Köhlfleethafen
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TorstenAltona
Inzwischen sieht es dort schon wieder ganz anders aus. Die Löschbrücke im Köhlfleethafen wurde instandgesetzt und wird jetzt von der Bominflot genutzt, die ihre bisherigen Löscheinrichtungen am zu verfüllenden Petroleumhafen aufgeben musste. Dazu gab es auch noch gleich ein neues Verwaltungsgebäude auf dem vormals vom oben erwähnten Klgv 105 Jachthafen genutzten Gelände. Die weiter östlich auf dem Parkhöft gelegenen Tanks (u.a. DUPEG) wurden beseitigt bzw. umgesiedelt und jetzt finden u.a. Dekontaminierungsarbeiten statt. Im Gegensatz zu den letzten 10 Jahren ist der Parkhöft aber wieder (fast) in Gänze voll zugänglich. Früher oder später wird sich Eurogate dann hierhin ausbreiten.
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master
Hallo,
der NDR berichtete am 27.07.2014:
http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/h ... er100.html
Thomas
der NDR berichtete am 27.07.2014:
http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/h ... er100.html
Thomas
Re: Köhlfleethafen
Moin! Im westlichen Bereich des Tankwegs, östlich vom Köhlfleet-Hafen in Hamburg steht ein merkwürdiges tonnenförmiges Gebilde aus Stahl (53°32'18.5"N 9°53'11.2"E). Kennt jemand die Funktion?
Gruß
Christian
Gruß
Christian
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Re: Köhlfleethafen
Hallo Christian,
da hast Du ja ein interessantes Gebilde entdeckt, in das ich gerne mal einen Blick werfen würde.
Aufgrund der Bauform und Ausführung: rund, Stahl, genietet und mit den Flanschen (Leitungsanschlüssen), würde ich darauf schließen, dass es sich hier in seiner ursprünglichen Funktion um einen Behälter / Tank gehandelt hat. Die Ausschnitte für Tür und Fenster wurden meiner Ansicht nach nachträglich eingebracht. Die Tür ist deutlich neueren Baujahres und die Fenster hätte man bei der Erstfertigung sicherlich in die Fläche einer Stahlplatte und nicht im Bereich des Stoßes an Nietverbindungen eingebracht. Die Art der Nachnutzung kann ich nicht einschätzen. Auffällig ist jedoch die über der Tür angebrachte Lampe, die m. E. darauf schließen läßt, dass man auch in den Abend- und Nachtstunden öfter Zugang zu diesem Bauwerk benötigte.
In Google Earth ist dieses Bauwerk an dieser Stelle erstmals in 7/2013 zu sehen, auf der vorherigen Aufnahme aus 12/2008 noch nicht. Ich messe dort einen Durchmesser von ca. 5,6 – 5,7 m. Von oben ist zu sehen, dass der obere Abschluß (Dach) aus 20 Kreissegmenten und in der Mitte aus einem runden Teil zusammengesetzt ist.
Auf dem vorherigen Luftbild aus 12/2008 befindet sich ca. 70 m süd-östlich ein sehr ähnliches Bauwerk mit ebenfalls ca. 5,6 – 5,7 m Durchmesser und ebenfalls einem aus 20 Kreissegmenten und einem runden Teil in der Mitte zusammengesetztem oberen Abschluß. Dieses Bauwerk ist auf den Luftbildern aus 7/2013 an dieser Stelle nicht mehr vorhanden.
Daher wäre es möglich, dass es sich hier um ein und dasselbe Objekt handelt, welches im Zeitraum zwischen 12/2008 und 7/2013 an den hier diskutierten Standort umgesetzt wurde.
Viele Grüße
Kai
da hast Du ja ein interessantes Gebilde entdeckt, in das ich gerne mal einen Blick werfen würde.
Aufgrund der Bauform und Ausführung: rund, Stahl, genietet und mit den Flanschen (Leitungsanschlüssen), würde ich darauf schließen, dass es sich hier in seiner ursprünglichen Funktion um einen Behälter / Tank gehandelt hat. Die Ausschnitte für Tür und Fenster wurden meiner Ansicht nach nachträglich eingebracht. Die Tür ist deutlich neueren Baujahres und die Fenster hätte man bei der Erstfertigung sicherlich in die Fläche einer Stahlplatte und nicht im Bereich des Stoßes an Nietverbindungen eingebracht. Die Art der Nachnutzung kann ich nicht einschätzen. Auffällig ist jedoch die über der Tür angebrachte Lampe, die m. E. darauf schließen läßt, dass man auch in den Abend- und Nachtstunden öfter Zugang zu diesem Bauwerk benötigte.
