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Truppenübungsplatz und Flüchtlingslager Oksböl - gestern, heute und morgen

Turm im Lager OksbölAn der dänischen Westküste nordwestlich von Esbjerg existierte am Ende des Zweiten Weltkriegs für einige Jahre eines der größten mit Deutschen belegten Flüchtlingslager. Nur wenige Kilometer von der Nordseeküste entfernt bewohnten ab 1945 in Spitzenzeiten über 35.000 Menschen auf dem Gelände eines Militärlagers der ehemaligen deutschen Wehrmacht quasi eine eigene Stadt.  Wie es dazu kam, was dort geschah und welche Auswirkungen dieses Phänomen hatte, will der folgende Aufsatz untersuchen ? und einen Blick in die Zukunft werfen, denn durch die Aktivitäten einer dänischen Kulturinitiative des Vardemuseums zeichnet sich die Möglichkeit einer interessanten Zukunft für die Anlage ab.

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Schutz und Hilfe - kostenloses eBook zum Download

schutz und hilfe200"Schutz und Hilfe - Die Geschichte der Entwicklung des Schutzes der Bevölkerung in Deutschland bei Katastrophen und kriegerischen Auseinandersetzungen von 1871 - 1945" heisst unser neues eBook. Godeke Klinge, der sich seit Jahrzehnten mit dem Thema befasst, selbst schon ebenso lange beim THW tätig ist, am Aufbau des leider nicht mehr existierenden Bevölkerungsschutz-Museums in Hamburg beteiligt war und vielen aus unserem Forum nicht unbekannt sein dürfte, hat sein fundiertes Wissen und seine Recherchergebnisse über diese Ära des Bevölkerungsschutzes auf 190 Seiten nidergeschrieben und uns freundlicherweise zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Ab heute stellen wir es kostenlos als eBook im PDF-Format zum Herunterladen bereit.

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Merklingen Ammunition Dump

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thomasbreitenbacher
 


Anmeldungsdatum: 16.12.2006
Beiträge: 90
Wohnort oder Region: Stuttgart

Beitrag Verfasst am: 03.04.2015 17:41
Titel: Merklingen Ammunition Dump
Untertitel: Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg
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Hallo,

in verschiedenen Unterlagen taucht ein "Merklingen Ammo Dump", der Neu-Ulm Military Community zugehörig, auf (beispielsweise in Listen zur Aufgabe von US-Liegenschaften, mit dem Aufgabe-Datum 23.04.1991), welchen ich bisher nie lokalisieren konnte, da es im Raum Merklingen einfach keine offensichtlichen ehemaligen Munitionslager gibt.

Ich hatte von daher schon die nicht weit entfernt gelegene Bundeswehr-Standortmunitionsniederlage Lonsee-Radelstetten, welche sich durch eine untypische Zweiteilung auszeichnet, im Verdacht (siehe entsprechenden Thread).

Nun bin ich im Internet über einen Artikel des damals einzigen (west-)deutschen Nachrichtenmagazins aus dem Jahr 1984 gestoßen. In diesem wird über die Umrüstung auf Pershing 2 berichtet (ach, was waren das für politisch herrlich bewegte Zeiten). Demnach bezog eine komplette Pershing 2 Batterie aus Schwäbisch Gmünd / Mutlangen im März 1984 den sog. "Bombenwald" bei Merklingen und richtete eine Alarmstellung für die Dauer einer Woche ein. Dieser "Bombenwald" hatte seinen Namen offensichtlich von einem "früheren Munitionslager", auf Grund dessen Existenz der gesamte Bereich noch als Schutzbereich ausgewiesen wäre.

Eine weitere Internet-Recherche nach "Bombenwäldern" (von denen es erstaunlich viele in Deutschland gibt) führte über öffentliche Holzsubmissionen zu dem Staatswald bei Merklingen, Bezirk "Zigeuner" (na, wenn diese Bezeichnung nicht bald der political correctness zum Opfer fällt).

Also auf zum Karfreitags-Spaziergang auf die Schwäbische Alb.

