Fallkörpersperre Elbtunnel
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RolfOffermann
Fallkörpersperre Elbtunnel
Hi,
entweder ich habe es im Forum nicht gefunden oder
es wurde Vergessen ....
Vor einiger Zeit ( wann ?) wurde ein Relikt aus dem Kalten Krieg
am Elbtunnel entfernt. Es waren Betonplatten, die den Zugang
zum Elbtunnel (Othmarschen Seite) nicht zugänglich machen sollten. Damit sollte verhindert werden, dass der böse Feind
nach Niedersachsen gelangen konnte.
Auch wieder was, was der öffentlichkeit beim Bau verschwiegen wurde.
Rolf
entweder ich habe es im Forum nicht gefunden oder
es wurde Vergessen ....
Vor einiger Zeit ( wann ?) wurde ein Relikt aus dem Kalten Krieg
am Elbtunnel entfernt. Es waren Betonplatten, die den Zugang
zum Elbtunnel (Othmarschen Seite) nicht zugänglich machen sollten. Damit sollte verhindert werden, dass der böse Feind
nach Niedersachsen gelangen konnte.
Auch wieder was, was der öffentlichkeit beim Bau verschwiegen wurde.
Rolf
- Jan Hartmann
- Forenuser
- Beiträge: 183
- Registriert: 03.02.2004 13:33
- Ort/Region: Wietmarschen/Grafschaft Bentheim
Re: Elbtunnel
Moin Rolf,
Gruß
Jan
Guckst Du hier.RolfOffermann hat geschrieben:entweder ich habe es im Forum nicht gefunden oder
es wurde Vergessen ....
Gruß
Jan
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master
Abend,
es ist euch klar von unterschiedlichen Portalen des Elbtunnels zu reden.
Zitat lostplaces:
"Das spektakulärste Beispiel ist sicherlich der "neue" Hamburger Elbtunnel. Als eine der letzten Baumaßnahmen dieser Art wurde sie am 7. Dezember 1989 fertiggestellt, die Baukosten betrugen DM 850.000,-. Die liegenden Fallkörper wurden über den Südportalen der drei Tunnelröhren installiert - direkt über dem "Abblendbereich"."
Fallkoerper,Suedportal.
Die Frage war Othmarschen=Nordportal.
Ob es dort auch Fallkoerper gab,diese Frage,kann moeglicherweise jemand anderes beantworten.
Thomas
es ist euch klar von unterschiedlichen Portalen des Elbtunnels zu reden.
Zitat lostplaces:
"Das spektakulärste Beispiel ist sicherlich der "neue" Hamburger Elbtunnel. Als eine der letzten Baumaßnahmen dieser Art wurde sie am 7. Dezember 1989 fertiggestellt, die Baukosten betrugen DM 850.000,-. Die liegenden Fallkörper wurden über den Südportalen der drei Tunnelröhren installiert - direkt über dem "Abblendbereich"."
Fallkoerper,Suedportal.
Die Frage war Othmarschen=Nordportal.
Ob es dort auch Fallkoerper gab,diese Frage,kann moeglicherweise jemand anderes beantworten.
Thomas
- klaushh (†)
- Forenuser
- Beiträge: 2690
- Registriert: 14.05.2002 15:00
- Ort/Region: Hamburg
Elbtunnel
Moin, moin!
Ich kann mich immer wieder darüber ärgern, wenn jemand eine Einrichtung gefunden hat, die u.U., auch in einem Verteidigungsfall verwendet werden kann und dazu Äußerungen gemacht werden, wie "der Öffentlichkeit wird etwas verschwiegen".
Wer sich über längere Zeit mit der Marterie intensiv beschäftigt und auch einschlägige Fachliteratur studiert, findet schon entsprechende Infos. Erwartest "du" denn, dass alles, aber auch alles immer in epischer Breite in der Öffentlicghkeit breit getreten wird? Auch dann, wenn es deie überwiegende Masse überhaupt nicht interessiert.
Die Wortwahl "In der Öffentlichkeit verschweigen" halte ich hier einfach für falsch und unangemseen.
Gruß
klaushh
Ich kann mich immer wieder darüber ärgern, wenn jemand eine Einrichtung gefunden hat, die u.U., auch in einem Verteidigungsfall verwendet werden kann und dazu Äußerungen gemacht werden, wie "der Öffentlichkeit wird etwas verschwiegen".
Wer sich über längere Zeit mit der Marterie intensiv beschäftigt und auch einschlägige Fachliteratur studiert, findet schon entsprechende Infos. Erwartest "du" denn, dass alles, aber auch alles immer in epischer Breite in der Öffentlicghkeit breit getreten wird? Auch dann, wenn es deie überwiegende Masse überhaupt nicht interessiert.
Die Wortwahl "In der Öffentlichkeit verschweigen" halte ich hier einfach für falsch und unangemseen.
Gruß
klaushh
- MikeG
- Administrator
- Beiträge: 8826
- Registriert: 07.05.2002 14:38
- Ort/Region: Bispingen
- Kontaktdaten:
Moin!
Naja, vom Prinzip her hast Du ja Recht, Klaus. Aber ich denke, so sehr eng muß man das auch nicht sehen. Richtig ist fraglos: In der Truppenpraxis oder in Soldat & Technik konnte der Interessierte schon länger über Sperren nachlesen - ganz ohne große Geheimnisse. Ob da nun auch der Elbtunnel behandelt wurde, weiss ich nicht.
Eine Fallkörpersperre zu erkennen, ist allerdings auch nicht besonders schwer - man muß nur die Augen aufhalten.
Zurück zum Elbtunnel: Am Nordende wird es wohl keine Sperrvorrichtungen gegeben haben. Erstmal ist es irgendwie blödsinnig, ein und denselben Tunnel an beiden Enden zu sperren, zum anderen ist am Nordende wenig Platz, um irgendwelche Vorrichtungen zu plazieren.