In Google Earth ist dieses Bauwerk an dieser Stelle erstmals in 7/2013 zu sehen, auf der vorherigen Aufnahme aus 12/2008 noch nicht. Ich messe dort einen Durchmesser von ca. 5,6 – 5,7 m. Von oben ist zu sehen, dass der obere Abschluß (Dach) aus 20 Kreissegmenten und in der Mitte aus einem runden Teil zusammengesetzt ist.
Auf dem vorherigen Luftbild aus 12/2008 befindet sich ca. 70 m süd-östlich ein sehr ähnliches Bauwerk mit ebenfalls ca. 5,6 – 5,7 m Durchmesser und ebenfalls einem aus 20 Kreissegmenten und einem runden Teil in der Mitte zusammengesetztem oberen Abschluß. Dieses Bauwerk ist auf den Luftbildern aus 7/2013 an dieser Stelle nicht mehr vorhanden.
Daher wäre es möglich, dass es sich hier um ein und dasselbe Objekt handelt, welches im Zeitraum zwischen 12/2008 und 7/2013 an den hier diskutierten Standort umgesetzt wurde.
Viele Grüße
Kai
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Re: Köhlfleethafen
Danke für Deine Recherche und Deine Schlussfolgerungen! Deine Vermutung, dass dieses Gebilde ursprünglich einem anderen Zweck diente und zwischen 2008 und 2013 die Straßenseite gewechselte, scheint mir sehr plausibel. Da die Tonne keine Rohrverbindungen mehr zu haben scheint, wird sie andersartig genutzt werden als zu Beginn. (Die beiden Fenster wirken wie Augen und das Minivordach über den Fenstern wie Augenbrauen. Beim Vorbeigehen fühlt man sich irgendwie beobachtet.
)
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Andreas- Elmshorn
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- Beiträge: 75
- Registriert: 19.07.2015 16:09
- Ort/Region: Elmshorn
Re: Köhlfleethafen
Moin zusammen!
Könnte das nicht ein Feuerlöschturm sein? So eine Art Fort Alamo, der letzte Rückzugsort, wenn es brennt. Ich kenne das Tanklage noch aus seiner aktiven Zeit. Das war schon beachtlich groß!
Grüße, Andreas
Könnte das nicht ein Feuerlöschturm sein? So eine Art Fort Alamo, der letzte Rückzugsort, wenn es brennt. Ich kenne das Tanklage noch aus seiner aktiven Zeit. Das war schon beachtlich groß!
Grüße, Andreas
Re: Köhlfleethafen
Hallo Andreas,
ein interessanter Gedanke. Aber steht das Bauwerk dazu nicht zu nahe an den Tanks (Stichwort Wärmestrahlung)?
Auf "Einsatzleiterwiki" heißt es:
Immerhin handelt es sich hier um ein Objekt aus Stahl. Sind die Wände solcher "Feuerlöschtürme" hitzeschutzisoliert?
Dem Foto nach könnten die Fenster druckdicht und somit für eine Überdruckbelüftung gegen Rauch- und Gaseintritt entsprechend ausgelegt sein. Bei der Tür habe ich da aber meine Zweifel.
Auf einer Luftbildaufnahme im Artikel Früheres Tanklager im Hafen für sechs Millionen Euro saniert des Hamburger Abendblattes vom 18.01.2021, ist das Bauwerk an seinem vorherigen Standort (sofern es sich hier, wie von mir angesprochen, um ein und dasselbe Bauwerk handelt) zu sehen (Bildmitte, links neben dem blauen Tank).
Foto in hochauflösender Darstellung
Viele Grüße
Kai
ein interessanter Gedanke. Aber steht das Bauwerk dazu nicht zu nahe an den Tanks (Stichwort Wärmestrahlung)?
Auf "Einsatzleiterwiki" heißt es:
Quelle: Tankbrand - Einsatzleiterwiki (PDF download 50 kB)Tankbrand
Diese Seite behandelt Brände von Flüssigkeit-Tanks, für Gastanks siehe Klasse 2: gasförmige Stoffe
Maßnahmen
•Ausreichenden Abstand halten!
Im unmittelbaren Gefahrenbereich (Radius 100 Meter um den Tank) nur mit Hitzeschutzkleidung vorgehen!
[...]
Immerhin handelt es sich hier um ein Objekt aus Stahl. Sind die Wände solcher "Feuerlöschtürme" hitzeschutzisoliert?
