Flugzeugbau im Hamburger Hafen

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Truppenübungsplatz und Flüchtlingslager Oksböl - gestern, heute und morgen

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Schutz und Hilfe - kostenloses eBook zum Download

schutz und hilfe200"Schutz und Hilfe - Die Geschichte der Entwicklung des Schutzes der Bevölkerung in Deutschland bei Katastrophen und kriegerischen Auseinandersetzungen von 1871 - 1945" heisst unser neues eBook. Godeke Klinge, der sich seit Jahrzehnten mit dem Thema befasst, selbst schon ebenso lange beim THW tätig ist, am Aufbau des leider nicht mehr existierenden Bevölkerungsschutz-Museums in Hamburg beteiligt war und vielen aus unserem Forum nicht unbekannt sein dürfte, hat sein fundiertes Wissen und seine Recherchergebnisse über diese Ära des Bevölkerungsschutzes auf 190 Seiten nidergeschrieben und uns freundlicherweise zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Ab heute stellen wir es kostenlos als eBook im PDF-Format zum Herunterladen bereit.

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Industriebahn Lichtenberg

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Käpt´n Blaubär
 


Anmeldungsdatum: 25.05.2002
Beiträge: 1214
Wohnort oder Region: Hamburg-Wandsbek

Beitrag Verfasst am: 08.05.2006 21:44 Antworten mit Zitat

Moin!

volker hat folgendes geschrieben:
In den Betrieben wurden die Waggons offensichtlich mit Winden bewegt. So interpretiere ich mal die Sachen welche ich hier einstelle, Umlenkrollen und elektrisch betriebene Winde.


Du hast vollkommen recht, das ist eine Spillanlage, mit der Wagons bewegt werden können, ohne daß eine Lok eingesetzt werden muß.
Schönen Gruß
Michael
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Das Leben ist kurz, behauptet man.
Ansichtssache, sage ich. Die einen sind kurz, die anderen sind lang, und manche sind mittel.
Außerdem hatte ich noch dreizehneinhalb andere davon.
(Walter Moers, Die 13 ½ Leben des Käpt´n Blaubär)
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Ollie
 


Anmeldungsdatum: 14.04.2003
Beiträge: 331
Wohnort oder Region: Berlin

Beitrag Verfasst am: 09.05.2006 09:44 Antworten mit Zitat

Hallo,

nicht nur Winden, auch Traktoren wurden zum Umsetzen der Waggons benutzt, gesehen ungefähr 1976/77 im damaligen "VEB Elektrokohle" an der Herzbergstraße. Auf dem Werksgelände gab es auch Drehscheiben für Richtungsänderungen, da für Kurven um 90 Grad kein Platz war, auch diese recht primitiven Scheiben wurden inclusive darauf befindlichem Waggon mittels Trecker und Kette gedreht. Wäre mal interessant zu wissen, ob davon noch Reste existieren.

Grüße aus B.
Ollie
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"Traditionspflege bedeutet nicht, in der Asche herumzustochern, sondern die Flamme weiterzugeben
(Ricarda Huch)
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Gast






Beitrag Verfasst am: 09.05.2006 14:16 Antworten mit Zitat

Olli,

mit der Beantwortung der Frage nach den Drehscheiben sind wir schon bei Gleis 3 angelangt. Ich habe bei der Begehung keine feststellen können. Bei Google Earth kann man aber andeutungsweise welche entdecken, bzw kreisrunde Flächen so interpretieren. Das Gelände des EKL ist weitgehend altflächensaniert (wegen hoher Bodenbelastung durch Schadstoffe) und frisch versiegelt. Ich entsinne mich aber aus meiner Zeit des UTP (1968) an starken Bahnverkehr im gesamten Gelände. Dort lagen praktisch in jeder Werksstraße Gleise.