Mike
Naja, vom Prinzip her hast Du ja Recht, Klaus. Aber ich denke, so sehr eng muß man das auch nicht sehen. Richtig ist fraglos: In der Truppenpraxis oder in Soldat & Technik konnte der Interessierte schon länger über Sperren nachlesen - ganz ohne große Geheimnisse. Ob da nun auch der Elbtunnel behandelt wurde, weiss ich nicht.
Eine Fallkörpersperre zu erkennen, ist allerdings auch nicht besonders schwer - man muß nur die Augen aufhalten.
Zurück zum Elbtunnel: Am Nordende wird es wohl keine Sperrvorrichtungen gegeben haben. Erstmal ist es irgendwie blödsinnig, ein und denselben Tunnel an beiden Enden zu sperren, zum anderen ist am Nordende wenig Platz, um irgendwelche Vorrichtungen zu plazieren.
Mike
Sperren amElbtunnel
Es gab am Eingang des Tunnels in Othmarschen keine Sperren.
Weiss ich weil dort in der Nähe wohne . Es war auch noch bis vor 2 Jahren eine Fussgängerbrücke direkt am Tunneleingang über der Autobahn und man konnte gut alles was oben war sehen.
Und mit den Sperren drüben stand es damals groß im Hamburger Abendblatt ,das dort Sperren errichtet worden sind! Also keine Geheimniskrämerei!! Geht ja sonst auch keinen was an!
Frohe Ostern wünscht / Claus
Weiss ich weil dort in der Nähe wohne . Es war auch noch bis vor 2 Jahren eine Fussgängerbrücke direkt am Tunneleingang über der Autobahn und man konnte gut alles was oben war sehen.
Und mit den Sperren drüben stand es damals groß im Hamburger Abendblatt ,das dort Sperren errichtet worden sind! Also keine Geheimniskrämerei!! Geht ja sonst auch keinen was an!
Frohe Ostern wünscht / Claus
Re: Fallkörpersperre Elbtunnel
Auch wenn der letzte Beitrag dieses Themas schon über 20 Jahre alt ist, möchte ich hier heute etwas Licht ins Dunkel bringen. Schade nur, daß KlausHH dies nicht mehr lesen kann.
Zu Beginn der 1970er Jahre war durchaus seitens der Bundeswehr geplant, sowohl die Südzufahrten der 3 Tunnelröhren als auch die Nordzufahrten mit Sperrvorrichtungen zu versehen. Geplant war, daß in die 3 Tunnelzufahrten am Südportal jeweils 3 Sprengschächte mit einer Tiefe von jeweils 10 m eingebaut werden sollten. Vor dem Nordportal hingegen sollten vor den 3 Tunnelzufahrten insgesamt 129 Trägersteckschächte eingebaut werden.
Die Trichtersperre vor dem Nordportal sollte die Objekt-Nr. HH-13 und die Trichtersperre vor dem Südportal die Objekt-Nr. HH-14 erhalten. Beide Anlagen wurden aber aufgrund massiven Widerstands durch den Hamburger Senat nicht eingebaut. Dies steht auch im Buch von Klaus Grot. Letzten Endes konnte die Bundeswehr sich aber Ende der 1980er Jahre beim Hamburger Senat durchsetzen, weil durch den Einbau der 3 Fallkörper über dem Südportal der geringste zu erwartende Schaden eingetreten wäre. Die 3 Fallkörper wurden unter der Objekt-Nr. HH-23 bzw. HH 0023 geführt.
Die Informationen zu den geplanten Sperreinbauten stammen aus der Akte BH 2/8266 aus dem Bundesarchiv/ Militärarchiv.
Wer möchte, kann sich die Details zu den 3 Sperrobjekten auch in der "neuen" Sperranlagendatenbank (https://www.cold-war.de/Sperranlagendb) anschauen. Einfach den Begriff "Elbtunnel" in die Suchfunktion eingeben.
Grüße
Rex Danny
Zu Beginn der 1970er Jahre war durchaus seitens der Bundeswehr geplant, sowohl die Südzufahrten der 3 Tunnelröhren als auch die Nordzufahrten mit Sperrvorrichtungen zu versehen. Geplant war, daß in die 3 Tunnelzufahrten am Südportal jeweils 3 Sprengschächte mit einer Tiefe von jeweils 10 m eingebaut werden sollten. Vor dem Nordportal hingegen sollten vor den 3 Tunnelzufahrten insgesamt 129 Trägersteckschächte eingebaut werden.
Die Trichtersperre vor dem Nordportal sollte die Objekt-Nr. HH-13 und die Trichtersperre vor dem Südportal die Objekt-Nr. HH-14 erhalten. Beide Anlagen wurden aber aufgrund massiven Widerstands durch den Hamburger Senat nicht eingebaut. Dies steht auch im Buch von Klaus Grot. Letzten Endes konnte die Bundeswehr sich aber Ende der 1980er Jahre beim Hamburger Senat durchsetzen, weil durch den Einbau der 3 Fallkörper über dem Südportal der geringste zu erwartende Schaden eingetreten wäre. Die 3 Fallkörper wurden unter der Objekt-Nr. HH-23 bzw. HH 0023 geführt.
Die Informationen zu den geplanten Sperreinbauten stammen aus der Akte BH 2/8266 aus dem Bundesarchiv/ Militärarchiv.
Wer möchte, kann sich die Details zu den 3 Sperrobjekten auch in der "neuen" Sperranlagendatenbank (https://www.cold-war.de/Sperranlagendb) anschauen. Einfach den Begriff "Elbtunnel" in die Suchfunktion eingeben.
Grüße
Rex Danny