Grenzsteine Hannover - Preußen 1837

Militärische Objekte des Ersten Weltkriegs, der Kaiserzeit etc.
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Fieldmouse
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Beitrag von Fieldmouse » 13.07.2013 22:24

Noch einen gefunden, beim Autofahren : No.68 in Müsleringen, ganz im Norden, an der Weser.
Scheint neu aufgestellt zu sein. Aber was bedeutet das Zeichen rechts von der 8 ?

Trotzdem, war ein gepflegter Stein mit fein geschwärzten Inschriften, vorne und hinten.
Außerdem beidseitig 1837, hab ich so auch noch nicht gesehen.
Hat wahrscheinlich irgendwo am nach 1837 gebauten Schleusenkanal gestanden .

Hier auch, bei den Bildern: http://www.doerpverein.de/
Fm.
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violette
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Beitrag von violette » 14.07.2013 13:52

Top :thumbup: Das könnte gut 68 b sein.

Sehr bemerkenswert. Nach meinen Unterlagen (Original- Handrisse im Staatsarchiv Detmold und Kataster Gütersloh) gab es nämlich erst solche Ergänzungssteine (also nach "1837" gesetzt) ab Grenzstein No. 412, und zwar 35 Stück, wie z.B. No. 412a-h oder 481a-c. Davon ist, soweit mir bekannt, lediglich No. 412b (oder h) von 1865 erhalten geblieben, und dazu einen Lauferstein ohne Nummer (No."201a").

Auffällig ist dabei, dass diese beiden Ergänzungssteine kleiner sind als die "offizielle" mit den Hauptnummern. No. 68"b" sieht auf dem Bildern "normal groß" aus. Stimmt das?

Die Ergänzungssteine trifft man nicht in der Grenzbeschreinung an; in den Handrissen wurden sie später eingetragen; manche Karten wimmeln nur so von nachträglich eingefügten Notizen, verschiedenen Grenzregulierungen betreffend, die den Grund dafür waren die Ergänzungssteine aufzustellen.

Heutzutage gibt es Heimatvereine die ohne Rücksprache mit dem Katasteramt Grenzsteine anfertigen lassen und neu aufstellen. Vielleicht ist so etwas Ähnliches irgendwann zwischen 1837 und 2013 wegen Flurbereinigung/Grenzregulierung bei No. 68 "b" passiert?

Jedenfalls schon spannend und unglaublich lustig, dass es im durchbürokratisierten Preußen Grenzsteine gab die nicht kartiert waren. Also tippe ich darauf, dass der Stein im 20. Jhd. entstanden oder umgeschlagen ist.

Die Jahreszahl kann man im Norden übrigens häufiger an beiden Seiten antreffen.

Gruß,
Vi
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Beitrag von Fieldmouse » 24.07.2013 21:08

Danke für die Ausführungen,
aber der Stein war normal groß, normal alt, und das b scheint nachgeschlagen zu sein,
da P und 1837 und 68 völlig symmetrisch auf dem Stein liegen,
nur das b sieht irgendwie nachmontiert aus.

Aber die HP-Grenzsteine haben es jetzt sogar geschafft, in ein Wappen
aufgenommen zu werden, nämlich in das Wappen des Orts/Stadtteils Kleekamp
der Stadt Borgholzhausen. Ich war erst durch die PH-Buchstaben irritiert,
es kommt eben nur drauf an, von welcher Seite man es betrachtet ! ;)

Es sei noch anzumerken, ich habe das Wappen nirgends anders gefunden,
und ob es den Heraldik-Richtlinien entspricht, sei dahingestellt.
Fm.
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Beitrag von violette » 21.04.2014 15:19

Moin zusammen,

zufällig heute erfahren:

westlich der No. 590 stand früher an der Landstraße von Versmold nach Bad Laer noch ein weiterer Grenzstein, nämlich die No. XII (1828). Dieser direkter 1837er Nachbar befand sich lange auf dem Bauhof in Halle und ist von dort ins Freilichtmuseum nach Detmold verbracht worden, zusammen mit einem anderen Grenzstein der Rietberg-Paderborner Grenze von 1757. Während dieser im Gelände aufgestellt ist, lagert der Stein XII jedoch im Magazin in Detmold.

Falls jemand mal in der Nähe ist und Lust hat den Stein abzulichten, wäre schon interessant!

Hier gibt es noch etwas Neues: http://www.bezreg-detmold.nrw.de/400_Wi ... /index.php

Ostergruß von
Vi

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Beitrag von violette » 25.04.2014 23:01

Gefunden in Loxten.
Umgewidmet zum Postament für die Hofbeleuchtung.

Gruß,
Vi
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Beitrag von violette » 21.09.2014 10:44

Dynamischer No. 555
Gruß, Vi
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Beitrag von violette » 08.12.2014 12:46

Habe nicht schlecht gestaunt - Infos von geschichtsspuren.de gibt´s sogar mitten im Wald :8):

Gruß, Vi
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Beitrag von Fieldmouse » 08.12.2014 21:32

Na ja, wenigstens ist die Quelle genannt...
Hab ich des Öfteren zumindest in Auszügen schon mal gesehen/gelesen. :8):
Gruß Fm.

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Beitrag von Fieldmouse » 10.01.2015 21:49

violette hat geschrieben:Dynamischer No. 555
Ja, dynamisch, aber jetzt steht er am jetzigen Standort nicht mehr auf der Grenzlinie, die ist 50 m entfernt !
Denn der Bühlenbach ist nicht die Grenze, zumindest nicht in diesem Bereich !

Wandernde Steine gibts also auch in NRW, nicht nur im Tal des Todes : :mrgreen:
http://de.wikipedia.org/w/index.php?tit ... edirect=no

Ansonsten konnte wahrscheinlich No.552 zw. Grenzweg und Gräfenwiese im Graben liegend gefunden werden,
(ohne noch bewußte Kenntnis der Infos von Gl.) .
Wahrscheinlich, weil die Nummero sich auf der nicht sichtbaren Rückseite befindet.
Auch mit Grenzbeschreibung ließ sich das nicht klären.

Tja, wie oft bin ich da vorbeigekommen :( , aber immer im Sommer mit viel Bewuchs in dem Graben...
Fm.
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Beitrag von violette » 27.03.2015 15:30

No. 251 ist in Oppendorf aufgetaucht, wurde aus einem moorigen Acker gepflügt - dort im Moor gibt es bestimmt noch jede Menge gut konservierte Grenzsteine...

Gruß, Vi
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