Schutz und Hilfe - kostenloses eBook zum Download

schutz und hilfe200"Schutz und Hilfe - Die Geschichte der Entwicklung des Schutzes der Bevölkerung in Deutschland bei Katastrophen und kriegerischen Auseinandersetzungen von 1871 - 1945" heisst unser neues eBook. Godeke Klinge, der sich seit Jahrzehnten mit dem Thema befasst, selbst schon ebenso lange beim THW tätig ist, am Aufbau des leider nicht mehr existierenden Bevölkerungsschutz-Museums in Hamburg beteiligt war und vielen aus unserem Forum nicht unbekannt sein dürfte, hat sein fundiertes Wissen und seine Recherchergebnisse über diese Ära des Bevölkerungsschutzes auf 190 Seiten nidergeschrieben und uns freundlicherweise zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Ab heute stellen wir es kostenlos als eBook im PDF-Format zum Herunterladen bereit.

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Restricted AreaWie die meisten anderen NATO-Länder (und nicht nur die ...) hatte auch Großbritannien während des Kalten Krieges bauliche Vorsorge getroffen, um die Regierung und Verwaltung im Falle eines Krieges in geschützten Bauwerken zumindest für begrenzte Zeit arbeits- und funktionsfähig zu halten. Im Gegensatz zu vielen anderen Staaten in Ost und West setzte das Vereinigte Königreich allerdings nicht auf einen zentralen Ausweichsitz bzw. Regierungsbunker, sondern plante mit verteilten Ressourcen, also mehreren Schutzbauwerken an unterschiedlichen Orten.

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 Der Lizenzbau von Flugzeugen für die Luftwaffe wurde mit dem Beginn des Jahres 1934 zu einem festen Bestandteil beim Hamburger Flugzeugbau. [1]  Allerdings brauchte man für die Aufträge eine Unterstützung, um die vom RLM geforderten Kapazitäten erfüllen zu können. Der Leiter der Flugzeugproduktion beim Hamburger Flugzeugbau, Max P. Andreae machte in seinen persönlichen Aufzeichnungen von 1967 deutlich, wie das Reichsluftfahrtministerium (RLM) und die Industrie bei der Aufrüstung der Luftwaffe zusammenarbeiteten, um den enormen Bedarf der Flugzeugfertigungs-Kapazitäten sicherzustellen.

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neumünster

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TimoL
 


Anmeldungsdatum: 13.05.2002
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Beitrag Verfasst am: 13.11.2004 16:50 Antworten mit Zitat

Hier erstmal noch was über den Militär-Flugplatz Neumünster:

Der starke Auf- und Ausbau der Luftwaffe Mitte der 30er führte zu einem starken Ausbau der schon vorhandenen Flugplätze. In den meisten Fällen waren dem Ausbau jedoch räumliche Grenzen gesetzt, und so veranlasste der Mangel an Bauland auch den Neubau vieler Luftwaffen-Stützpunkte.

Schon 1934 beschloss das Reichsluftfahrt-Ministerium die Planung und Neuanlage eines Flugplatzes in Neumünster. 1935 wurde ein 240 ha großes Gelände (eingezäunte Kernfläche) im Westen der Stadt zwischen der Wasbeker Straße und dem Stadtpark erworben und anschließend bautechnisch erschlossen, wodurch Neumünsters Sportvereine zwei große Plätze verloren und auch zwei Kleingartenkolonien den Bauarbeiten weichen mussten. Auch die neuerrichtete Berufsschule in der Roonstraße wurde am 1. Juli 1935 vom RLM konfisziert und von da ab als Kaserne und Luftwaffen-Unteroffiziers-Schule (ab 1943 auch Flak-Schule) der „Fliegergruppe See“ verwendet.

