Wegsteine

Verkehrsgeschichte - Straßen, Autobahnen und sonstige Straßenverkehrs-Bauwerke
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MikeG
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Beitrag von MikeG » 12.04.2004 18:56

Moin!

Hier mal wieder ein Stein, gefunden an der ehem. Bahnstrecke Harsefeld-Buchholz. Was hat das "EB" zu bedeuten?

Mike
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Wilm

Beitrag von Wilm » 12.04.2004 19:06

Vielleicht

Eisenbahn ??

:hellau: Mit Schalk im Nacken

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Beitrag von willem » 12.04.2004 19:08

Der Stein kennzeichnet den Verlauf eine Elektrischen Bahnkabels.In den 30 jahren wurden als Schutz gegen "Zerstörung durch Feindeinwirkung" an vielen Strecken die Telegrafen und Telefonleitungen unter die Erde verlegt.Die bis dahin gebräuchlichen Telegrafenmasten mit ihren bis zu 20 verschiedenen Leitungen verschwanden dadurch nach und nach.
gruß
willem

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MikeG
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Beitrag von MikeG » 12.04.2004 19:16

Danke :thumbup:

Lasse
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Beitrag von Lasse » 14.04.2004 15:33

Wilm hat geschrieben:Es grüßt mit einem Gernzstein zwischen dem Bistum Mainz und dem Königreich Hannover im Garten
Man darf Grenzsteine ja nicht verrücken. Nun frag ich mich ob das Gesetz auch diesen Grenzstein mit einschließt? Das Königreich Hannover ist ja schon recht lange Geschichte.

Nur rein Interessehalber.
"Siehst Du einen Atompilz: Schau gut hin, Du bekommst so etwas nie wieder zu sehen."

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redsea
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Grenzstein

Beitrag von redsea » 20.10.2007 22:47

Hallo zusammen,

habe heute in Dahlinghausen bei Preußisch Oldendorf diesen alten Grenzstein entdeckt.

Er trägt auf der einen Seite das 'P' für den Staat Preussen und auf der anderen Seite das 'H' für das Königreich Hannover. Heute verläuft genau an dieser Stelle die Landesgrenze Niedersachsen - Nordrhein-Westfalen.

Grüße redsea
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T. M.

Beitrag von T. M. » 26.10.2007 23:08

Oh, ein Thread über schöne alte Steine. Wo ich mich doch so für Kilometersteine, Grenzsteine etc. interessiere!

Hierzulande reißt man die übrigens nicht raus. Wäre viel zu aufwändig: Bei Bauarbeiten an der ehemaligen Ortsdurchfahrt der B 214 durch Sulingen wurde wohl irgendwann mal einer ausgegraben, aber nie abtransportiert, auf jeden Fall steht er schon seit Jahren an eine Hausecke gelehnt. Da kann man gut erkennen, das nur ein Drittel davon aus der Erde ragt. Es ist ein kleinerer Stein, wie er alle 100 m steht, ob die großen, die jeden vollen Kilometer stehen, auch so weit vergraben sind. Aber auf jeden Fall müsste es ein ziemlicher Aufwand sein, die alle auszugraben. Daher lässt man sie, wenn sie nicht stören, stehen und wartet, dass sie verwittern.

An den ehemaligen Ortsdurchfahrten der B 61 und der B 214 sind nach dem Bau der Ortsumgehung noch viele übrig geblieben. Nur in der Innenstadt steht kein einziger mehr. Mit einer einzigen Ausnahme: Eine in eine Hauswand eingebaute Tafel, auf der die km-Zahl steht.

Aber auch an den Bundesstraßen selbst stehen noch vereinzelt welche. vor allem innerhalb von Orten oder an Engstellen, wo die Straße nicht verbreitert und begradigt werden konnte.

