Fernmeldebataillon 940 (Daun)

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stephenfab4
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Fernmeldebataillon 940 (Daun)

Beitrag von stephenfab4 » 14.11.2016 13:36

Hallo ! Ich bin neu zum Forum, aber ich habe schon eine Frage : Kürzlich habe ich eine Fernsehserie gesehen, die "Deutschland 83" heisst ; diese Serie zeigt das Fernmeldebataillon 940 in Daun in 1983. Die Soldaten, UOF und Offiziere tragen das Verbandabzeichen des dritten Armeekorps des Feldheeres aud dem linken Ärmel. Ist das historisch richtig ? War das Bataillon nicht im Territorialheer untersellt (Rheinland-Pfalz, bzw. Kommando Süd)? Oder war es direkt am Bundesministerium der Verteidigung gebunden ? Vielen Dank und schöne Grüsse aus Lausanne, Schweiz :-) Stefan.

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turul
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Beitrag von turul » 14.11.2016 14:09

Hallo,

das Fernmeldebataillon 940 gehörte zum Territorialheer, es unterstand zunächst dem Fernmeldestab 60, ab 1979 dem Fernmeldestab 94 und damit dem Verteidigungsministerium (zeitweise unter Zwischenschaltung des Führungsstabes des Heeres).

Das Bataillon gehörte nie zum Feldheer, von daher sind die Ärmelabzeichen des III. Korps (Feldheer) falsch.

Literatur:
Grabau, Rudolf: Die Fernmeldetruppe EloKa des Heeres in den Jahren 1957 bis 1990. Bd 1. Ein
Beitrag zur Geschichte der Bundeswehr: Geschichte der Truppenteile, Organisation,
Ausbildung, Personal. Bonn 1995.
Grabau, Rudolf: Die Fernmeldetruppe EloKa des Heeres in den Jahren 1957 bis 1990. Bd 1a: Beiheft. Organisations- und Ausbildungsübersichten. Bonn 1995.


Grüße
Jörg

stephenfab4
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Beitrag von stephenfab4 » 14.11.2016 14:26

Hallo Jörg,
Vielen Dank für deine Antwort ; deshalb, soll das richtige Abzeichen dieses sein ?

Mit freundlichen Grüssen,
Stefan
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turul
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Beitrag von turul » 14.11.2016 17:35

Hallo Stefan,

nein, das ist auch nicht richtig, das ist das Ärmelabzeichen des Territorialkommandos SÜD.
Das Fernmeldebataillon 940 müsste das beigefügte Abzeichen (also ohne den Schriftzug SÜD) getragen haben.

Man kann die Zuordnung in den meisten Fällen auch aus der Nummer der Einheit ableiten:
- Truppenteile des Heeres, die direkt der obersten Bundeswehrführung unterstanden, hatten Einheitsnummer ab 900 (z.B. Fernmeldebataillon 940
- Truppenteile des Territorialkommandos SÜD hatten Einheitsnummern ab 850 (z.B. Fernmeldebataillon 860).
- Truppenteile des Territorialkommandos NORD hatten Einheitsnummern ab 800(z.B. Fernmeldebataillon 820)
Ausnahmen gelten für Stäbe (wie oben genannt - FmStab 94)
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kahagee
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Beitrag von kahagee » 14.11.2016 17:53

Hallo zusammen,

wenn ich mich recht erinnere, hatten wir ca. 1978 dieses Zeichen am Ärmel.

Siehe https://upload.wikimedia.org/wikipedia/ ... 29.svg.png
Gruß kahagee

stephenfab4
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Beitrag von stephenfab4 » 14.11.2016 19:01

Hallo !

Das war das Abzeichen des Heeresamtes, oder ?

Super ! Vielen Dank für diese Antworten ! Das ist sehr nett von euch !

Mit freundlichen Grüßen aus Lausanne ! Bonsoir les amis !
Stefan

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Beitrag von turul » 15.11.2016 08:13

kahagee hat geschrieben:Hallo zusammen,

wenn ich mich recht erinnere, hatten wir ca. 1978 dieses Zeichen am Ärmel.

Siehe https://upload.wikimedia.org/wikipedia/ ... 29.svg.png
Das kann durchaus sein, weil - wie ich oben geschrieben habe - der dem Bataillon vorgesetzte Fernmeldestab zeitweise dem Führungsstab des Heeres unterstand.

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nordfriese
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Beitrag von nordfriese » 15.11.2016 09:15

Moin!

Kleiner Hinweis:
Da das Fernmeldebataillon 940 Fernmeldeaufklärung betrieb, wäre die Anfrage
im Bereich "Kalter Krieg - ELOKA / SIGINT / Fernmeldeaufklärung" besser auf-
gehoben.
;)

Gruss aus NF!
Rolf

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chinaman
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Beitrag von chinaman » 15.11.2016 15:05

Die Frage, die hoffentlich nicht völlig deplatziert ist (Utopia / Gerüchte?):
Gibt es irgendeine historische Basis für die Story?
Der Drehbuchautor war wohl selbst in Daun stationiert und angeblich gab es dort eine solche Wahrnehmung..

stephenfab4
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Beitrag von stephenfab4 » 15.11.2016 19:07

Na ja, das ist eine wahrscheinliche Vorstellung ; Produzent Jörg Winger hat mehrere Male gesagt, daß er selbst wirklich Funker in der Bundeswehr in den 80er Jahren war. Wie ich.... aber in der Schweizer Armee ! ;)

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