Dem Foto nach könnten die Fenster druckdicht und somit für eine Überdruckbelüftung gegen Rauch- und Gaseintritt entsprechend ausgelegt sein. Bei der Tür habe ich da aber meine Zweifel.
Auf einer Luftbildaufnahme im Artikel Früheres Tanklager im Hafen für sechs Millionen Euro saniert des Hamburger Abendblattes vom 18.01.2021, ist das Bauwerk an seinem vorherigen Standort (sofern es sich hier, wie von mir angesprochen, um ein und dasselbe Bauwerk handelt) zu sehen (Bildmitte, links neben dem blauen Tank).
Foto in hochauflösender Darstellung
Viele Grüße
Kai
Re: Köhlfleethafen
Hallo Andreas,
ich war davon ausgegangen, dass man solche baulich und technisch geschützten Rückzugs- oder Schutzräume für das Personal eher in Stahlbetonbauweise ausführt. Nach etwas Recherche im Netz hat sich für mich jedoch herausgestellt, dass diese wohl technisch sehr aufwändig und wirtschaftlich selten sinnvoll sind und man daher wohl bevorzugt andere Konstruktionen, wie z.B. entsprechende Stahlcontainer einsetzt.
Unter dem Suchbegriff "blast resistant building" findet man dazu einige interessante Seiten und Fotos, so wie auch Videos, wie z.B. dieses: Hunter Delivers Blast-Resistant Turnaround Shelter to Major German Refinery.
Wenn Du oder Christian oder jemand anderes mal wieder dort in der Nähe ist, wäre es interessant zu erfahren, ob dort Fluchtwege in Richtung dieses Bauwerkes ausgewiesen sind oder sich vor Ort vielleicht sogar ein Flucht- und Rettungsplan findet.
Viele Grüße
Kai
ich war davon ausgegangen, dass man solche baulich und technisch geschützten Rückzugs- oder Schutzräume für das Personal eher in Stahlbetonbauweise ausführt. Nach etwas Recherche im Netz hat sich für mich jedoch herausgestellt, dass diese wohl technisch sehr aufwändig und wirtschaftlich selten sinnvoll sind und man daher wohl bevorzugt andere Konstruktionen, wie z.B. entsprechende Stahlcontainer einsetzt.
Unter dem Suchbegriff "blast resistant building" findet man dazu einige interessante Seiten und Fotos, so wie auch Videos, wie z.B. dieses: Hunter Delivers Blast-Resistant Turnaround Shelter to Major German Refinery.
Wenn Du oder Christian oder jemand anderes mal wieder dort in der Nähe ist, wäre es interessant zu erfahren, ob dort Fluchtwege in Richtung dieses Bauwerkes ausgewiesen sind oder sich vor Ort vielleicht sogar ein Flucht- und Rettungsplan findet.
Viele Grüße
Kai
Re: Köhlfleethafen
Ich war heute noch einmal dort. Von der Straße aus ist kein Flucht- oder Rettungsplan zu sehen. Leider lief auch niemand rum, den man hätte fragen können. Aber ich halte die Theorie von Andreas für absolut denkbar. Die „Tonne“ ist ja ein wenig abseits von den Tanks aufgestellt, zumindest am neuen Standort. Am alten nicht, aber da diente sie ja wahrscheinlich noch als Tank.
Vielen Dank für Eure Hilfe! Den zugänglichen Teil der Landzunge zwischen Elbe und Petroleumhafen habe ich in den vergangenen sechs Jahren öfter besucht, vor allem den Bubendeyweg am Elbufer, den Tankweg und das Parkhöft am östlichen Ende. Seit kurzem ist alles abgesperrt, weil das Eurogate-Container-Terminal dorthin ausgeweitet werden soll. Die etwa 100 Jahre alte Baumreihe aus über 100 Pappeln soll im Herbst gefällt werden.
Gruß
Christian
Vielen Dank für Eure Hilfe! Den zugänglichen Teil der Landzunge zwischen Elbe und Petroleumhafen habe ich in den vergangenen sechs Jahren öfter besucht, vor allem den Bubendeyweg am Elbufer, den Tankweg und das Parkhöft am östlichen Ende. Seit kurzem ist alles abgesperrt, weil das Eurogate-Container-Terminal dorthin ausgeweitet werden soll. Die etwa 100 Jahre alte Baumreihe aus über 100 Pappeln soll im Herbst gefällt werden.
Gruß
Christian