Friedhöfe im Ruhestand

Zivile und sonstige Bauten mit geschichtlichem Hintergrund und deutlichem Bezug zu den Fachthemen, die jedoch nicht eindeutig zuzuordnen sind
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Djensi
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Jüdischer Friedhof HH-Jenfeld

Beitrag von Djensi » 10.06.2014 08:51

Moin,

zum jüdischen Begräbnisplatz in der Jenfelder Straße in HH gibt es Neuigkeiten: http://mobil.abendblatt.de/hamburg/wand ... Startseite

Grüße
Djensi

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wobo
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Jüdischer Friedhof

Beitrag von wobo » 14.04.2015 23:39

Hallo Leute
Bei Beckede an der Elbe gibt es einen alten Friedhof, um den sich eine schaurige Geschichte rankt.

Am 13.Mai 1834 wurde auf dem nahen Richtplatz ein Giftmörder und seine Geliebte
mit dem Schwert enthauptet. Man hat die Beiden noch an der Richtstätte begraben.
Dabei ist der Kopf des Mannes wohl nicht mit ihm zusammen bestattet worden.
Erst vereinzelt, dann immer öfter berichteten Wanderer von einer Kopflosen Gestalt,
die dort Nachts herumirrte. Eine "Kräuterfrau" lockte ihn schließlich auf den Friedhof
und Bannte ihn auf einen Baum, anfangs hat ihn dort niemand bemerkt, aber mit der Zeit
überwucherten Moos und Flechte ihn, so daß er immer deutlicher zu erkennen war.
Man hatte vor, den Baum zu fällen und zu verbrennen, aber es fand sich bis heute
Niemand, der dazu bereit war.

Gute Nacht, schlaft gut... :holy:
Gruß Wolf
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Blackfairy71
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Beitrag von Blackfairy71 » 14.07.2016 09:24

Ich liebe solche Geschichten, wobo. Und ich liebe alte Friedhöfe. Ich stelle mir immer vor, welche Geschichten die alten Steine erzählen könnten, was sie über die Jahrzehnte oder auch Jahrhunderte so alles gesehen haben.
Eines meiner Hobbies ist auch die Friedhofsfotografie und in Recklinghausen gibt es z. B. auch zwei Friedhöfe, die heute nicht mehr neu "belegt" werden und wo ich schon öfter gewesen bin.
Sehenswert ist auch der Friedhof an der alten Kirche in Dortmund-Hohensyburg.

Die Fotos alle hochzuladen, wäre ziemlich aufwendig, aber wenn es erlaubt ist, könnte ich einen Link zu meinem Blog zu diesem Thema hier posten. :holy:

Auch in England gibt es viele alte Friedhöfe, besonders direkt an alten Kirchen.
Ich kaufe keine Bücher. Ich adoptiere sie.

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Purzelodin
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Beitrag von Purzelodin » 04.10.2016 20:57

Hallo ihr Lieben....
Ich habe mein "schlummerndes Hobby" jetzt zum Leben erweckt und bin gespannt, was ich hier so alles erfahre und freue mich auf einen regen Kontakt zum Thema "Friedhöfe". Ich habe schon ein Paar besucht und bin gespannt auf unsere Geschichten....LG Purzelodin
:-)

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EPmuc
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Beitrag von EPmuc » 04.10.2016 23:27

Purzelodin hat geschrieben:...Ich habe schon ein Paar besucht...
Ein "Paar" sind zwei. Oder meinst Du "ein paar"? ;)
Gruß, Eugen
Heute ist das Morgen vor dem Du dich gestern gefürchtet hast.

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Purzelodin
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Beitrag von Purzelodin » 05.10.2016 07:41

Sorry....ein paar...es waren schon ein paar mehr.... :-)

pless
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Beitrag von pless » 28.10.2016 12:22

Hallo zusammen,

ich bin über die Suche nach Erbbegräbnissen und privaten Friedhöfen auf dieses interessante Forum gestoßen. Hier sind ja einige sehr schöne Beispiele genannt und auch mit Fotos geteilt worden. Ich möchte das Thema gern auch einmal von anderer Seite beleuchten, denn mein Interesse an dem Thema hat einen sehr konkreten Grund: Wir haben selbst auch einen kleinen privaten Familienfriedhof. Allerdings gehört meine Familie weder einem alten Adelsgeschlecht an noch sind wir Teil des "Geldadels", weder als jüdische Bankiers- noch als sonstige Industriellenfamilie. Wir sind Bauern und unser Hof liegt im Kreis Warendorf im Münsterland. In unserer katholisch geprägten Region sind solche Familienfriedhöfe in der Tat sehr selten und ansonsten fast ausschließlich an Adelssitzen anzutreffen. In anderen Regionen Westfalens allerdings gibt es das durchaus häufiger, beispielsweise in Ostwestfalen-Lippe. Dies dürfte daran liegen, dass diese Gebiete protestantisch waren und daher auch eher "preußisch" geprägt waren als das Münsterland. Soweit mir bekannt schufen die Preußen, die nach dem Abzug der Franzosen im 19. Jahrhundert die neuen Landesherren wurden die gesetzliche Grundlage für Friedhöfe auf eigenem Grund und Boden.

