Bei Schollach im Schwarzwald erinnern zwei Kreuze an das Drama, das auf den Absturz einer amerikanischen B-17 am 21. Juli 1944 folgte.
Das beschädigte Flugzeug versuchte die Schweiz zu erreichen. Es spricht einiges dafür, dass der Pilot meinte, sich schon über Schweizer Territorium zu befinden, als er über hügeligem Waldgebiet anordnete, die Besatzung solle abspringen. Alle Besatzungsmitglieder konnten das Flugzeug verlassen bevor dieses abstürzte.
Das Drama begann, als ein Teil der sicher gelandeten Besatzung von Deutschen aufgegriffen wurden. Auf Anordnung von Kreisleiter Benedikt Kuner wurden fünf von ihnen in der Folge erschossen.
Auf der Anhöhe zwischen Schollach und Urach erinnert seit 2014 ein Sühnekreuz mit den Namen der Ermordeten an dieses Ereignis. Südlich von Schollach markiert ein kleines Kreuz die Stelle, an der zwei der fünf erschossen wurden.
Die ganze Geschichte im Buch «Absprung ins Ungewisse» von Rolf Ebnet.
Fliegerdenkmäler von 1933 - Mai 1945
- christianCH
- Forenuser
- Beiträge: 335
- Registriert: 05.02.2014 08:23
- Ort/Region: Berner Jura (CH)
- Kontaktdaten:
B-17 «Strictly from Hunger», 21. Juli 1944
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Gruss, christianCH
Re: Fliegerdenkmäler von 1933 - Mai 1945
Genau, es war eine Bf 110 (Nachtjäger), NICHT, wie auf dem Denkmal angegeben, eine Ju 88. Denn die hat 4 Mann Besatzung.....Landvogt1756 hat geschrieben: 26.01.2025 12:27 Steigerwald in der Nähe der Staatsstraße 2258 Kühruh
5./6. Dezember 1944
Bf 110G-4 2Z+LW, WNr. 440 051
FF Uffz. Heinz Gasch
BF Uffz. Günther Milersik
BS Gefr. Karl Rethaber
Rethaber überlebte den Absturz mit starken Brandverletztungen
Re: Fliegerdenkmäler von 1933 - Mai 1945
Ein Fliegerdenkmal in einem Felsblock mit eingesetzter Steintafel erinnert an einen Vorkriegs-Absturz einer Do 17 am 28.11.1937. Dazu hatte ich schon etwas bei "Fliegerhorst Leipheim" geschrieben.
Die Maschine befand sich auf einem Überführungsflug von Berlin (Staaken?) nach Leipheim zum 4.KG 255 und hatte wohl dazu eine zivile Kennzeichnung.
An diesem Tag herrschte in der Gegend von Morschreuth dichter Nebel und der Flugzeugführer Lt. Erich Peperkorn, versuchte wohl, unter die Wolkengrenze zu fliegen, um sich durch Bodensicht zu orientieren, vielleicht hat er einen Flugplatz gesucht, wo getankt werden konnte.
Jedenfalls kam er so zu tief und flog in einem bewaldeten Berghang nahe dem Röthelfels, was in einem Aufschlagbrand endete.
Dabei kamen alle drei Besatzungsmitglieder ums Leben, einmal der Flugzeugführer, Lt. Erich Peperkorn, Unterfeldwebel Anton Smieja, Beobachter und Unteroffizier Herman Steffens, der Bordmechaniker.
Leider habe ich kein Geb.Datum von den dreien, hätte aber gerne gewusst, wie alt sie waren, wo sie ihre Erstgrablagen bekamen und wer die Bergung durchführte (das KG 255?) Jedenfalls ist das Gelände da so beschaffen, das damals Pioniere erstmal einen Fahrweg zur Absturzstelle anlegen mussten, damit überhaupt erst schwere Bergungstechnik an die Absturzstelle herangeführt werden konnte. Was mir durch damals noch lebende Zeitzeugen gesagt wurde, das nur die Gefallenen und die großen Teile abtransportiert wurden und das nur schnell, schnell, weil der Winter mit viel Schnee einsetzte und dann der Bergungsweg nicht mehr befahrbar war. So hat sich die einheimische Bevölkerung viele Jahre an der Absturzstelle nach brauchbaren Teilen und "Souvenirs" bedient....