Gleis 3 geht vom AR in nördlicher Richtung ab, es ist praktisch bis es nach Westen abbiegt identisch mit dem Gleis, welchen das AR mit der Welt verbindet.
Nach etwa 300 m überquert das Gleis die Herzbergstraße. Man kann das noch sehr schön sehen, da das Gleis noch komplett liegt (wenn an den Kreuzungsstellen zugunsten der Straßenbahn auch zugeschweißt). Nach der Überquerung kommt die erste für mich ersichtliche Anschlußstelle:
- VE Kombinat Großhandel WtB (Waren täglicher Bedarf)
vor dem BVG Stadion biegt Gleis 3 ab. Im BVG Stadion war ich nach meiner Erinnerung als Kind sogar noch schwimmen. Dort gab es neben dem Sportplatz eine funktionierende Schwimmhalle. Die zweite neben dem Baudenkmal Stadtbad Hubertusstraße. Beide inzwischen außer Betrieb. Besonders beim Stadtbad ist es eine Schande wie es verkommt.

Zurück zur Bahn. Inwischen fährt sie in Richtung Westen und überquert die Siegfriedstraße. Auch hier ist das Gleis noch sichtbar. Auf dem Weg zum EKL befindet sich das Gleis zwischen Siegfriedstraße und der Straße 19 a (heute: Am Wasserwerk) zwischen Autotrans und MfS-Fahrbereitschaft.
Erneut geht es über die Straße (Straße 19 a). Etwa an der südlichen Grenze des Betriebsgländes von EKL kommen die Gleise an und verzweigen sich sofort. Linkerhand befindet sich die nächste Rampe. Ich vermute sie gehörte zum:
- VEB Stahlkonstruktionen
bin mir aber nicht ganz sicher.
die Gleise führen dann weiter in den
- VEB Elektrokohle Lichtenberg (EKL) den auch flächenmäßg größten Betrieb des gesamten Industriegebietes.
Aus eingang erwähnten Gründen sind ab dieser Stelle fast keine Gleise mehr zu sehen. Nur kurze Stücken sind manchmal noch zu sehen. Wahrscheinlich über eine der erwähnten Drehscheiben geht das Gleis auch in den
- VEB Gießerei und Maschinenbau (da hätte ich fast eine Lehre begonnen)
Weiter Gleisstücken sind im ehemaligem
- VEB Metalleichtbaukombinat zu entdecken.

Volker
 
 (Datei: Überquerung_Herzberg.JPG, Downloads: 77)  (Datei: Überquerung_Siegfried.JPG, Downloads: 83)  (Datei: Rampe_VEB-Stahlkonst.JPG, Downloads: 82)  (Datei: Hallenneifahrt_EKL.JPG, Downloads: 80)  (Datei: MLK.JPG, Downloads: 80)
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Käpt´n Blaubär
 


Anmeldungsdatum: 25.05.2002
Beiträge: 1214
Wohnort oder Region: Hamburg-Wandsbek

Beitrag Verfasst am: 09.05.2006 15:06 Antworten mit Zitat

Moin!

volker hat folgendes geschrieben:
Bei Google Earth kann man aber andeutungsweise welche entdecken...


Kannst Du mal eine kmz-Datei des Gebietes posten?
Gruß
Michael
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Das Leben ist kurz, behauptet man.
Ansichtssache, sage ich. Die einen sind kurz, die anderen sind lang, und manche sind mittel.
Außerdem hatte ich noch dreizehneinhalb andere davon.
(Walter Moers, Die 13 ½ Leben des Käpt´n Blaubär)
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Gast






Beitrag Verfasst am: 09.05.2006 15:32 Antworten mit Zitat

ob ichs kann weiß ich nicht. Probieren werde ich es aber.
 
Voransicht mit Google Maps Datei EKL.kmz herunterladen/in Google Earth öffnen
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Ollie
 


Anmeldungsdatum: 14.04.2003
Beiträge: 331
Wohnort oder Region: Berlin

Beitrag Verfasst am: 09.05.2006 19:00 Antworten mit Zitat

Na siehste, kannste doch icon_smile.gif , die ehemaligen Scheiben sind wirklich noch gut zu sehen, es müssen aber, wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, noch einige mehr gewesen sein.
Übrigens:

Zitat:
Dort gab es neben dem Sportplatz eine funktionierende Schwimmhalle. Die zweite neben dem Baudenkmal Stadtbad Hubertusstraße.


