Bergwerk in den Harburger Bergen

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EricZ
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Beitrag von EricZ » 10.02.2004 18:11

Moin Timo,

das in den Harburger Bergen ein Skilift ist bzw. mal war wußte ich.
Braunkohlenabbau? Noch nie von gehört. Müßte doch alles im Tagebau erfolgt sein.

Wann wurde denn dort nach Kohle geschürft?

Eric
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Devon

Beitrag von Devon » 10.02.2004 19:13

Burmester, Ralf
Zwischen Deich und Heide - - Bilderbogen Süderelbe - Altenwerder, Moorburg, Hausbruch, Neugraben, Fischbek, Neuwiedenthal,
Francop, Neuenfelde, Cranz
Neugraben 1985

ISBN 3-924941-00-9 Pb
3-924941-01-7 Gb

Da ist ein Kapitel über das Bergwerk drin - k.A. was genau, habe das Buch nicht.

Siggi

Beitrag von Siggi » 11.02.2004 23:52

Ich zitiere mal aus der Lagerstättenkunde:

In Hamburg lassen sich zwei braunkohlenführende Horizonte unterscheiden. In dem oberen sind bis zu 10 Flözchen angetroffen worden, von denen aber nur 2 etwas mächtiger sind (bis zu 2m); in dem unteren liegen ebenfalls 2 etwas mächtigere Flözchen (2-4m). Die Flöze liegen meist über 100m z.T bis über 300m tief.

GA Siggi

Wilm

Beitrag von Wilm » 12.02.2004 21:14

Also wenn von 1917-22 tatsächlich Braunkohle bergmännisch abgebaut wurde, müssten sich doch Unterlagen im zuständigen Bergamt finden lassen :?:

Nur, welches Bergamt war für Harburg zuständig ???


Glück Auf !

Gast

Beitrag von Gast » 13.02.2004 21:05

Moin,

meiner Meinung nach müßte das Bergamt Celle bzw das Oberbergamt Clausthal-Cellerfeld zuständig sein.

Für Schleswig- Holstein ist es es jedenfalls, da liegt die Vermutung nahe, das dies auch für Hamburg gilt.

http://www.landesregierung-sh.de/landes ... 0-192H.htm
http://193.101.67.34/landesrecht/750-8-1.htm

Gruß
Christian

DrFlocke
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Seilbahn

Beitrag von DrFlocke » 19.02.2004 08:37

Moin zusammen !

Als Hausbrucher ist das natürlich mal wieder ein besonders interessantes Thema für mich:

Auszug aus "Hausbrucher Geschichten" von Hans F. Cords

"Das Braune Gold wurde mit Loren zum Jägerhof gefahren, dort auf Lastwagen geladen und nach Harburg geschafft. Später transportierte man die Braunkohle mit einer Drahtseilbahn quer durch den anliegenden Wald nach Bostelbek bis zur Busschleife am Wasserwerk und von dort zur Phoenix."

Die Stollen waren übrigens bis zu 17 Meter tief.

Im Emmetal befinden sich, lt. Probebohrungen von 1945, noch tonnenweise Braunkohle.

Bilder der Seilbahn habe ich leider nicht, wäre daran aber sehr interessiert. Vielleicht gibt es ja beim Wasserwerk noch Fundamentreste?

Viele Grüße aus Hausbruch

René
Bis dahin
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lars
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Re: Bergwerk in den Harburger Bergen

Beitrag von lars » 19.09.2019 15:59

Moin,
nun hat sich das Bergwerk wieder bemerkbar gemacht: https://aktuelles-aus-suederelbe.de/201 ... gesperrrt/

Grüße Lars

Woodz
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Re: Bergwerk in den Harburger Bergen

Beitrag von Woodz » 19.09.2019 19:30

Hallo Eric,
das ist das Bergewerk Robertshall. Ein Artikel darüber ist auch hier auf den Seiten: https://www.geschichtsspuren.de/artikel ... shall.html
Ich habe das Gelände auch vor etwa 3 Jahren besucht und Fotos gemacht - muss die mal raussuchen. Man kann noch Ruinen der Kohlewäsche sehen - und Gelände-Senken/Stürze.
Gruss
Michael

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