Münchner Ringstrassen

Verkehrsgeschichte - Straßen, Autobahnen und sonstige Straßenverkehrs-Bauwerke
absolutwig

Beitrag von absolutwig » 12.01.2011 17:39

Anonymous hat geschrieben:Und zur Abwechslung ein in weiten Bereichen nicht gebauter Strassenzug:

Die Tangente 5 Ost war östlich der Cosimastrasse geplant und verlief in Nord-Süd-Richtung (die Baulücke östlich der Pühnstrasse ist in dem Bereich deutlich zu erkennen), kreuzt die Bahngleise etwas östlich der Baumkirchner Strasse, auch da sind die Freihaltungen noch zu erkennen. Weiter folgt sie in etwa der St.-Michael-Strasse, wenn sie auch deren Schwenks vermeidet, ist dann etwa im Bereich der Hofangerstrasse und Am Graben geführt, verläuft an der Westgrenze des Ostparks, um dann nach einem leichten Westschwenk (hier ist die geplante Trasse in GE nicht mehr zu erkennen) auf Höhe des Südfriedhofs auf die Unterhachinger Strasse (St 2368) zu treffen und dieser weiter zu folgen.

Ein Ableger der St 2368 sollte in etwa auf Höhe der heutigen S-Bahn von der Unterhachinger Strasse nach Osten abzweigen und wäre dann weiter der heutigen Bahntrasse gefolgt, bis er dann auf der Höhe der Einmündung der Arnold-Sommerfeld-Strasse mit der heutigen Carl-Wery-Strasse zusammengefallen wäre und deren Verlauf weiter folgt - der Name des Strassenzugs ändert sich ab der Stadtgrenze dann zur Äusseren Hauptstrasse, die am Bundeswehr-Geälnde vorbei nach Neubiberg führt und von dort als Rosenheimer Landstrasse/St2078 nach Ottobrunn führt. Der ganze Strassenzug ist ab der Carl-Wery-Strasse als breite Ausfallstrasse ausgeführt.

Es grüsst
Axl
Guten Abend

ist zwar schon etwas älter der Fred, aber Deine Markierung in der Karte zur Tangente Ost geht leider nicht weit genug nach Norden.
Die Tangente war als Verlängerung des heutigen Föhringer Rings geplant und sollte ab ca Heizkraftwerk Nord etwas weiter östlich beginnen.
Der "harte" Knick in die Effnerstraße war so nicht vorgesehen.
Auch hier erkennt man noch gut die freigehaltenen Flächen östlich der Regina-Ullmann-Str ganz im Nord-Osten der Stadt. Diese ziehen sich weiter nach Süden, queren die Johanneskirchner Straße (die übrigens auch in diesem Bereich vierspurig ist und dann in Johanneskirchen an der Freischützstraße im Nichts endet!), laufen weiter zwischen den Siedlungen Taimerhofstr. und Grimmeisenstr. hinter der ehemaligen Pionierschule entlang um dann nördlich der Englschalkinger Str in die von Dir beschriebene Trasse zu münden.
Hoffe, hier etwas geholfen zu haben.

Gruß Absolutwig

b-707
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Re: Münchner Ringstrassen

Beitrag von b-707 » 21.05.2019 17:54

Der Nord-Sued-Grünstreifen des ÖBZ in München-Bogenhausen ist ein Ergebnis der gestorbenen Tangente 5 Ost.
In diesem Grünstreifen ist ein bewaldeter Flecken. Dieser wiederum wird durchzogen von einer ca. 150m langen und max. 50m breiten Furche, siehe den roten Strich in https://v.bayern.de/LBBzC
Frage: wie ist diese Furche entstanden?

Bitte um / danke vorab für Hinweise
Josef alias b-707

Sunninger
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Re: Münchner Ringstrassen

Beitrag von Sunninger » 21.05.2019 23:19

Hab mir das auch gerade im Geoportal angesehen.

Die Ausmaße sind ca. 150m lang, 36m breit und max. 7m tief. Der südliche Bereich wurde auf einer Fläche von ca. 1300m² wieder aufgefüllt.

Womöglich sind das Hinterlassenschaften des Kies- und Lehmabbaues.

http://www.nordostkultur-muenchen.de/vi ... storie.htm

b-707
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Re: Münchner Ringstrassen

Beitrag von b-707 » 22.05.2019 13:13

Thx für die Info, vermutlich ist es so. Dazu passend:
"Das ÖBZ liegt auf der Münchner Lößlehmzunge, die den Grundstoff hervorbrachte, aus dem dann die Ziegel entstanden, die in Münchens Häusern verbaut wurden. Von der Reischl-Ziegelei, die früher hier stand, gibt es nur noch den 'Turm', die ehemalige Trafostation. Nach dem Abbau des Lehms wurde darunter der Kies abgebaut. Die alte Reischl-Gruam ist heute eine Schlucht."
Text kopiert aus
https://www.oebz.de/Global/Download/%7B ... EBM%7D.pdf
(nach dem Muster mancher moderner Dissertation)

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