Schutz und Hilfe - kostenloses eBook zum Download

schutz und hilfe200"Schutz und Hilfe - Die Geschichte der Entwicklung des Schutzes der Bevölkerung in Deutschland bei Katastrophen und kriegerischen Auseinandersetzungen von 1871 - 1945" heisst unser neues eBook. Godeke Klinge, der sich seit Jahrzehnten mit dem Thema befasst, selbst schon ebenso lange beim THW tätig ist, am Aufbau des leider nicht mehr existierenden Bevölkerungsschutz-Museums in Hamburg beteiligt war und vielen aus unserem Forum nicht unbekannt sein dürfte, hat sein fundiertes Wissen und seine Recherchergebnisse über diese Ära des Bevölkerungsschutzes auf 190 Seiten nidergeschrieben und uns freundlicherweise zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Ab heute stellen wir es kostenlos als eBook im PDF-Format zum Herunterladen bereit.

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Kelvedon Hatch RGHQ 5 - Britischer Ausweichsitz

Restricted AreaWie die meisten anderen NATO-Länder (und nicht nur die ...) hatte auch Großbritannien während des Kalten Krieges bauliche Vorsorge getroffen, um die Regierung und Verwaltung im Falle eines Krieges in geschützten Bauwerken zumindest für begrenzte Zeit arbeits- und funktionsfähig zu halten. Im Gegensatz zu vielen anderen Staaten in Ost und West setzte das Vereinigte Königreich allerdings nicht auf einen zentralen Ausweichsitz bzw. Regierungsbunker, sondern plante mit verteilten Ressourcen, also mehreren Schutzbauwerken an unterschiedlichen Orten.

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Die Metallwerke Niedersachsen Brinckman & Mergell ( MENIBUM)

 Der Lizenzbau von Flugzeugen für die Luftwaffe wurde mit dem Beginn des Jahres 1934 zu einem festen Bestandteil beim Hamburger Flugzeugbau. [1]  Allerdings brauchte man für die Aufträge eine Unterstützung, um die vom RLM geforderten Kapazitäten erfüllen zu können. Der Leiter der Flugzeugproduktion beim Hamburger Flugzeugbau, Max P. Andreae machte in seinen persönlichen Aufzeichnungen von 1967 deutlich, wie das Reichsluftfahrtministerium (RLM) und die Industrie bei der Aufrüstung der Luftwaffe zusammenarbeiteten, um den enormen Bedarf der Flugzeugfertigungs-Kapazitäten sicherzustellen.

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Klöckner-Humboldt-Deutz

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schirrmeister
 


Anmeldungsdatum: 14.12.2003
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Beitrag Verfasst am: 03.01.2009 15:40 Antworten mit Zitat

Ja, Vandalismus in Maßen. "Sinnlose" Zerstörung eigentlich weniger, eher Diebstahl was Kupfer- und Metallteile anbetrifft. Teilweise ist der Boden in den Hallen regelrecht "gepflügt", weil die Herren mit Bohr- und Aufbrechhämmern anrücken, um die Kabel aus dem Boden zu holen. Kanaldeckel sind wohl auch gern gesehen. Auch konnte man mir von einem größeren Stromausfall im noch intakten Werksteil berichten, weil wohl jemand auf dem alten Gießereigelände das "falsche" Kabel klauen wollte...

So, weiter gehts mit der Verwaltung.

Bild "001 Gebäude1, 2"
Hier im Bild zu sehen ist das "alte" Tor 8, nämlich das grüne Tor rechts im Bild direkt am Haus. Bei dem Bau am rechten Bildrand handelt es sich um das "Gebäude 1", der erste Verwaltungsbau der damaligen Gasmotorenfabrik, gebaut um 1900. Gut zu erkennen ist auch das Treppenhaus mit seinen gestuften Fenstern- hier hatten schon Leute wie Bugatti, Daimler, Maybach, Langen und Otto selber die Hände am Handlauf. Weiter hinten im Bild sieht man das Gebäude 2 mit seiner Denkmalgeschützten Fassade (Inschrift "G.F.D.", siehe auch Bild "010 Gebäude2, 5". Auf dem Gelände im linken Bildrand (Waschbetonbau) stand vorher die Villa von Otto und Langen, heute noch sehr gut zu erkennen am sehr massiven und markanten Zaunbau.