1936 begann der Bau der Rollfelder und die Errichtung der nötigen Flugplatz-Infrastruktur (u.a. mehrere Kilometer Zubringerstraßen, Wasser-, Strom- und Telefonleitungen, eine Schmalspurbahn von mindestens 20 Kilometer Länge, sieben Anschlüsse an das Reichsbahnnetz, eine Normalspurbahn von mindestens 12 Kilometer Länge, drei Verschiebe-Bahnhöfe). Ebenfalls 1936 begann der Bau der Hauptnebenanlagen: das Tanklager in den heutigen Stadtteilen Faldera-Wittorf, das von der WiFo betrieben wurde, und die Standortmunitionsniederlage im heutigen Stadtteil Gartenstadt. 1938 waren die ersten „Stellplätze“ für die Flugzeuge und die ersten Neben-Rollfelder bereits komplett fertiggestellt und betriebsbereit (das Haupt-Rollfeld war erst zu 70% Ausgebaut). Noch im selben Jahr begann man mit dem Bau des ersten Reparatur- und Abstell-Hangars an der Eisenbahn-Linie Neumünster-Heide und den Versorgungs- und Wirtschaftsgebäuden, wie Kantinen und Unterkünfte. Auch das Stabsgebäude und die Gebäude der Flugleitung und allgemeinen Verwaltung wurden 1938 erbaut. Ende 1938 war der Militärflugplatz Neumünster schließlich teilweise betriebsbereit.

Komplett fertiggestellt und betriebsbereit war der Militärflugplatz Neumünster jedoch erst im Verlauf des Jahres 1940.

Beim Bau des Militärflugplatzes Neumünster wurden keine deutschen und/ oder ausländischen Zwangsarbeiter und/ oder Kriegsgefangene eingesetzt!

Der erste Nutzer des Militärflugplatzes Neumünster war jedoch nicht die Luftwaffe, sondern die ebenfalls 1936 gegründete Flugzeugwerft „Land- und Seeleichtbau GmbH“.

Die erste Belegung des Militärflugplatzes Neumünster mit einer fliegenden Einheit fand am 21. September 1939 durch die II. Gruppe/ JG 77 statt, die vorher in Nordholz stationiert war. Die II. Gruppe hatte bis zu ihrer Weiterverlegung am 1. November 1939 nach Mitteldeutschland lediglich einige unbedeutende Einsätze über der „Deutschen Bucht“ geflogen.

Im Oktober 1939 wurde in Neumünster der Stab/ JG 77 unter dem Kommando von Oberstleutnant von Mannteufel aufgestellt. Auch die I. Gruppe/ (J)/ LG 2 traf im selben Monat ein, die ebenfalls am 1. November 1939 nach Mitteldeutschland verlegt wurde. Ab dem 31. Oktober 1939 wurden Teile des JG 101 aus Schleswig nach Neumünster zu Schulungszwecken verlegt und blieben bis Februar 1940.

Im März 1940 kehrte die I. Gruppe/ (J)/ LG 2 noch einmal nach Neumünster zurück, ohne jedoch Einsätze von hieraus zu fliegen, weil der immer noch nicht fertig ausgebaute Platz durch die starke Schneeschmelze aufgeweicht war.

Im April 1940 begann das Unternehmen „Weserübung“, wobei die Flugplätze Uetersen und Neumünster die wichtigsten Rollen spielten. Bereits seit dem 2. April 1940 waren in Neumünster Gebirgsjäger und andere Infanterieverbände zusammengezogen worden, die ab dem 9. April 1940 nach Narvik und Oslo-Fornebu geflogen wurden. Zu diesem Zweck wurden die „Kampfgruppe zur besonderen Verwendung“ (KGr.z.b.V.) 102 (verwendetes Flugzeug: JU 52) und KGr.z.b.V. 107 (verwendete Flugzeuge: JU 90 und G 38) nach Neumünster verlegt. Die KGr.z.b.V. 102 startete am 13. April 1940 mit zehn Maschinen in Neumünster mit dem Ziel Narvik. Die ersten Verluste von zwei JU 52 hatte die Gruppe jedoch schon kurz nach dem Start in Neumünster zu verzeichnen: die erste Maschine stürzte überladen in den an den Flugplatz grenzenden Stadtwald, wobei die Maschine und die Ausrüstung zerstört wurden und die Besatzung schwer verletzt wurde. Die zweite Maschine stürzte ebenfalls überladen auf einem Acker im heutigen Stadtteil Einfeld ab, wobei die Besatzung ums Leben kam. Die Maschinen der KGr.z.b.V. 107 transportierten Soldaten und sonstiges Material ohne Zwischenfälle nach Norwegen. Nachdem die Operationen in Dänemark und Norwegen beendet waren, kehrte vorerst wieder etwas Ruhe auf dem Militärflugplatz Neumünster ein.