Fortsetzung folgt, Thomas.
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thomasbreitenbacher
 


Anmeldungsdatum: 16.12.2006
Beiträge: 90
Wohnort oder Region: Stuttgart

Beitrag Verfasst am: 03.04.2015 18:04
Titel: Merklingen Ammunition Dump
Untertitel: Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg
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So, nun die Ergebnisse des Spaziergangs von heute:

in dem Wald finden sich tatsächlich spärliche Reste, die eindeutig einem ehemaligen Militär-Depot zuzuordnen sind: an der vermuteten Hauptzufahrt die Beton-Fundament-Reste des Wach-/Dienstgebäudes,
zwei weitere kleine Betonfundamente an ehemaligen Nebentoren, vermutlich Wachhäuschen. An einem dieser Nebentore ist noch ein kläglicher Rest des ehemaligen Tores zu erkennen. Im Lagerbereich konnte ich 22 Betonfundamente ausmachen, wie sie für kleine Lagerhütten typisch sind, daneben noch zwei größere Betonfundamente mit Flachstahl-Befestigungen für vermutlich Holzbalken. Eine weitere oder gar moderne Infrastruktur (so wie "earth-covered igloo's") gab es hier nicht. Alle Wege sind unbefestigt ("Waldwege"), nur die Zufahrtsstraße von der Kreisstraße ist geteert. Von der ehemaligen Einzäunung ist absolut nichts mehr vorhanden, nicht mal ein einziger, vergessener Pfosten. Es scheint sich hier also um ein Munitionslager im ursprünglichen Bauzustand der fünfziger Jahre gehandelt zu haben, welches nie modernisiert wurde. Erbaut worden dürfte es 1953 sein, denn auf der website usarmygermany ist die Rede davon, dass die in der Ulmer Bleidorn-Kaserne beheimatete 4079. Labor Service Company im Juli diesen Jahres mit der Bewachung des Munitionslagers Merklingen begann. Geschlossen wurde es gemäß des erwähnten Artikels vor 1984.

Die genaue Lage der ehemaligen Hauptzufahrt hänge ich als kmz an. Das Lager erstreckte sich nördlich davon und umfasste in der Längenausdehnung ca. Zweidrittel des Waldes. Die beiden Nebentore befanden sich am nördlichen Ende des Lagers, jeweils ganz im Westen und im Osten, verbunden durch den in GoogleEarth erkennbaren, den Wald in vollständiger West-Ost-Ausdehnung durchmessenden Weg).

Viele Grüße, Thomas.
 
Voransicht mit Google Maps Datei Merklingen Ammo Dump.kmz herunterladen/in Google Earth öffnen
Dieser Dateianhang steht nur registrierten Nutzern zur Verfügung.
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thomasbreitenbacher
 


Anmeldungsdatum: 16.12.2006
Beiträge: 90
Wohnort oder Region: Stuttgart

Beitrag Verfasst am: 03.04.2015 18:14
Titel: Merklingen Ammunition Dump
Untertitel: Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg
Antworten mit Zitat

Und nun noch ein paar Bilder von dem Vorgefundenen.

Angefügt habe ich auch noch zwei Bilder von Lagerhütten, wie ich sie typischerweise den vorhandenen Fundamenten zuordnen würde. Das Foto der kleinen Lagerhütte habe ich im Pre-Stock Point Steinbachtal bei Würzburg aufgenommen, das der größeren, offenen Lagerhütte im Pre-Stock Point Roggenberg bei Bad Mergentheim / Igersheim.

Apropos Pre-Stock Point (PSP): es taucht auch gelegentlich in Unterlagen (u.a. auf der website usarmygermany) ein PSP 81 auf ("near Ulm"). Da ich in der Nähe Ulms außer dem gerade beschriebenen Ammo Dump Merklingen kein weiteres, nicht eindeutig zuordenbares, Depot / Munitionlager kenne, vermute ich, dass der PSP 81 und der Merklingen Ammo Dump identisch sein könnten.

Viele Grüße, Thomas.
 
