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Truppenübungsplatz und Flüchtlingslager Oksböl - gestern, heute und morgen

Turm im Lager OksbölAn der dänischen Westküste nordwestlich von Esbjerg existierte am Ende des Zweiten Weltkriegs für einige Jahre eines der größten mit Deutschen belegten Flüchtlingslager. Nur wenige Kilometer von der Nordseeküste entfernt bewohnten ab 1945 in Spitzenzeiten über 35.000 Menschen auf dem Gelände eines Militärlagers der ehemaligen deutschen Wehrmacht quasi eine eigene Stadt.  Wie es dazu kam, was dort geschah und welche Auswirkungen dieses Phänomen hatte, will der folgende Aufsatz untersuchen ? und einen Blick in die Zukunft werfen, denn durch die Aktivitäten einer dänischen Kulturinitiative des Vardemuseums zeichnet sich die Möglichkeit einer interessanten Zukunft für die Anlage ab.

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Schutz und Hilfe - kostenloses eBook zum Download

schutz und hilfe200"Schutz und Hilfe - Die Geschichte der Entwicklung des Schutzes der Bevölkerung in Deutschland bei Katastrophen und kriegerischen Auseinandersetzungen von 1871 - 1945" heisst unser neues eBook. Godeke Klinge, der sich seit Jahrzehnten mit dem Thema befasst, selbst schon ebenso lange beim THW tätig ist, am Aufbau des leider nicht mehr existierenden Bevölkerungsschutz-Museums in Hamburg beteiligt war und vielen aus unserem Forum nicht unbekannt sein dürfte, hat sein fundiertes Wissen und seine Recherchergebnisse über diese Ära des Bevölkerungsschutzes auf 190 Seiten nidergeschrieben und uns freundlicherweise zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Ab heute stellen wir es kostenlos als eBook im PDF-Format zum Herunterladen bereit.

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Hochmeisterkaserne Feuchtwangen

 
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Baum
 


Anmeldungsdatum: 15.12.2003
Beiträge: 904
Wohnort oder Region: 74223 Flein

Beitrag Verfasst am: 29.06.2014 23:08
Titel: Hochmeisterkaserne Feuchtwangen
(Koordinate nur für registrierte Nutzer sichtbar)
Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

heute zur Abwechslung mal wieder was aus dem Süden - die ehemalige Hochmeisterkaserne in Feuchtwangen.

wikipedia schreibt dazu:
Feuchtwangen war seit 1961 Bundeswehrstandort. In der 1997 aufgegebenen Hochmeister-Kaserne waren Fernmeldeabteilungen der Luftwaffe stationiert.

Welche Einheiten das waren wird bei
http://www.manfred-bischoff.de/historyfmelo.htm
etwas mehr konkretisiert:

Juni 1961
Das FmRgt 72 verlegt mit Stab, FmSkt H und FmSkt S nach Feuchtwangen. Schon am 28.06.1961 kann der FmSkt H den Erfassungsbetrieb aufnehmen. Die Liegenschaft erhält 1965 den Namen "Hochmeister-Kaserne"

01.03.1963
Das Fernmelderegiment 72 in Feuchtwangen wird dem Kommando der 2. Luftwaffendivision in Trier-Euren unterstellt.

1999 bezog die Bayerische Bauakademie, eine Fortbildungseinrichtung des Bayerischen Bauhandwerks, das ehemalige Kasernengelände.

Die Blöcke sind gut in Schuss und renoviert, der TB existiert nicht mehr - die Bildausbeute ist daher eher gering.


Baum
 
 (Datei: Feuchtwangen1.jpg, Downloads: 67)  (Datei: Feuchtwangen2.jpg, Downloads: 76)  (Datei: Feuchtwangen3.jpg, Downloads: 77)  (Datei: Feuchtwangen4.jpg, Downloads: 76)  (Datei: Feuchtwangen5.jpg, Downloads: 66)
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HW
 


Anmeldungsdatum: 24.07.2002
Beiträge: 1756
Wohnort oder Region: Pullach i. Isartal

Beitrag Verfasst am: 01.07.2014 12:33 Antworten mit Zitat

Hallo,

in ungefähr in der Mitte der Kasernenanlage bei den Unterkunftsgebäuden war noch vor einigen Jahren der Fernmelde-Betonturm wo früher die "Richtfunkschüssel" angebracht war. Dies war eine Richtfunk-Endstelle aus dem Automatischen Führungs- und Fernmeldenetz der Luftwaffe. Die Anbindungen waren, so meine ich in Erinnerung zu haben, zuerst von der Station Ellenberg (Richtfunkschaltstelle - vormals auch Fernvermittlung), später dann laut Aussage (??) von der Station Buchdorf (Richtfunkschaltstelle). Dieser Turm existierte auch weiter nach Schließung der Kaserne, aber ohne Richtfunk. Ich denke, dass der Turm heute auch noch existiert und zivile Netzbetreiber sich seiner bemächtigt haben.

