Erinnerungen an die Zonengrenze

Bauliche Infrastruktur der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze und des Eisernen Vorhangs
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Gravedigger
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Erinnerungen an die Zonengrenze

Beitrag von Gravedigger » 01.01.2004 19:10

Hallo zusammen,

Anfang Dezember 2003 war ich an der ehemaligen Zonengrenze zwischen Franken und Thüringen unterwegs. Bei Heinersdorf im Landkreis Sonneberg gibt es ein fast original erhaltenes, ca. 30 Meter langes Stück der alten Grenzanlagen als Gedenkstätte. Im kalten Krieg hatte das thüringische Heinersdorf besonders unter der deutschen Teilung zu leiden. Es befand sich im 500-Meter Schutzstreifen und war fast komplett von der Außenwelt abgeschnitten. In Richtung BRD durch die 1982 errichtete Mauer, zum Hinterland durch den sogenannten "Schutzstreifenzaun". Nur mit Passierschein durften die Heinersdorfer ihren Ort betreten und nur nach der Erteilung von Sondergenehmigungen Besuch erhalten. Besonders erwähnenswert ist der Mut, mit dem Heinersdorfer Bürgerinnen und Bürger am 19. November 1989 die Öffnung "ihrer" Mauer friedlich erzwangen.

CU Markus
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Beitrag von Gravedigger » 01.01.2004 19:15

Noch ein paar Fotos der alten Grenzanlagen.
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Beitrag von Gravedigger » 01.01.2004 19:19

Noch ein paar Fotos der alten Grenzanlagen.
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Beitrag von Gravedigger » 01.01.2004 19:22

Noch ein paar Fotos der alten Grenzanlagen.
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HW
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Beitrag von HW » 01.01.2004 21:56

Und wo ist das Kassenhäuschen, wo die Eintrittskarten verkauft werden. :lol:
Aber Scherz beiseite, ich finde es gut, das solche Anlagen der Nachwelt erhalten bleiben sollen. Damit musste ja, in Jahren gesehen, eine Generation der dortigen Bürger leben, und nicht nur dort. Im Fernsehen war vor Monaten auch ein Bericht darüber. Es soll ja noch mehr so "Erinnerungsstücke" an der ehem. Grenze geben. Wäre schön, wenn man so eine Aufstellung, wo noch Grenzanlagen vorhanden sind (auch wenn sie nachgebaut wurden) finden könnte.
Vor kurzem sah ich im Fernsehen eine Umfrage bei Jugendlichen (ca. 15 bis 17 Jahre) mit der Frage: Was sagen Ihnen die Begriffe Mauerfall, Todesstreifen, Schießbefehl, Erich Honecker?
Während bei Mauerfall noch viele damit Berlin in Verbindung brachten, war es bei Erich Honecker nur noch so ab und zu "war ein Staatsmann der DDR", aber bei Todesstreifen und Schießbefehl nur noch überwiegend Achselzucken.

Wilm

Beitrag von Wilm » 01.01.2004 22:09

Hallo Gravedigger,
interessanter Fotobericht von der Gedenkstätte. :thumbup:

Ich sollte mir wirklich mal Zeit nehmen, die Gedenkstätte am alten Grenzübergang Duderstadt/Worbis zu dokumentieren. Hier sind sowohl die alten Gebäude auf DDR-Seite erhalten, als auch die Panzersperre und ein Teil des Zaunes. Sollte der Zahn der Zeit nicht zu sehr genagt haben, kommen dann auch Bilder vom Aussichtsturm auf BRD-Seite.

Frohes neues Jahr noch

wadentritt

Gedenkstätte

Beitrag von wadentritt » 02.01.2004 11:33

Sehr zu empfehlen ist auch die Mahn und Gedenkstätte Point Alpha wo aus einem ehemaligen US-Observation Point ein kleines Museum gemacht wurde,alle Teile der Anlage sind im Originalzustand,auf der Ost- und Westseite ist jeweils ein Beobachtungsturm zu sehen,original Grenzstreifen,Hundelaufleinen,geräumtes Minenfeld. Die US Army hat einige Fahrzeuge sowie Panzer dem Museum überlassen und auch DDR Fahrzeuge sind zu sehen desweiteren sind im Museum diverse Fluchtversuche beschrieben,sehr interessant und was für die ganze Familie.

www.pointalpha.com


Gruß
Wadentritt

HG
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Beitrag von HG » 03.01.2004 00:05

Ich möchte euch auch an ein paar Bildern teilhaben lassen, welche ich im Februar 2003 im Wendland aufgenommen habe.

Grenzturm:
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Blick Richtung Osten mit dahinter liegender Ortschaft:
Bild

Abgesehen vom Wildwuchs, dürften viele Wessies die Türme vor der Wende so gesehen haben:
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HG
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Beitrag von HG » 03.01.2004 00:16

Weg gen Osten. Eine wirklich grausame Strecke typischer Grenzpfade. Ich meine, dass hier nach der Wende der Weg gen Westen östlicherseits vorangetrieben wurde:
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Die Natur erobert sich vergangenen Wahnsinn zurück::
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Gruss, Frank

HG
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Beitrag von HG » 03.01.2004 00:33

Auch das möchte ich euch nicht vorenthalten:

Ein Denkmal, eines erschossenen Flüchtlings. Ich kenne es aus meiner Kindheit. Früher stand es, aufgrund des Hoheitsgebietes der DDR weiter "westlich". Nach der Wende wurde es an dieses Zaunfragment gelegt.

Leider wurde die Infotafel entfernt :-(

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