Vom 17. August 1940 bis zum 21. August 1940 waren einige Messerschmitt Bf 110 vom IV. (EG)/ ZG 26 in Neumünster stationiert. Bis April 1943 gab es keine größeren und festen Stationierungen auf dem Militärflugplatz Neumünster, lediglich einzelne Maschinen landeten zum Transport oder zum Auftanken in Neumünster.

Im April 1943 begann die Aufstellung der III. Gruppe/ JG 11 mit ca. 480 Mann Personal. Ausgerüstet war die III. Gruppe mit Messerschmitt Bf 109 G-6.

1944 wurden zwischen Juni und Juli italienische Piloten an der Luftwaffen-Unteroffiziers-Schule, in der eine provisorische Flugzeugführerschule eingerichtet wurde, auf den Maschinen Focke-Wulf 58 „Weihe“, Junkers W 34 und Siebel Si 204 ausgebildet.

Im April und im Oktober 1944 kam es zu den beiden einzigen Angriffen durch amerikanische Tiefflieger und englischen Bombern auf den Militärflugplatz Neumünster, wobei jedoch lediglich einige unbedeutende Schäden am Haupt-Rollfeld und einigen Baracken entstanden.

Ende April 1945 wurde die II. Gruppe/ JG 26 mit Focke-Wulf 190 D-9 Jagdflugzeugen auf dem Militärflugplatz Neumünster stationiert. Die II. Gruppe/ JG 26 flog von Neumünster aus Aufklärungs- und Jagdbomber-Einsätze gegen die vorrückenden Alliierten. Am 30. April 1945 landeten noch einmal einige JU 188 der I. Gruppe KGr.z.b.V. 66 zur Weiterverlegung nach Norwegen in Neumünster.

In der Nacht auf dem 3./ 4. Mai 1945, wenige Stunden vor dem Einmarsch der Engländer in Neumünster, verließen das Jagdgeschwader 26 und die restlichen Maschinen der I. Gruppe KGr.z.b.V. 66 Neumünster in Richtung Schweden (JG 26) und Norwegen.

Die Piloten des JG 26, die sich mit ihren Maschinen nach Schweden absetzten wollten, erreichten ihr Ziel jedoch nicht mehr. Am 4. Mai 1945, unterzeichnete der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Generaladmiral Hans-Georg von Friedeburg, im Hauptquartier von Feldmarschall Montgomery bei Lüneburg die Kapitulation für den Bereich Nordwestdeutschland, die am 5. Mai 1945 um 8. 00 Uhr M.E.Z. in Kraft trat. Damit durften in diesem Bereich Truppenbewegungen und militärische Operationen nicht mehr durchgeführt werden. Die Piloten des JG 26 landeten am frühen Nachmittag des 4. Mai 1945 auf der Insel Fehmarn, wo sie in englische Gefangenschaft gingen. Die Maschinen der I. Gruppe KGr.z.b.V. 66 landeten wenige Stunden später kurz vor der dänischen Grenze.

Auf dem Militärflugplatz Neumünster blieben nach dem Abzug der I. Gruppe KGr.z.b.V. 66 und des JG 26 lediglich einige flugunfähige Maschinen, für deren Reparatur keine Zeit mehr gewesen war, und die noch fertiggestellten Maschinen der Flugzeugwerft, die nicht mehr ausgeliefert werden konnten, zurück.