Hinter der Kaserne (östlich), auf einer größeren Wiese, war eine HF-Fernmeldeanlage mit mehreren Stahlmasten. Diese Stahlmasten dürften nicht mehr vorhanden sein, auch keine zivile Nutzung.

Gruß
HW
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der kleine Bazi
 


Anmeldungsdatum: 28.04.2010
Beiträge: 105
Wohnort oder Region: Goldbach

Beitrag Verfasst am: 05.07.2014 09:40 Antworten mit Zitat

Hallo HW, kann dir nur beipflichten, in Feuchtwangen gab es eine 12 Kanal Endstelle die von der 8./12 in Lauda betrieben wurde.

Wir hatten damals in fast allen Kasernen solche Enstellen, die enweder in Reisenbach oder Randelsried auf der Vermittlung aufliefen. Die 12 Kanal Strecke ging jedoch meines Wissens nur nach Ellenberg, und von dort per Umschaltung über die 120 Kanal Trasse nach Randelsried.

Anfangs noch bemannt, wurden die Enstellen zum Schluss unbemannt betrieben. Instand gehalten vom MUP und den naheliegenden Schaltstellen.

Wir hatten Endstellen in :
Neckarelz
Lauda ( Kompanie)
Feuchtwangen
Neuburg
Erding
Fürstenfeldbruck
Neubiberg

RSV

Reisenbach
Randelsried ( Schmarnzell)

Schaltstellen
Lauda-Königshofen ( Stellung D ( Funksende)
Ellenberg
Buchdorf
Freising

Relais
Büttelberg
Heubach

In den fremden Kasernen waren wir nur Gäste und hatten meistens 1 Zimmer für das Personal und einen Raum mit einer 10 er OB, einem Siemens T100, einem Rifu Gerät 12/800 eine VZ12T und eine oder mehrere WTG07
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cebulon66
 


Anmeldungsdatum: 18.08.2003
Beiträge: 628
Wohnort oder Region: LG'er Heide

Beitrag Verfasst am: 09.04.2018 22:30 Antworten mit Zitat

HW hat folgendes geschrieben:
Hallo,

in ungefähr in der Mitte der Kasernenanlage bei den Unterkunftsgebäuden war noch vor einigen Jahren der Fernmelde-Betonturm wo früher die "Richtfunkschüssel" angebracht war. Dies war eine Richtfunk-Endstelle aus dem Automatischen Führungs- und Fernmeldenetz der Luftwaffe. Die Anbindungen waren, so meine ich in Erinnerung zu haben, zuerst von der Station Ellenberg (Richtfunkschaltstelle - vormals auch Fernvermittlung), später dann laut Aussage (??) von der Station Buchdorf (Richtfunkschaltstelle). Dieser Turm existierte auch weiter nach Schließung der Kaserne, aber ohne Richtfunk. Ich denke, dass der Turm heute auch noch existiert und zivile Netzbetreiber sich seiner bemächtigt haben.

Hinter der Kaserne (östlich), auf einer größeren Wiese, war eine HF-Fernmeldeanlage mit mehreren Stahlmasten. Diese Stahlmasten dürften nicht mehr vorhanden sein, auch keine zivile Nutzung.

