FuMO in 17 cm Küstenbatterie - Althagen

Funkmess-, Funkpeil-, Funkleit- und Funkstörtechnik des 2. Weltkriegs
hollihh
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Küstenbatterie 2. Teil

Beitrag von hollihh » 20.05.2007 23:05

Weitere Bilder - leider ist von den eigentlichen Geschützstellungen nichts mehr erkennbar...

Gruß aus Hamburg

Holli
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Apparat 14
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Bunker bei Althagen

Beitrag von Apparat 14 » 22.10.2014 17:16

den feuerleitbunker kenn ich aus meiner kindheit noch.bin dort mal drin gewesen.ein raum war noch intakt.ist schon teils auf den strand gestürzt.wurde von besatzung am 2.mai 1945 gesprengt.habe damals eine zeichnung angefertigt,wie er drinnen aussah-zumindestes was man erahnen konnte.stimmte mit keinen regelbau überein.batterie (17cm) und feuerleitbunker sind ohne vorgaben gebaut worden.wenn jemand den bautyp kennt,würde ich mich freuen es zu erfahren.habe auf dem fischland 28 jahre gewohnt (bin baujahr 1980).kenne die bunker alle noch.die fundamente der 17cm geschütze waren verhältnismäßig gross.meines erachtens viel zugross für diese kleinen geschütze (durchmesser barbett ca.8m).die bunker am strand die man heute noch sieht,stammen von der nva-marine (6.GBrKü).sind zw.september1957und september 1958 gebaut worden.inbetrieb 1959.habe einen kleinen bunker davon vermessen und bauplan angefertigt ,sowie von dem grossen.haben als kinder dort gespielt.der nördlichste stürzte im frühjahr 1995 herab.bin gerade dort am strand spazieren gegangen als es geschah.und beinahe darunter begraben worden.vor der küste in ca.2m wassertiefe findet man immer noch 10,5cm granaten-ohne zünder.

Apparat 14
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Mun-bunker bei Althagen

Beitrag von Apparat 14 » 22.10.2014 18:19

der munitionsbunker für die 17cm muni ist gesprengt worden und zu ddr-zeiten als müllkippe genutzt worden.die löcher wie beschrieben sind zum teil von den füchsen angelegt worden.

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Beitrag von Gravedigger » 23.10.2014 21:10

Mahlzeit,

könntest Du dich bitte an die, in der deutschen Sprache übliche, Groß-Kleinschreibung und Zeichensetzung halten. Das würde Deine Texte lesbar und verständlicher machen.
Danke!

CU Markus
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Beitrag von oefi » 25.10.2014 10:32

Hallo,

übrigens das Buch von Seite 1 müßte "Gesunken und verschollen: Menschen- und Schiffsschicksale, Ostsee 1945" sein.

Gruß

Andreas

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Beitrag von Saska » 17.02.2015 22:42

OWW hat geschrieben:Moin,
hier geht einiges durcheinander:
Die Halbinsel heißt "Fischland-Darß-Zingst", Darß ist der mittlere Teil dieser Halbinsel. Der Darßer Ort bildet die nördlichste Landzunge der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Eine Batterie Drasser gab es dort nicht (Verwechslung Darßer Ort / Drasser ??).

Die Batterie "Ehrhardt Schmidt" lag nicht im Großraum Kiel ! Es ist der frühere oder ein anderer Name der Lehrbatterie Althagen !

Gruß
Oliver

Hallo Zusammen

Während den Recherchen zu unserem Buch über die Marinegeschütze des Westwalls am Oberrhein bin ich damals im Bundesarchiv Freiburg auf etwas zu diesem Thema gestoßen. Das Heer hatte 1938 bei der Marine nach Abgabe von Überzähligen 17cm Marinekanonen für den Westwall angefragt und erhielt somit eine Übersicht über alle derzeit verfügbaren 17cm Geschütze und Batterien an der deutschen Nord-und Ostsee.

Also ich habe hier einen Aktenvermerk der Seekriegsleitung vom 1. Juli 1938 aus dem Bundesarchiv Freiburg. Darin wird in einer Liste zur "Verteilung der 17cm Geschütze gemäss jetzt gültiger Kriegsgliederung Endziel" die Batterie Ehrhardt Schmidt mit 4 x 17cm SK L/40 wirklich als in Darß stationiert erwähnt.

Hinzu kommt, dass diese Batterie damals in den Kommandobereich Kiel fiel, was somit die Verwechslung mit dem Großraum Kiel erklärt.

