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Truppenübungsplatz und Flüchtlingslager Oksböl - gestern, heute und morgen

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Schutz und Hilfe - kostenloses eBook zum Download

schutz und hilfe200"Schutz und Hilfe - Die Geschichte der Entwicklung des Schutzes der Bevölkerung in Deutschland bei Katastrophen und kriegerischen Auseinandersetzungen von 1871 - 1945" heisst unser neues eBook. Godeke Klinge, der sich seit Jahrzehnten mit dem Thema befasst, selbst schon ebenso lange beim THW tätig ist, am Aufbau des leider nicht mehr existierenden Bevölkerungsschutz-Museums in Hamburg beteiligt war und vielen aus unserem Forum nicht unbekannt sein dürfte, hat sein fundiertes Wissen und seine Recherchergebnisse über diese Ära des Bevölkerungsschutzes auf 190 Seiten nidergeschrieben und uns freundlicherweise zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Ab heute stellen wir es kostenlos als eBook im PDF-Format zum Herunterladen bereit.

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Bombenabwurfplatz Westergellersen bei Lüneburg

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Godeke
 


Anmeldungsdatum: 14.10.2003
Beiträge: 783
Wohnort oder Region: Lüneburg

Beitrag Verfasst am: 02.11.2014 18:27
Titel: Bombenabwurfplatz Westergellersen bei Lüneburg
Untertitel: Abwurfplatz des KG 26
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Antworten mit Zitat

Hallo icon_smile.gif,

ich hatte heute die Möglichkeit, mit einem "Heimatkundigen" einige interessante Plätze in meiner Gegend aufzusuchen.
Es handelt sich um einen Bombenabwurfplatz, der vorwiegend vom KG 26, das zum Teil in Lüneburg beheimatet war, genutzt wurde. Der Platz befindet sich ca. 15 km westlich vom Flugplatz zwischen den Ortschaften Wester- und Südergellersen. Auf einer kleinen Anhöhe am südwestlichen Platzende befindet sich ein Schutzbau. Meine Interpretation ist eine Art Beobachtungsstand für Funktionspersonal. Grundfläche ca. 6 x 6 m und zu zwei Drittel in der Erde versenkt. Es führt eine Treppe nach unten zum Eingang. Vom großen Aufenthaltsraum, der mehrere Fensterluken auf Erdhöhe hat, führt noch ein Durchgang zu einem runden Beobachtungsstand, der evtl. überdacht war. Aus diesem Stand hatte man einen freien Blick aufs Geschehen, heute stehen ein paar Bäume davor.
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 (Datei: Bombenabwurfplatz Westergellersen 2014 013.JPG, Downloads: 73)  (Datei: Bombenabwurfplatz Westergellersen 2014 003.JPG, Downloads: 83)  (Datei: Bombenabwurfplatz Westergellersen 2014 006.JPG, Downloads: 79)  (Datei: Bombenabwurfplatz Westergellersen 2014 007.JPG, Downloads: 75)  (Datei: Bombenabwurfplatz Westergellersen 2014 002.JPG, Downloads: 74)  (Datei: Bombenabwurfplatz Westergellersen 2014 001.JPG, Downloads: 77)  (Datei: Bombenabwurfplatz Westergellersen 2014 004.JPG, Downloads: 81)  (Datei: Bombenabwurfplatz Westergellersen 2014 005.JPG, Downloads: 90)  (Datei: Bombenabwurfplatz Westergellersen 2014 008.JPG, Downloads: 91)  (Datei: Bombenabwurfplatz Westergellersen 2014 009.JPG, Downloads: 88)  (Datei: Bombenabwurfplatz Westergellersen 2014 010.JPG, Downloads: 76)  (Datei: Bombenabwurfplatz Westergellersen 2014 011.JPG, Downloads: 67)  (Datei: Bombenabwurfplatz Westergellersen 2014 012.JPG, Downloads: 62)
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nordfriese
Ln-Nerd


Anmeldungsdatum: 18.04.2005
Beiträge: 1045
Wohnort oder Region: Bredstedt/NF

Beitrag Verfasst am: 02.11.2014 18:48 Antworten mit Zitat

Moin!

Danke für den Hinweis und die Bilder! 3_danke.gif

Kurzer Themenwechsel, wo wir grad dort sind:
Weisst du wo in Westergellersen die Flugwache war?

Gruss aus NF!
Rolf
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"Whatever you do, don't mention the war." (Basil Fawlty)
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MikeG
Administrator


Anmeldungsdatum: 07.05.2002
Beiträge: 8332
Wohnort oder Region: Bispingen

Beitrag Verfasst am: 02.11.2014 19:18 Antworten mit Zitat

Moin!

