Die DDR und ihre Devisen: Notwendigkeit und Beschaffung

Zivile und sonstige Bauten mit geschichtlichem Hintergrund und deutlichem Bezug zu den Fachthemen, die jedoch nicht eindeutig zuzuordnen sind
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Frontstadtkind
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Beitrag von Frontstadtkind » 03.10.2018 14:55

Man plante, mit diesem Triebwerk künftig den Wartburg auszustatten. Dazu kam es durch das Ende der DDR-Wirtschaft 1990 dann aber nicht mehr.
Es gab doch noch ganz zuletzt diese Wartburgs mit dem VW-Viertakter? Ich glaube, damalige Polo/Golf-Motoren.

https://de.wikipedia.org/wiki/Wartburg_1.3

DDR-Motorengeschichte:

http://tud.qucosa.de/api/qucosa%3A27856 ... ent/ATT-0/

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erlenmeier
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Beitrag von erlenmeier » 03.10.2018 19:18

Die Produktion dieses Wartburg 1.3 Tourist mit dem VW-Motor begann Ende 1988. Nur wenige Fahrzeuge kamen in den Verkauf. So habe ich nachgelesen. Die Modelländerungen kamen zu spääääääät!!!!
Gruß von Hans
Zuletzt geändert von erlenmeier am 03.10.2018 19:21, insgesamt 1-mal geändert.
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erlenmeier
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Die DDR-Devisen, Teil 5: Deviseneinnahmen der DDR

Beitrag von erlenmeier » 03.10.2018 19:21

Die DDR-Devisen

5.)Die Devisen-Einnahmen

Nachdem im vorhergehenden Kapitel die Ausgaben in Fremdwährung beschrieben wurden, die die DDR-Regierung als geeignete oder notwendige Maßnahme sah, um den Wohlstand der Bevölkerung zu steigern, geht es jetzt um die Vielzahl der Devisen-Einnahmen. Liest man die folgende Auflistung, könnte man annehmen, dass im Wirtschaftsministerium eine kreative Arbeitsgruppe mit umfangreichen marktwirtschaftlichen Kenntnissen gearbeitet hat, sich ständig neue Möglichkeiten der Devisenbeschaffung überlegt hat.

Da die DDR-Währung nicht kompatibel, also international umtauschfähig war, vereinbarten die beiden Regierungen erstmals 1951 einen vertraglich geregelten Warentauschhandel, den sog. Swing. Hierzu wurde ein Verrechnungskonto in der Bundesrep. geschaffen, auf dem die Ein- und Ausfuhren beider Staaten verrechnet wurden. Swing bedeutet hier, dass die DDR die Möglichkeit hatte, bis zu einem Limit mehr einzuführen als an Gegenwert exportiert worden war. Diesen Überziehungskredit nutzte die DDR in den 1980er-Jahren mit Krediten bis zu jährlich 850 Mio DM aus, was dem Bundeshaushalt. Im Jahre 1973 wurde ein Überziehen um 620 Mio DM z.B. aus dem Bundeshaushalt mit 77 Mio Dm subventioniert.

Die folgende Auflistung ist ungeordnet und folgt keiner Prioritäten-Vorgabe. Die Formatierung wurde in Tabellenform vorgenommen und liest sich nun deshalb umständlicher als im Urtext,

1
Raststätten an den Transitstrecken
Hier zahlten Reisende aus dem Westen in DM, Dollar etc.

2
Intershops an Autobahnen bei Raststätten, in Berlin, Bahnhof Friedrichstraße, auf Flugplätzen
Ein reichhaltiges Warenangebot (Parfüm, Zigaretten, Spirituosen, Spielzeug, Kleidung, Kaffee, Uhren, elekt. Geräte, überwiegend aus Westproduktion, aber auch begehrte Waren aus der DDR werden hier gegen Devisen aller Art verkauft.

3
Vergabe von Mülldeponien, z.B. in Schönberg (Problemmüll) und Schönefeld (Hausmüll aus West-Berlin
Hohe Deponiegebühren auf Grund eines innerdeutschen Vertrages. Hier wird Problemmüll abgeladen, der in der BRD teuer gesondert behandelt werden musste.

4
Erneuerung der heutigen A2 von Helmstedt zum Berliner Ring
Die BRD liefert über den Swing Baumaschinen. DDR Arbeitskräfte führen die Bauarbeiten aus.

5
Straßenbenutzungsgebühr für das Befahren aller Transitstraßen nach West-Berlin

6
Fahrt auf den Transit-Eisenbahnstrecken nach West-Berlin mit der Deutschen Reichsbahn
Hier wird verrechnet zwischen Deutscher Bundesbahn und Deutscher Reichsbahn (DR). In Folge kann die DR Weststrecken befahren, ohne mit DM zu bezahlen.