 (Datei: ehem. Wachgebäude.jpg, Downloads: 111)  (Datei: Fundament Wachhäuschen im Nordwesten.jpg, Downloads: 119)  (Datei: Fundament einer Lagerhütte.jpg, Downloads: 113)  (Datei: Fundament einer größeren Lagerhütte.jpg, Downloads: 141)  (Datei: Lagerhütte aus PSP Steinbachtal.jpg, Downloads: 149)  (Datei: größere Lagerhütte aus PSP Roggenberg.jpg, Downloads: 138)
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Hecke_64
 


Anmeldungsdatum: 30.11.2015
Beiträge: 10
Wohnort oder Region: Schwäbische Alb

Beitrag Verfasst am: 01.12.2015 14:59 Antworten mit Zitat

Hallo Thomas,

ein richtiges Depot im Sinne von Dauerhaft Stationär war hier nie.
Allerdings kann ich mich noch gut dran erinnern, daß die Amis aus Neu Ulm und Mutlangen hier aufgekreuzt sind und Ihre Raketentrucks in Stellung gebracht haben. Aus diesem Grund waren neben ein paar Unterständen im Wald an den Abschußstellen massive Betonplateaus verbaut, die aber vor ca. 15 Jahren wieder zurückgebaut wurden. Sie lassen sich aber stellenweise, anhand des jüngeren Bewuchses ausfindig machen. Aus diesem Grund findest du auch keine Zäune, die gabs nicht stationär, das Gelände wurde lediglich durch GIs abgeriegelt, wenn die da mal wieder aufgefahren sind. Außerdem findest du Hinweise auf die Nutzung in Form von verstärkten Feldwegen und Großzügigen befestigten Kreuzungs und Abzweigungsbereichen.
Im Übrigen wurde die Behelfsausfahrt der Autobahn speziel für diese Übungen angelegt icon_wink.gif

Grüße aus Weilheim
Wolfgang
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zulufox
 


Anmeldungsdatum: 02.10.2006
Beiträge: 3228
Wohnort oder Region: In der Nähe des Urpferdchens

Beitrag Verfasst am: 01.12.2015 16:15 Antworten mit Zitat

Hallo Wolfgang,

um noch etwas mehr "Verwirrung" hineinzubringen: Wann wurden denn die genannten "massiven Betonplateaus" betoniert?

Diese Information wäre interessant für die weitere Einschätzung des Zwecks dieser Anlage.

MfG
Zf 1_heilig.gif
_________________
Friedrich Hebbel: Tagebücher:
"Es gibt nur eine Sünde, die gegen die Menschheit mit allen ihren Geschlechtern begangen werden kann, und dies ist die Verfälschung der Geschichte."
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Hecke_64
 


Anmeldungsdatum: 30.11.2015
Beiträge: 10
Wohnort oder Region: Schwäbische Alb

Beitrag Verfasst am: 02.12.2015 11:50 Antworten mit Zitat

Nun bin ich selber verwirrt, icon_redface.gif
hab ich doch tatsächlich Hinweise gefunden new_shocked.gif , daß hier vor meiner Zeit tatsächlich mal ein Mundepot war 3_danke.gif

Hier: United States Military Forces and Installations in Europe
von Simon Duke,Stockholm International Peace Research Institute

habe ich doch tatsächliche einen Eintrag zu Merklingen gefunden, in dem ein Mundepot erwähnt wird.
nun bin ich selber überrascht, daran kann ich mich nicht mehr erinnern


Weiterhin fand ich in:

Die Streitkräfte der U.S.A. in Europa 1989
Standortverzeichnis

diesen Eintrag:

Merklingen:
LIEGENSCHAFTEN
Merklingen Training Area
Merklingen Ammunition Dump / Pre-Stock Point 81 (PSP 81)
ANMERKUNG
: Stillgelegt

Auf usarmygermany.com gabs ebenfalls einen Hinweis darauf:

July 1953, the 4079th LS Co assumed resposibility for guarding the new US ammo depot at Merklingen (the depot was nicknamed "Bombenwald" by the LS personnel.) A large area in the vicinity of Merklingen had been requisitioned by the 7th Army and a large ammunition storage facility was constructed - it became the most important installationthat the 4079th was responsible for.

Zuguterletzt noch ein Zitat aus dem Spiegel von 1984 http://www.spiegel.de/spiegel/.....10400.html :

Merklingen zum Beispiel, die Gemeinde an der Autobahn Stuttgart-Ulm: Auf deren Gemarkung liegt der "Bombenwald", ein früheres Munitionslager und seither "Schutzbereich". Der Gemeinderat war aber gerade dabei, diese Schutzbereichsbestimmung, die er bestätigen muß, nicht mehr zu erneuern und den "Buch" (der alte Name) Spaziergängern zugänglich zu machen.

