Flugzeugbau im Hamburger Hafen

Hamburger Flugzeugbau Blohm & VossDie Blohm & Voss Werft in Hamburg Steinwerder: Wo bis 1933 tonnenschwere Stahlbauteile zu Schiffen zusammengefügt wurden, sollten künftig aus Holz, Stahlrohren und Aluminiumblechen mit Materialstärken von wenigen Millimetern auch Flugzeuge entstehen.

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Truppenübungsplatz und Flüchtlingslager Oksböl - gestern, heute und morgen

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Schutz und Hilfe - kostenloses eBook zum Download

schutz und hilfe200"Schutz und Hilfe - Die Geschichte der Entwicklung des Schutzes der Bevölkerung in Deutschland bei Katastrophen und kriegerischen Auseinandersetzungen von 1871 - 1945" heisst unser neues eBook. Godeke Klinge, der sich seit Jahrzehnten mit dem Thema befasst, selbst schon ebenso lange beim THW tätig ist, am Aufbau des leider nicht mehr existierenden Bevölkerungsschutz-Museums in Hamburg beteiligt war und vielen aus unserem Forum nicht unbekannt sein dürfte, hat sein fundiertes Wissen und seine Recherchergebnisse über diese Ära des Bevölkerungsschutzes auf 190 Seiten nidergeschrieben und uns freundlicherweise zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt. Ab heute stellen wir es kostenlos als eBook im PDF-Format zum Herunterladen bereit.

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Luftverteidigung in und um Oberndorf a.N.

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Schneider-Huetter
 


Anmeldungsdatum: 05.11.2011
Beiträge: 176
Wohnort oder Region: Am Rande des Schwarzwalds

Beitrag Verfasst am: 18.01.2012 11:32 Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

ich hätte noch zwei Fragen an die Spezialisten:

a.) Funkmess Hochmössingen
Meinen Recherchen zufolge befand sich auf dem Sockel, den ich gefunden habe, ein Würzburg-Riese, da die kleineren Würzburg-Geräte anscheinend keinen (derart aufwendigen) Sockel benötigten und er von der Form her denjenigen entspricht, die man auf verschiedenen Internetseiten sieht (u.a. auf SES' Seite).

Wenn ich es richtig verstanden habe, konnte der Würzburg-Riese sowohl zur Leitung von Jägern als auch zur Feuerleitung der Flak eingesetzt werden. Wobei zur Jägerleitung zwei Stück davon benötigt worden wären, einer zum Anpeilen und der andere zum Heranführen an das Ziel.

Kann man also sagen, dass wenn es nur einen Riesen gab, dieser ausschließlich zur Feuerleitung diente? Sollten jedoch zwei existiert haben, so wurde die Funkmess-Stellung sowohl zu Jäger- als auch zur Feuerleitung der Flak eingesetzt?

b.) Leichte Flak Boller Fels
Handelt es sich bei diesem Objekt tatsächlich um eine leichte Flak-Stellung? Der Aufbau kommt mir eigenartig vor. Der Sockel entspricht keinem, den ich beim „Herumstöbern“ auf diversen Seiten gefunden habe und auch die vier Pfeiler kommen mir seltsam vor. Ich weiß aber sicher, dass es in diesem Gebiet drei leichte Flakstellungen gab.

Ich hoffe, ihr könnt mir Ahnungslosem weiterhelfen icon_wink.gif

Viele Grüße
Mathias
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Schneider-Huetter
 


Anmeldungsdatum: 05.11.2011
Beiträge: 176
Wohnort oder Region: Am Rande des Schwarzwalds

Beitrag Verfasst am: 18.01.2012 21:13
Titel: Fehlerkorrektur / Nachtrag
Antworten mit Zitat

Fehlerkorrektur:
Leider hat sich bei meinem Beitrag über die Seilsperre ein Fehler eingeschlichen: Die Bilder zeigen das nord-östliche Widerlager, nicht das süd-östliche!

Nachtrag zu der mutmaßlichen leichten Flak-Stellung:
Ich habe aus einer mir vorliegenden Skizze mit den Flak-Stellungen um Oberndorf ein GE-Overlay erstellt und musste leider feststellen, dass die von mir fotografierte Stellung zu weit weg von der dort eingezeichneten wegliegt (die mir bekannten stimmen hingegen grob überein), sodass davon ausgegangen muss, dass es sich nicht um eine leichte Flak-Stellung handelte.

Aber um was dann, habt ihr eine Idee icon_question.gif
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flori092000
 


Anmeldungsdatum: 29.12.2010
Beiträge: 53
Wohnort oder Region: Hamburg

Beitrag Verfasst am: 19.01.2012 12:32 Antworten mit Zitat

Hallo Schneider-Huetter,

als ich Deine Grafik von dem Objekt mit den vier Pfeilern sah,
hatte ich sofert den Eindruck, dass ein fünfter Pfeiler genau
in die Lücke auf der linken Seite passen würde.

Leider habe ich aber auch keine wirklich gute Idee um was es sich handeln könnte.
Nur, wenn dort ein fünfter Pfeiler gestanden hat, wären die Pfeiler möglicherweise
das Fundament für eine Art Plattform. Ist aber reine Spekulation.