Bild "002 Gebäude1, Tor9, Gebäude23"
Man sieht hier noch einmal den Verwaltungsbau an der Deutz-Mülheimer Straße. Das Verwaltungsgebäude von 1900 stellt den Bau mit den Rundbogenfenstern dar. 1905 erweiterte man diesen Bau und erstellte entlang der Straße (bis fast hin zum Auenweg) einen Verwaltungsbau mit eckigen Fenstern (Beginnt vom Blickwinkel her da, wo das gelbe Baulämpchen steht).

Bild "003 Gebäude1, Tor9, Gebäude23"
1911 hat man die alte Werksdurchfahrt, die noch zwischen den Gebäuden bestand, überbaut und hier den neuen Haupteingang für die Hauptverwaltung eingerichtet. Trotzdem behielt der Eingang die Bezeichnung "Tor 9". Vom Gelände aus (also von Innen auf das "alte Tor" gesehen) erkennt man noch die Straße, die einmal dort hin geführt hat. Bis Anfang/Mitte 2007 befand sich in diesen Gebäude (bis auf ein paar Jahre, wo die KHD-Hauptverwaltung im eigenen Hochhaus an der Deutz-Mülheimer 111 residierte) die Hauptverwaltung der Deutz AG, bis diese in einen Neubau am Standort Porz zog.

Bild "004 Gebäude1, Tor9"
Noch einmal Gebäude 1 und Tor 9 in südliche Blickrichtung.

Bild "005 Gebäude23, Tor11"
Der Verwaltungstrakt von 1911 mit Werkstor (Tor 11). Hier lassen sich direkt 2 sehr interessante Details feststellen. Das erste Detail ist der aufgemalte Hinweis "Mülheim". Dieser stammt noch aus der Zeit, als die Straßenbahn auf der Deutz-Mülheimer Straße fuhr (erste Stilllegung 16.12.1962, ersetzt durch neue Trasse durch die Stegerwaldsiedlung, Stilllegung Linie E14 am 15.11.1965). Das zweite Interessante Detail: Die Verwaltung wurde im 2. WK von Fliegerbomben heimgesucht- man kann heute (so wie auf dem Bild) noch genau den Krater erkennen, den die Bombe(n) in das Gebäude gerissen haben, nämluch da wo die Fugen "neu" (und so viel heller) sind- achtet auch bei den anderen Bildern mal darauf.

Bild "006 Gebäude23, Tor11"
Das gleiche in südliche Blickrichtung.

Bild "007 Gebäude23"
Auch hier ist der "Krater" sehr gut zu erkennen.

Bild "008 Deutz-Mülheimer Straße"
Werksverkehr gibt es hier schon länger nichtmehr über die Straße. Zu Zeiten der Gießerei fuhren zwischen dem heute noch betriebenen Tor 12 (Hinteres Schild "Deutz-Mülheimer Straße 202") und dem gegenüberliegenden Tor 11 die Gabelstapler. Irgendwie schon beeindruckende Kulisse...

Bild "009 Detail"
Auch Interessant: Es finden sich durchweg an den KHD-Gebäuden links und rechts der Deutz-Mülheimer Straße noch die Haken, an denen der Fahrdraht für die Straßenbahn befestigt war...

Bild "010 Gebäude2, 5"
Noch einmal die denkmalgeschützte Fassade von Gebäude 2, links davon Gebäude 5 (Verwaltung Gießerei).


Heute Abend mehr vom Werk "Westwaggon" und Kalk...
 
