Bunker in Neumünster

Luftschutzbunker, zivile Bunkeranlagen und Schutzbauwerke des 2. Weltkriegs
Benutzeravatar
TimoL
Forenuser
Beiträge: 808
Registriert: 13.05.2002 13:24
Ort/Region: Wien

Bunker in Neumünster

Beitrag von TimoL » 22.04.2008 01:17

Moin ! :-)

Hier mal einige Bilder von einem Schutzbauwerk aus der Innenstadt von Neumünster.
Es handelt sich dabei um einen "Röhrenbunker" aus dem Zweiten Weltkrieg.
Die Gesamtlänge der Anlage betrug knapp 100 Meter. Sie wurde Ende 1944 von 200 Kriegsgafangenen und Zwangsarbeitern errichtet und bot Platz für ca. 1.000 Personen.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
"Die einen kennen mich, die anderen können mich!"
- Konrad Adenauer (1876-1967), erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland 1949-1963 -

Benutzeravatar
TimoL
Forenuser
Beiträge: 808
Registriert: 13.05.2002 13:24
Ort/Region: Wien

Beitrag von TimoL » 22.04.2008 01:33

Es lohnt sich übrigens nicht nach Neumünster zu fahren um sich den Bunker anzuschauen :gaehn:
Ihr werdet nur noch das hier vorfinden... :cry:
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
"Die einen kennen mich, die anderen können mich!"
- Konrad Adenauer (1876-1967), erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland 1949-1963 -

Benutzeravatar
Maddin
Forenuser
Beiträge: 225
Registriert: 31.05.2005 11:14
Ort/Region: Hamburg

Beitrag von Maddin » 22.04.2008 09:44

Danke für die Bilder !

Gruß Madin
Kopf ist nicht alles. Auch der Kohl hat einen Kopf.

Joachim Ringelnatz
----------------------------------------------------------------

DavidHL
Forenuser
Beiträge: 35
Registriert: 29.04.2007 23:26
Ort/Region: Stockelsdorf

Beitrag von DavidHL » 22.04.2008 21:47

das ist aber nicht auf dem gelände der alten hindenburgkaserne oder?

Benutzeravatar
TimoL
Forenuser
Beiträge: 808
Registriert: 13.05.2002 13:24
Ort/Region: Wien

Beitrag von TimoL » 22.04.2008 22:31

@DavidHL
Das Bauwerk befand sich am Sachsenring ;)

Hoer noch einige Bilder vom Abriss :cry:
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
"Die einen kennen mich, die anderen können mich!"
- Konrad Adenauer (1876-1967), erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland 1949-1963 -

Herr Auer
Forenuser
Beiträge: 298
Registriert: 26.01.2005 09:48
Ort/Region: Hamburg
Kontaktdaten:

Beitrag von Herr Auer » 23.04.2008 09:23

Moin !
Astreine Bilder !!
Erschreckend ist aber die Bauweise -
da ist ja kein Eisen drin .... :shocked:
Als wenn der aus Gips gegoßen worden wäre .......
Danke für die Bilder.
Gruß aus HH
Hamburg von unten : www.unter-hamburg.de

Benutzeravatar
kuhlmac
Forenuser
Beiträge: 2289
Registriert: 18.06.2005 12:42
Ort/Region: Hamm / Iserlohn

Beitrag von kuhlmac » 23.04.2008 09:29

Herr Auer hat geschrieben: Erschreckend ist aber die Bauweise -
da ist ja kein Eisen drin .... :shocked:
Als wenn der aus Gips gegoßen worden wäre .......
Das war in der Zeit aber durchaus und schon länger üblich. Schon in der Zeit der Autobahnbauten so ab 1935 wurden die Brückenwiderlager auch nur aus purem Beton gegossen (wg. Stahlmangel) und dann mit z.B. bossiertem Sandstein verkleidet. Und haltbar war das auf jeden Fall. Ob das allerdings bei einem Bombentreffer auf den Bunker auch so gewesen wäre, wage ich zu bezweifeln....

Benutzeravatar
TimoL
Forenuser
Beiträge: 808
Registriert: 13.05.2002 13:24
Ort/Region: Wien

Beitrag von TimoL » 23.04.2008 10:52

"Aus Gips gegossen" ist gar nicht mal so verkehrt, denn als Mischung wurde Magerbeton mit einem Verhältnis 8 : 1 verwendet. Das ergab eine Analyse des Betons.

Einen direkten Bomvbeneinschlag hätte das Bauwerk logischerweise nicht standgehalten.
Auch bei einem unmittelbaren Naheinschlag wäre es mindestens stark beschädigt bis teiweise zerstört worden.
Wenn überhaupt bot das Bauwerk bestenfalls einen Schutz vor "langsamen" Splittern und herabfallenden Trümmern.
Allerdings hätte hier auch schon wieder ein Flugzeugmotor, eine Tragfläche und/ oder ein anderes großes Teil von einem abtürzenden Flugzeug ausgereicht, um das Bauwerk mindestens zu beschädigen.

Die Leute von dem Abbruchunternehmen haben auch ausgerecht das schon die Kraft eines mit Wasser gefüllten Gymnastikballs von 40 cm Durchmesser, abgeworfen aus 4.200 Meter Höhe, um die Decke zu durchschlagen. Neben einem Loch in der Decke wäre auf Grund der auftretenden Kräfte die Decke der betreffenden Röhre aber auch noch über die ganze Länge hinweg eingerissen (siehe auch Bild NMS_Bunker_14).

Dass das Bauwerk aber dennoch etwas aushielt, sieht man schön auf Bild NMS_Bunker_13:
Der 40 Tonnen-Bagger konnte sich trotz seines Gewichtes problem- und gefahrlos über und auf den Röhren bewegen, was aber nicht am Material lag, sondern an der Bogenform des Bauwerkes.

Bei Bild NMS_Bunker_14 haben wir nartürlich keinen mit Wasser gefüllten Gymnastikball aus 4.200 Meter Höhe abgeworfen :lol: :hellau:
Der Baggerfahrer hat hier "nur" einen gezielten Schlag auf die Decke gesetzt.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
"Die einen kennen mich, die anderen können mich!"
- Konrad Adenauer (1876-1967), erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland 1949-1963 -

Biedermann (†)

Beitrag von Biedermann (†) » 23.04.2008 21:33

TimoL hat geschrieben:Die Leute von dem Abbruchunternehmen haben auch ausgerecht das schon die Kraft eines mit Wasser gefüllten Gymnastikballs von 40 cm Durchmesser, abgeworfen aus 4.200 Meter Höhe, um die Decke zu durchschlagen.
Na, wer macht denn so etwas??? (Und wo gibt es einen Smart Gymnastikball der aus 4200m auch trifft?)
Gut daß die Alliierten nicht mit Wasserbällen warfen...

Grüße
Ingo

Herr Auer
Forenuser
Beiträge: 298
Registriert: 26.01.2005 09:48
Ort/Region: Hamburg
Kontaktdaten:

Beitrag von Herr Auer » 23.04.2008 21:57

Oder auch nicht ...!
Es hätte in Hamburg bestimmt mehr Bausubstanz erhalten.
Aber Gymnastikbälle sind ja glücklicherweise nicht das Thema dieses Threads ......
Hamburg von unten : www.unter-hamburg.de

Antworten