Wenige Stunden nachdem das letzte Flugzeug Neumünster verlassen hatte, marschierten englische Truppen am Vormittag des 4. Mai 1945 in Neumünster ein und besetzten in den späten Nachmittagsstunden auch den unbeschädigten Flugplatz.

Schon Ende 1945 wurde das Tanklager im Stadtteil Faldera gesprengt, 1946-47 die Standortmunitionsniederlage. 1948 war der Flugplatz schließlich soweit entmilitarisiert, dass das Gelände unter strengen Auflagen an die Stadt Neumünster zurückgegeben wurde, und noch im selben Jahr begann der Abriss der großen Abstell-Hangars und der Rollfelder.

Zwischen 1950 und 1961 entstand dann auf dem Gelände des ehemaligen Flugplatz ein komplett neuer Stadtteil, um den vielen tausend Flüchtlingen in der Stadt eine neue Heimat zu geben. Dieser Stadtteil erhielt den Namen „Böckler-Siedlung“ und wurde zum großen Teil aus dem recycelten Bauschutt der Rollfelder, der Abstell-Hangars, der Überreste des Tanklagers und der Standortmunitionsniederlage erbaut.

1950 entstand auf dem Gelände der ehemaligen Standortmunitionsniederlage der „Heimat-Tierpark Neumünster“ und 1951 wurde in der ehemaligen Luftwaffen-Unteroffiziers-Schule wieder eine Berufsschule eingerichtet, was 1957 jedoch zu einem Streit mit der neugegründeten Bundeswehr führte: die Bundeswehr beanspruchte als Nachfolger der Luftwaffe plötzlich alle noch erhaltenen Gebäude, und einige Grundstücke, des ehemaligen Militärflugplatzes Neumünsters von der Stadt Neumünster zurück. Da diese Gebäude, und Teile des Flugfeldes, jedoch mittlerweile wieder zivil und öffentlich genutzt wurden, weigerte sich die Stadt Neumünster die geforderten Liegenschaften an die Bundeswehr zurückzugeben, da die Berufsschule und die beanspruchten Grundstücke (es handelte sich dabei um die Flächen der beiden Sportplätze und der Kleingarten-Kolonien) sich ja schon vor dem 1. Juli 1935 im öffentlichen Besitz der Stadt Neumünster befanden. Der komplizierte Streit zwischen der Bundeswehr und der Stadt Neumünster endete Anfang der 60er Jahre mit einem umstrittenen und komplizierten Vergleich: die Stadt Neumünster „kaufte“ für die damals „astronomische“ Summe von 3, 7 Millionen DM (nach heutiger Rechnung ca. 15 Millionen Euro) die Berufsschule, die „Reste“ der Rollfelder (auf denen sich mittlerweile wieder die drei Sportplätze, die zwei Baumschulen und Gärtnereien und die Kleingarten-Kolonie befanden), den letzten erhaltenen Hangar und einige weitere Gebäude an der Wasbeker Straße von der Bundesvermögensstelle. Die Bundeswehr „kaufte“ kurz darauf den Gelände- und Gebäudekomplex der „1. Kompanie“ (u.a. das Stabsgebäude) zu einen bis heute unbekannten Preis von der Stadt Neumünster zurück.

Heute existieren kaum noch sichtbare Spuren des ehemaligen Militärflugplatz Neumünster. Dort wo einst die Rollfelder verliefen, befindet sich heute der Stadtteil „Böckler-Siedlung“, drei Sportplätze, zwei Baumschulen und Gärtnereien und eine Kleingarten-Kolonie. Ein kleiner, schon längst zurückgebauter, Teil des ehemaligen Flugfeldes dient heute dem Flugsportclub Neumünster als Heimat. Lediglich im Unterholz am Rande der Wasbeker Straße befinden sich noch einige Überreste einer kleineren Neben-Rollbahn und einige Stellplätze, sowie vereinzelte Fundament-Reste von Flugplatz-Einrichtungen. Auf den Flächen wo sich die großen Abstell- und Reparatur-Hangars befanden, wurde in den 70er Jahren das „Bad am Stadtwald“ errichtet. Lediglich der 1938 gebaute und fertiggestellte Reparatur- und Abstell-Hangar an der Eisenbahn-Linie Neumünster-Heide ist bis heute erhalten geblieben. Er ist mittlerweile an einen privaten Unternehmer verkauft und komplett entkernt und umgebaut.

