Heeresmunitionsanstalt Dessau-Kapen

Rüstungsindustrie, Waffen- und Munitionsproduktion, Munitionsanstalten, Tanklager, Depots, U-Verlagerungen etc.
Anhaltiner
Forenuser
Beiträge: 17
Registriert: 03.08.2012 12:14
Ort/Region: Vreden
Kontaktdaten:

Heeresmunitonsanstalt Kapen - Cemiewerk Kapen

Beitrag von Anhaltiner » 18.07.2017 01:20

'Die Geheimnisse von Kapen' Ausgabe 2009 - first minute taschenbuchverlag Emstetten
Autoren: Joachim Specht, Alexander Richter und Gerhard Pix - ISBN 978-3-932805-59-2

'Die Erblast von Kapen' Ausgabe 2011 (III.Auflage) - first minute taschenbuchverlag Emstetten
Autor: Joachim Specht - ISBN 978-3-932805-58-5

Weitere Infos auf: http://www.anhalt-dh.de/#DE1016.900 - Der Themenkomplex wird von mir bis zum Jahresende weiter ergänzt und alle Fotos veröffentlicht. Zu den Büchern werden Leseproben zur Verfügung stehen. Fotos stelle ich auf Anfrage zur Verfügung.

Weitere Anfragen bitte via e-mail.

Gerfried Eisen
Forenuser
Beiträge: 96
Registriert: 14.07.2017 15:45
Ort/Region: Rostock

Beitrag von Gerfried Eisen » 09.09.2017 13:55

Ein absolut gruseliger Ort!
Was für mich völlig unverständlich ist: Man baut da einen Industriepark mitten in das Gelände. Teilweise werden sogar die originalen Gebäude des ehem. VEB Chemiewerkes Kapen genutzt.
Mitten im Gewerbegebiet steht ein Hochbunker, der mußtmaßlich Kampfstoff-Reste enthält.
Weiterhin ist mir völlig unverständlich, das das gesamte Gelände im Wesentlichen frei begehbar ist (wovon ich natürlich dringend abrate)!
Einige Impressionen aus dem Jahr 2016...
(Die Antwort der Bundesregierung auf die "kleine Anfrage" - siehe oben den thread von bettika dazu - ist eine absolute Lese-Empfehlung! Das die Verantwortlichen überhaupt noch schlafen können...)
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

Stevens
Neu im Forum
Beiträge: 1
Registriert: 27.08.2018 09:58
Ort/Region: Hessen

Beitrag von Stevens » 27.08.2018 15:27

Anhaltiner hat geschrieben: Weitere Infos auf: http://www.anhalt-dh.de/#DE1016.900 - Der Themenkomplex wird von mir bis zum Jahresende weiter ergänzt und alle Fotos veröffentlicht.
Schade, dass es die Seite nicht (mehr?) gibt.
Gerfried Eisen hat geschrieben: Was für mich völlig unverständlich ist: Man baut da einen Industriepark mitten in das Gelände. Teilweise werden sogar die originalen Gebäude des ehem. VEB Chemiewerkes Kapen genutzt.
Für mich auch unverständlich, zumal dort sich dort sogar ein Feinkostproduzent angesiedelt hatte.
Gerfried Eisen hat geschrieben:Mitten im Gewerbegebiet steht ein Hochbunker, der mußtmaßlich Kampfstoff-Reste enthält.
Sicher. Wo sollen die verblieben sein? Remondis hat lt. Fotos höchstens oberirdisch Rückbau betrieben. Was ist mit den unterirdischen Tanks? Vermutlich ist Remondis kaum auf Giftmüllbeseitigung im großen Stil spezialisiert.
Gerfried Eisen hat geschrieben:Weiterhin ist mir völlig unverständlich, das das gesamte Gelände im Wesentlichen frei begehbar ist (wovon ich natürlich dringend abrate)!
Ich war dort. Habe mich genau umgesehen. Es sollte nach 2002 gewesen sein. Ich kann es aber nicht mehr mit Wahrscheinlichkeit sagen. Ich spekuliere nun schon seit Monaten, ob meine bedrohlich hohen Arsenwerte mit dem Besuch dort zu tun haben. Vllt. sind die aber auch normal, wenn man nur ganz wenige Kilometer weiter aufgewachsen ist? Wenn ich lese, dass der große Bruder der DDR tatkräftig bei der Beseitigung geholfen hat, wird mir mehr als unbehaglich. "Besenrein übergeben" und 1990 - mitten im Umbruch wurden dann weitere 80 Tonnen flüssiger Kampfstoff neutralisiert. Und der zu vermutende Rest?
Gerfried Eisen hat geschrieben:(Die Antwort der Bundesregierung auf die "kleine Anfrage" - siehe oben den thread von bettika dazu - ist eine absolute Lese-Empfehlung! Das die Verantwortlichen überhaupt noch schlafen können...)
Verantwortlich fühlt sich niemand. Also fühlt sich auch keiner um den Schlaf beraubt. Irgendwer wird es schon irgendwann richten. Oder auch nicht. Bewegung scheint es ja dort nicht mehr zu geben. Sie lassen einfach Gras drüber wachsen, und eines Tages grasen Kühe auf dem Gelände.

Antworten