7
Die staatl. Luftfahrtgesellschaft Interflug bietet ab den 1970er-Jahren zunehmend Reisen für westl. Fluggäste an.
Tickets gegen Zahlung in Devisen.

8
Die Fährlinien nach Dänemark und Schweden können auch von West-Reisenden benutzt werden
Auch hier wurden Deviseneinnahmen generiert.

9
Besuchsreisende in die DDR müssen einen sog. Mindestumtausch tätigen
Ab 1964 brachte dieser im Westen auch „Zwangsumtausch“ oder „Eintrittsgeld“ genannte Tausch z.B. DM gegen Mark im Verhältnis 1:1 der DDR zwischen 130 und 250 Mio DM jährlich ein.

10
Visagebühren für den Aufenthalt ausländischer Gäste
Daraus wurden allein in den 80er-Jahren ca. 70 Mio DM eingenommen

11
Beiträge von DDR-Wissenschaftlern in West-Fachzeitschriften
10% der Honorar-Beträge wurden von der Zentrale für Urheberrechte in Forumscheine im DM-Wert eingetauscht, mit denen der Begünstigte in Intershops einkaufen konnte. Der Rest wurde in DDR-Markt im Verh. 1:1 ausgezahlt.

12
Exkursionsreisen von westl. Studiengruppen
Zu ausgewählten Themen wurden mehrtägige Reisen im Lande für Hochschul- und andere Gruppen mit Bustouren, Vorträgen, Besichtigung und Unterbringung mit Vollpension angeboten.

12
Veröffentlichung von Romanen und Fachbüchern in westl. Ländern
Hier wurde wie oben Verfahren.

13
Übernachtungen in Inter-Hotels
Messebesucher in Leipzig und andere berufl. Reisenden konnten gegen Zahlung von Devisen dort übernachten und auch bes. Service buchen.

14
Export von Fachbüchern
Viele Hochschulen benutzten in den 1960 bis 1980er-Jahren DDR-Fachbücher, z.B. für die Fächer Mathematik, Chemie, Physik, Elektrotechnik, Maschinenbau.
Auch für die seemännische Ausbildung wurden DDR-Bücher verwendet. Grund: In der BRD „lohnte sich der Druck bei geringer Auflage damals nicht“.

15
Export von Schallplatten
Nicht nur Aufnahmen der Phudys und Karat, nein auch westliche Sänger und Gruppen wurden von Amiga und Eterna in die Bundesrepublik und andere Weststaaten verkauft

16
Der Geschenkhandel GENEX
Mit der Firma Palatinius hatte die DDR im Westen eine Firma gegründet, bei der Westler per Katalog-Auswahl Waren für Freunde und Verwandte in der DDR kaufen konnten, die dort anders nicht erhältlich waren. Dazu zählten PKW, Kleidung, Fertighäuser, elektr. Geräte und Anderes. Hierüber wwurden jährlich ca. 150 Mio DM eingenommen.

17
Verkauf begehrter DDR-Waren an westdeutsche Großhändler und Versandhäuser
Die Fa. Bruns in Hamburg vertrieb Radios und Fernsehgeräte aus DDR-Produktion in Westdeutschland. Die Geräte waren neutral hergestellt. Der tatsächliche Herstellungsbetrieb war nicht aufgedruckt. Lediglich der Markenname BRUNS.
Für Versandhäuser wie Quelle wurden Polstergarnituren, Wohnzimmerschränke, Küchenschränke, Betten, Unterwäsche, Schuhe, Kittelschürzen und viele andere Waren geliefert. Diese Produkte fehlten im Erzeugerland. Der Export ging vor. Häufig gab es für die Einheimischen nur die aussortierte 2.Wahl.
Die Betriebe im Erzgebirge lieferten ein Großteil Ihrer Weihnachtsschmuck-Produktion als Exportware ab. Auch dadurch kam es im landesinternen Handel immer wieder zu Engpässen.

18
Der Freikauf von ca. 35.000 inhaftierten Menschen
Ab 1962 zahlte die BRD anfangs 40.000 DM, später ca. 100.000 DM pro ausgereisten DDR-Häftling. Hierbei handelte es sich um Personen, die wegen Fluchtversuchen, Systemkritik oder wiederholten Ausreiseanträgen festgesetzt worden waren.

19
Einige Gefängnisse mussten mit Produktionsbetrieben kooperieren, die für den Export tätig waren.

Hier wurden mit extrem niedrigen Lohnkosten z.B. Möbel und Kleidung für den Westen gefertigt.
20
Der Export in die BRD wurde ohne Umsatzsteuer verrechnet
Damit war der DDR-Aussenhandel dem westl. Handel im Vorteil

21
Für die Kredite durch die Swing-Überziehung musste die DDR keine Zinsen zahlen
Siehe oben

22
Für den Verkauf der Lebensmittel in den Westen erhielt die DDR die EU-gestützten Agrarpreise
Auf dem übrigen Weltmarkt wären die Erlöse teils um ca. 50% niedriger gewesen.

