Hallo HBrunn,
dass die AFB Sembach ins CEPS eingebunden war, ist seitens der NATO ja hinreichend dokumentiert; sowohl die Anbindung an sich wie aber auch Länge, Abnahmemengen etc..
Bei der von Dir angesprochenen Pipeline:
HBrunn hat geschrieben: 19.11.2025 22:10[...] Dort ist die Rede von einer "NATO-PIPELINE", die parallel zur Lindbergh-Allee verläuft und in der Nähe des Kreisels im Westen eine Stich nach Norden macht. [...]
handelt es sich um eine reine On Base Pipeline vom östlich gelegenen On Base Tanklager aus kommend (siehe im Anhang grün dargestellter Verlauf), die nicht direkt mit dem CEPS verbunden ist. Hier halte ich die Bezeichnung "NATO-PIPELINE" im Bebauungsplan für etwas irritierend.
Bei dem “im Westen Stich nach Norden“ gehe ich von einem weiteren Entnahmepunkt auf der Base aus.
Die lt. NATO-Angaben 3.599 m lange Anbindungsleitung an die NATO-Pipeline führte vom östlich gelegenen Tanklager, heute Windenergieanlage und Solarpark, zunächst Richtung Norden und dann nördlich von Sembach nach Westen zur eigentlichen NATO-Pipeline:
Nach Norden führt eine stillgelegte Treibstoffpipeline (Fläche 101 gemäß Übersicht KoAG). Auch hier ist die Sanierung abgeschlossen, bei Tiefbauarbeiten kann aber ggf. ein Rückbau erforderlich werden (Fläche H2 im Bebauungsplan).
Quelle: Begründung mit Umweltbericht zum Bebauungsplan „Windenergieanlage HF Windkraft“
Mittlerweile konnte ich den Verlauf der Anbindung an die NATO-Pipeline anhand älterer Flächennutzungspläne:
FNP Blattabschnitt 1 Sembach 1997
FNP Blattabschnitt 2 Neuhemsbach West 1997
auch entsprechend lokalisieren (siehe im Anhang rot dargestellter Verlauf).
Eine Pipeline vom RLP/RLS (Railway Loading Point/Railway Loading Station) östlich des Klostergutes Hahnerhof zum On Base Tanklager ist dort jedoch nicht verzeichnet. Auf die damalige Existenz einer solchen Pipeline lassen jedoch Berichte wie dieser schließen:
[...] Insgesamt ist somit der Ausbau der Bundesstraße 48 zwischen Enkenbach und der Kreisgrenze bei der Kläranlage abgeschlossen. Er wurde in den vergangenen Jahren in mehreren Teilabschnitten umgesetzt. Der Ausbau war nur in Teilabschnitten möglich, weil insbesondere im jetzt abgeschlossenen Bereich die Beseitigung von Bodenverunreinigungen, die von einer Pipeline zum ehemaligen Flugplatz Sembach stammten und unmittelbar neben der Bundesstraße lagen, lange umstritten war.
Die Bodenverunreinigungen konnten jetzt im Zuge der Arbeiten an der Straße im Auftrag des Kreises Kaiserslautern beseitigt werden.
Quelle: Pfalz Express | Radwegelücke bei Enkenbach-Alsenborn geschlossen – Bodenverunreinigungen beseitigt
Viele Grüße
Kai
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