Rüstungsbetrieb in Waren Müritz

Rüstungsindustrie, Waffen- und Munitionsproduktion, Munitionsanstalten, Tanklager, Depots, U-Verlagerungen etc.
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Rainer-Maria
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Rüstungsbetrieb in Waren Müritz

Beitrag von Rainer-Maria » 15.11.2018 17:09

Auf der Suche wo mein Vater im zweiten Weltkrieg eingesetzt war, Soldat war er nicht, stieß ich auf folgende Zusammenhänge:
1939 war die erste Evakuierung des Saarlandes und meine Mutter, so wie zwei Schwestern wurden in das Werk in Waren, Müritz befohlen. In diesem Werk arbeitete mein Vater als Leiter einer Abteilung oder???
Es wurden dort Teile für Flugzeuge produziert, Propeller wurden besonders genannt.
In diesem Werk wurden auch Zwangsarbeiter beschäftigt, Frankreich, Belgien, Niederlande, Polen genaueres bekam ich nicht erzählt. Nachdem der Feldzug gegen Frankreich durchgeführt war konnten die Saarländer wieder zurück.
Mein Vater wurde eingesetzt zur Bekämpfung gegen Sabotage.
Alle Recherchen, was mein Vater alles getan hat, er war auch in Frankreich eingesetzt sind fast nicht zu bekommen.
Jetzt bin ich auf der Suche für Unterlagen über dieses Werk in Waren. Nichts ist zu bekommen.
Weiß jemand, wie man an Daten kommt oder wo man nachfragen kann? Herzlichen Dank vorab.

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Deichgraf
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Beitrag von Deichgraf » 16.11.2018 06:41

Hallo Rainer-Maria,
bei der Stadt kann man sicherlich nachfragen. Es gibt bestimmt auch in Waren ein Stadtmuseum.
Ich kenne auch keine Rüstungsbetriebe in Waren.
Was mir in Verbindung mit Waren/Müritz aber aufgefallen ist, ist ein wohl gesprengtes Werksgelände auf einem Luftbild von 1953. Auf 53,30,57N / 12,37,27 ist es deutlich auszumachen. Heute ist auf einem Teil davon die Europäische Akademie MV.
Bis dann
Deichgraf

Sunninger
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Beitrag von Sunninger » 16.11.2018 06:46

Ab 1936 errichteten die Dürener Metallwerke (Zulieferer für die militärische Flugzeugindustrie) ein Werk in Waren, die Mecklenburgische Metallwarenfabrik m. b. H. Waren (Memefa), die zum Quandt-Konzern gehörte. Dort mussten mehrere Tausend Kriegsgefangene sowie Frauen und Männer aus den von Deutschland besetzten Ländern unter menschenunwürdigen Bedingungen Zwangsarbeit verrichten. Zur Schaffung von Werkswohnungen für die deutschen Beschäftigten entstand von 1936 bis 1941 die Westsiedlung, für die der Berliner Architekt Günther Paulus (1898–1976) Mehrfamilienhäuser (in der Thomas-Mann-Straße, Friedrich-Engels-Platz, Clara Zetkin-Straße), Doppelhäuser und die sogenannten Werkmeisterwohnhäuser entwarf. In der Folge wuchs die Einwohnerzahl um über 4000. In Warenshof entstand das „Marinelager“ als Barackensiedlung (Ausbildung für den Nachrichtendienst der Marine). Bereits 1937 war der Tourismus an der Müritz unterbunden, da der Raum der Kriegswirtschaft vorbehalten war.

Quelle: WIKIPEDIA

Hier noch der LINK über die Westsiedlung: https://de.wikipedia.org/wiki/Westsiedlung_Waren

Weiterhin ein LINK hier auf einen Thread des Forums: https://www.geschichtsspuren.de/forum/w ... 17101.html

Und noch etwas zum Thema: http://europaeische-akademie-mv.de/inde ... orpommern/

Rainer-Maria
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Betrifft Waren Müritz

Beitrag von Rainer-Maria » 18.11.2018 15:49

Herzlichen Dank für die Antworten, ich bekomme dadurch Mosaiksteinen für die Geschichte meines Vaters.
Da mein Vater aus Düren /Krefeld kommt passt das zusammen, Dürener Metallwerke, Heinkelwerke und dann die
Mecklenburgischen Metallwarenfabrik.
Sollte ich weiteres über das Werk in Waren finden, schreibe ich es ins Forum. LG

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