Der Bunker der ehemaligen Flugleit-Zentrale wurde bereits Ende 1945 von den Engländern gesprengt und die Überreste komplett beseitigt. In den beiden massiven Häusern der ehemaligen Flugleit-Zentrale befindet sich heute eine Gärtnerei.

Als einzige bis heute original erhaltene Gebäude existieren nur noch das ehemalige Stabsgebäude in der heutigen Memellandstraße, das immer noch von der Bundeswehr als Standortverwaltung genutzt wird, und die ehemalige Hauptwache am heutigen Hansaring, in dem sich heute das Polizeirevier 2 befindet, sowie einige ehemalige Versorgungsgebäude in der heutigen Roonstraße, die vom THW genutzt werden.

Das Schmalspur- und Normalspur-Eisenbahnnetz, sowie die Verschiebebahnhöfe, wurden zwischen 1948 und 1960 komplett demontiert und eingeebnet. Lediglich im Bereich des „Bad am Stadtwald“ ist noch ein kleiner Teil von einem Verschiebebahnhof im Unterholz zu erkennen.

Von der ehemaligen Standortmunitionsniederlage sind alle Überreste und Gebäude schon seit 1950 verschwunden.

Von dem Tanklager im heutigen Stadtteil Faldera existiert heute nur noch die ehemalige Hauptwache, die 2001 zu einem Wohnhaus umgebaut wurde. Die letzten Überreste der teilweise unterirdischen Tanks wurden erst Mitte der 90er Jahre endgültig beseitigt, ebenso das letzte Betriebsgebäude
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TimoL
 


Anmeldungsdatum: 13.05.2002
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Beitrag Verfasst am: 13.11.2004 17:10 Antworten mit Zitat

Also erst einmal die Firma "Land- und See-Leichtbau GmbH" war NICHT der Eigentümer des Flugplatzes, sondern nutzte einen Teil der Fläche (dort wo heute das "Bad am Stadwald" steht) lediglich als Werksflugplatz und ab 1943 als Montageplatz.
"Land- und See-Leichtbau GmbH" war eine PRIVATE Firma, die sich ca. 1940/42 mit der Electroacustic A.G. Kiel und der AEG Elektrochemie GmbH nicht ganz freiwillig zusammengeschlossen hat. Der Name "Land- und See-Leichtbau GmbH" blieb aber erhalten.
Es gab aber auch noch eine Firma "Land- und See-Leichtbau A.G", die ein Bauunternehmen der SS war und bei den "Deutschen Erd- und Steinwerken" mit eingebunden war.
Ein Bunker am Freesencenter ist mir ehrlich gesagt nicht bekannt icon_confused.gif
Jedenfalls wurden die Flugzeuge dort NICHT aufmunitioniert, das geschah "Am Hangar" und in der "Roonstraße".
Beim Freesencenter befanden sich einige Flugzeugunterstände, das Signalfeuer und ab 1943/ 44 einige Funkmessgeräte.
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WanderfalkeSH
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Beitrag Verfasst am: 14.11.2004 12:29 Antworten mit Zitat