23
Einnahmen durch Medikamenten Erprobungs-Reihen
Zig. Millionen DM kassierte das DDR-Gesundheitsministerium für ca. 165 „Studien“ von 50 westdeutschen Pharmafirmen im Zeitraum von 1983 bis 89. Hierbei handelte es sich um den gesetzlich vorgeschriebenen Test von neu entwickelten Medikamenten an Patienten. Die Kooperation mit dem Nachbarstaat bot sich an, weil die gesetzlichen Bestimmungen in der BRD zuvor verschärft worden waren.
Eine umfassende Aufklärung und die Zustimmung der Probanden war die Basis der Untersuchungsreihen dort.
Ob die Patienten in der DDR diese Rechte wahrnehmen konnten, wird bezweifelt. Nachweise sind bbbbisher nicht öffentlich.

24
Ausfuhr von Kränen und Werkzeugmaschinen
Hafen- und Fabrikkräne aus der DDR waren im Westen wegen ihrer robusten Konstruktion beliebt. Insbesondere Blechpressen, Drehmaschinen und Fräsmaschinen gehörten zu den Exportschlagern im Bereich Werkzeugmaschinen.
25
Bau von Feriensiedlungen und anderen Hochbauten in Westdeutschland
In Lautenthal im Harz steht noch heute eine Nurdachhaus-Siedlung. Diese wurde von DDR-Bautrupps in den 1970ern dort errichtet.

26
Bau von Planetarien in Westd. Und anderen Ländern
In D wurden diese Gebäude in Bremen und Wolfsburg gebaut. Auch in Helsinki, Tripolis und Kuweit entstanden die vom Architekten Mühter entworfenen Bauten.



Die oben stehenden Ausführungen, bestehend aus 7 Einzelbeiträgen, sollen lediglich einen Überblick über das Thema ermöglichen. Detailfragen sind im Einzelfall bei Bedarf nachzulesen.

Der große Bereich um die Koordinierte Kooperation (KoKo) unter Oberst Dr. Schalck-Golodkowski, der die Devisenbeschaffung der DDR in den letzten Jahren des Bestehens erheblich prägte, soll hier nicht dargestellt werden.
Es handelt sich m.E. auch wg. krimineller Vorgänge um ein weitreichendes eigenständiges Thema.

Auch der „berühmte“ Milliarden-Kredit, den F.-J. Strauß im Jahre 1983 vermittelte, weil die DDR zu der Zeit schon nicht mehr kreditwürdig war, soll hier aussen vor bleiben.

Ich hoffe, dass es zu der gesamten Darstellung des Themas viel Kritik, Anregungen und Verbesserungsvorschläge geben wird.

Karl-Hans Erlenmeier, im Okt. 2018
Nur wer die Vergangenheit kennt, kann auch Gegenwart und Zukunft bewältigen.

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Re: DDR-Golf

Beitrag von isch » 03.10.2018 19:49

erlenmeier hat geschrieben:Weiss jemand, wie die Ersatzteile für den DDR-Golf beschafft wurden?

Wurden auch in der DDR Teile hergestellt?
Guten Abend,

also die Werkstatt war VEB Autotrans Berlin. Hier dürften auch die Meisten (alle) verkauft worden sein. Mir ist ehrlich gesagt in der Provinz auch keiner aufgefallen.
Diese sollen übrigens 2. Wahl gewesen sein. Technisch waren sie wohl Okay, hatten aber alle Transportschäden.
Eine Weitere Möglichkeit war es ein Auto über Genex zu bestellen. Dies setzte aber solvente Geldgeber aus dem "Westen" voraus.
https://de.wikipedia.org/wiki/Genex

Zur gleichen Zeit gab es übrigens auch ein Kontingent von 5500 Citroën.

In den 1960ern hatte die DDR einen Viertaktmotor entwickelt. Dieser durfte aber auf Druck des RGW nicht gebaut werden.

Anfang / Mitte der 1980er Jahre galt der Zweitaktmotor auch in der DDR als Veraltet und daher versuchte man nun Viertaktmotoren in die staatlich verordneten nie weiter entwickelten Autos zu verbauen (war auch weiterhin nicht geplant / erlaubt).

Da die Eigentwicklung aber zu groß war ging man auf suche wie man zu solchen Motoren kommen könnte. Russland und die damalige CSSR konnten oder wollten nicht liefern.
Die Motoren in Lizenz herzustellen, Angebote gab es u. a. von Renault und Fiat, waren zu teuer und kosteten vor allem wieder Devisen.

