Heeresverpflegungsämter

Nichtmilitärische Zweck- und Repräsentationsbauten und -Projekte des Nationalsozialismus 1933-1945
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katschützer
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Beitrag von katschützer » 14.09.2006 01:23

katschützer hat geschrieben: ein Rendsburger Urgestein erzähle mir, daß während des Krieges Getreide in Säcken dort eingelagert wurde.
Hab mich an den Getreidesäcken orientiert, bekannt sind die Dinger auch als Kornspeicher (vielleicht ist ja DER Korn des Buchhalters gemeint ;) ). Als Bekleidungslager kenne ich sie nur aus BW-Zeiten. Naja vielleicht findet mein StoV-Kontakt ja noch irgendwo ein paar alte Unterlagen...
Immerhin ist jetzt sicher, daß es schonmal keine Reichsnährstandsilos sind.

MfG
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Djensi
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Beitrag von Djensi » 14.09.2006 15:52

Hallöle,
die Fotos aus RD hätten in HH-Tonndorf gemacht worden sein. Dann hatte ich die in RD in richtiger Erinnerung. Sehen ganz genauso aus!

Gruß
Djensi

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katschützer
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Beitrag von katschützer » 15.09.2006 23:06

Was, du warst in RD und hast dir keinen Kaffee abgeholt :x
Nächstes Mal aber :!: :)

MfG
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Leif
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Beitrag von Leif » 16.09.2006 10:47

Hallo,
ich würde gerne die Themen trennen, da Reichsnährstandssilos mit den anderen nicht viel gemein hat. Wie lautet denn die richtige Bezeichnung Gebäude?

Danke und viele Grüße,
Leif

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Beitrag von Talpa » 17.09.2006 00:00

Hallo!

Eine Trennung wäre sicherlich richtig,
die Frage ist nur wie?

Beschreiben wir doch mit allen Beiträgen ein und den selben Typ Gebäude.
Nur der jeweilige Betreiber ist ein anderer
Bei den Reichsnährstandssilos ist der Betreiber privat/ genossenschaftlich
unter den Fittichen des Reichsnährstandes, und für die Ersterfassung der Güter vom Erzeuger zuständig .
Bei den Heeresversorgungsämtern ist es dann eine rein staatliche Stelle,
die dann ua. dasselbe einlagert und für den eigenen Bedarf verwertet.
Nach Betreibern kann man es trennen, nach Orten auch, nach Gebäuden (allgem.) nicht.

Nicht in diesem unmittelbaren Zusammenhang:
Eineige sicherlich Interressanten Seiten: google: speicherstadt münster.

Gruß
Talpa
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Godeke
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Beitrag von Godeke » 17.09.2006 07:35

Hallo :) ,

wer mal nach Lüneburg kommt, kann sich (noch) ein komplette Heersverpflegungsamt-Anlage ansehen.
Sie wurde 1935/1936 mit dem Bau der 3 Lüneburger WH-Kasernen errichtet und enthält unter anderem genau die gleichen Gebäude wie in RD oder HH.
Da gibt es ein Wachgebaüde mit Kfz-Garagen, ein Heizwerk, eine Reihe dieser typisierten Lagergebäude, jede Menge Gleisanlagen, Schutzräume, Löschwasseranlage, eine LKW-Waage und eine Reihe von großen Stroh- und Heuscheunen, da hier bespannte Artilleriestationiert war.
In einer dieser Rauffutterscheunen befindet sich seit 1959 unserTHW-Ortsverband, im Wachgebäude ist die BGS-Inspektion.
Die gesamte Anlage wurde von 1956-ca. 1993 als StoV genutzt.
Wer Interesse hat, das mal zu erkunden, kann sich gerne bei mir melden (incl. Führung durch die THW-Rauffutterscheune).
...und jetzt noch mal schnell zu www.thw-lueneburg.de , der aktuellen Seite mit News aus der wunderbaren Welt des Helfens!

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Djensi
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Beitrag von Djensi » 18.09.2006 09:00

katschützer hat geschrieben:Was, du warst in RD und hast dir keinen Kaffee abgeholt :x
Nächstes Mal aber :!: :)

MfG

Ähm, ich war zuletzt 1986 oder 1988 dort, als ich beim LTG 63 an einer Reserveübung teilnehmen durfte und wir irgendwelches Material abholen mussten.

