Der "RUHRSTAB" in Kettwig

Militärische Objekte und Anlagen des 2. Weltkriegs (und 1933-1945)
Ralf
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Beitrag von Ralf » 31.03.2004 09:43

Hmm, zumindest würde folgendes ein wenig die These widerlegen, der Ruhrstab sei nur für die Möhne gewesen...Na gut, die Möhne war zu dem Zeitpunkt wieder fertig....


In den letzten Kriegswochen arbeiteten der Oberbefehlshaber der Heeresgruppe B im "Ruhrkessel", Feldmarschall Walter Model, sowie der Rüstungsindustrielle Walter Rohland als Leiter des "Ruhrstabs" mit Hoffmann, der als federführender Reichsverteidigungskommissar-West bezeichnet wurde, zusammen. Albert Hoffmann blieb bis Kriegsende zumindest nach außen ein Verfechter des Führerstaats, gewissenhafter Befehlsempfänger der Partei-Kanzlei sowie ein "treuer Gefolgsmann" Hitlers. Im Zusammenhang mit Hitlers "Nero-Befehl" im März 1945 gelang es Rüstungsminister Albert Speer nach eigenen Aussagen dennoch, Hoffmann zu einer Einstellung bzw. Abschwächung der auch in seinem Gau vorbereiteten Zerstörungsmaßnahmen zu bewegen. Trotzdem ließ Hoffmann beim Herannahen der US-Truppen innerhalb seines ihm verbliebenen Einflußgebiets zahlreiche Brücken und andere Bauwerke rücksichtslos sprengen.

http://www.historisches-centrum.de/ns-z ... ffmann.htm



Wer war denn Rohland?
Gruß Ralf

Pettersson
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Walter Rohland

Beitrag von Pettersson » 31.03.2004 10:34

Moin moin,

Walter Rohland (1898-1981) war Betriebsleiter des Krefelder Stahlwerks (gehört heute Tyssen). Dies bereits seit 1933. Er hat die Produktion von Panzern koordiniert und war von 1940-1943 Vorsitzender im "Panzer-Ausschuß des Reichsministeriums für Bewaffnung und Munition". Er war Träger des Ritterkreuzes zum Kriegsverdienstkreuz.
Er war somit einer der wichtigeren Rüstungsindustriellen im Dritten Reich.

Es gab in der Bundeswehr doch auch einen Roland Panzer :?:

Es gibt ein Findbuch su seinem Nachlass für nachhaltigere Recherchen:

Findbuch zum Nachlass Walter Rohland (1898-1981) und zum Bestand Ruhr-Consulting. Bearbeitet von Dietmar Bleidick, Ralf Stremmel und Oliver Dißars unter Mitarbeit von Andreas Zilt und Astrid Dörnemann mit Beiträgen von Dietmar Bleidick und Manfred Rasch. (= Veröffentlichungen aus dem Archiv der ThyssenKrupp AG, 5) Duisburg 2001.

Gruß,
Pettersson

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EricZ
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Beitrag von EricZ » 15.04.2004 15:40

Moin,

meinst Du daß der Rohland was mit dem Roland-System zu tun haben könnte?

http://www.nadir.org/nadir/initiativ/ik ... kap403.htm

Eric
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jlandgr

Beitrag von jlandgr » 23.06.2004 17:52

Hallo, der "Ruhrstab" ist mir heute wieder im StA "über den Weg gelaufen". Und zwar in den, insgesamt sehr interesanten "Richtlinien für eine etwaige Räumung des Gaugebietes" (gemeint ist Westfalen-Nord) des Reichsverteidigungskommisars, Münster, 14.9.44
In diesen geheimen Richtlinien wird geregelt, wie die Evakuierung der Bevölkerung vorzunehmen ist, Industrieanlagen zu behandeln sind, der Einsatz des NSKK mit Zuständigkeiten der verschiedenen Motorstandarten etc.
Insbesondere gab es anscheinend einen Vorschlag des Ruhrstabes Speer (Wehrkreisbeauftragter Hörner), folgende Stichwörter in Bezug auf Rüstungsbetriebe und Betriebe der allgemeinen Wirtschaft zu nutzen:
"Elefant" -> Räumung
"Krokodil" -> Lähmung
"Löwe" -> Zerstörung
Eine etwas genauere Definition der dann jeweils einzuleitenden Maßnahmen wird gegeben, aber es ist ja eigentlich selbsterklärend.

jlandgr

Beitrag von jlandgr » 25.06.2004 17:52

Zur Lokalisierung des Ruhrstabes: gute Frage ...
Der Stab der OT war ja in Essen-Heidhausen, genauer gesagt im dortigen "Kamillushaus", wie ich heute in einem Dokument gelesen habe (ist heute wohl eine Klinik, nach Google), untergebracht. Hast Du denn weitere Hinweise darauf, dass der Ruhrstab in Essen-Kettwig war, oder würde es evtl. mehr Sinn machen, den gleich beim in der Nähe liegenden Stab der OT anzusiedeln?

Gina
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Beitrag von Gina » 21.03.2005 12:13

Ich möchte das Thema, Ruhrstab Rohland, mit einigen neuen Bildern, die das Thyssen-Schloss Landsberg zeigen, ergänzen.

In der Auffahrt zum Schloss, liegt gleich links ein verbunkerter Katakomben Eingang.
Etwas weiter sieht man einen weiteren Stollenzugang, durch eine Gittertür gesichert.
Wie ich lesen konnte befindet sich, im Untergeschoss des Bergfrieds, eine Familiengruft der Familie Thyssen.
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Beitrag von Gina » 21.03.2005 12:22

weitere Bilder:
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Beitrag von Gina » 21.03.2005 12:33

Das Thyssen Schloss :
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Beitrag von Gina » 21.03.2005 12:42

Auch der Garten ist kein lostplace:
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Beitrag von Gina » 21.03.2005 14:09

Gegenüber der Pforte (Bild1), durch Grün versteckt neben dem Parkplatz rechts, befinden sich solche alten Fundamentreste:
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