Splitterschutzzellen / Einmannbunker

Luftschutzbunker, zivile Bunkeranlagen und Schutzbauwerke des 2. Weltkriegs
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Eisenbahnfreund
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Splitterschutzzellen / Einmannbunker

Beitrag von Eisenbahnfreund » 03.07.2002 21:21

Moin,

Mitte der 70er Jahre habe ich diesen Bunker das letzte Mal gesehen, deshalb ist die Beschreibung aus dem Kopf. Am Wochenende wollte ich ein paar Fotos machen, aber leider ist die Stelle dem Erdboden gleichgemacht.

Der Bunker hatte eine Zylinderform mit ca 2-2,5m Aussen- und 1,25-1,5m Innendurchmesser. Inkl. Dachspitze ragte er ca 1,5m aus dem Erdboden. Der Zugang war von Osten über eine Tür, die zu der außerhalb 3-4 Stufen hinabgegangen werden mußte. Weitere Öffnungen waren mehrere Schießscharten.

Der Bunker stand ca 200-300m SSWlich der heutigen Baudissin-Kaserne in Hamburg-Osdorf. Während des Krieges dürfte er auf einer landwirtsch genutzten Fläche gestanden haben.

Mehr fällt mir im Moment nicht ein, aber vielleicht wissen die Experten unter Euch, welche Aufgaben der Bunker hatte.
MfG
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MikeG
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Beitrag von MikeG » 03.07.2002 22:02

Du meinst wahrscheinlich einen Einmannbunker.
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Beitrag von Eisenbahnfreund » 03.07.2002 22:12

Ja das könnte in etwa hinkommen.
Aber mir geht eigentlich um die Aufgabe diese Bunkers an dieser Stelle.

War das ein"Wachbunker"? Für Flakpersonal dürfte er zu klein sein.
MfG
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Splitterschutzzelle

Beitrag von Leif » 03.07.2002 22:25

Die Zellen waren als "Splitterschutz" gedacht. Sie hatten die Aufgabe, Personen, die aufgrund ihrer Aufgabe (v.a. Brandwachen) nicht die normalen Schutzräume aufsuchen konnten, zu schützen. Also sind sie häufig in Industriegebieten zu finden.
Leif

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Beitrag von Eisenbahnfreund » 04.07.2002 06:23

Moin,

danke für Eure Antworten.
Dieser Einmannbunker wurde in meiner Kinderzeit als Spiel- und Klettergerät genutzt. Da ich als Kind nie verstanden habe, was diese Schießscharten - vermutlich eher Beobachtungsschlitze - sollten, machte der Bunker für mich dort nie einen Sinn.
Wenn ich berücksichtige, daß Osdorf im 2. Weltkrieg noch ein Dorf ohne Industrie war, kann der Bunker 2 Aufgaben gehabt haben.
Unterstand für
1. Objekt-, Brandschutz für die Kaserne
2. Luftbeobachter
MfG
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Beitrag von Lasse » 04.07.2002 17:11

So ein Bunker steht auch noch irgendwo in Kiel herum. Der befand sich im WK2 bei HDW. Wenn HDW angegriffen wurde befand sich dort drin ein Melder der Brandwache der über Telefon weitergeben müsste wo Brandbomben einschlugen. Einen direkten Treffer einer Bombe hätte der Bunker nicht ausgehalten.

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Splitterschutzzelle in Kiel

Beitrag von Leif » 04.07.2002 18:08

Hi.
Die die Du wahrscheinlich meinst steht hinter dem Stadtmuseum in der Dänischen Strasse. Ich hätte auch noch eine etwas größere Zelle (bis 5 Personen) anzubieten. (Mein Userpic bei Schatzsucher.de)
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Beitrag von Eisenbahnfreund » 04.07.2002 18:15

Moin,

der hinter dem Stadtmuseum paßt genau.
War das ein standartisierter Typ oder gab es unterschiedliche Bauarten für Einmann-Bunker?
MfG
der Eisenbahnfreund

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schon mal als Thema

Beitrag von Leif » 04.07.2002 18:23

In folgendem Forum ist das Thema schon einmal aufgekommen http://www.juspo.de/Foren/showthread.ph ... eadid=7308
Viele Grüße,
Leif

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Beitrag von michel » 04.07.2002 19:07

Eisenbahnfreund hat geschrieben:Moin,

der hinter dem Stadtmuseum paßt genau.
War das ein standartisierter Typ oder gab es unterschiedliche Bauarten für Einmann-Bunker?
Es gabe mehrere.

Gr.M.
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