Radarstellung auf der Wasserkuppe

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zulufox
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Re: Radarstellung auf der Wasserkuppe

Beitrag von zulufox » 19.05.2019 15:36

Pinguin der 2. hat geschrieben: 19.05.2019 14:11 Mal ein kleiner Input zu RiFu Stationen. RiFu wird ja genutzt, um eine "weitgehend" abhörsichere Commo Verbindung aufzubauen. Sonst könnte man ja gleich normalen Funk nehmen. Eben deswegen wurden RiFu Verbindungen niemals in West-Ost Richtungen aufgebaut, weil sich die Übertragung nicht als kohärenter Strahl entwickelt sondern langsam immer breiter als Keule wurde. Das heißt: Feind hört doch mit.
Das mit der weitgehend "ab- oder mithörsicheren" Verbindung hat man sich aber auch nur so gedacht. Neben der Hauptkeule der Richtfunkverbindungen gab und gibt es auch Nebenkeulen, die für die jeweilige Funkaufklärung wahre Leckerbissen lieferten :mrgreen:

Da können die Fachleute noch lange historische Abhandlungen schreiben.

MfG
Zf :holy:
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"Nichts ist leichter als Selbstbetrug, denn was ein Mensch wahrhaben möchte, hält er auch für wahr."

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Pinguin der 2.
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Re: Radarstellung auf der Wasserkuppe

Beitrag von Pinguin der 2. » 19.05.2019 18:04

Sag ich doch. Das war aber auch bekannt, deshalb gab es selbst 300km westlich IGB keine West-Ost RiFu Strecken.
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Hesse
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Re: Radarstellung auf der Wasserkuppe

Beitrag von Hesse » 24.01.2020 09:25

Moinsen,
lange ist her, das ich an der "Kuppe" war, ich denke doch, das es externe Anschlußstellen für was auch immer sind, denn die sind ringörmig an den Positionen verteilt, wo damals der Zaun stand. Schätzungsweise alle 75-100m
Allerdings nur innerhalb des oberen Zaunes, wo dieser mal stand, um die Radarkuppeln, jetzt nur noch Kuppel.
Derzeit ist ja nur das kleine Areal eingezäunt, wo der Container für die Mobilfunk-, und Richtanatennen stehen.

Als ich oben war, konnte ich zwr einen Blick in das Blockheizkraftwerk werfen, aber die Mitarbeiter von Osthessennetz waren wenig kooperativ. Bilder nicht erlaubt! :redcard:

Zudem, wer es sich noch anschauen will, wird am 01.12 dieses Jahres die Wetterwarte oben geschlossen. Das Ursinus Haus.
Wenn mein Sohn Ferien hat, werde ich sicherlich mal hochfahren und es mir nochamls anschauen! Der rest, Kaserne etc ist dem Verfall ausgeliefert. Nachdem die Flüchtlinge raus sind herrscht dort nur noch Sodom und Gomorra, alles wird gestützt, oder ist vernagelt. Leider
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Re: Radarstellung auf der Wasserkuppe

Beitrag von Hesse » 01.02.2020 18:39

So...nun bin ich schlauer. Ich habe heute den StFw a.d Demel zuhause aufgesucht, er hat die Wasserkuppe quasi " abgeschlossen", nach sehr langer Dienstzeit im Abgesetzten Techn zug aus Lauda Königshofen.
Die ominösen Deckel sind Verschlüsse von Tiefenbohrungen sagt er. Durch die Amerikaner sei das Gebiet oben derart mit Öl und Betriebsstoffen kontaminiert, das man versuchte herauszufinden, was in der Tiefe sei und ob man oben alles flächig abtragen musste. Die Tiefenbohrungen, knapp 40m wurden gebraucht um anhand der Bohrkerne herauszufinden, was weiter unten ist.
Man fand Wasser.
Die Deckel sind verplombt, 6 Stück an der Zahl und verschließen das heute noch bestehenden offene Bohrloch. Den besuchern erzählt man gerne, dies seien Raketenschächte. :pruuust:
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Re: Radarstellung auf der Wasserkuppe

Beitrag von Hesse » 10.08.2020 10:48

Mal eine Frage, befand sich im inneren des Kasernenbereichs ein Wasserbecken, oder ist das ein farblicher Unfall bei der Aufnahme?

https://djohessen.de/wp-content/uploads ... pe-djo.jpg

Derzeit ist da oben ja alles verdörrt... :keepcalm:

Gruß Markus
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Re: Radarstellung auf der Wasserkuppe

Beitrag von Geograph » 11.08.2020 23:00

Hesse hat geschrieben: 10.08.2020 10:48 Mal eine Frage, befand sich im inneren des Kasernenbereichs ein Wasserbecken, oder ist das ein farblicher Unfall bei der Aufnahme?
Ja, im Innenhof befand sich vor dem Lilienthal-Haus ein Löschwasserbecken.

Das Löschwasserbecken sieht man auch auf dem Modell, welches im Radom ausgestellt wird (vgl. beigefügte Aufnahmen).


Grüße
GEOGRAPH
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Re: Radarstellung auf der Wasserkuppe

Beitrag von Hesse » 21.08.2020 11:12

Danke Dir...
Gruß markus
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