Gruß
Djensi
und Danke für den Kaffee :)

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Beitrag von Djensi » 18.09.2006 10:00

Ich habe nochmal weiter ermittelt: Die Anlagen in HH an der Rahlau sind z.T. noch im Besitz der Gesellschaft für Lagerreibetriebe mbH.
Es handelt sich hierbei um eine Gesellschaft die zu 100% im Besitz des Bundes gewesen ist (war?)und die Bundesvorratsanlagen betreibt. Diese sind offenbar die Nachfolgeeinrichtungen der Reichsnährstandsverwaltung. Wenn auch die Silos/Lagerhäuser als Heeresverpflegungsamt eingerichtet wurden, so sind sie zumindest später in eine enstsprechenden Nutzung übergegangen. Auch an der Rahlau gab es wie in LG mehr oder weniger umfangreiche Gleisanlagen, die Gesellschaft f. Lagereibetriebe hat dort sogar eine eigene Lok betrieben.

Vielleicht kann ich ja noch mehr in Erfahrung bringen.

Gruß Djensi

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Beitrag von Käpt´n Blaubär » 18.09.2006 10:41

Djensi hat geschrieben:Auch an der Rahlau gab es wie in LG mehr oder weniger umfangreiche Gleisanlagen, die Gesellschaft f. Lagereibetriebe hat dort sogar eine eigene Lok betrieben.
Moin!
Der Gleisanschluß dort ist erst vor einigen Jahren bei der Aufhebung des Bahnüberganges Kurfürstenstraße stillgelegt worden. Das Anschlußgleis zweigte im Güterbahnhof Wandsbek ab und lief bis zu den Lagerhäusern als 3. Gleis parallel der Strecke Hamburg-Lübeck. Die Gleisreste liegen dort zum Teil heute noch, völlig überwuchert.
Gruß
Michael
Das Leben ist kurz, behauptet man.
Ansichtssache, sage ich. Die einen sind kurz, die anderen sind lang, und manche sind mittel.
Außerdem hatte ich noch dreizehneinhalb andere davon.
(Walter Moers, Die 13 ½ Leben des Käpt´n Blaubär)

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Beitrag von Talpa » 18.09.2006 21:06

Djensi hat geschrieben:Ich habe nochmal weiter ermittelt: Die Anlagen in HH an der Rahlau sind z.T. noch im Besitz der Gesellschaft für Lagerreibetriebe mbH.
Es handelt sich hierbei um eine Gesellschaft die zu 100% im Besitz des Bundes gewesen ist (war?)und die Bundesvorratsanlagen betreibt. Diese sind offenbar die Nachfolgeeinrichtungen der Reichsnährstandsverwaltung. Wenn auch die Silos/Lagerhäuser als Heeresverpflegungsamt eingerichtet wurden, so sind sie zumindest später in eine enstsprechenden Nutzung übergegangen. Auch an der Rahlau gab es wie in LG mehr oder weniger umfangreiche Gleisanlagen, die Gesellschaft f. Lagereibetriebe hat dort sogar eine eigene Lok betrieben.

Vielleicht kann ich ja noch mehr in Erfahrung bringen.

Gruß Djensi
Hallo!

Ich gehe davon aus das sich die Ges.f. Lagerreibtr. nicht mehr in Bundeseigentum befindet. Die staatl. Vorratshaltung die heute noch betrieben wird, wird öffentlich ausgeschrieben.

Diese Gesellschaft ist mit größter Wahrscheinlichkeit auch kein Nachkomme des Reichsnährstandes.
Der Reichsnährstand war ja letztendlich die Gleichschaltung aller der Organisationen die sich irgendwie mit Landwirtschaft ect. befasst haben.
Die Einrichtungen die sich heute mit diesem Thema befassen sind ebendso vielfältig wie vor der Gleichschaltung.

Irgentwie verzetteln wir uns hier aber immer mehr zwischen den "Ursprungssilos" hin zu den Heeresverpflegungsämtern, so daß ich vorschlage die einzelnen Objekte nach ihren damaligen Betreibern zu trennen.

Noch wichtig: Die Bundes- Einfuhr und Vorratsstelle gibt es so nicht mehr.
Diese Aufgaben werden heute von der Bundesanstalt für Landwirtschaft wargenommen. Dort gibt es eine aufschlussreiche Homepage.

Gruß
Talpa
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