 (Datei: 001 Gebäude1, 2.JPG, Downloads: 159)  (Datei: 002 Gebäude1, Tor9, Gebäude23.JPG, Downloads: 169)  (Datei: 003 Gebäude1, Tor9, Gebäude23.JPG, Downloads: 161)  (Datei: 004 Gebäude1, Tor9.JPG, Downloads: 163)  (Datei: 005 Gebäude23, Tor11.JPG, Downloads: 158)  (Datei: 006 Gebäude23, Tor11.JPG, Downloads: 155)  (Datei: 007 Gebäude23.JPG, Downloads: 163)  (Datei: 008 Deutz-Mülheimer Straße.JPG, Downloads: 195)  (Datei: 009 Detail.JPG, Downloads: 196)  (Datei: 010 Gebäude2, 5.JPG, Downloads: 178)
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schirrmeister
 


Anmeldungsdatum: 14.12.2003
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Beitrag Verfasst am: 03.01.2009 18:52 Antworten mit Zitat

Auf der Deutz-Mülheimer Straße (bzw. deren Bürgersteig) findet sich dann auch noch ein solcher "Deckel"...
 
 (Datei: 088 Feuer-Telegraph.JPG, Downloads: 207)
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schirrmeister
 


Anmeldungsdatum: 14.12.2003
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Beitrag Verfasst am: 03.01.2009 19:21 Antworten mit Zitat

schirrmeister hat folgendes geschrieben:
Weiter hinten im Bild sieht man das Gebäude 2 mit seiner Denkmalgeschützten Fassade (Inschrift "G.F.D.", siehe auch Bild "010 Gebäude2, 5". Auf dem Gelände im linken Bildrand (Waschbetonbau) stand vorher die Villa von Otto und Langen, heute noch sehr gut zu erkennen am sehr massiven und markanten Zaunbau.


Ich muss mich korrigieren, hier stand nicht die Villa von Otto und Langen, sondern von Ferdinand van der Zypen- womit wir dann auch beim Thema wären. Am 14. 12. 1845 entstand mit Ferdinand van der Zypen und Albert Charlier unter dem Namen "Eisenbahnwagen- und Maschinenfabrik van der Zypen & Charlier" eine der frühesten deutschen Eisenbahnwaggonfabriken. 1903 änderte der Name in "Van der Zypen & Charlier GmbH" und 1928 in "Vereinigte Westdeutsche Waggonfabriken AG Köln-Deutz", kurz "Westwaggon". 1953 gab es dann einen Organvertrag mit KHD, 1959 fusionierte die AG dann entgültig mit KHD, war man doch schon jahrelang Nachbar an der Deutz-Mülheimer Straße.

Die ersten Hallen an der Deutz-Mülheimer Straße entstanden 1846.

Bild "096 Gebäude 286":
Die Reste des Villen-Grundstückes von van der Zypen, die eigentliche Villa (heute auf dem Grundstück von Gebäude 287, siehe nächstes Bild) ist leider nichtmehr erhalten, es ist aber überliefert, dass das ganze "Privat"-Grundstück von van der Zypen bis an den Rhein reichte.

Bild "092 Gebäude 287":
Das Gebäude selber ist recht uninteressant, interessant hingegen ist die Grundstückseinfriedung, die noch vom Villen-Grundstück erhalten geblieben ist.
 
 (Datei: 096 Gebäude 286.JPG, Downloads: 186)  (Datei: 092 Gebäude 287.JPG, Downloads: 179)
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schirrmeister
 


Anmeldungsdatum: 14.12.2003
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Beitrag Verfasst am: 03.01.2009 19:52 Antworten mit Zitat

Weiter gehts mit dem Gelände westlich der Deutz-Mülheimer Straße und südlich der Diagonalbahn. Die Eisenbahnstrecke entstand 1872 und fuhr zu diesem Zeitpunkt noch ebenerdig. 1910/1911 wurde die Bahn dann "hochgelegt" und in den sogenannten "Bahnbögen" (Diese waren durchnumeriert) fanden sich diverse Betriebe, Durchgänge oder Duschräume (!) wieder. Auf den Gelände war zuerst "Westwaggon" mit Straßenbahn-, Waggon- und Triebwagenbau zu Hause, später (nach der entgültigen Fusion mit KHD) wurde das Gelände der Gießerei hierauf ausgeweitet.

