Schutz und Hilfe - kostenloses eBook zum Download

schutz und hilfe200"Schutz und Hilfe - Die Geschichte der Entwicklung des Schutzes der Bevölkerung in Deutschland bei Katastrophen und kriegerischen Auseinandersetzungen von 1871 - 1945" heisst unser neues eBook. Godeke Klinge, der sich seit Jahrzehnten mit dem Thema befasst, selbst schon ebenso lange beim THW tätig ist, am Aufbau des leider nicht mehr existierenden Bevölkerungsschutz-Museums in Hamburg beteiligt war und vielen aus unserem Forum nicht unbekannt sein dürfte, hat sein fundiertes Wissen und seine Recherchergebnisse über diese Ära des Bevölkerungsschutzes auf 190 Seiten nidergeschrieben und uns freundlicherweise zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Ab heute stellen wir es kostenlos als eBook im PDF-Format zum Herunterladen bereit.

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Feri
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Anmeldungsdatum: 09.10.2010
Beiträge: 8
Wohnort oder Region: Langen

Beitrag Verfasst am: 15.12.2010 20:36 Antworten mit Zitat

Wolf hat folgendes geschrieben:
... hast Du den ehemaligen Standort mal besucht?


Ja, ich war vor ein paar Wochen mal vor Ort. Ein älterer Modauer konnte sich erinnern, daß das NDB in einer Baracke parallel zur Straße untergebracht war (dort wo sich heute der Parkplatz der Modauhalle befindet). Die Modauhalle wurde 1977/78 gebaut. Wenn sich zu diesem Zeitpunkt noch Reste der Anlage dort befunden haben so sind diese im Rahmen der Tiefbauarbeiten gründlich beseitigt worden. Auf dem gesamten Gelände sind keine Reste mehr zu entdecken.

Kann jemand etwas zu der in der damaligen Zeit verwendeten Technik beitragen? In vorhandenen Unterlagen zum NDB Modau werden 1953 zwei Sender erwähnt:
1. UFF-Sender - könnte ein Sender der US Airforce gewesen sein; darauf läßt eine englische Baugruppenbezeichnung schließen; die USAF betrieb bis zum Übergang an die BFS in dieser Gegend die Flugsicherung
2. Lorenz-Sender - müßte ein Gerät von vor 1945 gewesen sein

Jedenfalls wurde 1954 die bis dahin beim NDB Modau genutzte Sendetechnik durch ein neues Mittelwellenfunkfeuer vom Typ 'ZFB 6B 303' (C.Lorenz AG) ersetzt.

Gruß Feri
 
 (Datei: Standort NDB Modau.jpg, Downloads: 52)
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Wolf
 


Anmeldungsdatum: 21.08.2005
Beiträge: 286
Wohnort oder Region: Cottbus

Beitrag Verfasst am: 16.12.2010 19:18 Antworten mit Zitat

Feri hat folgendes geschrieben:
...daß das NDB in einer Baracke parallel zur Straße untergebracht war (dort wo sich heute der Parkplatz der Modauhalle befindet)


na prima, da habe ich mich ja mit meiner "Koordinaten-Umrechnungsformel" nur um schlappe 50 m Luftlinie vertan... icon_mrgreen.gif

Feri hat folgendes geschrieben:
...Kann jemand etwas zu der in der damaligen Zeit verwendeten Technik beitragen?


also Feri, ich mit Sicherheit nicht.

Mir sind zwar viele Typenbezeichnungen der Funkfeuersender bekannt, allerdings sind Angaben, welcher Sender in welcher Anlage verbaut war, nach meinem Kenntnisstand, nirgends veröffentlicht - von speziellen Wartungsunterlagen vielleicht einmal abgesehen. Leider habe ich so etwas bisher nicht in die Finger bekommen. Hast Du so etwas?

Feri hat folgendes geschrieben:
...In vorhandenen Unterlagen zum NDB Modau werden 1953 zwei Sender erwähnt:
1. UFF-Sender - könnte ein Sender der US Airforce gewesen sein; darauf läßt eine englische Baugruppenbezeichnung schließen; die USAF betrieb bis zum Übergang an die BFS in dieser Gegend die Flugsicherung
2. Lorenz-Sender - müßte ein Gerät von vor 1945 gewesen sein


Das mit dem US-Sender könnte schon so sein (hast Du eine Typenbezeichnung?).
Ich denke mal, in den Jahren 1945 bis 1955 wurde noch viel deutsche Technik der 1930/40er Jahre und Alliiertentechnik eingesetzt, weil primär gab es ja auch noch nichts Neues.
Da ja jedes Funkfeuer einen Reservesender besitzt, kann das mit der alten Lorenz-Anlage (eventuell LS 100/108?) passen.

Feri hat folgendes geschrieben:
...Jedenfalls wurde 1954 die bis dahin beim NDB Modau genutzte Sendetechnik durch ein neues Mittelwellenfunkfeuer vom Typ 'ZFB 6B 303' (C.Lorenz AG) ersetzt


"ZFB 6B 303" ist ja auch schon eine Weiterentwicklung des Ausgangsmodells "ZFB 6B 210" der Fa. C.Lorenz AG. Diese beiden Typen waren angeblich, ab Mitte der 1950er Jahre, fast flächendeckend in die nach und nach modernisierten Anlagen in Deutschland eingesetzt.


