Wie öffnete man diese Notausgänge

Luftschutzbunker, zivile Bunkeranlagen und Schutzbauwerke des 2. Weltkriegs
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Deichgraf
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Beitrag von Deichgraf » 08.05.2003 07:15

Ganz vergessen oder überlesen: wie sind eigentlich die Maße (in etwa) des Aus-/Einstieges?
Bis dann
Deichgraf

Langer Heinrich

Beitrag von Langer Heinrich » 08.05.2003 10:16

Die Maße sind etwa 0,8 * 0,5 * 0,5 m. Das das ein Notausgang ist, ist praktisch sicher. Erstens steht das in der Literatur und zweitens macht es auch Sinn, da jeder Bunker (der etwas größer als Omis Privatbunker im Hintergarten war) über einen Notausgang verfügen mußte. Zudem muß man ja auch mal Dimensionen sehen. Das sind ja nur kleine Rundbunker. Da kann man keine 3 oder 4 Eingänge reinbauen. Wie ich bereits oben geschrieben habe: Guckt Euch die Seite 71 im Buch " Bunker - Luftschutz und Luftschutzbau in Hamburg" von Helga Schmal und Tobias Selke am. Auf dem abgebildeten Grundriss steht sogar "Notausgang" drauf.

Beste Grüße aus Notausgang-Hausen :lol:

Heinrich

Gast

Beitrag von Gast » 08.05.2003 10:53

ich mag der theorie des notausganges auch nicht so recht folgen.
zum einen ist das gewicht (bzw. die damit verbundene haftreibung beton/beton) einfach nicht zweckmäßig um schnell und sicher diesen zugang zu öffnen.
zum anderen sehe ich auch die gefahr das sich bei der direkten wirkung von bomben usw. gerade in diesem bereich (der ja dort eine strukturschwächung des betonkörpers bedeutet) durch risse usw. der "betonklotz" so verkeilt wird, dass er sich dann gar nicht mehr bewegen läßt.
also, ich könnte mir vorstellen das dieses eine öffnung ist, die mit den baumaßnahmen zu tun hat. vielleicht sind durch diese öffnung die materialien der innenverschalung usw wieder entfernt worden.

Holger

Langer Heinrich

Beitrag von Langer Heinrich » 08.05.2003 13:23

Das ist 100 %-ig ein Notausgang. Für die Bunker war nun mal ein 2. Ausgang vorgeschrieben, das kann jeder in den Richtlinien nachlesen. Ich verweise NOCH EINMAL auf das Bunkerbuch über die Bunker in HH. Dort kann man es eindeutig sehen.
Dieser Betonpfropf muß natürlich ein gewisses Gewicht (und Masse)haben, sonst könnte man die Öffnung ja gleich offen lassen. Eine Öffnung ist immer eine Schwächung, das ist klar. Aber dafür ist ja auch nur ein N O T - Ausgang und kein bequemer Haupteingang.
Das mit dem Materialtransport ist mit Sicherheit falsch. Warum sollte ich Schalmaterial umständlich durch diese kleine Öffnung bringen, wenn ich doch eine normale Tür beim Haupteingang habe ?
Das ist mit absoluter Sicherheit ein Notausgang.

Langer Heinrich

Beitrag von Langer Heinrich » 08.05.2003 14:05

:lol: :lol:
Ich weiß genau, wen Du wieder meinst ... :lol:
Es ist aber wirklich erstaunlich, daß es praktisch kein Buch gibt, wo alles einmal detailliert beschrieben wird. Es gibt nichts wirklich Brauchbares über die unterschiedlichen Bewehrungen, es gibt nirgends eine gerechnete Statik, ..... nix ! Man muß sich das alles selbst aus aus alten Vorschriften und Artikeln zusammenschreiben. Eigentlich ungewöhnlich. heute kriege ich doch die dicksten Bücher über die "spanische Steppenfliege bei der Paarung in semi-ariden Monaten" oder über das "Zerwürfnis ethnischer Gruppierungen in Süd-West Tansania" :lol: Jeder Müll wird erforscht, nur die Bunkertechnologie nicht. Schade !!!

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