Die Gebäude nördlich der Diagonalbahn gehörten ebenfalls zu Westwaggon, die Grenze zwischen Westwaggon und KHD verlief ungefähr am Grundstück der "Villa" bei Gebäude 286/287.

Die Fotos entstanden übrigens zur "Öffnungszeit" des Mega-Store auf dem Gelände, ich bin nicht dort eingebrochen oder dergleichen icon_wink.gif

Bild "001 Gebäude 253,254,256"
Heckansicht der Gebäude, hier war als letztes die Ford-BKK zu hause (welche auch für die KHD bzw. Deutz AG zuständig ist). Interessant ist der Toiletten-Anbau in Fachwerk-Bauweise. Links hinten im Bild Tor 7, auch hier fand interner Werksbahnverkehr statt (siehe auch Schienenreste im Boden).

Bild "002 Toilette"
Noch einmal der Anbau im Detail

Bild " 003 Tor 7"
Noch einmal das BKK-Gebäude von hinten, im Hintergrund Tor 7.

Bild "004 Westwaggon"
Hier noch einmal mit der "Bahnstrecke" fotografiert. Zur linken die Bahnbögen. Wems auffällt: In der Bildmitte ist der Asphalt teilweise neu- hier wurde wahrscheinlich seitens der Bahn AG neues Kabel verlegt, denn die "Diagonalbahn" ist seit 2008 (?) wieder im Betrieb, hierdrüber führt seit neuem wieder die ICE-Strecke zum Bahnhof Deutz (bzw. "Messe/ Deutz")-Tief.

Bild "005 Bahnbogen"
Anscheinend war hier eine Zeit lang ein Boxverein ansässig...Von innen gibts allerdings keine Anhaltspunkte mehr, die daran erinnern würden.

Bild "006 Bahnbogen"
Auch interessant der Hinweis, der hier zu lesen ist. In den beiden Bahnbögen war wohl die "Werkzeugausgabe" zu hause.

Bild "007 Westwaggon"
Die Diagonalbahn und das Westwaggon-Gelände in nördliche Blickrichtung. Einige werden sich noch gut daran erinnern können, Heiligabend 1995 brannte bei KHD ein riesiger Hallenkomplex nieder, es entstanden damals umgerechnet ca. 250000 € Schaden. Das Feuer war eine Geschichte für sich, so schmolzen auf der anderen Seite der Deutz-Mülheimer Straße die Rolläden und die Fenster sprangen- bis dahin war dies wohl in Köln das größte Feuer nach dem 2. Weltkrieg. Die Hallen standen dort, wo der Fotograf jetzt steht, fast der ganze "Platz" war davon erfüllt. Im Hintergrund das damals betriebseigene Heizwerk, was heute der Rheinenergie (alt "GEW") Köln gehört und noch unter "Heizwerk KHD" betrieben wird.

Bild "008 Gebäude 248"
Berühmt für das Gelände ist auch der "eckige Rundbau". Der unter Denkmalschutz stehende Magazinbau entstand noch unter van der Zypen & Charlier im Jahr 1909/1910. Es handelte sich um ein reines "Lagerhaus".

Bild "009 Gebäude 248"
Anscheinend eine Art Warenein- oder Ausgang mit kleiner Rampe- auch hier wieder ein interessantes Detail, die Wandbeschriftung rechts neben der Tür "Eisen-Lager 13".

Bild "010 Gebäude 248"
Noch einmal das Gebäude von der Diagonalbahn aus gesehen mit Toreinfahrt. In das Tor führen keinen Schienen, von daher wahrscheinlich nur zur Ent- und Beladung von Bahn und LKW.
 
