Zwischenahner Meer / Versenkungen Ende 1945?

Militärische Objekte und Anlagen des 2. Weltkriegs (und 1933-1945)
Crisca
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Re: Zwischenahner Meer / Versenkungen Ende 1945?

Beitrag von Crisca » 31.07.2020 17:16

Ich bin zufällig in diese Diskussion hineingeraten auf der Suche nach weiteren Daten über den Fliegerhorst, an dem meine Mutter als Fernschreiberin von 1941 bis 1945 gearbeitet hatte.
Sie hat dort meinen Vater kennengelernt, der als Marine-Angehöriger, Oberstleutnant-zur-See, mit 22 Jahren(!, es war Krieg) zumindest um März 1945 herum auf dem Fliegerhorst stationiert war.
Er hat Ein-Mann-Torpedos gefahren. Die Familie hatte erzählt, am Zwichenahner Meer wurde mit Torpedos geprobt.
Von Marine oder Kriegsgeschichte habe ich keine Ahnung, wollte das hier nur erwähnen.
Es muß darüber doch noch Dokumente in Archiven geben.

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Re: Zwischenahner Meer / Versenkungen Ende 1945?

Beitrag von bettika » 31.07.2020 18:57

Hallo crisca,
Danke für die Hinweise aus Deiner Familiengeschichte. :thumbup:
Die Frage , ob Dein Vater auf dem Fliegerhorst "stationiert" war , oder auf dem Transportweg der MOLCHE dort "hängenblieb" lässt sich vielleicht aus seinem miltärischen Werdegang beantworten. Erforderlich ist Deine Anfrage beim Bundesarchiv https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/ ... zogen.html (ehem WAST)
Auch die Zugehörigkeit der K-Flottille hilft weiter

Die familären Überlieferungen lassen oft die tatsächlichen Ereignisse verwischen.

Wenn Dein Vater noch nicht hier https://historisches-marinearchiv.de/pr ... ingabe.php
zu finden ist wäre ich an bekannten Daten interessiert um die Datenbank zu ergänzen, gerne auch als PN
An Mitglieder beim Kdk bin ich immer interessiert :-)
Grüsse
Beate
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Re: Zwischenahner Meer / Versenkungen Ende 1945?

Beitrag von zulufox » 31.07.2020 22:34

Crisca hat geschrieben: 31.07.2020 17:16 Sie hat dort meinen Vater kennengelernt, der als Marine-Angehöriger, Oberstleutnant-zur-See, mit 22 Jahren(!, es war Krieg) zumindest um März 1945 herum auf dem Fliegerhorst stationiert war.
Er hat Ein-Mann-Torpedos gefahren.
Kleine Bemerkung am Rande:

einen Oberstleutnant zur See gab und gibt es nicht. Der entsprechende Dienstgrad bei der Marine war und ist der Fregattenkapitän :-) Also eher Oberleutnant zur See.

Eine weitere Möglichkeit besteht auch noch, dass seine Personalakte in Freiburg im Militärarchiv des Bundesarchives zu finden ist.

MfG
Zf :holy:

P.S.: @bettika: Molch oder eher https://de.wikipedia.org/wiki/Neger_(bemannter_Torpedo) bzw. https://de.wikipedia.org/wiki/Marder_(b ... r_Torpedo)?
Demosthenes (384 - 322 v. Chr. Athen)
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Re: Zwischenahner Meer / Versenkungen Ende 1945?

Beitrag von Crisca » 01.08.2020 11:45

Ja, natürlich kann das auch Oberleutnant zur See sein, so genau wurde bei uns sprachlich nicht auf so etwas geachtet. ;-)
Es gibt bei uns auch noch: "einzigstes".

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Re: Zwischenahner Meer / Versenkungen Ende 1945?

Beitrag von zulufox » 01.08.2020 13:57

Ja,

und es gab zumindest damals auch Lager der Kriegsmarine im Binnenland, so z.B. die Seeberufsfachschule Eudenbach bzw. die 1. Marineunteroffiziersvorschule Eudenbach!

MfG
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Re: Zwischenahner Meer / Versenkungen Ende 1945?

Beitrag von Crisca » 07.08.2020 18:20

bettika hat geschrieben: 31.07.2020 18:57 Erforderlich ist Deine Anfrage beim Bundesarchiv https://www.bundesarchiv.de/DE/Content/ ... zogen.html (ehem WAST)
Auch die Zugehörigkeit der K-Flottille hilft weiter

Die familären Überlieferungen lassen oft die tatsächlichen Ereignisse verwischen.

Wenn Dein Vater noch nicht hier https://historisches-marinearchiv.de/pr ... ingabe.php
zu finden ist wäre ich an bekannten Daten interessiert um die Datenbank zu ergänzen, gerne auch als PN
An Mitglieder beim Kdk bin ich immer interessiert :-)
Grüsse
Beate
Ich wäre an weiteren Informationen interessiert, habe mir die Links angeschaut, doch das Ganze erscheint mir sehr aufwendig und kompliziert. Kann man mir helfen?
Leider hatte mein Vater nie freiwillig etwas vom Krieg erzählt. Das Wort "stationiert" in Bad Zwischenahn, stammt von meiner Mutter. Die müsste es aber eigentlich wissen. Das war die wichtigste Zeit in beider Leben. Ich weiß noch, dass mein Vater viel im Ärmelkanal unterwegs war und die Häfen der Normandie kannte er aus den Kriegszeiten. Im Ärmelkanal mußte er auch um sein Leben kämpfen, als das Boot, auf dem er auf der Brücke stand, durch eine Explosion in die Luft geflogen war. Durch eine lose Metallplatte, auf der er stand, ist er mit in die Luft geflogen und hat wohl als einziger der Besatzung das Unglück überlebt. Er hat den anschließenden Beschuß überlebt, da er immer unter den Wellenbergen getaucht hatte. Es war Nacht. Nach Stunden, hieß es tatsächlich, wurde er von einem Fischerboot aufgenommen.
Die Sache mit den Ein-Mann-Torpedos muß wohl nahe dem Kriegsende gewesen sein. Es hatte ihn wohl irgendwie auch beeindruckt, dass er dabei eingesetzt war. Ob wegen der Technik oder der Gefahr, die diese bedeuteten, weiß ich nicht.
Zuletzt geändert von redsea am 07.08.2020 20:57, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Formatfehler im Zitat behoben.

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