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Truppenübungsplatz und Flüchtlingslager Oksböl - gestern, heute und morgen

Turm im Lager OksbölAn der dänischen Westküste nordwestlich von Esbjerg existierte am Ende des Zweiten Weltkriegs für einige Jahre eines der größten mit Deutschen belegten Flüchtlingslager. Nur wenige Kilometer von der Nordseeküste entfernt bewohnten ab 1945 in Spitzenzeiten über 35.000 Menschen auf dem Gelände eines Militärlagers der ehemaligen deutschen Wehrmacht quasi eine eigene Stadt.  Wie es dazu kam, was dort geschah und welche Auswirkungen dieses Phänomen hatte, will der folgende Aufsatz untersuchen ? und einen Blick in die Zukunft werfen, denn durch die Aktivitäten einer dänischen Kulturinitiative des Vardemuseums zeichnet sich die Möglichkeit einer interessanten Zukunft für die Anlage ab.

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Schutz und Hilfe - kostenloses eBook zum Download

schutz und hilfe200"Schutz und Hilfe - Die Geschichte der Entwicklung des Schutzes der Bevölkerung in Deutschland bei Katastrophen und kriegerischen Auseinandersetzungen von 1871 - 1945" heisst unser neues eBook. Godeke Klinge, der sich seit Jahrzehnten mit dem Thema befasst, selbst schon ebenso lange beim THW tätig ist, am Aufbau des leider nicht mehr existierenden Bevölkerungsschutz-Museums in Hamburg beteiligt war und vielen aus unserem Forum nicht unbekannt sein dürfte, hat sein fundiertes Wissen und seine Recherchergebnisse über diese Ära des Bevölkerungsschutzes auf 190 Seiten nidergeschrieben und uns freundlicherweise zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Ab heute stellen wir es kostenlos als eBook im PDF-Format zum Herunterladen bereit.

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Die Hubinsel "Barbara"

 
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Harald
Gast





Beitrag Verfasst am: 28.08.2003 00:11
Titel: Die Hubinsel "Barbara"
Antworten mit Zitat

Zu Beginn der 70er Jahre gab es vor der deutschen Nordseeküste eine Hubinsel namens "Barbara" von der mehrere Experimentalraketen gestartet wurden, wie die im Deutschen Museum in München ausgestellte Hybridrakete "Barbarella".
Wann wurde eigentlich die Hubinsel "Barbara" gebaut?
Was ist aus ihr geworden?
Wie viele Raketen welchen Typs wurden von der "Barbara" gestartet?
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gafjw
Gast





Beitrag Verfasst am: 28.08.2003 08:33 Antworten mit Zitat

Wat zum Teufel ist überhaupt eine Hubinsel? Hebt die irgendwas hoch, oder sich selbst oder wie?
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TomRiddle
Gast





Beitrag Verfasst am: 28.08.2003 09:42 Antworten mit Zitat

Moin!

@ gafjw:
Eine Hubinsel ist eine Offshorepalttform, die beim Betrieb nicht schwimmt sondern mit Stelzen auf dem Grund steht und an diesen angehoben werden kann (im Gegensatz su den Halbtauchern, die ähnlich aussehen, aber sehr große Schwimmkörper unter Wasser haben) und ist dementsprechend sehr viel unanfälliger gegen Seegang.

@Harald
welche Waffentests mit der Barbara durchgeführt wurden, kann ich Dir leider nicht sagen, da mich dieses nicht interessiert hat und ich dementsprechend auch keine Unterlagen darüber habe.
Indienstgestellt wurde die Hubinsel am 26.06 1964 mit der Dienstnummer Y844. Außerdienststellung 15.12.1995 und wurde in die Niederlande verkauft. Dort tut sie noch heute als Bergungs- und Arbeitsplattform dienst. Auch in deutschen Gewässern ist dieses geschehen, wie beim Brand der Pallas (1998), wo sie zum einen zur Brandbekämpfung eingesetzt wurde und dann als Arbeitsplattform beim Abpumpne der restlichen Betriebsstoffe diente

Gruß Tom
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Deichgraf
 


Anmeldungsdatum: 27.05.2002
Beiträge: 1046
Wohnort oder Region: Hamburg

Beitrag Verfasst am: 28.08.2003 09:46 Antworten mit Zitat

interessantes Thema.
Hab eine Diplomarbeit gefunden, in der u.a. ein Bild der "Barbara" ist.
http://www.uni-hamburg.de/Wiss.....arbeit.pdf
_________________
Bis dann
Deichgraf
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Leif
Ln-Nerd


Anmeldungsdatum: 12.05.2002
Beiträge: 2720
Wohnort oder Region: Kiel

Beitrag Verfasst am: 28.08.2003 09:56 Antworten mit Zitat

Wenn meine Erinnerung mich nicht im Stich läßt, so wurde bis vor ein paar Jahren Barbara nördlich von Surendorf (Eckernförde) genutzt. Meinesachtens ist sie inzwischen abgebaut. Betrieben wurde sie von der WTD, natürlich zu Erprobungszwecken. Aber wie gesagt, Erinnerungen ohne Beleg. Naja, gesehen habe ich sie schon und auch vorbeigefahren.
Frag doch einfach mal im MHQ, bei der Presseabteilung, nach.

