Kaserne "Pulverschuppen" in Münster

Militärische Objekte und Anlagen ab 1945
BjörnT
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Beitrag von BjörnT » 04.06.2013 00:14

Hallo Burkhard!

Aha, Du warst also in der MvR-Straße. Dort war zu meiner Zeit "nur" noch das Fernmeldezentrum (mit Fernschreib/Fernsprech) und die Haupt-Fernvermittlung Münster des AutoFüFmNLw. Und Freitags dann noch die Sporthalle :mrgreen:

Der Pulverschuppen diente der Luftwaffe auch gerne als Tagungszentrum, da wir neben dem Lehrsaal auch genügend Unterkunftskapazitäten frei hatten. Ebenso freute sich auch der Küchenverwalter, weil er dann eine bessere Auslastung der Küche nachweisen konnte....

Jaja, am Pulverschuppen hängen schon sehr viele Erinnerungen :-)


der Björn
Die Handgranate stellt erst eine Gefahr dar, wenn sie dick wird und Risse bekommt!

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Burki63
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Beitrag von Burki63 » 05.06.2013 00:35

Hallo Björn.
Das Fernmeldezentrum (FMZ) war auch zu meiner Zeit in der M.-v.-R.-Kaserne. Zu Beginn meiner Zeit war da halt noch Funk/Fernschreib/Fernsprech, jedoch zu meinem Dienstzeitende nur noch Fernschreib/Fernsprech, so wie Du es kanntest. Dank einer Bandscheiben-OP im Sommer 1990, die ich im BWK Koblenz über mich ergehen lassen durfte, verbunden mit der Stilllegung der Funkstelle, durfte ich meine letzten Monate bei den Kollegen von "Fernsprech" "abhängen". Meine Ambitionen auf BS waren damit hinfällig...
Gruß
Burkhard

BjörnT
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Beitrag von BjörnT » 17.06.2013 22:44

Hier mal ein Luftbild des Pulverschuppens aus dem Jahr 1985. In Pfeilrichtung Süden befindet sich die Warendorfer Straße.



der Björn
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Beitrag von freshair » 18.06.2013 12:21

Hi,

stimmt, der eigentliche Dienst fand in der MvR-Kaserne in Münster statt. Das war dort nicht schlecht (zwar im Keller untergebracht), mit Teppichboden, Kieferpaneele an den Wänden, TV-Raum, Tischtennisplatte etc.). Dazu kam noch die Zusammenarbeit mit weiblichen Zivilkräften ;-) ...

Der Dienst als Fernschreiber fand in Schichten statt, den ganzen Tag ratterten die alten Fernschreibmaschinen, die per Lochstreifen gefüttert wurden. Abends wurde es dann ruhiger. Nur ab und zu meldete sich "Elvis" (so wurde die Natoverbindung genannt, deren Kommunikation in Englisch lief; die Bedienung von "Elvis" unterlag der besonderen Sicherheitsstufe und durfte deswegen auch nicht durch jeden erfolgen). Intern nannten sich die Fernschreiber "Pali" (dies war die gebräuchliche Abkürzung im FS-Verkehr, da Namen und Rang nicht über die Leitungen liefen sollten). Darüber wurden weitere Abkürzungen zur Kommunikation über FS genutzt. " int qsl" hieß z.B, dass man quittieren sollte.

In den Spät- u. Nachtschichten habe ich das "Doppelkopf-Spielen" gelernt, ausserdem haben wir immer das Spiel "Risiko" gespielt (das konnte ja mehrere Stunden dauern, bis der Sieger feststand).

In der Erinnerung war es eigentlich eine entspannte und sorgenfreie Zeit (wenn man mal von den kurzen Haaren und dem geringen Sold für Wehrpflichtige (waren 1978 etwa 165 DM/mtl.) absah. Denn es wurde immer für einen gesorgt und wenn man "mitspielte" hatte man auch keine Probleme....

Lang ist´s her.... :-)

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Beitrag von EricZ » 18.06.2013 16:01

Moin,

@Björn: Du hast ein Gebäude in der Mitte des Pulverschuppens als Flak-Beob. Turm gekennzeichnet. Woher stammt die Info, daß es sich um einen Beobachtungsturm der Flak handelt?

Gruß, Eric
And I'm hovering like a fly, waiting for the windshield on the freeway...

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Beitrag von BjörnT » 18.06.2013 16:39

Hallo Eric,

die Bezeichnung war so usus in der Kaserne.

Ansonsten schau mal hier: viewtopic.php?t=7681

Schönen Gruß nach Duisburg,


Björn
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Beitrag von freshair » 19.06.2013 12:50

Hallo,

für Alle, die als Fernschreiber oder Funker nach der Grundausbildung aus der Eggerstedt-Kaserne in Pinnerberg zum Münsteraner Pulverschuppen kamen, gibt es hier

http://el-gigante.blogspot.de/2011/05/j ... 1638769031

noch was zum Nachlesen und Schmunzeln.

Gruß aus Bochum

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Beitrag von freshair » 19.06.2013 12:51

...ach ja...gibt es hier eigentlich Welche, die 1978 im Pulverschuppen stationiert waren???

Franz
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Pulverschuppen

Beitrag von Franz » 02.07.2013 07:33

Hallo freshair


Der erste Beitrag ( dein Beitrag ) das ist auch meine Geschichte. Bin auch in der 1.11 gewesen nur ein bisschen früher. 1974/75 da war der Hauptdeldwebel auch schon der gleiche und mein Schichtfüher war der Feldwebel Scheifers.Sonst ist es alles genau so wie im ersten Beitrag geschrieben bei mir gewesen.

Gruß aus Bochum

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Beitrag von freshair » 08.01.2014 12:08

...für alle ehemaligen "Eggerstädter", die in Pinneberg ihre Grundausbildung abgeleistet habe und später im Pulverschuppen landeten, gibt es hier etwas zum Lesen..

http://books.google.de/books?id=O1gnwWJ ... nt&f=false

...der Wiedererkennungseffekt tauchte bei mir oft auf...

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