Art.Ars. Aurich nur ein Marineartillerienebenzeugamt, wurde aber im Oktober 1941 zum selbst- und eigenständigen Marineartilleriezeugamt erhoben.)

3. M.Art.Ars. Emden
(Ursprünglich war das M.Art.Ars. Emden, genau wie das M.Art.Ars. Aurich, nur ein Marineartillerienebenzeugamt, wurde aber im Oktober 1942 zum selbst- und eigenständigen Marineartilleriearsenal erhoben.)

4. M.A.Za. Borkum
(Das Marineartilleriezeugamt (M.A.Za.) Borkum war bis zum Oktober 1942 ein selbst- und eigenständiges M.A.Za. Es wurde ab Oktober 1942 in ein Waffenkommando umgewandelt das dem M.Art.Ars. Emden unterstand.)

5. M.Art.Ars. Helgoland

6. M.Art.Ars. Sylt

7. M.Art.Ars. Brunsbüttelkoog

8. M.Art.Ars. Cuxhaven

9. M.Art.Ars. Kiel-Diertrichsdorf

10. M.Art.Ars. Fahrenkrug-Wahlstedt (anfangs Segeberg-Fahrenkrug)

11. M.Art.Ars. Jessenitz (Mecklenburg)

12. M.Art.Ars. Swinemünde

13. M.Art.Ars. Gotenhafen

14. M.Art.Ars. Pillau

15. M.Art.Ars. Memel

16. M.Nachr.Ars. Elmshorn
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Beitrag von redsea » 27.12.2007 14:31

Sorry TimoL, aber abgesehen davon, dass bei Deiner Auflistung auch einige Marinesperrwaffenarsenale mit hineingerutscht sind, listest Du einige Standorte auf, bei denen es sich definitiv nicht um Munitionsanstalten handelt. :?

Grüße redsea

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Beitrag von TimoL » 27.12.2007 15:02

Hm, bei welchen Standorten handelt es sich denn um Marinesperrwaffenarsenale ? :?
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