Danke, Godeke, schöner Fund!

(Und lasst uns die Flugwache doch ggf. in einem eigenen Thread behandeln)

Mike
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aflubing
 


Anmeldungsdatum: 24.03.2006
Beiträge: 388
Wohnort oder Region: Ostfriesland

Beitrag Verfasst am: 02.11.2014 20:06
(Koordinate nur für registrierte Nutzer sichtbar)
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Hallo Godeke,
der Zielkreis des Bombenabwurfplatzes Südergellersen lag etwa bei Höhe 84 westl. der Straße Südergellersen-Wetze.
Deine ausdrucksstarken Fotos könnten zur Fluwa gehört haben, die Nordfriese angesprochen hat.
MfG aflubing.
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Godeke
 


Anmeldungsdatum: 14.10.2003
Beiträge: 783
Wohnort oder Region: Lüneburg

Beitrag Verfasst am: 03.11.2014 06:55 Antworten mit Zitat

Hallo Aflubing icon_smile.gif ,

das klingt sehr interessant! Könntest Du bitte mal die Koordinaten der Höhe 84 hier posten? Und: was mich natürlich interessiert, woher kommt diese Information?
Mein "Führer" gestern ist kein Zeitzeige, aber jemand, der im Dorf aufgewachsen ist und alles und jeden kennt.

Das Gebiet, dass Du ansprichst, ist ja einige km von meinem Fund entfernt. Dann hätte ich gestern den Bau der Flugwache gesehen. Spannend... ich muss nachher nochmal ein paar Fotos runterladen, dann kommt noch etwas anderes zu diesem Thema icon_cool.gif
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Godeke
 


Anmeldungsdatum: 14.10.2003
Beiträge: 783
Wohnort oder Region: Lüneburg

Beitrag Verfasst am: 03.11.2014 14:12
(Koordinate nur für registrierte Nutzer sichtbar)
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Hallo icon_smile.gif ,

und nun geht es weiter mit der Berichterstattung. Mein Kontaktmann erzählte mir von einem Gebäude mitten im Dorf, das dort allgemein nur "die Kaserne" genannt wird. Dort sollen während des Krieges Soldaten gelebt haben, nach dem Krieg war der Bereich mit Flüchtlingen belegt, danach wurde es ein Bauernhof.
Es handelt sich um sofern um einen bemerkenswerten Komplex, da das "Haupthaus" einem verkleinerten Kasernenblock der 30er Jahre, wie sie in Norddeutschland stehen, ähnlich sieht (Seitenverhältnisse, Dachausführung, Fensterform und -Platzierung, Bauausführung). Bei den 3 anderen Gebäuden bin ich mir nicht so sicher, obwohl ich finde, dass die "Werkstatt" (rotes Dach) und das "Wohnhaus II" (L-förmiges Haus) auch "verdächtig" aussehen. Das Gelände hatte ein Ost- und ein Westtor, die bis vor einigen Jahren auch noch vorhanden waren.

Meine Arbeitsthese: kleiner Standort, in dem das Personal der Flugwache und des Bombenabwurfplatzes untergebracht war.

@Mike: Vielleicht müsste der Thread nun heißen: "Militärische Anlagen um Westergellersen"...?
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Haupthaus näher dran (Datei: Bombenabwurfplatz Westergellersen 2014 018.JPG, Downloads: 46) Das Haupthaus vom ehem. Westtor aus gesehen (Datei: Bombenabwurfplatz Westergellersen 2014 019.JPG, Downloads: 51) Haupthaus von der Seite mit Garage (Datei: Bombenabwurfplatz Westergellersen 2014 020.JPG, Downloads: 49) Blick vom Osttor auf Werkstatt und Scheune. (Datei: Bombenabwurfplatz Westergellersen 2014 021.JPG, Downloads: 50) Details der "Werkstatt" (Datei: Bombenabwurfplatz Westergellersen 2014 022.JPG, Downloads: 48) eine Seite des L-förmigen Hauses (Datei: Bombenabwurfplatz Westergellersen 2014 023.JPG, Downloads: 45) andere Seite des L-förmigen Hauses (Datei: Bombenabwurfplatz Westergellersen 2014 025.JPG, Downloads: 44) nochmal Blick auf das ehem. Westtor mit Haupthaus (Datei: Bombenabwurfplatz Westergellersen 2014 026.JPG, Downloads: 44) Blick schräg von hinten auf Dachdetails. (Datei: Bombenabwurfplatz Westergellersen 2014 027.JPG, Downloads: 39)
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MikeG
Administrator


Anmeldungsdatum: 07.05.2002
Beiträge: 8332
Wohnort oder Region: Bispingen

Beitrag Verfasst am: 03.11.2014 14:15 Antworten mit Zitat

Moin!

