Selbstleuchtende Wegweiser

Verkehrsgeschichte - Straßen, Autobahnen und sonstige Straßenverkehrs-Bauwerke
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Deekay
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Selbstleuchtende Wegweiser

Beitrag von Deekay » 30.10.2005 01:29

Als ich eben den Schildkröten-Beitrag los, wurde ich an meine Nachtfahrt auf der A45 vom Donnerstag erinnert. Da gab es nämlich noch selbstleuchtende Wegweiser über der Bahn. Ich glaube diese Art der Schilder stirbt auch so langsam aus.

Genauso wie die beleuchteten Pfeile "rechts vorbei" an den Verkehrsinseln

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kuhlmac
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Beitrag von kuhlmac » 30.10.2005 09:32

Ja, es sind weniger. Auf der A40 im Ruhrgebiet (B1) gibt es noch ein paar, aber die meisten werden bei Bedarf ersetzt, weil es inzwsichen die neuen Schilder gibt, die reflektieren. Die alten ohne Beleuchtung taten dies nicht.

petzolde
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Beitrag von petzolde » 30.10.2005 10:51

Reflektierende Schilder an Autobahnen? Eine gute Idee - solange sie am Rand in Scheinwerferhöhe stehen. Aber wie erreiche ich solche Schilder in 5 m Höhe über der Fahrbahn mit meinen Scheinwerfern ???
gruß EP

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Gravedigger
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Beitrag von Gravedigger » 30.10.2005 14:37

Hi,

deine Scheinwerfer haben auch ein Streulicht nach oben.

CU Markus
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Beitrag von petzolde » 30.10.2005 18:29

Ja, die "Gesamthelligkeit" auf nächtlichen Autobahnen ist wegen des auch nachts starken Verkehrs mittlerweile ziemlich hoch.

Anders in Frankreich: In Einschnitten stehen Schilder an den Böschungen teilweise 3-4 m höher als die Fahrbahn. Wenn man dort nächtens fast allein unterwegs ist, ist es teilweise schon schwierig, diese Schilder zu erkennen; es fehlt dann das "diffuse" Streulicht vieler Fahrzeuge. Der Bau selbstleuchtender Schilder über den Fahrbahnen war also in Zeiten des noch dünnen Nachtverkehrs vor ca. 30 Jahren durchaus berechtigt.

Wo wir bei diesem Thema sind:
Wie sahen eigentlich die Schilder auf Reichsautobahnen vor bzw. im WK2 aus?
Waren die Schilder auf DDR-Autobahnen noch die Originale aus dem Reich?
gruß EP

maro

Beitrag von maro » 31.10.2005 00:06

petzolde hat geschrieben:Waren die Schilder auf DDR-Autobahnen noch die Originale aus dem Reich?
Zumindest in den 80ern entsprach die DDR-Beschilderung weitgehend dem heutigen Zustand.

petzolde
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Beitrag von petzolde » 31.10.2005 00:56

-> Maro
Nach dem Grundlagenvertrag BRD-DDR Anfang der 70er wurden die Transitautobahnen komplett runderneuert, d.h. nach meiner Erinnerung betraf das auch die Schilder. Dies gilt insbesondere für:
AVUS - Abzweig Drewitz - Leipziger Abzweig - Magdeburger Abzweig - Helmstedt, und zT auch für Leipziger Abzweig - Hermsdorfer Kreuz - Eisenach bzw. Lobenstein (Bayreuth). Die BAB nach Hamburg war daamls noch nicht fertig
gruß EP

maro

Beitrag von maro » 31.10.2005 09:19

Aber auch die DDR-Strecken, die nicht in Richtung Westen gingen, hatten in den 80ern bereits die heute übliche Beschilderung.

sigma
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Beitrag von sigma » 31.10.2005 19:05

petzolde hat geschrieben: Wo wir bei diesem Thema sind:
Wie sahen eigentlich die Schilder auf Reichsautobahnen vor bzw. im WK2 aus?
Oh, das ist ein schwieriges Thema (dazu gibt es hier oder auf autobahn-online einen Thread). Die einzigen Zeichnungen oder (Farb-)Bilder sind von Strassenverkehrszeichen. Eine spezielle Beschilderung fuer Reichsautobahnen kam erst mit der Novelle der STVO 1939 "auf die Strasse": Blaue Grundfarbe, Symbolik und dergleichen. Wegen des anstehenden Krieges duerften davon nicht allzu viele angefertigt worden sein.

Im Netz gibt es auf diversen Seiten, die sich mit amerikanischer Militaerhistorie befassen, auch ein paar Bilder von Autobahnen bei Kriegsende. Auf manchen kann man auch einen Eindruck von der Beschilderung bekommen:

http://www.11tharmoreddivision.com/phot ... C00012.jpg

Weitere Hinweise ergeben sich aus dem Film "Reichsautobahn" von Bitomsky. Wenn ich es richtig gesehen habe, waren die Schilder dort zumeist aus Holz. Vielleicht auch Provisorien. Dass diese Holzschilder sehr lange gehalten gehaben - wer weiss??

Die Beschilderung in der DDR war definitiv nicht aus "Reichszeiten". Zum einen wegen der Haltbarkeit, zum zweiten weil die DDR ziemlich fleissig alle derartigen Relikte beseitigt hat, und zum dritten, weil die viele Schilder wegen der Umbenunng von Chemnitz und der Ergaenzung von Ortsnamen (Lutherstadt Wittenberg, Hauptstadt der DDR) ohnehin ausgestauscht werden mussten.

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Beitrag von petzolde » 31.10.2005 22:22

Danke für den Hinweis auf das Bild der "armoureddivision". Interessant, daß es im Bereich der Ausfahrt einen durchgehenden weißen Mittelstreifen gab. Das Ausfahrtschild "Marktschorgast Gefrees" erinnert an die DDR-Autobahnschilder der 60er Jahre.

Interessant ist die Plazierung des Schildes auf dem Mittelstreifen. Das findet man heute auch in Belgien, aus gutem Grund: Die Sicht auf die Schilder am rechten Rand ist heute weitestgehend durch LKW blockiert, und so weiß auch der linksfahrende, wo er gerade ist. In Deutschland gibt man stattdessen sehr viel Geld für eine schlechte Lösung aus: Die Schilder sind nunmehr an einem dicken Stahlmast mit Stahlausleger über der rechten Spur angebracht. Aber mann kann die Schilder trotzdem nicht sehen, wenn rechts die endlose LKW-Kolonne dicht an dicht die Spur belegt.
gruß EP

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