 (Datei: 001 Gebäude 253,254,256.JPG, Downloads: 155)  (Datei: 002 Toilette.JPG, Downloads: 160)  (Datei: 003 Tor 7.JPG, Downloads: 161)  (Datei: 004 Westwaggon.JPG, Downloads: 190)  (Datei: 005 Bahnbogen.JPG, Downloads: 196)  (Datei: 006 Bahnbogen.JPG, Downloads: 200)  (Datei: 007 Westwaggon.JPG, Downloads: 186)  (Datei: 008 Gebäude 248.JPG, Downloads: 177)  (Datei: 009 Gebäude 248.JPG, Downloads: 172)  (Datei: 010 Gebäude 248.JPG, Downloads: 161)
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schirrmeister
 


Anmeldungsdatum: 14.12.2003
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Beitrag Verfasst am: 03.01.2009 20:16 Antworten mit Zitat

Und weiter gehts im "Westwaggon"...

Bild "011 Gebäude 248"
Noch einmal der denkmalgeschützte Magazinbau in westliche Blickrichtung. Das Schild über dem rechten Tor besagt "Warenannhahme". Man erkennt auch gut, dass oben auf dem Dach ein weiteres Geschoss "aufgesetzt" wurde, hierunter befindet sich (erkennt man auch gut an den Fenstern darunter) ein Lastenaufzug, ich nehme mal an in dem "Aufsatz" befindet sich die Technik/ Umlenkrollen (Weiß ich aber nicht mit Sicherheit).

Bild "012 Gebäude 250"
Direkt neben Gebäude 248 befindet sich Gebäude 250, schon ziemlich gezeichnet von Vandalismus (wenn man mal ein Blick auf die Scheiben wirft). Was hier genau beheimatet war, kann ich leider nicht genau sagen. Sämtliche Eingänge sind mittlerweile vermauert und die Fenster von außen vergittert (genau wie bei allen anderen Gebäuden)- die muss irgendwann 2008 geschehen sein- 2007 war ich schon einmal auf dem Gelände, da war noch alles "offen".

Bild "013 Gebäude 252"
Hinter Gebäude 250 schließt Gebäude 252 an, hier befindet sich auch der Eingang zum LS-Keller, den "derlub" damals in seinem Thread (http://www.geschichtsspuren.de/forum/viewtopic.php?t=6418) betreten hat.

Bild "014 Gebäude 249,250,248"
Dieses Foto entstand in der Reaktivierungsphase der Diagonalbahn, außerdem war recht gutes Fotowetter, deswegen dachte ich, stelle ich das Foto mal ein icon_smile.gif

Bild "015 Diagonalbahn"
Die Diagonalbahn ist in Betrieb, mittlerweile ist die Hoch-Trasse bereits 98 Jahre alt. Im Zuge der Reaktivierung wurde übrigens ein Bahnbogen oder Durchfahrt komplett verfüllt, ich denke mal zur besseren Stabilität...

Bild "016 Gebäude 229,230"
Ein Thema für sich sind die sogenannten "Schwebebahn-Hallen" 229 und 230. Die ganz rechte Halle (Damals Schmiede- und Presswerk) entstand vermutlich schon vor 1888 (Die beiden rechten Dächer bilden EINE Halle), die beiden anderen Hallen um 1905 (die ganz linke Halle ist hier verdeckt, gehört aber auch zur 230, also wieder 2 Giebel- 1 Halle). In dem Komplex unter dem mittleren Giebel findet sich ganz rechts eine etwas "komische" Öffnung über der grünen Türe. Hier endete die 1893 von Eugen Langen erstellte Teststrecke der "Schwebebahn". Die Hallen stehen ebenfalls unter Denkmalschutz.

Bild "017 Gebäude 230"
Noch einmal Halle 230 im Detail, hier ist die "Schwebebahn"-Ausfahrt sehr gut zu erkennen. Im Inneren der Halle (siehe nächstes Foto) befindet sich auch noch ein Teilstück der "Schienen". Mittlerweile sind auch die Zugänge zu dieser Halle zugemauert.

Bild " 018 Gebäude 230"
Die angesprochenen Schienen im Inneren der Halle. Es ist auch gut zu erkennen, dass das "Tor" erst später zugemauert wurde.