Im laufe der letzten Jahre wurden an den Bundes-, vielen Landes- und auch einigen KreIsstraßen neue Plastikschilder aufgestellt, bei denen de Zahlen nur aufgesteckt sind. An so einigen Schildern sind diese Zahlen auch schon wieder abgefallen. Die alten Kilometersteine sind dagegen immer noch lesbar, auch wenn sie teilweise schon recht verwittert sind. Früher scheint man sich tatsächlich die Mühe gemacht zu haben, die Steine immer mal wieder neu anzustreichen, damit sie gut sichtbar blieben.

Die neuen Schilder wurden übrigens in der Regel nicht da aufgestellt, wo schon ein alter Kilometerstein stand, auch wenn er noch so verwittert war. Niedersachsen scheint da nicht so viel Geld für auszugeben. (Es gibt natürlich auch da Ausnahmen, so stehen an irgendeiner Landesstraße alle 100 m ein alter Kilometerstein, ein neuerer Kilometerstein und ein neues Kilometerschild exakt nebeneinander, und natürlich alle mit der gleichen Zahl. Und genau ab dem Punkt, wo die Kilometersteine nicht mehr doppelt sondern nur noch einfach standen, hat man auch aufgehört, neue Schilder aufzustellen. Das verstehe wer will.

An einigen Straßen wahren wohl schon vorher relativ neue Blechschilder vorhanden, die hat man natürlich auch stehen lassen.

Auf die Idee, bei den neuen Schildern auch gleich eine Abschnittsnummer anzugeben, wie es auf den "Stationszeichen" in anderen Bundesländern gemacht wurde, ist man hierzulande übrigens nicht gekommen. Dabei wäre es schon ziemlich sinnvoll: Dadurch, dass man die Straßen nicht neu kilometriert hat, sondern die alte Kilometrierung in der regel übernommen hat, aber im Laufe der Jahrzehnte viele Straßen, weil sie verlegt wurden (Begradigungen, Ortsumgehungen etc.), länger oder kürzer geworden sind, haben sich viele "Fehlkilometer" eingeschlichen: die Kilometrierung macht Sprünge (dann steht oft, aber längst nicht immer ein Blechschild mit zwei Zahlen: km bis hier und km ab hier), fängt an beliebigen Stellen wieder bei 0 (oder auch bei 27,563 oder einer beliebigen anderen Zahl) an, oder läuft einfach so plötzlich für einige km rückwärts. So kann man an einigen Stellen innerhalb von nur 10 km auf der selben Straße an drei km-Schildern vorbei kommen, die alle drei Kilometer 1 markieren. Irgend einen Kilometer 1.

Was das ganze für einen Sinn hat, weiß ich nicht. Was nutzt es mir, wenn ich weiß, dass ich am km 3 irgendeiner Straße stehe (Die Straßennummer steht netterweise auf den meisten Schildern mit drauf), wenn es im Verlauf dieser Straße wer weiß wie oft einen km 3 gibt?

Ich kann es mir nur so vorstellen, dass es irgendwo eine Vorschrift gibt, die vorschreibt, dass Bundes- und Landesstraßen kilometriert werden müssen, aber nicht, wie das gemacht werden muss.

In letzter Zeit wird man anscheinend wieder etwas kreativer: Da, wo die B 61 in der Nähe von Nienburg in die B 51 mündet, wurden an der B 61 die vor ein paar Jahren aufgestellten Kilometerschilder kurzerhand wieder rausgerissen, und dafür an den Leitpfosten kleine Schilder angebracht, auf denen sie Straßennummer und die Kilometerzahl steht. Das geschah allerdigns nicht auf einmal, sondern immer wieder mal ein paar km. Zunächst ließ man auch hier die Stellen, wo noch ein alter Kilometerstein steht, aus, aber später hohlte man das nach und brachte auch dort an die Leitpfosten die entsprechenden Schilder an, aber ohne die Steine zu entfernen. Das ging allerdings nur so lange, bis man ein eine Stelle kam, wo die Leitpfosten nicht mehr auf einer Höhe mit den Kilometerschildern stehen. Da hörte man dann auf. Soetwas habe ich bisher auch noch an keiner anderen Straße in Niedersachsen gesehen.