ok, " Land und See" hat die Flächen nur belegt, wie etwas auch die Holstenhalle. Ich denke auch das der Bunker (nähe Freesencenter ) nach dem Krieg entstanden ist. Der hat jetzt nix mit dem Militäflugplatz zu tun. Der Bunker steht neben dem Holzhandel. Ist ein kleiner Berg mit Türen der eingezäunt ist.Man muß schon genau schauen, da er zugewuchert ist. Die Seite mit dem Eingang wird aber noch gepflegt. Ich denke es war nach dem Krieg ein Munitionsbunker, weil dort auch LKW´s von der Bundeswehr stationiert waren (bis ca.1980 ). Die Gebäude für die LKW´s stehen jetzt nicht mehr.Ist jetzt nur noch eine Wiese mit Steinplatten. Auf dieser Wiese habe ich früher gern gespielt, weil da auch ein riesiger Krater war. Man durfte das Gelände aber nicht betreten.Ich bin auch der Meinung das da auch ein zweiter Hügel war, aber den finde ich nicht mehr. Dort findet man nur noch zwei runde Löcher.Wenn ich es mal schaffe mache ich mal ein Bild. 8)
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TimoL
 


Anmeldungsdatum: 13.05.2002
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Beitrag Verfasst am: 15.11.2004 16:00 Antworten mit Zitat

Und hier einmal einige Impressionen zu Thema "Nicht mehr vorhandene Luftschutzbauten in Neumünster" icon_smile.gif

Um irgendwelchen Spekulationen vorzubeugen:
1. Alle Bilder stammen von ein und der selben Luftschutzanlage,
2. Die Anlage befand sich in der Böckler-Siedlung (ehemaliger Militär-Flugplatz) und wurde Ende 2003 KOMPLETT ABGERISSEN !
 
 (Datei: kcw_art01lp.jpg, Downloads: 34)  (Datei: kcw_art02lp.jpg, Downloads: 29)  (Datei: kcw_art03lp.jpg, Downloads: 29)  (Datei: kcw_art04lp.jpg, Downloads: 25)
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WanderfalkeSH
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Beitrag Verfasst am: 16.11.2004 15:49 Antworten mit Zitat

icon_smile.gif Danke für die Bilder. Genau sowas suche ich !!!!!! icon_smile.gif
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tipi
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Anmeldungsdatum: 15.12.2002
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Beitrag Verfasst am: 17.11.2004 20:59 Antworten mit Zitat

TimoL hat folgendes geschrieben:

..."Land- und See-Leichtbau GmbH" war eine PRIVATE Firma, die sich ca. 1940/42 mit der Electroacustic A.G. Kiel und der AEG Elektrochemie GmbH nicht ganz freiwillig zusammengeschlossen hat. [...] Es gab aber auch noch eine Firma "Land- und See-Leichtbau A.G", die ein Bauunternehmen der SS war und bei den "Deutschen Erd- und Steinwerken" mit eingebunden war.
Ein Bunker am Freesencenter ist mir ehrlich gesagt nicht bekannt icon_confused.gif


Moin!
Die Land- und See Leichtbau GmbH war kein der SS zuordnebares Unternehmen? Dann lag ich über Jahre völlig daneben. Hast du eine öffentliche Quelle für mich?

Ein Bunker im Bereich 'Freesencenter' ist mir auch nicht bekannt - und er müsste es eigentlich sein!

Grüße
TiPi
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tipi
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Anmeldungsdatum: 15.12.2002
Beiträge: 8
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Beitrag Verfasst am: 17.11.2004 21:29 Antworten mit Zitat

WanderfalkeSH hat folgendes geschrieben:
...Ich denke auch das der Bunker (nähe Freesencenter ) nach dem Krieg entstanden ist. Der hat jetzt nix mit dem Militäflugplatz zu tun. Der Bunker steht neben dem Holzhandel. Ist ein kleiner Berg mit Türen der eingezäunt ist.Man muß schon genau schauen, da er zugewuchert ist. Die Seite mit dem Eingang wird aber noch gepflegt. Ich denke es war nach dem Krieg ein Munitionsbunker, weil dort auch LKW´s von der Bundeswehr stationiert waren (bis ca.1980 ). Die Gebäude für die LKW´s stehen jetzt nicht mehr.Ist jetzt nur noch eine Wiese mit Steinplatten. Auf dieser Wiese habe ich früher gern gespielt, weil da auch ein riesiger Krater war. Man durfte das Gelände aber nicht betreten.Ich bin auch der Meinung das da auch ein zweiter Hügel war, aber den finde ich nicht mehr. Dort findet man nur noch zwei runde Löcher.Wenn ich es mal schaffe mache ich mal ein Bild. 8)