Meine Familie stammte ursprünglich aus einer anderen Region Westfalens und hat den Hof Mitte des 19. Jahrhunderts gekauft. Sie war damals die erste evangelische Familie im Ort. Dies war sicher auch eine Triebfeder für den eigenen Friedhof. Mir wurde allerdings auch erzählt, dass sich mein Ur-Urgroßvater nach der Teilnahme an einer Beerdigung auf dem örtlichen Friedhof dazu entschlossen hätte, da dabei das Grab voll Wasser gestanden hätte in welches der Sarg versenkt werden musste. Das wäre nichts für ihn gewesen. Über den Wahrheitsgehalt dieser Anekdote kann ich aber nichts näheres mehr sagen.

Auf unserem Friedhof liegen mittlerweile vier Generationen. Die erste Beerdigung war die meiner Ur-ur-Großmutter um 1875. Im Laufe der Zeit änderte sich durchaus auch die Herangehensweise an das Thema, was man an der Gestaltungshistorie und auch an der Belegung ablesen kann. Während der ersten beiden Generationen herrschte eine geradezu spartanische Schlichtheit. Eine Einfassung aus Baumberger Sandstein und Gusseisen sowie ein ebenfalls eisernes Kreuz, von dem nur noch der Sockel erhalten ist. Beerdigt wurde dort nur, wer noch nicht vom Hof gezogen war. Es gab zunächst nicht einmal einzelne Grabsteine, die wurden erst von der dritten Generation ergänzt. Aus dieser ließen sich dann später auch einige Söhne dort beerdigen, obwohl sie andernorts ansässig und teils auch verheiratet waren. Diese sind daher teilweise getrennt von ihren Ehefrauen beigesetzt worden. Hier scheint die "Blut und Boden" Ideologie ihre Spuren hinterlassen zu haben.

Der Friedhof wird nach wie vor aktiv genutzt, die letzte Beisetzung war im vergangenen Jahr die meiner Mutter. Somit rückte unser Friedhof auch für mich wieder mehr ins Bewusstsein und erhält auch wieder mehr Aufmerksamkeit und Pflege. Er liegt etwas abseits vom Hof im Schatten einer sehr großen und dicken Eiche in einem kleinen Wäldchen, welches sich nach Süden hin öffnet und den Blick über unsere Felder und Weiden zum Hof freigibt. Ich werde mal ein paar Fotos nachreichen.

Für manche in meinem Bekanntenkreis ist der Gedanke seltsam, schon als junger Mensch zu wissen, wo man einmal begraben wird. Ich kenne das ja nicht anders. Für mich ist diese Konstellation eher ein weiteres emotionales Band sowohl zu meiner Familie als auch zu unserem Hof. Und auch meine Kinder haben dadurch denke ich ein anderes, erweitertes Familienbild und auch einen anderen Zugang zum Thema Tod und Sterben.

Viele Grüße aus dem Münsterland,

pless

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Beitrag von oldmen » 29.10.2016 19:34

Hallo pless,

die Familiengeschichte gefällt sehr - ansprechend erzählt - Anerkennung !!

Als Einstieg respektabel - wird schon gelingen - dran bleiben !

Grüße aus Hessen - Oldmen

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Henning
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Beitrag von Henning » 31.10.2016 22:27

pless hat geschrieben:Hallo zusammen,
Wir haben selbst auch einen kleinen privaten Familienfriedhof.
Nachdem ich mich zunächst gewundert hatte, dass solche privaten Einrichtungen heute noch für Bestattungen genutzt werden können, habe ich im Bestattungsgesetz nachgelesen.

Handelt es sich in eurem Fall um einen "regulären" Friedhof nach irgendwelchen Übergangsbestimmungen (Familienfriedhöfe werden in §1 nicht so recht erfasst) oder wird jeweils eine Ausnahmegenehmigung nach §14 (1) Satz 2 erteilt?

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Bericher Friedhof

Beitrag von redsea » 20.11.2016 23:27

Hallo zusammen,

aufgrund des Niedrigwassers des Edersees sind zur Zeit wieder die Grabplatten des Bericher Friedhofes zu sehen. Der Friedhof "verschwand" bei der Flutung des Tals nach Fertigstellung der Staumauer im Jahre 1914.

Viele Grüße

Kai
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