Bunker der Landesregierung von S-H?

Zivile bzw. nicht-militärische Schutzbauwerke und Anlagen des Kalten Krieges
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klaushh
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Beitrag von klaushh » 30.08.2011 13:08

Moin, moin!

Kaum glaublich, aber wie hast du es geschafft, bei dem Besucherandrang alle Bilder ohne Menschen hinzubekommen?

Gruß
klaushh
Bei Interesse für Bunker und unterirdische Bauwerke in Hamburg mal http://www.hamburgerunterwelten.de besuchen!

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derlub
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Beitrag von derlub » 30.08.2011 16:28

Hallo Bettika,

tolle Fotos! Vielen Dank. Die Führung muss sicherlich sehr interessant gewesen sein. Ein wenig erinnert mich die Anlage an den Ausweichsitz der Landesregierung Rheinland Pfalz in Alzey. Hoffentlich schaffe ich es auch einmal nach Sankelmark um mir den Ausweichsitz anzuschauen.

Zwei fragen hätte ich spontan noch.
Was hat es mit diesem seltsamen doppelten Notausstiegsschacht aus sich. In dieser Art habe ich das noch nicht gesehen. Welcher Sinn steckt hinter dieser Bauweise.

Ist bekannt, mit welchem Schutzgrad die Anlage gebaut wurde (Wandstärken, Auslegung der Schleusentüren (S 0,3, S 3, S 9)?

Was hat es mit dieser ausfahrbaren Antenne auf sich? Gibt es davon evtl. Fotos?
Hängt diese Antenne mglw. mit dem doppelten Notausstiegsschacht zusammen?

Vielleicht kann ja auch "Herr Auer" bei der Beantwortung meiner Fragen weiterhelfen?

Grüße,
Christoph

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bettika
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Beitrag von bettika » 30.08.2011 20:36

Hallo,
KlausHH hat es schon richtig erkannt: wenn man in einer Gruppe von 25 Leuten Fotos machen will, heißt es Bilder oder Vortrag, wie man sieht, habe ich mich für letzteres entschieden.
Das heißt ich habe die Gruppe mit Referenten "vorlaufen"lassen.
So fällt es mir schwer Eure Fragen zu beantworten, insbesondere wenn derartige Anlagen nicht zu meinem Themengebiet gehören.

@hollihh . Den "Notausstiegschacht" wenn denn meine Bezeichnung hoffentlich stimmt, konnte ich nicht sehen, nur das Blitzlicht meiner Kamera hat Ihn kurzzeitig sichtbar gemacht. Die Ausstiegshöhe müsste der Höhe des Kellergeschosses indem sich der Ausweichsitz unter dem Bettenhaus befindet, entsprechen (ca 2,30 m) .Auf dem Hinweisschild heißt es :"Klappe nur ausserhalb des senkrechten Schachtes betätigen".Wie man raufkommt? kann ich nur spekulieren: Leiter zum einhängen neben der geöffneten Klappe?

Zu den Fragen von Christoph: das gleiche wie vor genannt. Ist "Notausstieg" überhaupt richtig?
Schutzgrad: Es wurde ein Deckenaufbau von Sand unterhalb des Bettenhaus und 30 cm Betondecke genannt.Zum Thema mein Verweis auf einen "Spiegel" Artikel vom 8.3.1993

"Sorglos dagegen gehen die Schleswig-Holsteiner nicht erst seit dem Ende des Ost-West-Konflikts mit der Sicherheit ihrer Oberen um. Das Land meldete 1987 dem Bundesinnenministerium zwar einen atomsicheren Politbunker. Doch den gibt es in Wahrheit gar nicht.
Im Ernstfall könnten die Landesminister in die Keller der Akademie Sankelmark bei Flensburg und zweier Grundschulen im Kreis Schleswig-Flensburg fliehen. Die Objekte sind laut Prüfbericht des Kieler Innenministeriums jedoch völlig ungeeignet - die Betondecken sind nicht dick genug.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13688125.html

Antenne: es wurde im Vortrag eine "ausfahrbare Antenne" genannt, "sichtbar" für mich nur im Bild IMG_2094 Ü-Sp Ableiterkasten
Die weiteren Fragen könnten nur die Mitglieder vom Verein "unter Hamburg" beantworten .
Schade, das offenbar keine weiteren Forumsmitglieder vor Ort waren. :mrgreen:

Grüsse
Beate
„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ George Santayana

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Beitrag von derlub » 31.08.2011 08:30

bettika hat geschrieben: Ist "Notausstieg" überhaupt richtig?
Ich würde schon sagen. Die Klappen sehen von unten zumindest so wie die regulären typischen Notausstiegsklappen für Schutzräume aus (vgl. Foto im Anhang vom Ausweichsitz der LZB NRW in Satzvey). Seltsam nur der Aufbau auf den Klappen oben drauf, die Dimension des Schachtes und vor allem, dass man 2 Klappen direkt nebeneinander und über den selben Schacht verwendet hat.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.

