Friedrich Hilgers Gerätebau

Rüstungsindustrie, Waffen- und Munitionsproduktion, Munitionsanstalten, Tanklager, Depots, U-Verlagerungen etc.
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GrafWolf
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Friedrich Hilgers Gerätebau

Beitrag von GrafWolf » 14.02.2019 08:58

Hallo!

Die Firma Hilgers Gerätbau wurde Ende der 30-er Jahre als Rüstungsbetrieb im "luftgeschützten Raum"
in Altshausen gegründet. Die Firma nahm Anfang 1941 die Produktion in den Räumen einer ortsansässigen
Schlosserei auf. Anfangs fertigte die Firma als Zulieferer für die Rüstungsindustrie,z.B. Stifte und Bolzen, Laufringe aus Duraluminium, Kolbenringe und Ventilsitze für BMW, Entlüfter für Torpedos aus Messing usw. Außerdem wurde ein "Ölmotor" bei Hilgers entwickelt und gefertigt, der als Antriebs-
motor für Flakgeschütze auf U-Booten gedient haben soll. 1945 arbeiteten 222 Personen in der Firma
Hilgers. Der Bau einer großen Industrieanlage in Altshausen war Ende 1943 geplant, wurde aber nicht mehr ausgeführt.
Die Führungsriege der Firma Hilgers wurde an 1.Mai 1945 von Unbekannten verschleppt. Friedrich Hilgers,
Hans-Joachim Eichler, Manfred Thomä und Alois Ackermann wurden in einem Wald nahe Altshausen ermordet.
Diese Tat wurde nie untersucht, da sie noch zu Kriegszeiten statt fand. Die französischen Behörden
halte die Akten zu diesem Vorfall noch immer unter Verschluss.

Über ergänzende Informationen zu diesem Thema würde ich mich sehr freuen!

Meine Quelle: Altshauser Hefte Nr. 15, Elmar Hugger

Herzliche Grüsse aus Altshausen,

Wolfgang

K43
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Re: Friedrich Hilgers Gerätebau

Beitrag von K43 » 28.03.2024 15:14

Hallo.
Ich habe gerade deinen älteren Beitrag gelesen.
In meinen Unterlagen habe ich zu der Firma noch folgendes gefunden.
Genauer gesagt, in der Liste der Fertigungskennzeichen für Waffen, Munition und Gerät
Dort ist die Firma aufgeführt unter:

Hilgers, Gerätebau Altshausen / Württbg. Weidenstr. 1 bei Aulendorf
Das Fertigungskennzeichen für alle von der Firma produzierten Gegenstände war: nla
Dieses Buchstabenkürzel wurde bei der Herstellung der Gegenstände angebracht.
Der Grund war die Nachverfolgbarkeit von fehlerhaftem Material.

Gruß K43

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