Verlassener Ort Radbruchsforst

Zivile und sonstige Bauten mit geschichtlichem Hintergrund und deutlichem Bezug zu den Fachthemen, die jedoch nicht eindeutig zuzuordnen sind
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Djensi
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Beitrag von Djensi » 05.02.2019 14:21

@ kogle130

Wenn ihr in Tarnklamotten unterwegs gewesen seid, ist die tatsächliche Größe einer Person im Unterholz schwer auszumachen. Personen in Tarnklamotten, die sich einem sensiblen militärischen Objekt nähern, sind dann quasi als Angriff zu bewerten. Woher sollen die Wachmannschaften denn wissen, dass es nur neugierige Kinder sind und keine Terroristen oder
Anghörige fremder Geheimdienste, die man nicht vorher mal fragen kann, ob sie denn Waffen dabei haben...
Für solche Fälle wurde uns damaligen BeWachSol in den 80ern, als die RAF noch ein sehr großes Thema war, bei den Belehrungen empfohlen zum Eigenschutz auf die Beine zu zielen (Jochbein, Stirnbein, Nasenbein, Brustbein). Damals haben wir gelacht, aber es gab ja tatsächlich Übergriffe auf BW-Anlagen und vielleicht war es auch nur gedacht, um uns jungen Rekruten die etwas die Angst zu nehmen.

Also man merkt, es gibt Situationen, da hört der Spaß auf und da habt ihr euch sicherlich in einer solchen befunden.

Beste Grüße

lucius
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Beitrag von lucius » 05.02.2019 18:58

Das hätte gewaltig ins Auge gehen können...
Als ich beim Bund war, '93, waren gerade einige Kasernen überfallen worden, sprich, Unbekannte hatten am Wochenende die Wache mit Waffengewalt bedroht, gefesselt und die Waffenkammer leergeräumt.
Und wir hatten Wache in einem Mun-Lager mitten im Wald.(Brandenburg, Kirchmöser). Nachts haben wir uns da bei jedem Geräusch fast eingesch...n. Wir waren da acht Leute auf verlorenem Posten. Als es im Wald geknackt hat, hatten wir sowas von reflexartig die G3 entsichert...
Wenn da wer in Nicht-BW-Tarn durchs Gelände geschlichen wäre, weiß ich nicht, ob da jeder die Nerven behalten hätte.

Mr.Summer
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Re:

Beitrag von Mr.Summer » 23.05.2020 11:02

Moin, also ich war ebenfalls von 01/86 bis 05/87 in Lüneburg beim Bund. Hatte auch mehrfach Wache in Vierhöfen und uns wurde damals erzählt, dass dort Atomare Sprengköpfe der Amis gelagert wurden. Es gab auch mehrere "Zwischenfälle" dort!

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MikeG
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Re: Verlassener Ort Radbruchsforst

Beitrag von MikeG » 23.05.2020 16:24

Moin!

Ich halte es für unwahrscheinlich, dass dort jemals Nuklearmunition lagerte - es handelt sich um eine "normale" Munitionsniederlage, die nicht über die zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen einer Anlage vom Typ J verfügt - weder in Bezug auf die Außensicherung noch im Hinblick auf die Sicherung der MLH.

Mike

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