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Beitrag von Herr Auer » 31.08.2011 17:23

Moin bettika.

Wie steht es eigentlich mit den Veröffentlichungsrechten
Deiner Bilder ?
Ich möchte ja kein Spielverderber sein,
hast Du beim Grenzverein angefragt und um Erlaubnis gebeten ?
Es waren tatsächlich etliche Forenleute dort -
welche Foren sich auch immer mit dem Thema beschäftigen,
die haben es wenigstens für nötig erachtet uns nach den Touren
um Veröffentlichungsmöglichkeit in selbigen zu fragen.....
Kontakte doch mal den Grenzverein, es ist eine Frage des Respekts an der Sache.
Keinem ist damit gedient, wenn die Besitzer solcher Anlagen die
Lust auf solcher Art Besuch verlieren.

Gruß aus unter-hamburg
Hamburg von unten : www.unter-hamburg.de

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Beitrag von derlub » 31.08.2011 17:37

Herr Auer hat geschrieben: Wie steht es eigentlich mit den Veröffentlichungsrechten
Deiner Bilder ?
Wenn Du die Antwort kennst, bitte nenne sie auch.
Herr Auer hat geschrieben:hast Du beim Grenzverein angefragt und um Erlaubnis gebeten ?
Herr Auer hat geschrieben:Es waren tatsächlich etliche Forenleute dort -
welche Foren sich auch immer mit dem Thema beschäftigen,
die haben es wenigstens für nötig erachtet uns nach den Touren
um Veröffentlichungsmöglichkeit in selbigen zu fragen.....
Hallo Ronald,

ich blicke nicht ganz durch. Wer soll nun um Erlaubnis einer Veröffentlichung von Fotos gefragt werden?

Auf der einen Seite soll beim Grenzverein um Erlaubnis gebeten werden, an anderer Stelle schreibst Du, dass ihr (Unter Hamburg e.V. ?) von Forenusern um Erlaubnis einer Fotoveröffentlichung gebeten worden seid (und diese auch erteilt habt!?)?

Wurden die Gäste denn über eine gewünschte Regelung mit dem Umgang ihrer angefertigten Fotografien informiert?

Bitte kläre uns doch auf, dann wissen wir, ob es möglw. rechtl. Probleme mit den Fotos gibt.

Grüße,
Christoph

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Beitrag von Herr Auer » 31.08.2011 17:54

Wir konnten da garnichts genehmigen,
somit war die Ansage, den Besitzer zu fragen !

Der Grenzverein ist Besitzer der Anlage,
die Akademie Sankelmark ist der Nutzer und
wir wurden gebeten unser Fachwissen zur Verfügung zu stellen.

Grundsätzlich, denke ich jedenfalls, ist der Besitzer der
Anlage zu fragen.....
Hamburg von unten : www.unter-hamburg.de

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Beitrag von derlub » 31.08.2011 18:46

Danke, jetzt verstehe ich es.
Herr Auer hat geschrieben: Grundsätzlich, denke ich jedenfalls, ist der Besitzer der Anlage zu fragen.....
Wenn das mit dem Grenzverein so vereinbart wurde, dann sollte das dann in jedem Fall noch nachgeholt werden.
@bettika: Kümmerst du dich darum?

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Beitrag von Herr Auer » 31.08.2011 20:53

Ich will ja nicht nur meckern,
zwei Antworten habe ich natürlich noch :

- Warum ein "doppelter" Notausstieg ?
Nein, nur einer. Die linke Klappe diente dem Ausfahren des Mastes.
Der wurde mal erneuert und war danach hydraulisch zu betätigen -
also kein klassischer Kurbelmast. Man hat ihn sauber rausgeflext...
Die rechte Klappe ist die eigentliche Notausstiegsklappe und man
kam über Steigeisen nach oben, die wurden ebenfalls rausgeflext,
vermutlich um nächtliche "Bunkertouristen" fernzuhalten.
Die wären aber nicht das Problem, am nächsten Morgen würde man sie rufen hören,
wenn der Sturz aus 6-7 Metern dies noch zuläßt,
der Notausstiegsschacht liegt unmittelbar neben einem Bürotrakt.
Der Schacht hat, auf ungefähr 2m über Boden, eine
Plattform aus Gitterrosten. Die kleidet aber nur die Hälfte
des Schachtes aus, zur anderen Hälfte ist der Schacht auf seiner
ganzen Tiefe frei - da hing der Antennenmast in einer gabelförmigen Aufnahme.

- Welcher Schutzgrad ?
Grundschutz - die Tresortür vor den eigentlichen Bunkertüren
ist vermutlich stabiler....

Gruß aus HH
Hamburg von unten : www.unter-hamburg.de

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Shadow
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Beitrag von Shadow » 01.09.2011 10:55

Moin,
nur kurz, damit wir zur Tagesordnung zurückkehren können: Mir ist gerade in Kopie die Genehmigung zur Veröffentlichung der Bilder auf dieser Seite durch den Direktor der Akademie Sankelmark zugegangen.

Gruss, Shadow.

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