Gruß Jens
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wolfi
 


Anmeldungsdatum: 31.03.2004
Beiträge: 379
Wohnort oder Region: bayern

Beitrag Verfasst am: 29.01.2012 10:05 Antworten mit Zitat

Sehr interessante Doku!!Ich werd im Frühjahr auch weider einen Abstecher in die Gegend machen
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Schneider-Huetter
 


Anmeldungsdatum: 05.11.2011
Beiträge: 176
Wohnort oder Region: Am Rande des Schwarzwalds

Beitrag Verfasst am: 15.02.2012 09:57 Antworten mit Zitat

Hallo Jens,

danke für den Hinweis! Ich war am Sonntag nochmals dort und habe nachgemessen. Vom Abstand her würde dort tatsächlich ein weiterer Pfeiler "hinpassen". Leider habe ich trotzdem keine Ahnung, um was es sich gehandelt haben könnte. In folgendem Thread hat Beutzer "greenbull" ein Bild von einem Sockel gepostet, der dem am Boller Fels verdächtig ähnlich sieht: https://www.geschichtsspuren.de/forum/viewtopic.php?t=16559 (IMG_0018.JPG), dort gibt es aber auch keine weiteren Infos dazu.

Von den in der mir vorliegenden Skizze eingezeichneten leichten Flak-Stellungen konnte ich leider keine Reste mehr finden. Allerdings weiß ich auch nicht, ob diese überhaupt befestigt/mit Sockeln versehen waren.

Grüße
Mathias
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Schneider-Huetter
 


Anmeldungsdatum: 05.11.2011
Beiträge: 176
Wohnort oder Region: Am Rande des Schwarzwalds

Beitrag Verfasst am: 22.04.2012 17:00
Titel: Schwere Flak-Stellung "Harzwaldhäuser"
Untertitel: Epfendorf
Antworten mit Zitat

Obwohl ich ehrlich gesagt recht enttäuscht über die Resonanz zu meinem Beitrag bin, v.a. bezüglich Funkmess (ok, die falsche Rubrik) und leichter Flak, möchte ich meine Doku über Oberndorfs Luftverteidigung fortsetzen.

Fortfahren möchte ich mit der schweren Flak-Stellung "Harzwaldhäuser" bei Epfendorf. Von der Stellung sind noch zwei Geschützbettungen in gutem Zustand erhalten geblieben, welche privat genutzt werden (G01 und G02). Von der Befehlsstelle II sind noch einige Betonreste "erahnbar". Die restlichen Bauten wurden komplett entfernt, anhand eines Luftbilds konnte ich die restlichen Bauten jedoch in Google Earth markieren: http://www.spuren-der-geschich.....t_2000.jpg

Nördlich abgesetzt befindet sich noch ein unbekannter, unterirdischer Bunker, dessen Funktion mir unbekannt ist. Ich nehme jedoch an, dass er auch zu der Flak-Stellung gehörte.

Hier nun die Bilder:
 
Geschützbettung G01, etwas abgewandelter Typ >>Ginnick<< mit angehängtem Unterstand (Datei: PC250744.JPG, Downloads: 114) G01 (Datei: PC250739.JPG, Downloads: 120) G01 (Datei: PC250740.JPG, Downloads: 119) G01 (Datei: PC250743.JPG, Downloads: 115) G01 - Lüftungsgitter des Unterstandes (Datei: PC250745.JPG, Downloads: 120) G01 (Datei: PC250748.JPG, Downloads: 123) G01 (Datei: PC250751.JPG, Downloads: 109)

Zuletzt bearbeitet von Schneider-Huetter am 22.04.2012 19:19, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Schneider-Huetter
 


Anmeldungsdatum: 05.11.2011
Beiträge: 176
Wohnort oder Region: Am Rande des Schwarzwalds

Beitrag Verfasst am: 22.04.2012 17:12 Antworten mit Zitat

Mehr Bilder der Epfendorfer Flak-Stellung:
 
Geschützbettung G02 (Datei: PC250758.JPG, Downloads: 105) G02 (Datei: PC250756.JPG, Downloads: 109) G02 (Datei: PC250754.JPG, Downloads: 125) Den unbekannten, unterirdischen Bunker würde man im Gelände fast nicht erkennen, wäre nicht eine Geländer angebracht worden. (Datei: PC250769.JPG, Downloads: 143) Zugang zum unbekannten Bunker (Datei: PC250764.JPG, Downloads: 148) Zugang zum unbekannten Bunker (Datei: PC250767.JPG, Downloads: 145) Detail neben einem der Geländerpfosten (Datei: PC250765.JPG, Downloads: 132)
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-zAc- (†)
 


Anmeldungsdatum: 05.01.2004
Beiträge: 309
Wohnort oder Region: Hamburg

Beitrag Verfasst am: 23.04.2012 00:59 Antworten mit Zitat

Hallo Mathias,

du solltest nicht enttäuscht sein. Immerhin haben deine Beiträge seit ihrem Erscheinen bis jetzt 1458 (23.04.2012 00:58) Aufrufe zu verzeichnen. Vielleicht können die Leser nicht sehr viel beitragen, weil die Fachkenntnisse dafür nicht vorhanden sind.