Gruß
HW


Habe nochmal in mein Archiv geschaut und einige Fotos von Feuchtwangen gefunden

(1) eine ältere Luftaufnahme; die Wiesen westl. und südl. sind heute weitestgehend bebaut
(2) im Vordergrund Teile der HF-Empfangsantenne (LogPer) östl. der Kaserne, der große Mast links der sogenannte "Woodpecker"-Mast, der große Gittermast rechts gehört zu einer Dipol-Antenne
(3) in der linken Bildhälfte ist der AutoFü-Turm zu sehen
(4) eine ältere Luftaufnahme der Hochmeister-Kaserne mit von Hand eingezeichneten LogPer-Antennen
 
 (Datei: Feuchtwangen_HF-Antennen_(1).jpg, Downloads: 62)  (Datei: Feuchtwangen_HF-Antennen_(2).jpg, Downloads: 73)  (Datei: Feuchtwangen_HF-Antennen_(3).jpg, Downloads: 73)  (Datei: Feuchtwangen_HF-Antennen_(4).jpg, Downloads: 71)
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HW
 


Anmeldungsdatum: 24.07.2002
Beiträge: 1756
Wohnort oder Region: Pullach i. Isartal

Beitrag Verfasst am: 10.04.2018 15:33 Antworten mit Zitat

Hallo,

wie das auf Bild 3 aussieht, muss der Turm des AutoFüFmNLw bzw. FüNLw damals ein Gitterstickmast gewesen sein (oder täusche ich mich?). Ich kenne nur den Betonmasten in der Kaserne.

Das war ja eine riesige Fm-Anlage vom Sektor H in Feuchtwangen.

Gruß
HW
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cebulon66
 


Anmeldungsdatum: 18.08.2003
Beiträge: 628
Wohnort oder Region: LG'er Heide

Beitrag Verfasst am: 11.04.2018 10:53 Antworten mit Zitat

HW,
alle Fotos waren mit Feuchtwangen beschriftet, wobei Foto N°(3) von den Bauten möglw.auch Osnabrück sein könnte, aber bin ich mir nicht sicher. Die Kaseren dort am Hauswörmannsweg befand sich mitten im Wohngebiet und die Antennenanlage innerhalb der Kaserne.

Ich weiß aber, daß die Anlage in Feuchtwangen größer/umfangreicher (und leistungsfähiger) war, als die in Osnabrück. War wohl auch mit ein Grund, nach der Umstrukturierug Feuchtwangen vorerst zu erhalten.

Ob der AutoFü-Mastz ein Gitter- oder Betonmast war, oder erst Gitter-, später dann Betonmast, kann ich auch nicht sagen. Da müssten Ehemalige aus dem Standort ran oder welche, die damit zu tun hatten ....

Der Gittermast ganz rechts in Foto N°(2) gehörte wohl nicht zu einer Dipol-Antene, sondern eher zur horizontal polarisierten LogPer-Antenne.
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der kleine Bazi
 


Anmeldungsdatum: 28.04.2010
Beiträge: 105
Wohnort oder Region: Goldbach

Beitrag Verfasst am: 11.04.2018 11:38 Antworten mit Zitat

Hallo HW,

also wenn ich mich recht erinnere wurde Buchdorf, nachdem Ellenberg in Betrieb ging, zur reinen Relais Station umfunktioniert.

Also zuerst führte die 120 Kanal Trasse von Randelsried über Buchdorf, Büttelberg, Königshofen, nach Reisenbach. Feuchtwangen war über eine 12 Kanal Endstelle angebunden.

Später dann Randelsried, Buchdorf, Ellenberg, Büttelberg, Königshofen, Reisenbach.Feuchtwangen wurde dann von Ellenberg aus angefahren.

Büttelberg wurde dann durch Michelbach ersetzt, habe ich aber nicht mehr erlebt, da ich im Aug. 87 ind den BFD ging. Wie es dann nach der Digitalisierung war entzieht sich meiner Kenntnis, die 8.12 wurde ja aufgelöst und der Nachfolge FM Sektor (123 ???) wurde nach Lechfeld verlegt.

Ellenberg ging mit Reisenbach, Königshofen und Michelbach an die ehemalige 3./12
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nordfriese
Ln-Nerd


Anmeldungsdatum: 18.04.2005
Beiträge: 1010
Wohnort oder Region: Bredstedt/NF

Beitrag Verfasst am: 12.04.2018 08:28 Antworten mit Zitat

Moin!
cebulon66 hat folgendes geschrieben:
...wobei Foto N°(3) von den Bauten möglw.auch Osnabrück sein könnte...

Foto 3 ist in der ehemaligen General-Martini-Kaserne in Osnabrück gemacht worden.
Das zweistöckige Gebäude im Hintergrund ist die ehemalige Truppenküche und das
Mannschaftsheim.

