Gefängnis/Gefangenenlager nach 1945 in Schleswig-Holstein

Zwangsarbeit, Fremdarbeiter-, Konzentrations- und Kriegsgefangenenlager (STALAG, DULAG etc.) und deren Außenlager
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Dottergreis

Gefängnis/Gefangenenlager nach 1945 in Schleswig-Holstein

Beitrag von Dottergreis » 24.09.2007 20:34

Ich weiß leider nicht, ob ich hier in dieser Rubrik richtig bin.
Versuche gerade den Lebenslauf meines Vater zu "rekonstruieren", und fand dabei bei seinem Lebenslauf des Vermerk "Gefängnis/Lager 1945 - 21.8.1947 in Schleswig-Holstein ( u.a. lt. WAST Berlin ).
Hat jemand eine Ahnung, wo sich nach 45 solche Gefängnisse befanden bzw. ob darüber noch Unterlagen vorhanden sind?
Insbesondere über die "Gefangenen?"
Ich bedanke mich schon mal im voraus für Eure Hilfe....

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Leif
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Beitrag von Leif » 24.09.2007 21:18


Dottergreis

Beitrag von Dottergreis » 26.09.2007 20:37

Vielen Dank vorerst Mal für die Tipps.
Geht ja erschreckend schnell.

Gast

Lager nach 1945

Beitrag von Gast » 07.10.2007 17:59

Hallo,
es gab ab Kriegsende in der Nähe von 23738 (PLZ) Lensahn, Kriegsgefangenenlager der Engländer. Als Wachpersonal waren überwiegend polnische Zwangsarbeiter eingesetzt.

Gruß
Walkuere

Bloodygood

Beitrag von Bloodygood » 27.10.2009 22:54

Und wo genau?

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Leif
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Beitrag von Leif » 27.10.2009 23:09

Moin und willkommen im Forum!

Der Benutzer ist bereits seit längerem nicht mehr angemeldet. Neben den oben angegebenen Quellen findet man einiges in den Heimatblättern der Kreise. Auch das LAndesarchiv hat einige gute Quellen zur Einsicht.

Viele Grüße,
Leif

PS: Dieses Forum hier ist übrigens kein Sondengängerforum.

tom3596
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Beitrag von tom3596 » 07.08.2012 20:21

Moin leute,
auch wenn er nicht mehr angemeldet ist, werde ich noch mal was dazu schreiben.
Es gab nach dem Krieg in SH zwei britische Sperrgebiete (Auffanglager).

Das eine ist das Sperrgebiet F (Auffangraum IV). Der Bereich war Ostholstein ohne Fehmarn. Internierungsgebiet für ca. 570.000 Kriegsgefangene (Kapitulationsgefangene).Nach der Entlassung der Wehrmachtsangehörigen wurde die bitische Sperrzone F am 21. März 1946 aufgelöst.

Das zweite ist das Sperrgebiet G (Auffangraum III). Der Bereich war Eiderstedt (Kreis Nordfriesland) sowie Norder- und Süder-Dithmarschen ohne Festung Brunsbüttel/Bbkoog. Internierungsgebiet für ca. 410.000 Kriegsgefangene (Kapitulationsgefangene, dazu zählten auch baltisch, kroatische und ungarische Truppenteile).
Getrennt von den anderen Nationen wurden im Christianskoog die Angehörigen der antisowjetischen "Wlassow-Armee" gefangengehalten und schließlich trotz Nichtauslieferungs-garantie der Briten, von britischen Truppen zur Übergabe an die Sowjeunion abtransportiert. Das bedeutete so gut für fast alle Angehörigen dieser Armee der sichere Tod.
Nach der Entlassung aller Internierten wurde die bitische Sperrzone G am 12. Oktober 1945 offiziell aufgelöst.

Gruß
Tom

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