Küstengeschütz oder -batterie

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janne
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Re: Küstengeschütz oder -batterie

Beitrag von janne » 22.01.2021 17:40

Moin zusammen,
Helgoland hatte ich eigentlich auch ausgeschlossen. Ich hätte auch in Richtung Norderney tendiert. Die Bebauung passt aber tatsächlich nicht wirklich. An Whv habe ich auch gedacht. Greves Luftverteidigung im Abschnitt Wilhelmshaven gibt leider auch nur etwas ab '39 her. Zu dem Zeitpunkt waren aber alle Batterien mit 8,8er Flak versehen.
Fort Altona würde ich ausschließen. Das Fort war ringförmig von einem Graben umgeben. Ich meine auch stärker mit Beton bewehrt.
Hier einige Beispiele:
http://www.festungsbauten.de/D/W

Die Grodenbatterien könnten schon deutlich besser in das Bild passen.
Ein Augenmerk sollte auch auf den Deichverlauf im Bild gelegt werden. Er scheint L-förmig zu verlaufen.

Viele Grüße
Jan

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Re: Küstengeschütz oder -batterie

Beitrag von HaVo79 » 22.01.2021 18:59

Hallo ,
es geht zwar jetzt in Richtung Bilderdeutung , aber zwischen dem weissen Haus links mit der Veranda und dem Geschütz meine ich im Hintergrund in den unregelmäßigen Erhebungen Dünen zu erkennen.
Das und da ich persönlich eigentlich Häuser mit geschlossenen Veranden nur von Inseln her kenne, würde ich das Festland ausschließen.
Aber höchstwahrscheinlich liege ich damit sowas von daneben.


Mit freundlichen Grüßen
V.Harms

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janne
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Re: Küstengeschütz oder -batterie

Beitrag von janne » 22.01.2021 21:14

Moin,
die Dünen könnten aber auch Bäume sein.
Ich habe mal ein paar Überlegungen an das Bild angefügt.
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Re: Küstengeschütz oder -batterie

Beitrag von HaVo79 » 22.01.2021 21:52

Hallo Janne,
stimmt können auch Bäume sein , das mit dem Wasser hab ich gar nicht gesehen, sieht fast wie ein Kanal oder ein Sieltief. Vielleicht gehört das Geländer links dann zu einer Brücke oder einem Sielbauwerk bzw. einer Schleuse.


Viele Grüße und einen schönen Abend
V.Harms

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Re: Küstengeschütz oder -batterie

Beitrag von HaVo79 » 23.01.2021 06:10

Hallo,
hätte da noch aufgrund des Berichtes über die Verlegung der Geschütze von der Grodenbatterie WHV an die Küste von Flandern die Idee, das der Standort sich auch in Belgien befinden könnte.

Mit freundlichen Grüßen
V.Harms

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janne
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Re: Küstengeschütz oder -batterie

Beitrag von janne » 23.01.2021 18:20

Geländer und Siel kann sehr gut sein.
Bei genauem Hinsehen vermute ich, das der dritte rechte Turm lediglich ein Holzmast (z.B. Strom) des Gebäudes ist. Einer der beiden anderen Türme könnte auch ein Kirchturm sein.

Ich habe mal einen ungefähren Lageplan erstellt.

1) Turm, Schornstein
2) Turm, Kirche
3) Bäume, Dünen Küstenlinie
4) Hof
5) Häuser am Deich
6) Schleusen-, Sielhaus
7) Brücke
8) Siel
9) Hafen, Wasser
10) Geschütz
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Re: Küstengeschütz oder -batterie

Beitrag von HaVo79 » 24.01.2021 16:23

Hallo Janne,
danke für die Übersicht, ich habe aber die Befürchtung das sich Aufgrund des Alters des Bildes sich vieles im Landschaftsverlauf durch Landgewinnung und Eindeichungen verändert haben könnte.
In den Wilhelmshaven Chroniken habe ich leider nichts finden können, zu den Grodenbatterien gibt es einen Wikipedia Eintrag.

Viele Grüße
V.Harms

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Re: Küstengeschütz oder -batterie

Beitrag von janne » 24.01.2021 20:23

Da gebe icv dir vollkommen recht. Im Wilhelmshavener Bereich allemal. Der heutige Außendeich existierte zu Kriegstagen oft noch gar nicht. Siele verlandeten nach dem Bau und Häfen wurden zu Grodenland. Im Bereich Grodenbatterie ist heute ja Das Marine Areal, Tsnklager und Jade-Weserport vorgelagert. Auf den Inseln dürfte die Veränderung aber geringer ausfallen. Es lohnt sich allemal in die alten Arbeitskarten zu schauen.

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Re: Küstengeschütz oder -batterie

Beitrag von niemandsland » 26.01.2021 09:42

Mahlzeit,

ich finde viele Orte kommen doch schon gar nicht in Frage aufgrund der Dimension die dieses Ding hat. ;-)

Die durchschnittliche Schulterbreite (von Schulter bis Schulter) beim Menschen beträgt 46 cm. Wenn ich mir das Bild ansehe, dann fällt bei mir alles was darunter liegt durch. Dann habe ich bei der Zusammensetzung des Rohres das Gefühl, wir haben es hier nicht mit einer normalen KANONE zu tun. Das erinnert mich mehr an T-Rohre von U-Booten. Als an eine Kanone. Zumal die Rohrlänge gerade mal 2-3 Manns-Längen beträgt. Wenn ich das aber richtig verstanden habe, dann müsste ein Geschütz dieses Kalibers deutlich längere Rohre haben.
Vergleiche mal mit der Lindemann-Batterie. Das sieht mir da alles deutlich anders aus. Hinzu kommt das auf mich der Rohrverschluss eher breiter als der Mensch darüber wirkt. Also da kommen - meiner Meinung nach - nicht so viele Standorte in Frage. Aber das war nur mal was mir dazu eingefallen ist. Weiter machen... ;-)

Anmerkung:
Bei der großen Datenkrake nach: "durchschnittlich Schulter bis Schulter" gesucht.

Gruß aus Hannover,
Guido Janthor
Ich bin neu hier und möchte nur spielen...!?? :lightup:

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Re: Küstengeschütz oder -batterie

Beitrag von HaVo79 » 26.01.2021 16:52

Hallo Herr Janthor,
möchte hierzu mit meinem gefährlichen Halbwissen anmerken das vom Aussendurchmesser des Geschützrohres ( Mantelrohr ) die Wandstärke desselben abgezogen werden muss ( bei einem Bild von einer zerschnittenen Kanone auf Helgoland lag dieser schätzungsweise bei 20 cm) und dann noch die Wandstärke des eigentlichen Laufes mit den Zügen.

Viele Grüße
V.Harms

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