Gruss aus NF!
Rolf
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"Whatever you do, don't mention the war." (Basil Fawlty)
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cebulon66
 


Anmeldungsdatum: 18.08.2003
Beiträge: 628
Wohnort oder Region: LG'er Heide

Beitrag Verfasst am: 12.04.2018 10:34 Antworten mit Zitat

nordfriese hat folgendes geschrieben:
Moin!
cebulon66 hat folgendes geschrieben:
...wobei Foto N°(3) von den Bauten möglw.auch Osnabrück sein könnte...

Foto 3 ist in der ehemaligen General-Martini-Kaserne in Osnabrück gemacht worden.
Das zweistöckige Gebäude im Hintergrund ist die ehemalige Truppenküche und das
Mannschaftsheim.

Gruss aus NF!
Rolf

Also doch, danke für den Hinweis 2_thumbsup.gif

War mir nicht ganz sicher. Das Foto war zwar mit Feuchtwangen beschriftet, aber die Gebäude sahen mir nicht unbedingt danach aus ... icon_wink.gif

Habe mal aus der Jubiläumsbroschüre "40 Jahre Fernmelderegiment 72 / Fernmelderegiment 72 -- 35 Jahre Standort Feuchtwangen" (1996) ein paar Fakten zur Kaserne rausgezogen:

Zitat:
...
Mit dem Bau der Kaserne auf dem Feuchtwanger Lindenberg wird bereits am 15.06.1959 begonnen. Die Entscheidung für die Stationierung des Fernmelderegiments 72 in Feuchtwangen folgte hierbei nicht nur den für idealen Funkempfang technischen Voraussetzungen, sondern war maßgeblich auch dem besonderen Engagement des damaligen Bürgermeisters Eduard Lorenz zu verdanken, der sich hierdurch für seine Stadt und den Landkreis eine wesentliche wirtschaftliche und kommunale Belebung erhoffte.

Weitere wichtige Daten sind:
23.06.1960: Richtfest
anschließend: Fertigstellung und Bezug
September 1961: die ersten Wohnungen in der Siedlung „Weiherlache" für die Soldaten des Fernmelderegiments 72 sind bezugsfertig
Februar 1962: das Wirtschaftsgebäude mit Offizier-, Unteroffizier- und Mannschaftsheim wird seinem Zweck übergeben
Juni 1982: Indienststellung der neuen Antennenanlage

...

... Im Juli 1959 erfolgte eine Besprechung über die technische Ausstattung der zukünftigen Kasernenanlage in Feuchtwangen. Am 23.06. 1960 fand schließlich in Anwesenheit hochrangiger Gäste das Richtfest für die Kaserne auf dem Lindenberg statt.

... Am 30.06.1961 ist es soweit: Das in Mannheim als „Fernmeldeführer B Süd" aufgestellte Fernmelderegiment 72 marschiert unter freudiger Anteilnahme der Bevölkerung in der Stadt Feuchtwangen ein.

...In den ersten Tagen des Monats Juni 1963 wurden in der Kasernenanlage Spezialgittermasten als Antennenträger installiert.

... Am 30.06.1965 erhält die Kaserne des Fernmelderegiments 72 in Erinnerung an die beiden Hochmeister des Deutschen Ritterordens Konrad und Siegfried von Feuchtwangen den Namen „Hochmeister-Kaserne".

... bei der Erweiterung der vorhandenen Antennenanlage, die im Jahr 1982 die Empfangsleistungen beim Fernmeldesektor H erheblich verbesserten.

...


@ Nordfriese: Mit "Erweiterung der vorhandenen Antennenanlage" in 1982 ist sicherlich der "Woodpeckermast" gemeint ?
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nordfriese
Ln-Nerd


Anmeldungsdatum: 18.04.2005
Beiträge: 1010
Wohnort oder Region: Bredstedt/NF

Beitrag Verfasst am: 12.04.2018 11:00 Antworten mit Zitat

Moin!
cebulon66 hat folgendes geschrieben:
@ Nordfriese: Mit "Erweiterung der vorhandenen Antennenanlage" in 1982 ist sicherlich der "Woodpeckermast" gemeint ?

Sorry, kann ich nicht beantworten.
Hatte nur die GMK in Osnabrück erkannt.

Gruss aus NF!
Rolf
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