Da fiel am 2. März eine ganze Batterie Pershing 2 in den Wald ein, ging in Stellung und blieb eine volle Woche. Es

war der erste Anlauf der 56. Brigade, neben dem Platz bei Straß-Opferstetten ein zweites festes "Combat Alert Site" einzurichten. Erst Späher aus Mutlangen klärten die Merklinger per Flugblatt über den Besuch in dem von Polizei weiträumig abgesicherten "Bombenwald" auf. Merklinger Bauern sahen sich auf dem Weg zu ihren Feldern plötzlich von bewaffneten Beamten gestoppt und nach dem Ausweis gefragt, den sie natürlich nicht bei sich hatten.

An die weiträumige Absperrung des Gebiets kann ich mmich noch erinnern.
Allerdings, wann die Betonplateaus angelegt wurden, weiß ich nicht
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thomasbreitenbacher
 


Anmeldungsdatum: 16.12.2006
Beiträge: 90
Wohnort oder Region: Stuttgart

Beitrag Verfasst am: 25.03.2016 20:03
Titel: Merklingen Ammunition Dump
Antworten mit Zitat

Hallo,

nach fast einem Jahr hatte ich erneut Gelegenheit, das Gelände des ehem. Merklingen Ammo Dumps zu besuchen und noch genauer "unter die Lupe" zu nehmen wie vor einem Jahr.

Ich konnte in Ergänzung zu den weiter oben gemachten Angaben nunmehr die Beton-Fundamente und teilweise Beton-Böden von insgesamt 26 ehemaligen Lagerhütten (Abmessungen jeweils ca. 8 Meter mal 2,7 Meter) ausmachen (Nummern 1 bis 26 der anhängenden Skizze). Daneben sind die Reste von drei größeren Lagerplätzen auszumachen (Beton-Fundamente und Flachstähle als Befestigung von Trägern): A, B und C der Skizze). A und B hatten von ca. 10 Metern mal 6 / 7 Metern und ebenfalls Betonboden, C umfasste ca. 8 mal 8 Meter und verfügte über einen gefliesten Boden (wobei dieser nicht aus der Erbauungszeit stammen kann; hier muss eine Nachnutzung erfolgt sein). Die rudimentären Spuren weiterer Lagerplätze sind auszumachen oder zu vermuten (D, E und F der Skizze). Hier fehlen jedoch sichtbare Reste wie Fundamente etc.

Das Lager verfügte ehemals über drei Tore: das Haupttor (Nummer I der Skizze) sowie zwei weitere (II und III). Beton-Fundament-Reste des größeren Gebäudes am Haupttor sowie der zwei kleinen mutmaßlichen Wachhütten an den beiden anderen Toren sowie Betonsockel von Tor-Resten an den Toren I und II sind noch vorhanden.

Spuren der von Hecke_64 erwähnten Beton-Plattformen für die Pershing-Startrampen waren keine auszumachen
(diese müssen deutlich größer als die vorhandenen Fundamente gewesen sein), was mich stutzig macht, denn nach knapp über 20 Jahren müssten hier noch Spuren -zumindest aus der Vegetation und der Bodenbeschaffenheit herauslesbar- vorhanden sein.

Als Anlage die Lageskizze auf Grundlage der topographischen Karte 1:25.000 des Landesvermessungsamtes Baden-Württemberg.

Viele Grüße, Thomas.
 
Lageskizze Merklingen Ammo Dump (Datei: Merklingen Lageskizze.jpg, Downloads: 123)
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Muna-Mann
 


Anmeldungsdatum: 15.08.2017
Beiträge: 21
Wohnort oder Region: Baden-Württemberg

Beitrag Verfasst am: 28.08.2017 15:14 Antworten mit Zitat

Hallo Thomas, Hecke_64 und Zulufox,

da ich dieser Tage eher beiläufig den "Bombenwald" besucht habe wollte ich heute mal nach Mitteilungen dazu sichten und bin auf Euren Beitrag hier gestoßen.

Über die Entstehungszeit der Anlage kann ich nichts neues beitragen, da möchte ich auch annehmen, das die hier zitierten Hinweise auf die in der Ulmer Bleidorn-Kaserne stationierte CLS-Truppe stimmig ist.