Gruß Wolf
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Material über Funknavigationsanlagen? Leider nicht - die Technik war eben da und funktionierte!
(Aussage des Leiters eines Flugplatzmuseums)
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Feri
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Anmeldungsdatum: 09.10.2010
Beiträge: 8
Wohnort oder Region: Langen

Beitrag Verfasst am: 17.12.2010 17:50 Antworten mit Zitat

Feri hat folgendes geschrieben:
Jedenfalls wurde 1954 die bis dahin beim NDB Modau genutzte Sendetechnik durch ein neues Mittelwellenfunkfeuer vom Typ 'ZFB 6B 303' (C.Lorenz AG) ersetzt.


Habe heute nochmal die Unterlagen zum NDB Modau durchgesehen. Hier ist mir ein Fehler unterlaufen: Das 'ZFB 6B 303' ging in Modau am 18.01.1956 in Betrieb.

Wolf hat folgendes geschrieben:
Das mit dem US-Sender könnte schon so sein (hast Du eine Typenbezeichnung?).


Leider habe ich nur die Bezeichnung "UFF-Sender". Das könnte entweder eine Kurzbezeichnung für den Typ oder vielleicht auch für den Hersteller sein. Das Gerät war mit Reservesender und Umschalteinheit aufgebaut. Die Netzteile waren mit Gleichrichterröhren vom Typ 866 bestückt und jeder Sender enthielt 2 Modulator-Röhren vom Typ VT-4C . Mehr Angaben dazu ließen sich leider nicht finden.

Wolf hat folgendes geschrieben:
Da ja jedes Funkfeuer einen Reservesender besitzt, kann das mit der alten Lorenz-Anlage (eventuell LS 100/108?) passen.


Das war mit hoher Wahrscheinlichkeit der richtige Tip 2_thumbsup.gif
Ich habe hier und hier Angaben zum LS 100/108 gefunden und die Angaben zur Sendeleistung und Röhrenbestückung decken sich mit den vorliegenden Unterlagen.

Wolf hat folgendes geschrieben:
"ZFB 6B 303" ist ja auch schon eine Weiterentwicklung des Ausgangsmodells "ZFB 6B 210" der Fa. C.Lorenz AG. Diese beiden Typen waren angeblich, ab Mitte der 1950er Jahre, fast flächendeckend in die nach und nach modernisierten Anlagen in Deutschland eingesetzt.


Hast du Unterlagen zum 'ZFB 6B 210' (Bilder, Schaltung oder ähnliches)? Worin bestand der Unterschied zum 'ZFB 6B 303'? Bisher ist mir als eingesetzter Typ nur das 'ZFB 6B 303' untergekommen, allerdings ist bei den paar NDB's wo ich Angaben zur Senderbestückung habe oft nur als Typ 'ZFB' eingetragen. Daher war ich bisher davon ausgegangen, daß als einheitlicher Typ das 'ZFB 6B 303' zum Einsatz kam. Die 'ZFB' wurden bereits ab 1953 eingesetzt (z.B. in Frankfurt die Locator/Ost (FR) 297kHz und Locator/M 25R (LF) 408,50 kHz).

Gruß Feri
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Feri
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Anmeldungsdatum: 09.10.2010
Beiträge: 8
Wohnort oder Region: Langen

Beitrag Verfasst am: 19.12.2010 00:11 Antworten mit Zitat

Habe gerade einen Link zum Handbuch des LS 100/108 gefunden ...

Gruß Feri
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trince
 


Anmeldungsdatum: 17.06.2010
Beiträge: 63
Wohnort oder Region: Wietze

Beitrag Verfasst am: 19.12.2010 21:05
Titel: ehemaliges CEL NDB
Untertitel: Celle, Niedersachsen
Antworten mit Zitat

Bevor das CEL NDB auf den Fliegerhorst Celle Wietzenbruch an seine heutige Stelle verlegt wurde

Link 1

, war es an den Koordinaten

Link 2

Kann mich noch sehr gut an das Gebäude mit Antenne und die Schilder "Militärischer Sicherheitsbereich (Schutzbereich?!?!)! Betreten verboten!" erinnern, der auf Schildern am Zaun angebracht war...

(Leider bekomme ich es nicht hin, hier Links zu setzen. Vielleicht kann mir da mal jemand unter die Arme greifen?!)
Links angepasst, Shadow.
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Wolf
 


Anmeldungsdatum: 21.08.2005
Beiträge: 286
Wohnort oder Region: Cottbus

Beitrag Verfasst am: 24.12.2010 12:43
Titel: Re: ehemaliges CEL NDB
Untertitel: Celle, Niedersachsen
Antworten mit Zitat

Hallo trince,

eigentlich ist ja das Funkfeuer nur zurückgekehrt.