Der mit VW ausgehandelte Vertrag war dann der Beste. Die Motorenproduktion wurde in die DDR verlegt, die Hälfte der hergestellten Motoren konnte die DDR verbauen(es gibt auch Quellen die sagen ein Drittel).
Das neue Werk wurde bei Chemnitz gebaut. Ende 88 / Anfang 89 liefen die Ersten Motoren vom Band.
Hergestellt wurden die Viertaktmotoren 1,1 für den Polo, dieser kam auch beim Trabant rein.
Die 1,3 Version für den Golf folgte noch im Spätsommer oder Herbst 1989, dieser kam dann beim Wartburg und Barkas zum Einsatz.

Ab 1990 wurde dann die Zweitaktmotoren nicht mehr hergestellt.
Soweit mir bekannt ist sollte auch noch ein Dieselmotor hergestellt werden, ob es den aber noch gab ist mir nicht bekannt.

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Beitrag von isch » 03.10.2018 20:08

Kleiner Nachtrag

es sollten alle Transitstrecken erneuert werden, also auch die A4 und A9.
Die letzten Mittel wurden übrigens 1994 am Hermsdorfer Kreuz verbaut.

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Beitrag von erlenmeier » 03.10.2018 22:24

Zu Punkt 4.)

Eine heisse Nummer habe ich noch vergessen.

Seit Mitte der 1980er-Jahre hatte die FDJ festgestellt, dass der Hang der DDR-Jugend zu Westmusik enorm stark war. CD´s und Tonbandkassetten wurden "unter der Hand" weiter gegeben und erfreuten sich großer Beliebtheit.

Daher nahm die FDJ-Führung Kontakt zu Agenturen im Westen auf, um Westgruppen und -sänger unter Vertrag zu bringen.

Die folgenden Konzerte wurden vom Staat sehr stark subventioniert. Z.B. kostete eine Eintrittskarte für das Bruce Springsteen-Konzert nur 20M. Also mal wieder Devisenausgaben in großer Höhe.

Im Folgenden einige der Konzerte in der DDR.

1987
-Roland Kaiser,
-Bob Dylan,

1988
-Bruce Springsteen,
-Depeche Mode,
-Rio Reiser,
-Bryan Adams,
-James Brown,
-Joe Cocker,

1989
- Heinz Rudolf Kunze

Weiss jemand noch von weiteren Konzerten?
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Beitrag von Frontstadtkind » 03.10.2018 23:21

Die West-Künstler sollen teilweise mit DDR-Waren bezahlt worden sein. Mit Meißner Porzellan zum Beispiel.

https://www.mdr.de/damals/archiv/artikel93102.html

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Beitrag von isch » 04.10.2018 06:32

Guten morgen,

hier wird euch bestimmt geholfen


Die Karten wurden über die FDJ auch verkauft. Man mußte aber sehr gute Beziehungen haben um welche zu bekommen. Auch eine 105%ige Überzeugung vom System war von Vorteil ;)

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Beitrag von Djensi » 04.10.2018 09:04

Zitat erlenmeier:

25
Bau von Feriensiedlungen und anderen Hochbauten in Westdeutschland
In Lautenthal im Harz steht noch heute eine Nurdachhaus-Siedlung. Diese wurde von DDR-Bautrupps in den 1970ern dort errichtet.


Gab es diese Nurdach-Häuser nicht auch in Dänemark, könnte schwören, dass ich in den 80ern
mal in einem solchen ein Wochenende verbracht habe... :?

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Beitrag von erlenmeier » 04.10.2018 09:22

Djensi hat geschrieben:Zitat erlenmeier:

25
Bau von Feriensiedlungen und anderen Hochbauten in Westdeutschland
In Lautenthal im Harz steht noch heute eine Nurdachhaus-Siedlung. Diese wurde von DDR-Bautrupps in den 1970ern dort errichtet.


Gab es diese Nurdach-Häuser nicht auch in Dänemark, könnte schwören, dass ich in den 80ern
mal in einem solchen ein Wochenende verbracht habe... :?
Moin Djensi,

das bekommt man z.B. raus, wenn man bei Lautenthal auf eine Seite mit Ferienhaus-Vermietung geht und die Bilder dann mit anderen Siedlungen vergleicht.
In den 70ern waren Nurdachhäuser ein wenig beliebt, auch als gr. Wohnhaus, weil....einfacher kann man ein Haus nicht bauen. Fundamente, Dachstuhl mit Zwischenbalken, Innenverkleidung, zwischendurch E-Leitungen in die Hohlräume und Fußboden-Spanplatten, hinten und vorne Giebel mit Fenstern,Isolierung, Eternitplatten mit viel Asbest...fertig!!
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