CEPS - Nato-Pipeline

Depots, Tanklager, Munitionsniederlagen, Versorgungs- und Nachschub-Infrastruktur des Militärs
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sfp9
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Re: CEPS - Nato-Pipeline

Beitrag von sfp9 » 04.11.2019 20:57

Hallo Kai,

Danke für die perfekte Erklärung! :thumbup:

Gruss, Tobias

HW
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Re: CEPS - Nato-Pipeline

Beitrag von HW » 16.11.2019 18:43

Hallo,
bei der Bundeswehr wurde in den 70er/80er Jahren das Tanklager im Sprachgebrauch als "Unterirdisches Betriebsstofflager Westerburg bei Ransbach-Baumbach" bezeichnet. Eigentlich liegt es aber auf dem Gemeindegebiet von Wittgert.

Gruß

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zulufox
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Re: CEPS - Nato-Pipeline

Beitrag von zulufox » 21.01.2020 13:07

Moin Leute,

so nebenbei: heute ein aktueller Bericht zum CEPS-Tanklager bei Pfungstadt
https://www.echo-online.de/lokales/darm ... t_21076176

MfG
Zf :holy:
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Wilhelm94
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Re: CEPS - Nato-Pipeline

Beitrag von Wilhelm94 » 22.01.2020 11:11

Leider nicht lesbar weil gesperrt.

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Re: CEPS - Nato-Pipeline

Beitrag von redsea » 23.01.2020 20:20

Hallo zusammen,

es wäre wirklich interessant zu lesen, was dieser Schreiberling in seinem Echo-Artikel so “berichtet“.

Schon die Headline "Millionen Liter Kerosin lagern im Wald bei Pfungstadt" lässt ja darauf schließen, dass sich irgendwo in einem Wald bei Pfungstadt ein riesiges, streng geheimes Tanklager der Nato von unvorstellbarer Größe versteckt, das sogar auch den Flughafen Fraport mit Kerosin versorgt.

Betrachtet man das mal ein bisschen nüchternen anhand von Zahlen, Daten und Fakten, so ergibt sich schnell ein realistischeres, eher ernüchterndes Bild.

Tatsächlich handelt es sich bei dem TL Pfungstadt um ein Tanklager mit einem Fassungsvermögen von 40.000 m³ (40 Millionen Liter).

Das BP Tanklager Mainz-Gustavsburg, das über die RMR-Pipeline 40% der Kerosinversorgung des Flughafens FFM abdecken kann, hat ein Fassungsvermögen von 311.000 m³ (311 Millionen Liter), davon 75.000 m³ für Kerosin.

Das Shell Tanklager Raunheim, das den Flughafen ebenfalls über die RMR-Pipeline mit Kerosin versorgt, hat immerhin noch ein Fassungsvermögen von 166.000 m³, also noch die 4-fache Menge des Tanklagers Pfungstadt.

Das Nato-Tanklager Mainhausen bei Aschaffenburg, das den Flughafen FFM über die CEPS-Leitungen Nr. 4 bis zum Streckenschieber ES 2 bei Rossdorf und dort an die Leitung Nr. 5 (Pfungstadt – Fraport) angeschlossen, versorgen kann, hat ein Fassungsvermögen von 33.000 m³.

Der Flughafen Fraport verfügt selbst über Tanks mit einem Fassungsvermögen von insgesamt 186.000 m³. Die durchschnittliche Betankungsmenge liegt bei ca. 15 Millionen Liter (15.000 m³) pro Tag.

Die beide zivilen Tanklager Gustavsburg und Raunheim werden u.a. über die RRP-Pipeline von Rotterdam aus mit Kerosin versorgt.

Ich hoffe diese Zahlen verdeutlichen ein wenig die Größenverhältnisse der Nato-Tanklager zu den wesentlich größeren zivilen Tanklagern.

Viele Grüße

Kai

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CEPS - Nato-Pipeline - Schutzstreifenfreischnitt per Helikoptersäge

Beitrag von redsea » 23.01.2020 22:07

Hallo zusammen,

wer im Zusammenhang mit Nato-Pipeline und Hubschraubern etwas Besonderes erleben möchte, kann dies noch bis voraussichtlich Mitte Februar im Staatsforst Seligenstadt bei Mainhausen.

Die CEPS-Leitung Nr. 4 verläuft von Pfungstadt aus bis zum, im Staatsforst Seligenstadt bei Mainhausen gelegenen, Endtanklager. Früher verlief sie von dort aus weiter bis zum kleinen Tanklager mit LKW-Beladestation in Kleinostheim.

Wie vielen sicher bekannt, verläuft die Pipelinetrasse in einem 10 m breiten Schutzstreifen, der frei von Bebauung und größerem Bewuchs zu halten ist. Übermäßiger Bewuchs wird in regelmäßigen Abständen entfernt.

Die Gemeinde Mainhausen informiert in dieser Pressemitteilung darüber, dass die Fernleitungs-Betriebsgesellschaft die Firma Wucher Helicopter aus Österreich beauftragt hat, den Schutzstreifen von hereingewachsenen Ästen mittels einer Helikoptersäge freizuschneiden.

Im Video zu sehen ab 7:48 min.:

https://www.youtube.com/watch?v=T_jy5Xo_M6I

In der Pressemitteilung wird auch der weitere Verlauf der Tasse bis Pfungstadt und zum Flughafen FFM angesprochen, über den auch an anderen Stellen im Netz über Helikoptersägearbeiten berichtet wird: echo-online.

Hier findet sich ein Hinweis auf die Ausschreibung der Arbeiten aus April 2019. Die Ausschreibung selbst ist leider nicht mehr aufrufbar.

Viele Grüße

Kai
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