Die Anlage wird in der Altlastenaufnahme des Bundes genannt (ohne weitere Info) und auch die Reports der Demilitarisierungs-Trupps der Briten erwähnen einen kurzen Besuch dort. In der Ortschronik Südergellersen soll es eine gute Abhandlung dazu geben.

Nach meinen Infos lag der Bombenabwurfplatz in der Forst "Gellerser Anfang", etwa mittig zwischen Südergellersen und Röndahl.

Mike
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zulufox
 


Anmeldungsdatum: 02.10.2006
Beiträge: 3222
Wohnort oder Region: In der Nähe des Urpferdchens

Beitrag Verfasst am: 03.11.2014 14:55 Antworten mit Zitat

Moin,

na, da will ich, nachdem ich doch noch etwas dazu gefunden habe, meinen "Senf" dazu ab"zapf"en icon_lol.gif :

In den "Lüneburger Anzeigen" erschien am 25. Februar 1938 folgende Bekanntmachung:

"Die Fliegerhorstkommandantur Lüneburg führt ab 1. 3. 1938 bis auf weiteres auf dem Fliegerübungsplatz Südergellersen (Höhe 83,7 und westlich davon) Bombenabwurfübungen durch. Das gefährdete Gelände wird östlich durch den Landweg Südergellersen - Wetzen, westlich durch den Landweg Kirchgellersen - Putensen, südlich durch den Eichberg und Jagerberg und nördlich durch den Landweg Südergellersen - Westergellersen begrenzt und durch Sperrtafeln, an besonders gefährdeten Stellen durch Schlagbäume, abgesperrt. Sobald auf Höhe 83,7 ein roter Ballon am Mast hochgezogen ist, ist das Betreten des Geländes mit Lebensgefahr verbunden.

Das beschriebene Gelände wird ab 1. 3. 1938 bis auf weiteres für den öffentlichen Verkehr gesperrt.

Lüneburg, den 24. Februar 1938

Der Landrat. Albrecht
"

Benötigt werden nun noch die TK 1 : 25.000 2727 Kirchgellersen und 2827 Amelinghausen, um die Angaben genauer zu übertragen.

MfG
Zf 1_heilig.gif
_________________
Friedrich Hebbel: Tagebücher:
"Es gibt nur eine Sünde, die gegen die Menschheit mit allen ihren Geschlechtern begangen werden kann, und dies ist die Verfälschung der Geschichte."
 
Voransicht mit Google Maps Datei Südergellersen FlÜbPlatz.kmz herunterladen/in Google Earth öffnen
Dieser Dateianhang steht nur registrierten Nutzern zur Verfügung.
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niemandsland
 


Anmeldungsdatum: 18.01.2004
Beiträge: 1013
Wohnort oder Region: Hannover

Beitrag Verfasst am: 03.11.2014 15:50 Antworten mit Zitat

Die entsprechenden Messtischblätter:
TK 1 : 25.000 2727 Kirchgellersen
TK 1 : 25.000 2827 Amelinghausen

Bestandsbeschreibung: http://lib.byu.edu/collections/german-maps/about/

Quelle: BYU Harald B. Lee Library // Brigham Young University
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aflubing
 


Anmeldungsdatum: 24.03.2006
Beiträge: 388
Wohnort oder Region: Ostfriesland

Beitrag Verfasst am: 03.11.2014 21:16 Antworten mit Zitat

Hallo Godeke,
die Koordinate findest Du in meinem obigen Betrag. Die Lage des Bombenabwurfplatzes mit dem Zielkreis habe ich vor Jahren auf einem Lubi entdeckt.
Zulufox hat die Grenzen oben beschrieben. In seinem Niedersachsen-Band finden sich viele Bilder von Dieter Curdt,der sich über viele Jahre mit dem Flugplatz Lüneburg und dem damit verbundenen militärischen Geschehen beschäftigt hat, so auch mit der Flugwache bei Westergellersen und dem Bombenabwurfplatz Südergellersen. Von ihm habe auch die von Zulufox genannte Anzeige zum Abwurfplatz mit den Grenzen.
Weiterhin gab es bei Vierhöfen einen Brandplatz und einen Scheinflugplatz.
MfG aflubing.
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