Als Inschrift steht noch drauf: Hier starben den Fliegertod am 28.11.1937
Wer sein Leben hingibt für sein Volk aus glühender Liebe zu ihm und seinem Lande dessen Name wird nie vergessen.
Leider habe ich kein Bild (mehr), im Internet steht ein gutes drin.
Die Maschine befand sich auf einem Überführungsflug von Berlin (Staaken?) nach Leipheim zum 4.KG 255 und hatte wohl dazu eine zivile Kennzeichnung.
An diesem Tag herrschte in der Gegend von Morschreuth dichter Nebel und der Flugzeugführer Lt. Erich Peperkorn, versuchte wohl, unter die Wolkengrenze zu fliegen, um sich durch Bodensicht zu orientieren, vielleicht hat er einen Flugplatz gesucht, wo getankt werden konnte.
Jedenfalls kam er so zu tief und flog in einem bewaldeten Berghang nahe dem Röthelfels, was in einem Aufschlagbrand endete.
Dabei kamen alle drei Besatzungsmitglieder ums Leben, einmal der Flugzeugführer, Lt. Erich Peperkorn, Unterfeldwebel Anton Smieja, Beobachter und Unteroffizier Herman Steffens, der Bordmechaniker.
Leider habe ich kein Geb.Datum von den dreien, hätte aber gerne gewusst, wie alt sie waren, wo sie ihre Erstgrablagen bekamen und wer die Bergung durchführte (das KG 255?) Jedenfalls ist das Gelände da so beschaffen, das damals Pioniere erstmal einen Fahrweg zur Absturzstelle anlegen mussten, damit überhaupt erst schwere Bergungstechnik an die Absturzstelle herangeführt werden konnte. Was mir durch damals noch lebende Zeitzeugen gesagt wurde, das nur die Gefallenen und die großen Teile abtransportiert wurden und das nur schnell, schnell, weil der Winter mit viel Schnee einsetzte und dann der Bergungsweg nicht mehr befahrbar war. So hat sich die einheimische Bevölkerung viele Jahre an der Absturzstelle nach brauchbaren Teilen und "Souvenirs" bedient....
Als Inschrift steht noch drauf: Hier starben den Fliegertod am 28.11.1937
Wer sein Leben hingibt für sein Volk aus glühender Liebe zu ihm und seinem Lande dessen Name wird nie vergessen.
Leider habe ich kein Bild (mehr), im Internet steht ein gutes drin.
- Fieldmouse
- Forenuser
- Beiträge: 1075
- Registriert: 06.08.2004 08:19
- Ort/Region: Teutoburger Wald
Re: Fliegerdenkmäler von 1933 - Mai 1945
Hallo Forum,
anbei ein kleines update der einzelnen threads für GoogleEarth.
Entsprechend der Unterteilung des Forums in verschiedenen Zeiträumen.
Fm.
anbei ein kleines update der einzelnen threads für GoogleEarth.
Entsprechend der Unterteilung des Forums in verschiedenen Zeiträumen.
Fm.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
- christianCH
- Forenuser
- Beiträge: 335
- Registriert: 05.02.2014 08:23
- Ort/Region: Berner Jura (CH)
- Kontaktdaten:
Re: Fliegerdenkmäler von 1933 - Mai 1945
Am 5. März 1945 stürzte Walter Starbati mit einer Reichenberg Re 3 in den Nebelsee bei Lärz und kam dabei zu Tode.
Gruss, christianCH