Panzersperre/Verteidigungsanlage

Westwall, Atlantikwall, Neckar-Enz-Stellung, Ligne Maginot und andere Befestigungslinien und -anlagen
ebel76

Panzersperre/Verteidigungsanlage

Beitrag von ebel76 » 04.08.2006 13:54

Bei unserem Urlaub in Schweden ist mir diese Verteidigungsanlage aufgefallen.
Ist alles im top zustand, kein Vandalismus oder so.
Kann jemand was dazu schreiben?
Die ganze gegen ist von Gräben durchzogen.
Ist alles richtung Norwegen ausgelegt. Wohl aus Angst vor den Deutschen. Aber sind von dort noch ca. 70km bis zur Norwegischen Grenze.
Bei interesse kann ich noch mehr bilder einstellen.
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Beitrag von ebel76 » 04.08.2006 13:57

Hier noch mehr
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Beitrag von ebel76 » 04.08.2006 14:01

Noch eines.
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MikeG
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Beitrag von MikeG » 04.08.2006 14:03

Moin!

Erstaunlich, dass das Holz noch so gut erhalten ist ...

Mike

ebel76

Beitrag von ebel76 » 04.08.2006 14:23

Ja, das ist mir auch gleich aufgefallen. Wirklich eine tolle anlage.
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ebel76

Beitrag von ebel76 » 16.02.2007 01:00

So, hab endlich mal was darüber im net gefunden :)

http://www.gurskis.de/Schweden/Skan_211/Skan_211.htm

chinaman
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Beitrag von chinaman » 16.02.2007 09:21

Absolut beeindruckend !!! :shocked:

Gast

Beitrag von Gast » 03.03.2007 20:04

absolut toller Zustand diese Anlage. Ich finde es bloß schade, dass es in Deutschland nicht möglich ist, so etwas derart zu unterhalten, ohne meterhohe Zäune zu ziehen...Kein Zerstörungswahn, kein Müll und vor allem kein Grafitties

Sturmvogel

Beitrag von Sturmvogel » 04.03.2007 10:11

Thunder hat geschrieben:absolut toller Zustand diese Anlage. Ich finde es bloß schade, dass es in Deutschland nicht möglich ist, so etwas derart zu unterhalten, ohne meterhohe Zäune zu ziehen...Kein Zerstörungswahn, kein Müll und vor allem kein Grafitties
Liegt vielleicht auch daran, dass diese Bunkeranlage im nirgendwo (und dann auch noch im Dunstkreis einer Militäreinrichtung) liegt. Die Zahl der dort siedelnden Menschen ist eher gering, und damit die Chance, dass als illegaler Müllplatz verwendet oder von den lokalen Jugendlichen "verschönert" wird......

LG
Jörg

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Käpt´n Blaubär
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Beitrag von Käpt´n Blaubär » 24.10.2017 21:43

Moin!

Ende September waren wir im Westen Schwedens entlang der Grenze zu Norwegen unterwegs und sind dabei zufällig (!) auf gleich zwei ganz ähnliche Anlagen gestoßen. Ab 1940 wurden in Schweden offenbar mehrere Hundert dieser Verteidigungsstellungen gegen das von Deutschland besetzte Norwegen errichtet. Die beiden Anlagen, die wir uns dann genauer angesehen haben, sind in einem erstaunlich guten Zustand - ganz so, wie auch die von ebel76 entdeckte. Sehr angenehm fand ich, wie entspannt die Schweden mit der Sicherung solcher Anlagen umgehen: Fast alles ist unverändert und frei zugänglich, nur wenige Räume sind verschlossen. Offene Unterstände sind einfach mit einem Holzdeckel lose abgedeckt. Wer hineinklettern will, nimmt den Deckel einfach weg und legt ihn anschliessend wieder zurück, damit kein anderer hineinfällt. Und ganz offenbar funktioniert das wunderbar. Wie die Sicherung einer solchen Anlage bei uns aussehen würde, mag ich mir lieber gar nicht vorstellen. Aber auch von Vandalismus ist hier nichts zu sehen.

Der Aufbau der Stellungen ist ganz ähnlich. Die Topografie wurde natürlich geschickt ausgenutzt. Die Stellungen liegen an Engstellen zwischen einem See und einem eher steilen Berghang. Es gibt zwei Reihen von Panzersperren, diese Höckerlinien, hier allerdings aus Felsbrocken. Zwischen den Panzersperren liegt die eigentliche Befestigung. Diese besteht bei beiden Anlagen jeweils aus einem Unterstand für eine PAK mit mehreren Feuerstellungen, einem MG-Bunker, einem Unterstand für die Mannschaft, einem Unterstand für die Befehlsstelle und zahlreichen befestigten offenen Kampfständen.

Beide Stellungen sind über Rundwege mehr oder weniger erschlossen und auch mit einfachen Infotafeln ausgestattet. Bei der ersten Anlage gibt es eine größere Übersichtstafel des örtlichen Regionalmuseums.

Die erste Anlage befindet sich am See Parsetjärn an der Straße 164/166 westlich von Dals Ed. Die erwähnte Infotafel steht an einem Rastplatz an der Straße direkt unterhalb der Straße. Die Panzersperre zieht sich beidseitig der Straße vom See bis zu dem Hang, auf dem die Befestigungen liegen. Zur Sperrung der Straße war wohl eine bewegliche Barriere vorhanden, von der aber nur noch Reste erkennbar sind.
Vieles weitere ergibt sich aus den Bildern.
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Das Leben ist kurz, behauptet man.
Ansichtssache, sage ich. Die einen sind kurz, die anderen sind lang, und manche sind mittel.
Außerdem hatte ich noch dreizehneinhalb andere davon.
(Walter Moers, Die 13 ½ Leben des Käpt´n Blaubär)

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