Am BVB-Stadion war auch ein Freibad, siehe .kmz-Anhang und in der Halle Hubertusbad hab´ich schwimmen gelernt....., mann ist das lange her.

Nebenbei bemerkt stand seit den zwanziger Jahren eins der größten Berliner Stadien in dieser Gegend, es sind im Bewuchs noch einige Spuren zu erkennen und einige minimale Fragmente ebenfalls. Das Stadion fasste 20000 Leute und hatte schon damals 700 überdachte Sitzplätze. Wann es abgerissen wurde, entzieht sich meiner Kenntnis, ebenso, ob das direkt daneben verlaufende Gleis und das Stadion gemeinsam existierten, ist aber eher unwahrscheinlich, wenn man den Gleisbogen ansieht. Weiterführendes und Fotos dazu auf www.nordostfussball.de

Es grüßt aus BÄRlin
Ollie
 
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Käpt´n Blaubär
 


Anmeldungsdatum: 25.05.2002
Beiträge: 1214
Wohnort oder Region: Hamburg-Wandsbek

Beitrag Verfasst am: 09.05.2006 21:11 Antworten mit Zitat

volker hat folgendes geschrieben:
ob ichs kann weiß ich nicht. Probieren werde ich es aber.


Sehr schön, vielen Dank! 2_thumbsup.gif icon_smile.gif
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Gast






Beitrag Verfasst am: 09.05.2006 21:23 Antworten mit Zitat

Ollie hat folgendes geschrieben:
Am BVB-Stadion war auch ein Freibad, siehe .kmz-Anhang und in der Halle Hubertusbad hab´ich schwimmen gelernt....., mann ist das lange her.

Nebenbei bemerkt stand seit den zwanziger Jahren eins der größten Berliner Stadien in dieser Gegend, es sind im Bewuchs noch einige Spuren zu erkennen und einige minimale Fragmente ebenfalls.


kann auch sein, das mich meine kindliche Erinnerung trügt und ich das Freibad meinte - will hier auch keine Legenden schaffen icon_wink.gif

Im Hubertusbad habe ich auch mein Schulschwimmen gehabt.
1963 oder 64. Damals stand noch die alte Lichtenberger Brücke und der alte Bahnhof und die "69" fuhr vom Tierpark kommend in die Frankfurter Allee und dann die Siegfriedstraße rauf. Auf der Frankfurter gabs "Herings-Witt" und an der Ecke Frankfurter/Rhinstraße (die damals noch nicht durchging) war "Leisten-Werner".

Die Sache mit dem Stadion, werde ich mir bei Gelegenheit ansehen.

Volker
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Ollie
 


Anmeldungsdatum: 14.04.2003
Beiträge: 331
Wohnort oder Region: Berlin

Beitrag Verfasst am: 09.05.2006 21:33 Antworten mit Zitat

Zitat:
Damals stand noch die alte Lichtenberger Brücke und der alte Bahnhof und die "69" fuhr vom Tierpark kommend in die Frankfurter Allee und dann die Siegfriedstraße rauf. Auf der Frankfurter gabs "Herings-Witt" und an der Ecke Frankfurter/Rhinstraße (die damals noch nicht durchging) war "Leisten-Werner".


Ganz genau 1_applaus.gif fast fotografisch, Dein Gedächtnis

Ollie
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(Ricarda Huch)
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Gast






Beitrag Verfasst am: 15.05.2006 13:26 Antworten mit Zitat

Was ich im EKL nicht fand, habe ich nun auf einem anderen Betriebsgelände entdeckt - eine Drehscheibe, bzw. der erkennbare Rest deren Standorts. Hier auf dem Geländes des ehemaligen VEB Tierische Rohstoffe.
 
 (Datei: Drehscheibe_WEB.JPG, Downloads: 92)
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