Leif

Verzeichnis der Ausserdienst gestellten schwimmenden Einheiten:
http://www.deutschemarine.de/8.....r-Verz.pdf

Schiffstyp: Schlingerstand
Klasse: 740/ 12
Name des Schiffes: Ex HUBINSEL BARBARA
Opt. Rufzeichen: Y 844
Int. Rufzeichen:
Standort: WTD 71 E’förde
Datum der Indienstst.: 26.06.1964
Datum der Außerdienst.: 15.12.1995
Bemerkungen/ Verbleib: VEBEG; Heuvelmann, NL

Presse- und Informationszentrum Marine

Flottenkommando
Postfach 1163
Uferstraße 1
24960 Glücksburg

Tel.: 04631/666-4400 oder 4404
Telefax: 04631/666-4406
E-mail: piz.marine@DeutscheMarine.de
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TomRiddle
Gast





Beitrag Verfasst am: 28.08.2003 10:20 Antworten mit Zitat

Moin Leif!

Die Barbara war der WTD mit wechselnden Stadorten zugeordnet, zuletzt der 71 und wurde dort im Sperrgebiet Surendorf unter Regie der 91 genutzt. Danach lag sie lange an der Außenseite der Marinebasis Eckernförde auf, weil sich keine Verwendung mehr für sie fand (Orginalton meines Schwiegervater (Oberstaabsbootsmann))

Vorher war sie aber auch maßgeblich an Versuchreihe in dert Nordsee beteiltigt, besonders vor der Vogelinsel Trishen, bis die Tests durch massive Proteste der Naturschutzorganisationen dort eingestellt wurden.

Gruß
Tom
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Devon
Gast





Beitrag Verfasst am: 28.08.2003 10:35 Antworten mit Zitat

Das Anfang der 70er waren die Jahre 1971 und 1972. Die Rakete sollte eine meterologische Forschungsrakete auf Basis der Artillerierakete LAR werden. Da der Raketenmotor der LAR nicht sonderlich stark war, wurde beschlossen eine mehrstufige Bündelrakete (1.Stufe 3xLAR, 2. Stufe 1xLAR) zu bauen. Die erste Stufe war wohl eine recht ausgeklügelte Konstruktion. Der erste Test (nur mit der 1.Stufe) misslang allerdings.
Der zweite Test (wieder nur 1. Stufe, April 72) war ein Erfolg, so das man jetzt einen Starversuch von der Hubinsel Barbara mit der 1.Stufe und einer Attrappe der 2.Stufe anging. Dieser Test schlug allerdings wieder fehl, woraufhin die DGLR dieses Projekt einstellte...
Da meine Quelle nur beim letzten Startversuch eindeutig von der Hubinsel spricht, würde ich sagen, das im Rahmen dieses Projektes wahrscheinlich eine, maximal drei Raketen von der Hubinsel aus gestartet wurden.
.
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Harald
Gast





Beitrag Verfasst am: 28.10.2003 16:39 Antworten mit Zitat

Heute bekam ich von R. Hoogwerf die folgende e-Mail zugesandt über das Schicksal der Hubinsel Barbara:

Dear Mr. Der Grosse,
I have read your question about "Hubinsel Barbara". Maybe all questions have been answered, but I found the next facts:
-Barbara arrived at Heuvelman BV (trader in old ships and scrapp) at 's Gravendeel (NL) at 7-08-'96.
-Barbara left this place for the salvage of the "Pallas", north-east of the Netherlands. The crane on the top of one leg was removed and a large Demag MPC2000 Sealift was added on the deck.
-Return at Wiltonhaven Schiedam at 12-01-'99.
-Partly recoated at Rotterdam-East (Bolnes) at jun'00.
-Left Rotterdam again with Demag MPC2000 Sealift.
-Return at Wiltonhaven Schiedam at 24-10-'00, from Ayr.
-March 2001: removal of eight legs
-Drydocked at Shipyard Niehuis & Van den Berg at Rotterdam-West (Pernis). Several coating activities and painted the name "Barbara" again on the hull.
-4 may 2001: left Rotterdam for?
-no more arrivals at any dutch harbour

If you know more about this vessel, I would like to hear it.

R. Hoogwerf
The Netherlands.
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Leif
Ln-Nerd


Anmeldungsdatum: 12.05.2002
Beiträge: 2720
Wohnort oder Region: Kiel

Beitrag Verfasst am: 01.09.2007 14:29 Antworten mit Zitat

Moin,
beim Tag der offenen Tür der WTD71 gab es auch etwas zur Hubinsel.

Viele Grüße,
Leif
 
 (Datei: DSCF0144 (Large).JPG, Downloads: 43)  (Datei: DSCF0145 (Large).JPG, Downloads: 35)  (Datei: DSCF0147 (Large).JPG, Downloads: 52)  (Datei: DSCF0146 (Large).JPG, Downloads: 103)
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Fieldmouse
 


Anmeldungsdatum: 06.08.2004
Beiträge: 834
Wohnort oder Region: Teutoburger Wald

Beitrag Verfasst am: 02.09.2007 14:42 Antworten mit Zitat

Hi,

auch ich hab etwas zur "Barbara", abfotografierte eigene Dias von Anfang der 80er. Damals befand sich die Hubinsel ca. 50NM NW von Amrum (geschätzt). Der Grund ist mir unbekannt. Tja,da konnte man noch zolfrei auf der Insel einkaufen, und nicht nur Butter.

Gruß Fieldmouse
 
 (Datei: 010.JPG, Downloads: 154)  (Datei: 016.JPG, Downloads: 154)
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