Was mich stutzig macht, ist der hier genannte Hinweis auf betonierte Flächen im Wald im Zusammenhang mit dem Unterschlupf von Pershing-Truppen.
Einen direkten Zusammenhang möchte ich eher ausschließen, da die Pershing-Einheiten zwar
- einerseits gut ausgebaute Waldwege bevorzugten ( man bedenke, das im Laufe der Jahre auch mehrmals Louncher auf für die schweren Fahrzeuge nicht ausgelegten einfachen Waldwegen abgerutscht und teilweise auch umgekippt sind.. ) .
- andererseits aber möglichst unauffällige Plätze in den Wäldern der Region aufsuchten, um sich möglichst unauffällig vor den Spionagesatelliten etc. aufzuhalten. Dabei wurden an einem Tag i.d.R. auch mehrere Plätze nacheinander aufgesucht. ( salopp ausgedrückt: nach Empfang der Koordinaten rein in den Wald, System aufrüsten und Gefechtsbereitschaft herstellen und melden, danach neue Koordinaten erhalten, System abrüsten, und weiter.. ) .
So kenne ich das noch aus eigener Ansicht aus Jugendtagen, aus heutigen Berichten ehemaliger GI´s und von örtlichen Zeitzeugen aus der Region ).

"Betonflächen", wie sie etwa in den QRA-Stellungen "Waldheide / Fort Redleg", "Kettershausen / von Steuben" oder in der MSA Mutlangen im Laufe der Achtziger Jahre als "Hardstands" für die Ausbildung und Wartung am System angelegt wurden, wären für einen gelegentlich und temporär genutzten und nach Möglichkeit eher "geheimen" dezentralen Unterschlupf im Wald eher kontraproduktiv.

Somit möchte ich annehmen, das diese betonierten Flächen in einem anderen Zusammenhang standen.

Vor Ort wurde mir ein Heimatkundler empfohlen, mit dessen Hilfe es vielleicht gelingt, hier konkreteres herauszufinden. Nach dem Urlaub kann ich ihn anrufen - und berichten.

Mit freundlichen Grüßen

Uwe
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Muna-Mann
 


Anmeldungsdatum: 15.08.2017
Beiträge: 21
Wohnort oder Region: Baden-Württemberg

Beitrag Verfasst am: 28.08.2017 19:47 Antworten mit Zitat

Und gleich die Antwort zu den Beton-Flächen:

Laut Aussage des ortsbekannten Heimatkundlers sind diese Bodenplatten für eine Sorte der MLH ( Munitions-Lagerhäuser ) gewesen.
Von den Häusern hat sich nach der Aufgabe der Liegenschaft "die Bevölkerung" Bretter, Balken u.s.w. geholt und einer Nachnutzung andernorts zugeführt, daher waren bald nur noch die Bodenplatten etc. zu sehen.

Im übrigen ist Herr Joachim Lenk bei seinem aktuellen Buchprojekt auch am Thema "Bombenwald" dran, so daß hierzu bald auch etwas gut recherchiertes zu lesen sein wird.. ( Kollegiale Grüße an ihn, falls er diese Zeilen einmal liest.. icon_smile.gif )

Mit freundlichen Grüßen

Uwe
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Firefighter112
 


Anmeldungsdatum: 09.07.2006
Beiträge: 303
Wohnort oder Region: Dahn (Pfalz)

Beitrag Verfasst am: 29.08.2017 19:05 Antworten mit Zitat

Hallo,

anbei drei Pläne der besagten Munitionshütten. Auf den Plänen werden die Gebäude als Ammo Huts bezeichnet. Die ersten beiden Pläne stammen von Ausschreibungsunterlagen der US Army für einen Neubau, die Ammo Huts wurden als Ausgleichsfläche innerhalb der Weilerbach Storage Area abgerissen.

Der dritte Plan stammt aus der Dahn Ammo Area und zeigt eine weitere Bauform der Ammo Huts mit Pultdächern.
Laut meinen Informationen wurde darin "Small Arms Ammo" gelagert, also Munition für Sturmgewehre etc.

Viele Grüße,
_________________
Sonderwaffenlager Fischbach bei Dahn
Interessengemeinschaft „Area 1" militärgeschichtlicher Verein e.V.
www.ig-area-one.de
 
 (Datei: MLH_1.jpg, Downloads: 43)  (Datei: MLH_2.jpg, Downloads: 48)  (Datei: MLH_3.jpg, Downloads: 43)
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