Bild "019 Gebäude 232"
Gebäude 232, was hier genau angesiedelt war, kann ich nicht genau sagen.

Bild "020 Gebäude 231"
Ich fands ganz lustig, hier ein Bild von der "Kneipe" :D
 
 (Datei: 011 Gebäude 248.JPG, Downloads: 122)  (Datei: 012 Gebäude 250.JPG, Downloads: 132)  (Datei: 013 Gebäude 252.JPG, Downloads: 129)  (Datei: 014 Gebäude 249,250,248_01.JPG, Downloads: 129)  (Datei: 015 Diagonalbahn.JPG, Downloads: 129)  (Datei: 016 Gebäude 229,230.JPG, Downloads: 136)  (Datei: 017 Gebäude 230.JPG, Downloads: 148)  (Datei: 018 Gebäude 230.JPG, Downloads: 149)  (Datei: 019 Gebäude 232.JPG, Downloads: 156)  (Datei: 020 Gebäude 231.JPG, Downloads: 142)
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schirrmeister
 


Anmeldungsdatum: 14.12.2003
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Beitrag Verfasst am: 03.01.2009 20:17 Antworten mit Zitat

Anscheinend war die rote, runde Markierung unter dem Schild vorher eine Markierung für "Hydrant" ? Die "alten" Hydrantenschilder finden sich übrigens auch heute noch überall im Werk...
 
 (Datei: 021 Wand.JPG, Downloads: 111)
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schirrmeister
 


Anmeldungsdatum: 14.12.2003
Beiträge: 110
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Beitrag Verfasst am: 03.01.2009 20:30 Antworten mit Zitat

Noch ein paar Bilder rund um Gebäude 239/ 240/ 242. Bis zum Umzug nach Porz war hier der "Deutz Service" untergebracht, wenn man den Plakaten so Glauben schenken darf, ist das Gebäude nicht mehr im Besitz der Deutz AG, sondern eines privaten Vermieters. Zwischen den Gebäuden 239 und 242 befindet bzw. befand sich die Werkszufahrt "Tor 6", wie man es auch noch an den Beschriftungen erkennen kann.

Bild "001 Tor 6"
Links Gebäude 239, Mitte Tor 6, Rechts Gebäude 242 an der Deutz-Mülheimer Straße 129.

Bild "002 Gebäude 239"
Falsch beschriftet, es handelt sich um Gebäude 242. Sehr gut zu erkennen übrigens, dass an dieses Gebäude das am 24.12.1995 niedergebrannte Gebäude 244 anschloss- ein "Feld" mit Treppenhaus ist noch davon übrig geblieben.

Bild "003 Gebäude 239"
Hier habe ich mal mit der Digicam durch die Glastüre fotografiert, man sieht hier den Raum für den Pförtner von Tor 6. Auch hier schon länger mehr keiner zu Hause...

Bild "004 Tafel"
...und Bekanntmachungen macht hier auch keiner mehr
 
 (Datei: 001 Tor 6.JPG, Downloads: 159)  (Datei: 002 Gebäude 239.JPG, Downloads: 184)  (Datei: 003 Gebäude 239.JPG, Downloads: 196)  (Datei: 004 Tafel.JPG, Downloads: 179)
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schirrmeister
 


Anmeldungsdatum: 14.12.2003
Beiträge: 110
Wohnort oder Region: RP Düsseldorf

Beitrag Verfasst am: 03.01.2009 20:43 Antworten mit Zitat

Noch ein paar Bilder allgemein vom Werk.