In der Liste von Jopaerya wird die Batterie Ehrhardt Schmidt mit einem Wirkungsbereich von 360 Grad angegeben, was bedeutet, dass die Geschütze in offenen Bettungen aufgestellt waren und es keine Bunkeranlagen hierzu gab. Wenn man die Zeichnung im ersten Beitrag hier dazu ansieht, dann passt dies ebenfalls.

Es wurde nach dem Bautyp dazu gefragt. Es handelte sich dabei allgemein um achteckige Betonplattformen mit einem mittigen Bolzenkreis auf welchem die Sockel- bzw. Mittelpivotlafette befestigt war, in dessen Jackenwiege sich wiederum die 17cm SK L/40 befand. Genau die selbe Bauweise wurde Anfangs auch für die 17cm SK L/40 am Westwall und später am Atlantikwall verwendet.

Grüße Sascha

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MKB Althagen

Beitrag von Apparat 14 » 18.02.2015 01:40

Moin,

Nochmal was zur Batterie.die Batterie lag nicht auf dem Darß,sondern auf dem Fischland.Und das Fundament der Offenen Geschützstellungen war nicht Acht bzw. Sechseckig,sondern wie Ich mich noch dran errinnern kann Halbrund bzw.Rund.war Natürlich alles gesprengt,und von den Stellungen war ein Grosser Krater mit Innendurchmesser von ca.8-10m übriggeblieben mit betonteilen drumherum.In den Regelbauten der KM wird eine solche 17cm Stellung mit Regelbau M-180 bezeichnet.Was ich damals noch vorgefunden habe ,kann Ich als ein Regelbau M-180 nicht Bezeichnen.Die Wassertiefe der Krater(Das Wasser sah BlauGrau aus) war ca.2,5-3,0m.Süßwasserfische waren dort Heimisch und als Angelstelle auch gern genutzt.Bei der 2.Geschützstellung war durch die Wucht der Sprengung die Barbett (Geswchützfundament)herausgeschleudert worden (hälfte davon)und auf dem Kraterrand liegengeblieben.ein kleiner Teil davon (ca.3-5 Tonnen) lag ca.50m Entfernt.Die 3.Geschützstellung war ein Kasemattengeschütz welches schon 1944 demontiert und zum Westwall ging.Sah Anno 1994 aus wie die Einfahrt in eine Tiefgarage,die aber Ebenerdig ist.Lag viel Gerümpel drin herum.konnte nicht hinein da auch hier Überall Wasser war.

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Re: FuMO in 17 cm Küstenbatterie - Althagen

Beitrag von Apparat 14 » 17.09.2021 12:33

Moin,Moin,


Habe vor ein paar Wochen mit ein paar Einheimischen (so wie Ich) gesprochen.Auch übr die MKB.Einer erzählte mir (er hat das auch nur erzählt bekommen),das einige Stunden vor der Sprengung der Batterie,die Bewohner von Althagen von Angehörigen der Batterie angewiesen wurden,Fenster und Türen offen zu lassen-zwecks des Luftdrucks bei der Sprengung.Und von jemanden (auch nach 45` geboren) habe ich in erfahrung bringen können,das er ein Sprechfunkgerät(Kopfhöer mit Mikrofon und Schaltkasten) von der Batterie besitzt.Hat es von einem Althäger bekommen.Muß das teil unbedingt mal sehen.Er gab mir auch einen Hinweis,wen ich bezüglich der MKB noch befragen könne.

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Re: FuMO in 17 cm Küstenbatterie - Althagen

Beitrag von OWW » 17.09.2021 13:41

Hi,
vielleicht hilft ja auch das aus dem Festungsjournal, Heft 58 /Dezember 2020: ""Marine-Küsten- und Lehrbatterie Erhard Schmidt" (1935-1945) bei Althagen/Ahrenshoop" weiter: https://festungsforschung.de/publikatio ... gsjournal/
Viele Grüße
Oliver

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Frank K.
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Re: FuMO in 17 cm Küstenbatterie - Althagen

Beitrag von Frank K. » 17.09.2021 18:03

Ich habe die Reste des ehem. Leitstandes der IV. Lehrbatterie vor ihrem endgültigen Absturz auf SUPER-8 Film um 1978/1980 gefilmt. Er stand ungefähr bei 54.371582°, 12.403729° - damals wohl etwas westlicher, ich habe die Koordinaten für aktuelle OSM-Karten angepasst.

mfg Frank

https://www.mgv-srb.de/DownLoad/AH_1980.mp4

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