Für mich waren die Bilder und deine Kommentare sehr informativ. Und die Drahtsperren gegen Tiefflieger in deinem anderen Beitrag waren mir vorher nicht bekannt.


Gruß
_________________
-zAc-
Mit leerem Kopf nickt es sich leichter. (Žarko Petan)
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Shadow
Moderator


Anmeldungsdatum: 03.08.2007
Beiträge: 2541
Wohnort oder Region: Hamburg

Beitrag Verfasst am: 23.04.2012 04:31 Antworten mit Zitat

Hallo Matthias,

eine Idee zu Deinem unbekannten Bunker: Aus dem Westwall bzw. der LVZ-West sollte man immer die Wasserversorgung mit im Hinterkopf haben. Gerade auch wenn das Objekt nicht in den normalen, im Netz kreisenden Stellungskarten auftaucht steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um ein Objekt der Wasserversorgung handelt. Diese waren oft/überwiegend den örtlichen Gegebenheiten angepasste Einzelbauten, sind also kaum in Regelbauübersichten zu finden. Das Einzige, was vielleicht aus dem normalen Regal kam könnten die Panzerteile sein.

Aufgrund der scheinbaren Einzellage, der Höhenlage über dem Neckar und der Ausführung ohne Notausgang würde ich mit dem Gedanken im Hinterkopf als erstes auf verbunkerten Wasserspeicher tippen.

Wenn Du dieser Theorie folgen magst, dann könntest Du es auf eine kleine Unterholzexpedition ankommen lassen. Gute 200m östlich deines angegebenen Standortes beginnt ein zum Neckar abfallender Geländeeinschnitt, in dem offensichtlich ein kleiner Bach vorhanden ist. Sollte die Quelle davon auszumachen sein und sich in deren Steinwurfweite etwas unnatürliches befinden, dann hättest Du das geklärt: Fundament oder Unterstand für eine Pumpe, eine offensichtlich gefasste Quelle mir Rohrresten, whatever. Es sei denn, der Bach ist zu klein, dann wäre die Pumpe eher am Neckar. Auf jeden Fall würde ich auch die dort einsam auf dem Feld stehende Baracke in Augenschein nehmen, ob die zeitgenössisch als ehemaliger Pumpenwohnsitz in Betracht käme.

Du kannst nätürlich auch Pech haben. Wenn Du eine alte Karte zur Hand nimmst, dann erkennt man, dass sich der Ursprung des Baches ziemlich weit in das Feld hineinzieht, möglicherweise bis an die fragliche Stelle. Kann könnte es sein, dass man die Quelle selber verbunkert hat, das habe ich in der Eifel schon gesehen. Wenn der Bach also im Geländeeinschnitt aus einem alten rostigen Rohr "entspringt", dann wohl eher diese Variante. icon_mrgreen.gif
Wäre das tatsächlich die Quelle, dann wäre das auch die Erklärung, warum man das offen gehalten hat. Mal einen Blick auf den Zustand des Türschlosses geworfen?

Kann es sein, dass da noch ein zweites, zugeschüttetes Exemplar vorhanden ist? Auf PC250769.JPG ist hinter dem Geländer irgendwie noch so eine Beule in der Wiese zu sehen.


Gruss, Shadow.


Zuletzt bearbeitet von Shadow am 24.04.2012 04:49, insgesamt 1-mal bearbeitet
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Shadow
Moderator


Anmeldungsdatum: 03.08.2007
Beiträge: 2541
Wohnort oder Region: Hamburg

Beitrag Verfasst am: 23.04.2012 07:51 Antworten mit Zitat

Das Geodatenportal-BW weist heute als Quelle des Marbachs den nördlichen Arm aus, über die Baumgruppe neben der Baracke ungefähr dorthin, wo in der GE-Ansicht heute der einzelne Baum mitten auf dem Feld steht.
Die in meinem vorherigen Posting verlinkte alte Karte zeigt aber zweifelsfrei einen Quellarm in westliche Richtung zu deinem Bunker hindeutend. Möglicherweise auch der stärkere Quellarm, denn der Geländeeinschnitt folgt ja dieser Richtung (vgl. Geodatenviewer).

Ich gehe wirklich davon aus, dass Du da eine/zwei(die zugeschüttete Beule in der Wiese) Nadeln im Westwall-LVZ-Heuhaufen gefunden hast: Ein verbunkerte Quelle, sehr wahrscheinlich zumindestens ursprünglich mit Wasserspeicher, die heute noch im ursprünglichen Betrieb ist, sprich nicht trockengelegt.

Ich möchte bitte Bilder von dem rostigen Rohr, wo der verbunkerte Quellarm in den Marbach mündet. Und vielleicht noch eine Detailaufnahme der Bunkertür und des Schlosses davor icon_mrgreen.gif

2_thumbsup.gif

Shadow.
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