Nur einmal sah ich eine Landesstraße, bei denen die Kilometrierung auch an den Leitpfosten angebracht sind. Dort allerdings nicht als winzige, nachträglich angeschraubte Schilder, sondern in Form von Stationszeichen, wie man sie auch in Schleswig-Holstein verwendet, auf denen man Straßennummer, km-Zahl und Abschnittsnummer aufstecken kann. Auch hier verzichtete man aber konsequenterweise auf eine Abschnittsnummer und ließ das entsprechende Feld schlicht und einfach leer.

Irgendwie ist es schon interessant, wie was weiß ich wie viel Geld dafür ausgegeben wird, um wie auch immer geartete Kilometerschilder aufzustellen, die fast kein Mensch beachtet und die auch eigentlich in dieser Form völlig unsinnig Sind, aber sich andererseits wohl gar keine Gedanken darüber macht, wie man das System auch sinnvoll machen könnte.

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Fieldmouse
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Wegsteine

Beitrag von Fieldmouse » 27.10.2007 20:44

Hi,

hier auch noch ein Exemplar von Grenzstein, das im Marburger Stadtwald
südlich der Innenstadt von Grünzeug verborgen steht.

Die Jahreszahl müßte 1598 heißen, und M für Marburg, aber auf der anderen Seite ? " W " und " X " und " I " ?

So etwas Aufwendiges, um ein Jagen zu markieren ?

Gruß Fieldmouse
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Beitrag von darkmind76 » 05.11.2007 05:22

Weg- oder Grenzsteine wg. des Viehs oder der Jagd sind gar nicht so selten, jedenfalls in unserer Ecke. Spontan fällt mir da auch der Eiserne Pfahl bei Obernburg-Eisenbach ein (auf der Grenze des heutigen Hessen zu Bayern):
Obernburg-Eisenbach. In der Waldabteilung "Eisenpfahl" stieß früher die "Hohe Straße" auf die "Breuburger Marckung und Walttungen" sowie auf die Gemarkungsgrenze zwischen dem Obernburger und dem Eisenbacher Wald. Ein eiserner Pfahl markierte den Punkt, bis zu dem 1423 die Stadtprozeltener Bürger ihr Weidevieh treiben durften. Er begrenzte aber auch den Wildbann der Mainzer Erzbischöfe und den der Herrschaft Breuberg. Grenzsteine bezeugen die alte Situation. Jetzt hat der Eisenbacher Heimat- und Kulturverein einen neuen Eisernen Pfahl dort wieder errichtet. 19. 4. - Main-Echo, Obernburg.

Ein anderes schönes Exemplar habe ich gestern in der Nähe der Frühstückseiche bei Soden im Spessart auf dem Weg zum Pfaffenberg gesehen. Zwar liegt dort eigentlich nur die Grenze zw. Aschaffenburg (Gailbach) und Miltenberg (Soden), allerdings könnte das SH auch auf Schweinheim hindeuten. Allerdings ist mir hier nicht bekannt, ob auch Schweinheim (heute Teil von Aschaffenburg) noch einen Zipfel Land hatte...
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EricZ
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Beitrag von EricZ » 05.11.2007 06:45

Hi,

Danke für das schöne alte Exemplar eines historischen Grenzsteines, das bald seit zweihundert Jahren schon an dieser Stelle steht...
Was dieser Stein schon alles "erlebt" hat. ;)

Ob es unter diesem Stein auch einen Zeugen, eine unterirdische Sicherung gibt?
Mehr zum Thema Grenzsteine hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Grenzstein
http://de.wikipedia.org/wiki/Grenzsteinforschung

Viele Grüße, Eric
And I'm hovering like a fly, waiting for the windshield on the freeway...

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