Wegsteine

Verkehrsgeschichte - Straßen, Autobahnen und sonstige Straßenverkehrs-Bauwerke
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EricZ
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Wegsteine

Beitrag von EricZ » 23.02.2004 11:27

Moin,

als ich gestern in Sachen Heidschnucke unterwegs gewesen bin,
ist mir aufgefallen, daß an einem ehemaligen Weg diese Steine zu finden sind, die in ihren unterschiedlichen Spielarten - je nachdem aus welcher Zeit sie stammen - sicherlich schon jedem hier aufgefallen sind.

Ich frage mich allerdings aus welcher Zeit dieses Exemplar stammen könnte und was die beiden Buchstaben BP bedeuten könnten.

Dieses "BP" dürfte wohl kaum was mit der BP http://www.bp.com/home.do zu tun haben... ;) :lol:

Scherz beiseite: Mir ist aufgefallen, daß mir die richtige Bezeichnung eigentlich noch nicht einmal geläufig ist, Wegstein?, Kilometerstein???

Vielleicht weiß hier ja jemand mehr zu diesen "Teilen", die manchmal auch zu lostplaces geworden sind.

Eric
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Gast

Beitrag von Gast » 23.02.2004 11:39

in diesem fall dürfte das "BP" für "B"undes"P"ost stehen...

ansonsten...mit einer kilometerangabe wäre es dann wohl ein meilenstein...und dann gibt es steine mit denen im wald die "jagen" gekennzeichnet sind...oder grenzsteine usw usf

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cih
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Beitrag von cih » 23.02.2004 12:15

*grübel* ich fahre täglich auch an 2en vorbei wo ich mir die Aufschrift auch nicht erklären kann. Ist gleich soweit. Ich merk mir die Inschriften mal

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cih
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Beitrag von cih » 23.02.2004 13:26

*soch*

es waren nicht 2, es waren 4 *g*

auf einem steht "KHP" welcher an einer "stillgelegten" Straße zwischen Essinghausen und Peine steht. ca. 1,20m hoch.

dann in ca. 200m. Entfernung schon in Peine steht einer mit HD. ca. 30cm hoch

wieder 100m steht einer mit OD auch ca. 30cm sieht aber neuer aus.

200m weiter steh noch einer ca. 1meter hoch mit nem M drauf. Dort ist aber ein Erinnerungsschild das es früher ein Grenzstein zwischen Hildesheim und Braunschweig war.

Aber was bedeuten die andren 3 ?

Ich glaub ich muss die Tage mal Fotos machen.

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Ollie
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Wegsteine

Beitrag von Ollie » 23.02.2004 14:38

Hallo,

wenn mich meine Erinnerung an die lange zurückliegende Lehrzeit nicht trügt, markiert dieser Stein ein Nachrichtenkabel der ehemaligen Bundespost. Es gibt sogar noch welche, auf denen DRP (für Deutsche Reichspost-Anstalt) steht. Die Positionierung des Steins gibt die Lage des Kabels dar, wenn ich mich noch richtig erinnere.

Gruß, Ollie

Foodsicore

Beitrag von Foodsicore » 23.02.2004 14:57

Hallo Leute,

da die Bundespost erst seit gut 50 Jahren existiert, und schon damals keine in Stein gemeißelten Steine mehr verwandt wurden, deutet der Grenzstein eher an eine Außengrenze von Belgien-Preußen hin. Also die Grenze zwischen Belgien und Preußen. Es sei denn, es stehen auf zwei Seiten des Steines Buchstaben drauf. Z.B. GB und auf der anderen Seite KW.
Das würde bedeuten : Die Grenze zwischen dem Großherzogthum Baden und dem Königreich Württemberg.

Bis die Tage,

Eddy Foodsicore :thumbup:

Tommi
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Beitrag von Tommi » 23.02.2004 17:20

Hallo Björn,
der Stein mit dem "OD" bedeutet Ortsdurchfahrt. Also nicht das Ortsschild, sondern dieser Stein bedeutet den Beginn der geschlossenen Ortschaft.
Gruß

Tommi
Wir bezahlen neue Erfahrungen so teuer - weil wir die Alten nicht verwehrten. G. Laub

Harvey

Beitrag von Harvey » 23.02.2004 17:30

Moin,

also BP deutet ganz sicher auf irgendwelche Dinge der Bundespost hin. Die Sache mit "Belgien - Preussen" kann nicht hinkommen, denn wir hier waren sicher niemals Grenzgebiet nach Belgien. Und ausserdem sind die Dinger nicht aus Stein gemeisselt, sondern in Beton gegossen ;)
Interessanter fand ich die alten Kilometersteine der Straßenmeistereien aus Sandstein oder Granit, die aber nun durch hässliche kleine Metallschilder ersetzt werden. Warum nur? Wahrscheinlich muss noch Geld ausgegeben werden .... :schimpf:

Grüße

Harvey

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Djensi
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Beitrag von Djensi » 20.03.2004 22:22

Bei der Bahn ist es nicht anders, die teilweise "formschönen" KM-Steine wurden durch "Blech" ersetzt. Blech lässt sich leichter reinigen, versetzen und ersetzen und ähnlich sieht es an den Straßen aus. Hier sollen auch wohl Argumente der Verkehrssicherheit zählen. Zudem reißt bei einem "Fahrfehler" so ein Stein hässliche Löcher in einen Motorblock, die Folgen waren meist erhebliche Umweltverschmutzungen. So ein Schild wird ge-
knickt, macht eine hässliche Beule und fertig.... 8)

Wilm

Beitrag von Wilm » 20.03.2004 22:38

Djensi hat geschrieben:Bei der Bahn ist es nicht anders, die teilweise "formschönen" KM-Steine wurden durch "Blech" ersetzt. Blech lässt sich leichter reinigen, versetzen und ersetzen und ähnlich sieht es an den Straßen aus. Hier sollen auch wohl Argumente der Verkehrssicherheit zählen. Zudem reißt bei einem "Fahrfehler" so ein Stein hässliche Löcher in einen Motorblock, die Folgen waren meist erhebliche Umweltverschmutzungen. So ein Schild wird ge-
knickt, macht eine hässliche Beule und fertig.... 8)
Hallo Djensi,
ich hatte einmal die leidvolle Erfahrung einen steinernen Straßenstein frontal zu nehmen; aber meine Ölwanne blieb ganz :mrgreen: Es ist eher die Frage der Herstellungskosten.... Ein Blechschild kosten wesentlich weniger als das Gießen eines Betonsteins und des setzens nachher. Zwar bezeugen solche Steine eine gewisse Unvergänglichkeit, allerdings dürften die heutigen Straßen wesentlich weniger halten, als diese Steine !

Wir haben im Harz Lochsteine, die die Grubenfelde unter Tage begrenzten. Die Gruben findet heute niemand mehr, die Steine umso mehr.....

Manchmal hat auch die Änderung ´gen Metall einen Hintergrund im Nutzungszeitraum.....

Es grüßt mit einem Gernzstein zwischen dem Bistum Mainz und dem Königreich Hannover im Garten

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