Bei seiner Inbetriebnahme, Mitte der 1950er Jahre, stand es ebenfalls auf dem Gelände des damals von den Briten genutzten Militärflugplatzes.

Der Umzug auf die Outer-Marker-Position (nahe der Ortschaft Altencelle) vor der Bahn 26, erfolgte Anfang der 1960er Jahre.
Im Jahre 2003 war dann die, von Dir erwähnte, Rückführung der Anlage auf das Gelände des Fliegerhorstes Celle-Wietzenbruch.

trince hat folgendes geschrieben:
Kann mich noch sehr gut an das Gebäude mit Antenne und die Schilder "Militärischer Sicherheitsbereich (Schutzbereich?!?!)! Betreten verboten!" erinnern, der auf Schildern am Zaun angebracht war...


Ich denke mal, es hieß "Militärischer Sicherheitsbereich".

Gruß Wolf
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darkmind76
 


Anmeldungsdatum: 20.04.2007
Beiträge: 931
Wohnort oder Region: Wörth am Main

Beitrag Verfasst am: 16.03.2011 19:41 Antworten mit Zitat

Derzeit im Angebot bei der BImA zu finden: Technikgebäude eines ehem. Funkfeuers des
Flugplatzes Leipheim. Ich nehme an, es war ein NDB-Funkfeuer:


http://www.bundesimmo.de/blobs.....243676.pdf
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Wolf
 


Anmeldungsdatum: 21.08.2005
Beiträge: 286
Wohnort oder Region: Cottbus

Beitrag Verfasst am: 16.03.2011 21:28 Antworten mit Zitat

Hallo Markus,

vielen Dank für den Link.

darkmind76 hat folgendes geschrieben:
...Ich nehme an, es war ein NDB-Funkfeuer


vollkommen richtig.
Es handelt sich hier um den ehemaligen Standort des NDB Leipheim ("LPH" auf 442,5 kHz).

Die Funkfeuer-Anlage war von 1962 bis Ende des Jahres 1978 in Betrieb.
Erstaunlich, daß das Gelände nach so vielen Jahren, noch so gepflegt aussieht.
Legt die Vermutung nahe, daß die Parzelle, nach dem Abbau des Funkfeuers, durch den Fliegerhorst Leipheim (er wurde ja erst in den späten 1990ern geschlossen), vielleicht noch anderweitig genutzt wurde?

Ist aber nur eine Vermutung...

Gruß Wolf
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Crazy
 


Anmeldungsdatum: 04.01.2012
Beiträge: 11
Wohnort oder Region: Wipshausen

Beitrag Verfasst am: 20.01.2012 11:05 Antworten mit Zitat

Hach ja, ich habs noch im Ohr:

daditdadit dit ditdaditdit ( - · - · C · E · - · · L) - ich bin in Altencelle, unweit des NDB Celle aufgewachsen und hatte immer das Glück, wenn es mir ins Radio gehauen hat...

[Nostalgiemode on] Außerdem war ich 8 Jahre (1979 - 1987) bei der Flugsicherungsstaffel/FmRgt81 als "Flugabfertiger/Flugabfertigungsmeister" als einer von ca. 80 Luftwaffensoldaten in Wietzenbruch stationiert. [Nostalgiemode off]

Es würde mich sehr wundern, wenn der weiter oben angegebene Standort stimmen würde, weil, dann müsste ich da was verwechseln.

Gruß Norbert
Standort des NDB war:
 
Voransicht mit Google Maps Datei Standort ehem. NDB Celle (CEL).kmz herunterladen/in Google Earth öffnen
Dieser Dateianhang steht nur registrierten Nutzern zur Verfügung.
Voransicht mit Google Maps Datei und da wohnte ich damals.kmz herunterladen/in Google Earth öffnen
Dieser Dateianhang steht nur registrierten Nutzern zur Verfügung.
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Wolf
 


Anmeldungsdatum: 21.08.2005
Beiträge: 286
Wohnort oder Region: Cottbus

Beitrag Verfasst am: 21.01.2012 21:04 Antworten mit Zitat

... schön. daß der alte Thread wieder mal belebt wird...

Crazy hat folgendes geschrieben:
...Es würde mich sehr wundern, wenn der weiter oben angegebene Standort stimmen würde, weil, dann müsste ich da was verwechseln....


Hallo Norbert,

nein, Du mußt Dein "Weltbild" nicht ändern.
Ich habe mir gerade noch mal den "Link 1" von @trince angeschaut. Er hat dort keinen Standort markiert - und auch der verlinkte Standort ist vollkommen daneben.
Sein zweiter Link zur aktuellen Position des Funkfeuers stimmt dann wieder...

Den von Dir geposteten (alten) Standort habe ich so auch in meiner Datenbank.
Das Du den "Radiostörer" aus früheren Zeiten recht gut zuordnen kannst, legt die Vermutung nahe, dass Du Dich mit dem Funkfeuer auskennst.

Hast Du von diesem Standort manchmal ein Bild von der alten Anlage?
Ich wäre sehr interessiert...
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