Nato-Übersetzstellen - Ersatzübergangsstellen - Nato-Rampe - "Kriegsfurten"

Depots, Tanklager, Munitionsniederlagen, Versorgungs- und Nachschub-Infrastruktur des Militärs
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redsea
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Beitrag von redsea » 18.11.2013 19:57

Hallo Thorsten,

Dankeschön, einfach genial. :thumbup:

Ich habe gestern Abend noch in Metern und in Fuß hin und her gerechnet und konnte mir keinen Reim auf diese Markierungen machen. Yard ist natürlich die Lösung und damit lieferst Du gleich die passende Erklärung.

Nun wäre es allerdings noch interessant zu wissen, ob diese Markierungen an allen Ersatzübergangsstellen, die zur Überbrückung mit Schwimmbrücken vorgesehen waren, angebracht sind.

Sind sie jemanden auch an anderen derartigen Ersatzübergangsstellen aufgefallen oder kennt jemand Ersatzübergangsstellen, die zur Überbrückung mit Schwimmbrücken vorgesehen waren, an denen jedoch keine solche Markierungen vorhanden waren?


Anhängend noch die kmz zu den beiden besagten Ersatzübergangsstellen.

Viele Grüße

Kai
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darkmind76
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Beitrag von darkmind76 » 30.11.2013 10:31

Hallo!

Solche Metalltäfelchen habe ich beispielsweise auch schon in Gustavsburg
gesehen.

Könnte es sich nicht um die Wassertiefe handelt, jedenfalls schien mir das
damals an Ort und Stelle als ungeprüfte logischste Erklärung.

Habe da aber ehrlich noch nicht weitergeforscht oder das irgendwie überprüft.

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redsea
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Beitrag von redsea » 30.11.2013 11:39

Hallo darkmind,

nein, Thorstens Erklärung ist absolut schlüssig. Die Wassertiefe wird durch sogenannte Pegel (senkrechte Meßstäbe) angezeigt.

Viele Grüße

Kai

andi2240

Pegel

Beitrag von andi2240 » 01.12.2013 15:47

Nicht unbedingt müssen die Pegellatten senkrecht montiert sein. Der Pegel Mainz Kostheim (kein offizieller Pegel) am Mainufer Höhe der Kilianskirche ist am schrägen Ufer neben einer Treppe montiert.
Zum eigentlichen Thema gab es früher am Rhein Höhe Gernsheim Nierstein eine Schwimmbrücke, die im Bedarfsfall von beiden Ufern aus zur Strommitte eingeschwenkt wurde. Welche Belastung sie tragen konnte, ist mir nicht bekannt. Zum anderen war auch die Eisenbahnbrücke zwischen Gustavsburg und Mainz früher mit Stahlplatten belegt und an beiden Seiten mit Natostrassen und Rampen angelegt worden. Beides wurde inzwischen abgebaut.

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redsea
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Beitrag von redsea » 01.12.2013 19:03

Hallo Andi,

es ist richtig, dass Pegel nicht senkrecht angebracht sein müssen, was hier auch niemand behauptet hat. Auch müssen Pegel nicht in Form von Latten ausgeführt sein, es gibt z.B. auch aufgemalte, eingemeißelte und andere Pegel. Unstrittig ist aber, dass es sich bei den hier diskutierten Markierungen nicht um Pegel handelt, sondern wie von Thorsten beschrieben um Markierungen, die die zu überbrückende Länge angeben.

Zur Nutzung von Eisenbahnbrücken durch Fahrzeuge sind einige Brücken vorgesehen. Dazu wird dann z.B. mittels Holzbohlen eine Fahrbahn geschaffen, das sogenannte Ausbohlen.

Viele Grüße

Kai

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darkmind76
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Ersatzübergangsstelle St.Goar

Beitrag von darkmind76 » 10.11.2014 19:44

Hallo!

Aktuell wird in St.Goar eine Ersatzübergangsstelle zurückgebaut bzw. umgestaltet:


Panzerrampe in St. Goar wird umgestaltet

Die Umgestaltung des Rheinvorlandes in St. Goar geht in die nächste Runde. Die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord lässt die bisher wenig attraktive und umgangssprachlich „Panzerrampe" genannte Ersatzübergangsstelle am Rheinufer vollständig zurückbauen.


http://sgdnord.rlp.de/aktuelles/einzela ... gestaltet/
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Pogg 3000
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Beitrag von Pogg 3000 » 11.11.2014 10:25

Hallo Zusammen,

Petzolde wies in seinem Beitrag vom 06.09.2005 (ist schon etwas her...) auf einen Artikel über strategiesche Bahnen in der DDR hin.

Ich möchte dies Aufgreifen und auf das Buch: Eisenbahnen über die Oder-Neiße-Grenze, Autor: Bernd Kuhlmann, Ritzau Verlag, ISBN 3-935101-06-6 hinweisen.

Schönen Tag, Thomas

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ManniFest33
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Re: Vorbereitete Übergänge, nicht nur für Kfz, auch für die Bahn

Beitrag von ManniFest33 » 05.05.2024 01:18

Ollie hat geschrieben: 05.09.2005 12:24 Hallo allerseits,

die in diesem Thread diskutierten vorbereiteten Übergänge gab es auch für Eisenbahnzüge.
Es ist mir mindestens eine Stelle bekannt, an der alle Vorbereitungen, einschließlich bereitliegender Gleisjoche für eine Pontonbrücke, ausgeführt waren. Dieses Plätzchen lag im Zuge der ehemaligen Jädickendorfer Bahn und sollte im sog. Verteidigungsfall den Nachschub der damaligen Sowjetarmee über die Oder sichern, falls die in Sichtweite liegende reguläre Brücke zerstört worden wäre.
(Nebenbei: Diese Brücke wurde im zweiten Weltkrieg zerstört, von der DDR mit Bauteilen anderer Brücken wieder aufgebaut und nie genutzt, sondern nur zu militärischen Zwecken aufwändig erhalten).
Ich habe einige Fotos von einer Gleisdurchführung durch den Oderdeich (Deichschleuse genannt) deren Rechte aber leider nicht bei mir liegen, daher hier kein Bild. Das Bauwerk lag in der Nähe von Neurüdnitz, Land Brandenburg, wurde aber nach der deutschen Einheit zugeschüttet, da es die Deichstabilität gefährdete. heute ist dort nichts mehr zu sehen. Auf (guten!) Satellitenbildern kann man aber die Zufahrt vom Abzweig der Hauptstrecke bis zum Deich noch erkennen.
Es wurde sogar einmal während eines Manövers in den siebziger Jahren eine Pontonbrücke über die Oder gebaut, auf welcher dann ein einziger Zug mit Panzern die Oder überquerte.
Bekannt ist mir noch, daß das ganze Bauwerk in der militärischen Nomenklatur die Bezeichnung "Objekt 83" trug.

Grüße aus BÄRlin
Ollie
Moin,

Mag was länger her sein, aber bei OpenRailwayMap ist diese Anlage eingezeichnet:
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