Moin Wanderfalke,
puh, das ganze artet räumlich fast etwas aus icon_wink.gif
Neben dem Holzhandel befindet sich eine abwassertechnische Einrichtung der Stadt Neumünster - gebaut irgendwann in den frühen Achtzigern. Weiterhin, aus dem gleichen Zeitraum befindet sich dort eine Anlage, die zu dem zugewucherten Hügel/Bunker passt: Es handelt sich wieder um Wasser. Allerdings diesmal um Trinkwasser. Müsste eine Druckerhöhungsanlage sein (Anschluss der westwärtigen Gebiete an das städtische Trinkwassernetz), die ebenfalls Ende der Siebziger/ Anfang der Achtziger dort entstanden ist. War ein klasse Spielplatz damals, die Baustelle icon_smile.gif

Nun zu den LKW: Ja, auch hier gab es einen Bunker. Er begleitete unsere Kindheit bzw. Jugend und befand sich sagenumwoben, wie eingezäunt auf dem Gelände des Betriebstofflagers Bullenbek. Wir vermuteten u.a. den Eingang zu den (vermeintlichen) Großtanklagern unter den damals noch existenten alten Rollbahnen. Als ich mich beim Abriß des Lagers neugierig durch den Zaun zwängte, stand ich vor einer großen Löschwasserzysterne - unser schöner alter Bunker: wieder nur Wasser, Löschwasser icon_lol.gif
Das Gelände ist übrigens quasi völlig renaturiert - auch der Beton ist weg.

Nur die Wiese, auf der du gerne gespielt hast - die mit dem Krater - ist schwierig zuzuordnen. Vor dem Depot war irgend etwas abwassermässiges aus dem Depot. Da war eine Grube aber dort war nichts verboten.
Hinter dem Freesencenter (genauer damals KIN/ADAC) waren Krater. Die beiden kleinen Seen waren wohl Bombentrichter und die Gegend nicht "ganz" blindgängerfrei. Hier wurden wir schonmal vom älteren Menschen vertrieben. Könnte passen.

Bunkermässig waren im Bereich Freesenburg und Westerplatte (der am heutigen westlichen Rand des Flugplatzes gelegene Bereich) afaik nur kleine Mun-Bunker, vermutlich Handwaffen und 20mm MK.

Grüße,
TiPi
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TimoL
 


Anmeldungsdatum: 13.05.2002
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Beitrag Verfasst am: 18.11.2004 08:27 Antworten mit Zitat

@tipi: "Land- und See-Leichtbau A.G" war das SS-Unternehmen, nicht "Land- und See-Leichtbau GmbH". Die waren bis Kriegsende ein privates Unternehmen.
Weißt Du zufällig was nach 1945 mit der Firma "Land- und See-Leichtbau GmbH" passiert ist?
An Quellen, bzw. Unterlagen über die Rüstungsbetriebe in Neumünster ist recht wenig erhalten geblieben. Im Stadtarchiv gibt es ja mehrere Akten über Kriegsgefangene und Zwangsarbeier (Akten-Nr. muss ich mal nachschauen), wo es auch Hinweise auf die Rüstungsbetriebe mit aufgezeichnet sind.
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WanderfalkeSH
Gast





Beitrag Verfasst am: 20.11.2004 14:28 Antworten mit Zitat

Tipi,danke für die Informationen. Bin jetzt etwas enttäuscht, dachte ich hätte was gefunden. Aber das war wohl ein Reinfall.Dann werde ich mich jetzt wohl lieber nicht reinsteigern icon_lol.gif . Aber der Flugplatz war schon interessant.
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