Bild "002 Tor 18"
Zuerst einmal ist nichts "lost" hierdran zu erkennen. Allerdings wird den meisten der Kopfsteinpflaster-Belag unter der Asphaltdecke aufgefallen sein. Dazu muss man wissen: Die Straße, die hier durch das Tor 18 führt, war vor dem Krieg eine öffentliche Straße, nämlich die Verlängerung der Windmühlenstraße (guckst du Karte: http://maps.google.de/maps?f=q.....h&z=17 ). Die Windmühlenstraße endete dann am alten "Kasino", damals hieß die Straße "Lambertstraße", heute ist es nur eine Stichstraße der Deutz-Mülheimer Straße. Auch im Werk zeugen immernoch einige Anhaltspunkte davon, dass dies nicht immer schon eine Werkstraße gewesen ist. Erst nach dem Krieg wurde die Straße für den öffentlichen Straßenverkehr geschlossen. Auch die Danzierstraße verlief bis in die 1960er Jahre anders, nämlich nicht mit dem Rechtsknick am Ende, sondern ging geradeaus weiter an der Werkmauer vorbei (auch die Straßenbahn verkehrte hier)- dies kann man auch wunderbar noch auf dem Satellitenbild erkennen. Jetzt Grünfläche, früher Parkplatz- aber bis heute im Besitz der Deutz AG.

Bild "Gebäude 56, Gebäude 53"
Direkt "lost" sind ist die Halle nicht, jedoch steht die Halle leer/ wird z.Zt. nicht mehr aktiv benutzt. Entstanden ist dieses Gebäude im Jahr 1899 - 1900, das Vordach und die Bahndurchfahrt kamen 1935 dazu. Das Gebäude steht mit seiner Dachinschrift "Klöckner-Humboldt-Deutz AG" unter Denkmalschutz- wer mal genau hinsieht, erkennt, dass hierunter auch noch "Gasmotoren Fabrik Deutz" zu lesen ist (sieht man auf dem Foto nicht unbedingt icon_wink.gif ).

So, das waren erst einmal die Fotos aus Deutz. Ich habe noch einiges andere an Material, nur kann ich dies leider nicht aus Urheberrechts- oder Datenschutzgründen (Werksgelände!) hochladen. Es gibt viel zu entdecken, auch auf dem noch aktiven Teil des Geländes- nur wie gesagt: Werksgelände- Fotografierverbot! Und lasst euch eins gesagt sein: Der Werkschutz ist gut auf trab icon_wink.gif

Für Kalk mache ich heute oder morgen einen extra Thread auf...

Gruß Nils
 
 (Datei: 002 Tor 18.JPG, Downloads: 152)  (Datei: Gebäude 56, Gebäude 53_03.jpg, Downloads: 155)
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hoff
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Anmeldungsdatum: 09.10.2007
Beiträge: 5
Wohnort oder Region: Köln

Beitrag Verfasst am: 07.01.2009 01:51 Antworten mit Zitat

Hallo,

interessante Dokumentation vom "Humboldt" Werk Deutz.

Ich möchte allerdings noch an den grossen Gebäudeverlust auf Grund des Grossbrandes vom 24.12.1995 erinnern.
Da ist eine erheblicher Teil der Gebäude an der Deutz-Mülheimer Strasse durch Feuer vernichtet worden.
Es war eines der grössten Schadenfeuer in der Kölner Nachkriegsgeschichte.

Gruss Kai
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schirrmeister
 


Anmeldungsdatum: 14.12.2003
Beiträge: 110
Wohnort oder Region: RP Düsseldorf

Beitrag Verfasst am: 07.01.2009 16:31 Antworten mit Zitat

Wie oben schon erwähnt icon_wink.gif

Allerdings handelt es sich nicht um das Werk "Humboldt" in Deutz. Das Werk "Humboldt" ist das heutige Werk Kalk, entstanden damals aus der Humboldt Maschinenbauanstalt. Dazu später mehr...Fotos kommen noch.


Die Fläche die beim Weihnachtsfeier 1995 vernichtet worden ist, sieht man wunderbar über Google Maps oder Google Earth- und zwar auf der Deutz-Mülheimer Straße http://maps.google.de/maps?f=q.....h&z=17 - das Gebäude befand sich sogut wie auf der gesamten heutigen Freifläche. Würde gerne ein altes Foto hier einstellen, habe allerdings leider kein Urheberrecht dazu...

Gruß Nils
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